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	<description>Buddenbohm &#38; Söhne</description>
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		<title>Mai</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 04:22:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximilian Buddenbohm</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/merlix/7213511086/" title="Untitled by Maximilian Buddenbohm, on Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7103/7213511086_b48ed57e71_z.jpg" width="612" height="612" alt="Untitled"/></a></p>
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		<title>G.</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 19:12:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximilian Buddenbohm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe es staunend, aber weitgehend klaglos hingenommen, als vor einigen Jahren auf Partys der Smalltalk immer &#246;fter um das Thema Golf kreiste. Ich habe nicht laut gesagt, was ich von Golf halte, zumindest nicht sehr laut. Es waren teils recht nette und sympathische Menschen, die da &#252;ber diesen abartigen Sport f&#252;r Liebhaber besonders abscheulicher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe es staunend, aber weitgehend klaglos hingenommen, als vor einigen Jahren auf Partys der Smalltalk immer &#246;fter um das Thema Golf kreiste. Ich habe nicht laut gesagt, was ich von Golf halte, zumindest nicht sehr laut. Es waren teils recht nette und sympathische Menschen, die da &#252;ber diesen abartigen Sport f&#252;r Liebhaber besonders abscheulicher Moden sprachen, was sollte ich denn machen? Sie haben mir alle immer wieder versichert, Golf sei heutzutage doch gar nicht mehr so schlimm wie fr&#252;her, die Leute lange nicht mehr so arrogant, die Atmosph&#228;re im Club so wahnsinnig locker, die Bewegung an der frischen Luft so &#252;beraus wohltuend. Nun ja. Jedem Tierchen sein Pl&#228;sierchen, die Welt ist gro&#223; genug f&#252;r die Golfer und f&#252;r mich. Letztlich hielt ich es auch f&#252;r ein normales Zeichen des &#196;lterwerdens, dass in meinem Freundeskreis immer mehr Golfer auftauchten, das geh&#246;rte eben so. Man braucht irgendwann eine Lesebrille, man sieht seinen Orthop&#228;den &#246;fter, die Amalgamplomben werden getauscht, die Freunde gehen golfen, das nennt man dann Kontext. Nur im Stillen dachte ich auf diesen Partys an meine modisch geschmackssichere Mutter, die mir in  meiner Kindheit, als wir noch neben einem Golfplatz wohnten, immer eingesch&#228;rft hat:  „Menschen, die karierte Hosen tragen, die essen auch kleine Kinder.“</p>
<p>In letzter Zeit f&#228;llt mir nun auf, dass auf Partys ausufernd und ambitioniert &#