Woanders – diesmal mit Delfinen, Wohnungslosen, Einkaufswagen und anderem

Norddeutschland: Es wird immer absurder. Neulich die in der Ostsee überwinternden Wale, jetzt noch Delfine. Was kommt noch? Meerjungfrauen?

Hamburg: Die Zeit über die Situation der Wohnungslosen in der Stadt. In der reichen Stadt. Und in den Kommentaren der Blick in den Abgrund.

Hamburg: Die taz über hyperlokale Blogs, mit Hamburger Beispielen.

Hamburg: Sven über wilde Einkaufswagen in Meiendorf. Die Ordnung ist in der Tat sehr faszinierend.

Umwelt: Der Biologinnenmann und seine Frau bloggen jetzt über Tiere, darunter auch Pilze. Pilze? Aber bitte, die beiden werden es wissen, sie kennen sich ja aus. In den Blogartikeln werden übrigens naheliegenderweise auch die Frisuren der Kreaturen thematisiert, das hat man ja bisher immer vermisst. Wenn jetzt noch jemand ein entsprechendes Pflanzenblog anlegen könnte? Ich lese so etwas ja tatsächlich gerne. Danke.

Feuilleton: Bei Herrn Wolf geht es um Schreibgeräte und um seine Punkte, auch ein interessantes Thema. Ich schreibe schon seit langer Zeit alles erst einmal in Google-Docs, das speichert so nett automatisch und ist überall verfügbar. Drei Docs, eines für das Blog allgemein, eines für “Woanders”, eines für den Wirtschaftsteil”, letzteres teile ich mit den geschätzten Damen und Herren von der GLS Bank, die ebenfalls daran arbeiten. Wenn ein Text etwas länger und mir vielleicht auch wichtiger wird, speichere ich ihn in Word, damit ich ihn auch auf der Festplatte habe. Dummerweise sieht er dann aber leicht anders aus, daher liest er sich auch ganz anders und muss wieder komplett überarbeitet werden. Danach geht er irgendwann ins Blogdesign, wo er aber wiederum leicht anders aussieht und daher leider noch einmal komplett überarbeitet werden muss. Wenn ich Zeit habe, lese ich ihn vor dem Veröffentlichen laut, wodurch er, große Überraschung, wieder ganz anders wirkt und noch einmal komplett überarbeitet werden muss. Wenn die Herzdame im Text vorkommt, liest sie ihn auch noch einmal, wodurch er, man rät es, auch noch einmal komplett überarbeitet werden muss, denn wir haben nicht den gleichen Humor. Im Grunde ist es ein Wunder, dass hier überhaupt jemals Texte erscheinen, wenn man es recht bedenkt. Und sollte ich diese Texte auf Lesungen vortragen, muss ich sie erst ausdrucken, dann wirken sie auf den Blättern wieder ganz anders… es ist eigentlich fatal.

In letzter Zeit mache ich mir immer öfter Notizen mit der Hand oder schreibe sogar längere Passagen auf Papier, das macht unerwartet viel Spaß und führt zu deutlich anderen Formulierungen als an irgendeiner Tastatur. Letzteres klingt banal, ist aber doch höchst bemerkenswert, denn offensichtlich variiert mein Denken ja mit dem Schreibgerät. Das ist womöglich bei allen Menschen so und ist vielleicht sogar zu generalisieren und die mit Geha waren damals wirklich doof? Wer weiß!

Auf mobilen Geräten kann ich nicht schreiben. Dicke Finger, schlechte Augen, den Trend lasse ich mal lieber aus.

Irgendwasmitmedien: Ein ziemlich vernünftiger Artikel über die Bezahlung von Bloggern.

 

Gelesen, vorgelesen, gesehen, gehört im Mai

Gelesen

Sarah Kirsch: Juninovember

Juninovember

Die Prosatexte von Sarah Kirsch kann man schwer erklären, da geht es um wenig, und es passiert fast nichts. Sarah wohnt so herum, altert, betrachtet das Wetter, freut sich über die Jahreszeiten und ihre Folgen, kommentiert den Literaturbetrieb aus ihrer ländlichen Zurückgezogenheit, und ist, wie immer in diesen Texten, etwas koboldhaft vergnügt in ihrem ziemlich weltentrücktem Alltag. Besuch kommt und geht, ab und zu ein Satz über die Nachrichten. Mehr nicht. Und doch gibt es kaum Bücher, die in mir so eine unbändige Lust wecken, auch einmal, zumindest vorübergehend, genau so zu leben. Irgendwo am Arsch der Heide, ohne Stress, Deadlines und Hektik. Nicht gerade für immer, aber so als Sabbatical würde ich das wirklich mittlerweile ganz nett finden. Einfach mal wieder stundenlang Natur ansehen, Blümchen und Schafe und guck mal, die Wolken. Irgendwas über den Herbst schreiben, über den Sommer, über die Übergänge, die Rückfälle und Fortschritte der Jahreszeiten. Oder über Regentonnen, warum auch nicht. In Ruhe denken. Egal, ich kann mir kein Sabbatical leisten, wegen der Kinder geht es ohnehin nicht. Vielleicht in zehn Jahren.

Juni – Gedichte. Herausgegeben von Evelyne Polt-Heinzl und Christine Schmidjell

Juni-Gedichte

Ich bin mir nicht ganz sicher, woran es liegt, aber das fand ich diesmal ganz furchtbar langweilig. Entweder meine Lyrikphase ist gerade durch – oder der Sommer ist einfach zu nett für interessante Gedichte. Da ist womöglich schlichtweg zu viel in Ordnung, da passt alles so nett zusammen, und das Wetter ist auch noch passabel. Gähn.

Lutz Seiler: Kruso

Kruso

Das fängt sehr gut an und lässt, das klingt fast wie ein Scherz, ich weiß, dann doch schwer nach, sobald die titelgebende Figur auftritt. In einer Amazon-Rezension steht die schöne Formulierung, der Roman sei “streckenweise esoterisch vermumpft”, dem möchte ich mich dann doch anschließen. Irgendwo am Ende des ersten Drittels aufgegeben.

Kurt Held: Die rote Zora

Die rote Zora

Das würde man vielleicht eher bei “Vorgelesen” erwarten, das steht hier aber ganz richtig. Das wollte ich nämlich mal kurz anlesen, um zu sehen, ob es für Sohn I schon passt und zack – komplett festgelesen. Dieses Buch war vermutlich der erste richtig dicke Roman, den ich damals als Kind selbst gelesen habe, vielleicht mit acht oder neun Jahren. Und ich erinnere mich noch sehr gut, wie mich der Anfang mit der sterbenden Mutter damals beeindruckt und verwirrt hat, das hat mich wochenlang beschäftigt und verfolgt. Und wie das Buch dann immer lichter und spannender wurde, wie komplett ich beim Lesen in diesem dalmatischen Dorf gelebt habe, wie genau ich das alles vor mir gesehen habe, wie atemlos ich die Abenteuer miterlebt habe und wie schnell dann doch der dicke Wälzer geschafft war – und wie schwer es war, danach ein anderes Buch zu finden, das im Vergleich nicht enttäuschend war. Sohn I ist lebhaft interessiert, es geht dann wohl demnächst mit der Vorleserunde los.

Bram Stoker: Dracula. Ohne Übersetzerangabe. Das wollte ich gar nicht lesen, das war ein Versehen. Da war nämlich Sohn II auf meiner Brust eingeschlafen und ich kam nur an das iPad und dort mit einem Finger nur an genau dieses Werk in der E-Book-Bibliothek und da dachte ich, ach, warum nicht. Es fällt ja vermutlich auch unter Bildungslücke, das nicht zu kennen. Und für ein Versehen ist es dann doch sehr unterhaltsam. Auch interesssant: Bram Stoker in der Wikipedia.

Vorgelesen

Otfried Preußler: Hörbe mit dem großen Hut – eine Hutzelgeschichte

Hörbe

Das hat die Herzdame vorgelesen, ich habe es nicht gehört. Aber die Söhne waren beide sehr angetan.

Roald Dahl: James und der Riesenpfirsich. Illustriert von Quentin Blake, Deutsch von Inge M. Artl und Kai Ohlen

Das kam hier schon einmal vor, aber so ist das, wenn der kleinere Sohn größer wird – da muss dann einiges wiederholt werden. Und da die Herzdame das erste Vorlesen verpasst hatte, hat sie es jetzt vorgelesen. Und nun finden wir es also endlich alle gut. Nach wie vor eine große Empfehlung.

Dorothee Haentjes & Philip Waechter: Schaf ahoi!

Schaf Ahoi

Ein wunderbar norddeutsches Bilderbuch über Schafe auf einer Hallig, die nachts ausbüxen und mit dem Kahn des Bauern aufs Festland fahren. Einmal richtig Spaß haben! Aber wie kommt man zurück? Kinder mit Wattenmeererfahrung können mit nachdenken, Kinder mit Deichschafkenntnis wissen auch, in welchem Tonfall die Schafmama nach ihrem Jungen ruft. Und diesen Tonfalll, den muss man dann beim Vorlesen auch genau treffen, versteht sich.

Sara Pennypaker: Stuarts Cape. Illustriert von Martion Matje, übersetzt von Brigitte Kälble

Stuarts Cape

Stuart ist Experte im Sorgenmachen, das ist ein wenig hinderlich im Alltag. Die Lage ändert sich allerdings deutlich, als er sich aus einhundert Schlipsen und einer lilafarbenen Socke ein Cape zusammenschneidert. Denn wie Fachleute wissen: coole Abenteuer erleben nur Leute mit Cape. Auch für Erstleser ganz gut geeignet, die haben so ein überaus entzückendes Erstaunen über absurde Witze – “Das steht da wirklich?!”

Thilo (Text) und Jörg Hartmann (Bilder): Agent Andy Action, der Fall blaue Hornissse

Agent Andy Action

Nachdem ich neulich über diese Reihen der Erstlesebücher geschimpft habe, hier die Ausnahme, zumindest aus Sicht von Sohn I. Andy Action ist super, ein jugendlicher Geheimagent mit Wahnsinnsausrüstung und wahnsinnig tollen Computerkenntnissen, der im Auftrag der CIA Verbrecher jagt und, eh klar, in Rekordzeit zur Strecke bringt. Mit im Glossar erklärten englischen Fachausdrücken. Das Buch fand er dann doch so spannend, dass er glatt über die Englischhürden hinweg gelesen hat – und so soll es ja auch sein.

Gesehen

Ha, ich habe etwas gesehen! Zwar nur ein kurzes Filmchen, aber das doch mit Interesse. Es ist noch einmal eine sehr norddeutsche Angelegenheit, es geht um Büttenwarder, und zwar um die Nebendarsteller. Für Büttenwarder-Nichtkenner aber vermutlich gänzlich uninteressant.

Und weil es zu “Gesehen” passt – sehr praktisch fand ich die Flimmo-App, die über Fernsehsendungen für Kinder informiert. Wie geeignet, für welche Altersgruppe – für Haushalte ohne Programmzeitschrift ist das wirklich nützlich. Für Apple und Android und Browser verfügbar.

Gehört

Das ist nun seltsam, und es passiert mir auch gar nicht so oft, aber ich bin in diesem Monat nirgendwo hängengeblieben, habe nur etwas ratlos hier und da herumgeklickt, in tausend Sachen hineingehört und doch nichts gefunden. Alles doof. Musik im Mai, nichts dabei.

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Es geht um den Teil der Wirtschaft, mit dem fast alle fast jeden Tag etwas zu tun haben, es geht um den Handel. Und wir fangen mit dem Klaus-Faktor und der Henne Berta an, mit zwei Fachbegriffen, die so nicht im Lehrbuch stehen. Aber wenn man sich mit der Kunst des Räumungsverkaufs befasst, dann kommt man an diesen Begriffen vielleicht nicht vorbei.

Da geht es also um das Scheitern des stationären Handels. Auf die Frage, ob dieser Handel überhaupt noch eine Zukunft hat, gibt es eine ganz einfache Antwort, sie heißt Ja und Nein. Dazu ein Streitgespräch bei der brandeins.

Wobei dieses Streitgespräch noch erhellender wird, wenn man gleich noch einen zweiten Text aus der brandeins dazu nimmt, nämlich einen über einen sehr, sehr erfolgreichen Onlineshop.

So weit, so überaus kompliziert. Wir können uns aber auch einfachere Themen ansehen, etwa die Sache mit den Selbstbedienungskassen. Also die Kassen sind einfach, das Funktionsprinzip kann man sich wohl halbwegs vorstellen. Schwieriger ist wohl die Frage – warum benutzt die eigentlich jemand? Und wie finden das die Angestellten in den Läden?

Das Faszinierende am Handel ist oft, dass hinter den Kulissen sehr viel passiert, von dem man nicht die leiseste Ahnung hat. Hätten Sie die Größe der Firma Fuchs richtig eingeschätzt? Vermutlich nicht. In den Kommentaren unter dem Text geht es auch um bestrahlte oder nicht bestrahlte Ware, da nähern wir uns schon dem, was uns hier so oft umtreibt, dem richtigen Einkaufen.

Und beim richtigen Einkaufen geht es immer wieder um Fair Trade, um die Frage, ob das nun der korrekte Weg ist oder nicht. Dazu eine neue Reportage aus Tansania.

Fair oder nicht fair, bio kaufen wir auf jeden Fall, gar keine Frage, und auf der Suche nach gutem Gemüse sind wir natürlich auch alle (dazu übrigens mehr bei den Krautreportern). Und was bio ist, das erkennt man an irgendeinem Siegel auf der, genau, Verpackung. Das war jetzt gerade ein Text aus dem Supermarktblog, einer ausgezeichneten Quelle, wenn man sich für die Abgründe und Hintergründe des täglichen Einkaufs interessiert. Da verlinken wir gleich noch einen Text, weil er so wundervoll passt, da geht es um die Veggie-Produkte bei den Discountern, die hat man vielleicht bei den Abstechern zu Aldi oder Lidl schon selbst gesichtet. Ruhig auch die Kommentare lesen! Gar nicht uninteressant.

Und wie schon in der letzten Woche bei einem ganz anderen Thema können wir auch in dieser Woche kurz nach Frankreich sehen. Was machen die da nun schon wieder? Sie erlassen Spendenverpflichtungen für nicht verkaufte Lebensmittel. “Die Bundesregierung sieht in dem Vorstoß kein Vorbild für Deutschland”. Natürlich nicht.

Wobei abgelaufene oder fast abgelaufene Lebensmittel auch als Handelsware durchaus interessant sind. Und in Wien kann man sich, das ist auch eine faszinierende Idee, besonders wenn man oben den Text von den Krautreportern gelesen hat, hässliches Gemüse nach Hause liefern lassen. Warum auch nicht. Es ist schwierig, das mit dem Gemüse – aber in anderen Ländern gibt es noch ganz andere Komplikationen.

Und zum Schluss wie fast immer noch der Link für den Freundeskreis Fahrrad – da gibt es ein Update zum Solarradweg, wir hatten den Link vor einiger Zeit.  Der macht sich nämlich ganz gut.

GLS Bank mit Sinn

Von damals und von dieser Zeit

Wir waren in Nordostwestfalen, wo wir die Naturkenntnis der Söhne um immerhin zwei Gattungen erweitern konnten. Zum einen haben wir in einem Waldstück eine Blindschleiche gesehen, zum anderen lag das ganze Land voller toter oder sterbender Maikäfer. Warum sterben all die Maikäfer gerade? Eine vollkomen berechtigte Frage der Söhne, die Erwachsenen daneben versuchen vergeblich, sich an Schulwissen zu erinnern. War da nicht irgendetwas mit Zyklen und sieben Jahren oder mit Tod nach Paarung oder weiß der Kuckuck – der übrigens vom Waldrand ruft, da haben wir gleich noch eine neue Art und auch wunderbar abgelenkt. Kuckuck! Da, schon wieder, hört ihr?

Da gab es doch auch so eine Regel, so oft wie der Kuckuck schreit, so viele Jahre müssen die jungen Mädchen auf den Mann warten, der sie heiraten wird – oder wie war das noch? Wenn das die Regel ist und wenn es nach diesem Kuckuck geht, dann haben die jungen Mädchen im Dorf noch sehr, sehr viel Zeit, viel mehr Zeit, als sie schön finden werden. Ich kriege die Regel nicht mehr richtig zusammen, aber der Ruf des Kuckucks klingt auf jeden Fall sehr nett nach damals, nach irgendwelchen Kindheitswäldern, die ich längst nicht mehr Orten zuordnen kann. Irgendwo im Mai, irgendwo im Damals. Da gab es auch Maikäfer, dann gab es sie sehr lange Zeit überhaupt nicht mehr, so etwas fällt einem dann erst auf, wenn man sie wieder sieht. Aber ich erinnere mich immerhin noch an dieses leise, feine Knacken, wenn man barfuß auf einen Maikäfer getreten ist, dieses jähe Schuldgefühl und das Wissen, bestimmt nichts mehr retten zu können.

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Auf der Rückfahrt nach Hamburg haben wir den Söhnen lehrreiche Musik vorgespielt, Musik aus der Geschichte ihrer Eltern. Da wir zuhause nie Radio hören und keine Platten oder CDs abspielen, jeder hängt hier nur an seinem Stream vom Computer, muss man sich das ab und zu fest vornehmen, die Musik von damals für alle aufzulegen. Die Söhne lernen sie sonst nie kennen, das möchte man ja auch nicht. Wir hörten diesmal Bands, die in den Partyphasen unserer Jugend eine Rolle gespielt haben, auch wenn diese Phasen etliche Jahre auseinander lagen. Gegensätzliche Bands, die manchmal Familien und Haushalte trennen, wie man hört, eine Glaubensfrage wie bei St. Pauli oder HSV. Na, vielleicht nicht ganz so, damals hat man sie eh nacheinander gehört, ganz zwanglos. Die Ärzte und die Toten Hosen, die alten Sachen, die alten Hymnen, die alten Scherze, die alten Partysongs, zu denen wir einst in irgendwelchen anderen Armen gelegen haben, zu denen wir einst fortgeschritten alkoholisiert durch irgendwelche partyverwüsteten Wohnzimmer von Schulfreunden gehüpft sind.

Und Sohn I, gerade von Sylt zurück, kann sich tatsächlich mit “Zurück nach Westerland” anfreunden, das findet er gar nicht so schlecht. Sohn II findet “Eisgekühlter Bommerlunder” ausgesprochen belebend und alle Zweifel, dass man auch angeschnallt in einem Kindersitz außer Rand und Band tanzen kann, sie sind jetzt endgültig ausgeräumt. Das Lied geht nach wie vor ab, das Kind auch. Und man findet Campino für einen kleinen Augenblick doch wieder sympathisch, das macht die Nostalgie.

Mir gehen, das macht auch die Nostalgie, die bekanntlich immer schlimmer wird, wenn man erst einmal damit anfängt, auch die Maikäfer nicht mehr aus dem Kopf. Weil sie mich an die Sportfeste in der Oberstufe erinnern. Das habe ich schon einmal irgendwann erzählt, wer sich daran erinnert, kann hier ruhig wegklicken. Ich will aber zu einem anderen Ende hin, deswegen muss ich die ganze Kurve nehmen. An meiner Schule gab es die mit großer Begeisterung gepflegte Tradition der Unsportlichkeit, wir legten erheblichen Wert darauf, nichts zu können und nichts zu gewinnen. Das brachte unsere Sportlehrer selbstverständlich regelmäßig zur Verzweiflung, zumal wir nicht einmal als Publikum Lust hatten, unsere in der Tat drittklassigen Truppen anzufeuern. Wozu auch? Hatten sie denn eine Chance gegen die anderen Mannschaften aus den sportlicheren Gymnasien, mit den meterlangen Vitrinenreihen voller Pokale und Medaillen auf den Fluren? Aber nein, hatten sie nicht. Die Lehrer bestanden dennoch darauf, dass wir bei den jährlichen Leichtathletikmeisterschaften der Schulen unsere Läufer anzufeuern hatten, mit Spruch und Lied, zwo, drei. Und wir sangen, weil wir eben etwas singen mussten, “Maikäfer flieg”. In äußerst getragener und sehr langsamer Version, so tief die bröckeligen Jungsstimmen eben reichten. Und da wir auch Sprüche zu brüllen hatten, riefen wir den vermutlich unbrauchbarsten Anfeuerungschor, der je an einer Schule erdacht wurde: “Ich bin stolz, ein Katharinäer zu sein, denn katharos heißt rein.” Lehrer hätte man da nicht sein mögen, fällt einem beim Erinnern etwas unangenehm ein.

Es gab nur wenige Streber bei uns, die dennoch vehement auf Sieg aus waren, die sich auf der Bahn die Seele aus dem Leib liefen, die dennoch unbedingt vorne sein wollten, beim Sport, auch im Unterricht, bei allem. Wir wollten nicht gewinnen, wir wollten Party machen, Musik hören und trinken und uns verlieben. Und erst heute, aus der Position meines längst recht konventionellen Alltags heraus, fällt mir auf, dass wir nicht gewinnen wollten, weil wir dachten, längst gewonnen zu haben. Wir waren keine Spießer, das war es nämlich, worum es eigentlich ging. Das war der Hauptgewinn, das meinten wir, verstanden zu haben. Mit sechzehn schon! Das war ziemlich früh für solche lebenswichtige Erkentnisse. Aber wir waren eben verdammt schlau. Dachten wir.

In unserer Abi-Zeitung gab es von jedem Schüler ein Bild und einen Text aus nur vier Wörtern. Einer der Oberstreber von damals saß da mit Schlips und Kragen und dem Text “Deutschland, Deutschland über alles.” Ich auf dem Bild daneben, noch langhaarig und mit Schreibmaschine auf dem Schoß und dem Text “Völker, hört die Signale.” Er hat dann Jura studiert, ich irgendwas, das passte schon.

Vielleicht haben wir heute einen auf den ersten Blick ganz ähnlichen Alltag, das kann schon sein. Aber er ist Funktionsträger in einer bürgerlichen Partei geworden, ich bin ein seltsamer Teilzeitblogger mit Sponsor aus der ökoszialen Ecke, vielleicht passt das alles doch immer noch ganz ganz gut? Vielleicht denke ich aber auch nur aus alter Gewohnheit, dass ich sowieso immer schon gewonnen habe, ohne je aufgestanden zu sein. Ick bün all door. In all meiner mittlerweile doch recht braven Spießigkeit. Da mal drüber nachdenken!

Aber erst ein belegtes Brot mit Ei. So viel Party muss sein.

 

Die Herzdame backt: Rhabarber-Baiser-Kuchen

Rhabarberkuchen

Auf Wunsch meiner nordostwestfälischen Schwiegereltern backt die Herzdame diesmal nicht in exaltierten Kleidchen und partytauglichen Pumps, sondern ganz schlicht in Jeans und Dings und barfuß. Mehr so der bodenständige Look, das passt aber auch ganz wunderbar zur verwendeten Hauptzutat: Rhabarber.

Rhabarber

Rhabarber ist der ewige Dritte der Saison, nach Spargel und Erdbeeren, ohne die geringste Chance, jemals aufzuholen. Das ist ein wenig bedauerlich, aber das werden auch wir nicht ändern können, wir können nur kurz darauf hinweisen, dass Rhabarber-Baiser-Kuchen etwas ziemlich Großartiges ist. Ich habe den noch nie vorher so gegessen, bin aber restlos überzeugt, den machen wir jetzt nur noch so, das ist eindeutig besser als schlichter Rhabarberkuchen, der natürlich auch schon nicht schlecht ist.

Herzdame mit Kuchen

Das würden auch die Söhne unterschreiben, die Rhabarberkuchen gar nicht mögen, in dieser Variante aber immerhin die Baiserschicht runterknabbern können. Und zwar mit erheblicher Begeisterung. Wobei mir bei Durchsicht der Bilder auffiel, dass Sohn I beim Backen gar nicht dabei war. Das war etwas irritierend, bevor mir wieder einfiel, dass der feine Herr gerade eine Woche auf Sylt war, man kommt bei dieser umtriebigen Jugend gar nicht mehr hinterher. Was die alles unternehmen! Als ich in seinem Alter war, bin ich höchstens alleine Milch holen gegangen. Wir hatten ja nix! Die Milch übrigens, die Älteren erinnern sich, gab es damals noch in Plastikschläuchen, die als Verpackung denkbar ungeeignet und geradezu lachhaft unpraktisch waren. Und ich erinne mich bis heute an einen Tag, an dem mir so ein glitschiges, kaltes Mistding dreimal auf dem Rückweg vom Laden runterfiel, an diese riesige Milchpfütze auf dem Gehweg vor meinen Füßen. Und noch einmal. Und noch einmal. Bis es meiner Mutter zu teuer wurde und sie schließlich selbst Milch holen ging. Traumatische Erfahrungen, die heute keiner mehr versteht. Aber egal.

Rhabarber

Wir brauchen:

600 Gramm Rhabarber

150 Gramm Mehl

75 Gramm Speisestärke

Anderthalb TL Backpulver

150 Gramm Margarine

150 Gramm Zucker

1 Packung Vanillezucker

2 Eier

3 Eigelb

Für die Baiserschicht:

3 Eiweiß

175 Gramm Zucker

1 TL Zitronensaft

Sohn II hält Zitrone

Den Rhabarber vom Nachwuchs waschen und in Stücke schneiden lassen, wenn Nachwuchs vorhanden. Wir haben für solche Fälle ein Spezialkinderküchenmesser, das klappt sehr gut. Und bei rotem Rhabarber fällt Blut auch gar nicht so auf.

Sohn II schneidet Rhabarber

Und da Kinder durch Nachahmung lernen, schnippelt man selbst auch ein wenig.

Herzdame an Rhabarber

Mehl, Speisestärke und Backpulver sieben. Ich halte das ja nach wie vor für eine Glaubensfrage, aber egal, das Thema hatten wir schon und ich darf auch einmal unbelehrbar sein. Die Herzdame siebt tatsächlich. Die Margarine mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig rühren. Drei Eigelbe und zwei ganze Eier darunter rühren und beim Rühren das Mehlgemisch dazugeben.

Herzdame

Den Teig in eine vom Nachwuchs eingefettete Springform geben. Die Rhabarberstücke auf dem Teig verteilen. Das sieht eventuell zunächst so aus, als seien es zu viele, aber das passt schon.

Herzdame an Rhabarberkuchen

Rhabarberstückchen

Bei 180 Grad etwa 45 Minuten backen, wir wollen hier gar keine Präzision vortäuschen.

Die drei Eiweiße mit einer Prise Salz, welches oben in der Zutatenliste fehlt, zu steifem Schnee schlagen.

*rühr*

Zucker und Zitronensaft unterrühren. Den Kuchen aus dem Ofen holen und die Baisermassse darauflöffeln. Das darf und soll ruhig etwas unregelmäßig aussehen, finde ich.

Rhabarbertorte

Herzdame mit Baisermasse

Herzdame mit Kuchen

Baiser

Danach den Kuchen etwa 15 Minuten weiterbacken, die Baisermasse sollte nicht zu dunkel werden. Aber doch ein wenig Farbe nehmen.

Herzdame an Backofen

Zack, fertig. Sehr guter Kuchen, sehr einfache Zubereitung, sehr oft wiederholen.

Wird die Herzdame vor der Pflaumensaison noch einen weiteren Kuchen schaffen? Und was wird sie dabei tragen? Fragen über Fragen!

Das Originalrezept kommt von hier.

Kuchen

 

Herzdame mit Kuchen

Woanders – diesmal mit dem Schreiben, einer Hallig, Dänemark und anderem

Feuilleton: Tom Hillenbrand mit überhaupt nicht abwegigen Hinweisen zum Schreiben. Wie es in anderen Medien heißen würde: Punkt 4 habe ich jahrelang unterschätzt. Was vielleicht ein klein wenig schade ist. Wobei neuerdings auch Twitter wie ein Notizbuch fir mich funktioniert. Dort der eine Gedanke, im Blog dann später ein Text, das kann ganz gut gehen. Link gefunden via Felix Schwenzel.

Norddeutschland: Früher war alles besser, früher gab es keine Polizeieinsätze auf Hallig Hooge.

Norddeutschland: Beklemmende Bilder aus Osterode.

Norddeutschland, bzw. noch etwas nördlicher: Ein Artikel über zweisprachige Ortsschilder in Dänemark, im Gebiet der deutschen Minderheit. Zufällig ist mir gerade beim Durchfahren der Stadt Schwarzenbek in der Nähe von Hamburg zum ersten Mal ein zweisprachiges Ortsschild hier in der Nähe aufgefallen. Unter Schwarzenbek steht dort ganz offiziell das plattdeutsche Swattenbeek. Finde ich gut.

Fotografie: Russische Teenager und Putin. Seltsam, seltsam.

Familie: Isa schreibt über Selbstverständlichkeiten und zitiert mich, bzw. die Söhne.

Gesellschaft: Volker König erzählt von Sozialämtern damals und heute und wie sich das Menschenbild dort gewandelt hat.

Feuilleton: Ein Artikel über die Ehe von Raymond Chandler

Feuilleton: Ein Kalenderblatt für Victor Hugo.

 

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Beginnen wir einmal positiv, mit einer netten Vision. Einer Vision von städtebaulichen Maßnahmen, die ganz so wirken, als seien sie, drücken wir es ruhig ganz banal aus – nett. Richtig nett. Oder noch eher agréable, denn es geht um Paris. Da möchte man das Seine-Ufer etwas umbauen (englischer Text, wir nehmen da dankend die Vokabel pedestrianisation mit, so ein schönes Wort).

Da fällt einem doch wieder ein, dass man so etwas auch wirklich gerne mit einem anderen Fluss im Text lesen würde. Mit der Ruhr, dem Rhein, der Spree, der Elbe. Schön wär’s schon, nicht wahr.

Auch andere aktuelle Beschlüsse der Nachbarn sind interessant, etwa die zu begrünten Dächern. In dem Artikel liest man immerhin, dass Deutschland Vorreiter bei Dachgärten ist, man ist ja dankbar für jeden positiven Hinweis. Hier geht es um einen in Berlin, aber nicht um irgendeinen.

Und wenn wir schon bei Architektur und der Blickrichtung nach oben sind – in anderen Ländern denkt man über vertikale Friedhöfe nach oder hat sie sogar schon gebaut, das ist wohl in Deutschland bisher kein Thema, nicht einmal in Berlin. Dann dauert es also noch eine Weile. Um diese Friedhöfe, um Hochhäuser und anderes geht es in einem Artikel im Freitag.

In Deutschland sollte man dagegen vielleicht doch noch einmal über Dämmung nachdenken. Und zwar gründlich.

Dann bleiben wir doch noch etwas bei Städten und Ideen, da findet man noch mehr. Nämlich Neuigkeiten von der guten alten Rohrpost. Die kann man sich offensichtlich etwas größer und moderner vorstellen. Oben die Drohnen, unten die Röhren, wir sind quasi bei Science-Fiction, warum auch nicht. Bei Science-Fiction kriegt man endlich auch mal etwas spleenig klingende Themen unter, etwa “Schweizer machen Strom mit U-Booten.” Das ist übrigens tatsächlich so. Und das Bild im nächsten Artikel könnte auch einer Vision von Jules Verne entstammen, oder? Ein paar Meilen unter dem Meer… (englischer Text)

Science-Fiction auf dem Meer führt übrigens wieder rückwärts in die Geschichte, denn da werden gerade die Segel neu erfunden.

Schöne Ideen, keine Frage. Ob solche Ideen uns “blöde Primaten” noch vor uns selbst retten werden? Die Beleidigung ist nicht von mir, die entnahm ich der Zeit. Passend dazu noch ein paar Bilder? Haben wir auch.

Aber so negativ enden wir natürlich nicht, nein. Wir haben noch eine deutlich nettere Meldung für den Freundeskreis Fahrrad. In Fürstenfeldbruck gab es einen radfreundlichen Akt zivilen Ungehorsams, oder, wie man heute sagen würde, einen Fall von “reclaim your city”: einen selbstgemalten Radweg. Und alle so: geht doch!

GLS Bank mit Sinn

Kinder haben auch Vorteile!

(Es folgt ein Gastbeitrag von Patricia Cammarata. Die kennen Sie entweder von ihrem eigenen Blog oder von ihrem letzten Artikel bei mir – nämlich hier.

Wenn man Kinder hat, hat man nie wieder saubere Kleidung, kann nur blanke Nudeln essen und hat oft blaue Flecken an den Schienbeinen. Darüber schrieb ich bereits. Das ist natürlich sehr einseitig, denn zweifellos haben Kinder auch Vorteile.

Wenn sie älter werden, dann hat man z.B. sehr ähnliche Vorstellungen von gelungener Freizeitgestaltung. Im Großen und Ganzen bedeutet gelungene Freizeitgestaltung für Jugendliche nämlich „chillen“ – und zwar nachdem man bis mittags im Bett lag. Im optimalen Fall chillt man an einem Ort mit WLAN-Verbindung, denn im Grunde beschäftigt man sich den ganzen Tag damit, sich lustige Videos auf YouTube anzuschauen. Exakt so stelle ich mir mein Leben eigentlich auch vor. Endlich nicht mehr auf den Spielplatz müssen, kein Basteln mehr, keine Kinderlieder trällern und nie wieder Conni vorlesen.

Hinzu kommt, dass man Dinge tun kann, die ohne einen genervt dabeistehenden Alibi-Jugendlichen nicht mehr ohne weiteres möglich wären. Zu diesen Aktivitäten gehört beispielsweise Longboardfahren. Ohne Kind würde ich mir als Vierzigjährige ja kein eigenes Longboard kaufen, nur um das mal auszuprobieren. Undenkbar!

Weil ich auf eine Jugend voller gescheiterter Versuche Skateboard zu fahren zurück blicke, war ich an der Longboardsache schon immer interessiert und habe mich gefragt, warum diese Jugendlichen plötzlich eigentlich alle Longboardfahren. Die Antwort ist am Ende ganz einfach: Es ist sehr einfach und nicht zuletzt – es macht Spaß.

Als Teenager habe ich mich immer wieder am Skateboardfahren versucht und bin dabei kläglich gescheitert. Um überhaupt einigermaßen würdevoll geradeaus fahren zu können, muss man wirklich ziemlich viel üben. Das Gleichgewicht zu halten ist schwer, und wenn man sich dann noch an leichten Gefällen und/oder Kurven versucht, sieht man schnell aus wie eine Clownnummer in einem drittklassigen Zirkus.

Als Jugendliche mit einem zarten Selbstbewusstsein ist so etwas natürlich nicht zu ertragen, also habe ich es irgendwann aufgegeben. Als robuste Erwachsene geht das schon besser. Zumal glücklicherweise in kürzerer Vergangenheit die Longboards die Skateboards größtenteils verdrängt haben. Denn im Gegensatz zu Skateboards sind Longboards total leicht auszubalancieren. Es dauert also nicht Wochen bis man geradeaus fahren kann – nein schon nach zehn Minuten kann man sogar relativ zuverlässig Kurven fahren.

Ich hab mich also sehr gefreut, als das große Kind neulich ankam und nach einem Longboard verlangte. Da konnte ich mich generös zeigen und zum nächsten Anlass eines schenken.

Longboardfahren macht großen Spaß. Man muss nicht mal bremsen lernen. Was für mich z.B. beim Inlineskaten ein großes Problem darstellt. Wenn man zu schnell ist, steigt man einfach ab, und lässt das Longboard weiter fahren. Man schaut dann unbeteiligt in die Luft, und wenn das Longboard Passanten erschreckt oder anschrammt, wartet man einfach ab, bis die vorbei gezogen sind und holt es sich dann unauffällig wieder. Niemand vermutet eine Frau in meinem Alter als die Verursacherin solcher Ärgernisse. Alle schauen sich um und suchen nach unerzogenen Jugendlichen.

longboard

Der eigene Nachwuchs, also der, dem das Longboard eigentlich gehört, der wird übrigens auch nicht geschimpft. Der ist nämlich schon lange nicht mehr zu sehen, sondern schreibt an einem Artikel, wie peinlich und nervig Erwachsene auf geliehenen Longboards sind. Davon darf man sich aber nicht abhalten lassen. Jugendliche sind ohnehin ständig peinlich berührt von dem was Erwachsene – speziell ihre Mütter tun.

Man muss als Erwachsene mit einer gewissen Internetaffinität im Auge behalten, dass man, sobald man richtig gut Longboard fahren kann, auch als Ü30jährige einen YouTube Kanal aufmachen kann. Ich habe gehört, dass man schnell ein paar Hunderttausend Abonnenten hat. Dann muss man im Grunde nur auf die Sponsoren warten und endlich wird man reich. Das geht viel schneller als mit diesem altmodischen Bloggen.

So kann es eben auch kommen, wenn man Kinder hat. Kinder haben auch Vorteile, haben sie wirklich!


Patricia Cammarata ist IT-Projektleiterin, Psychologin und Mutter. Seit Mai 2004 bloggt sie unter dem Pseudonym
dasnuf. In ihrem Blog erzählt sie einer langen Familientradition folgend gerne Geschichten. Es fehlt ihr gelegentlich an Ernsthaftigkeit, aber so ist das eben, wenn man morgens gemeinsam mit den Kindern Clowns frühstückt.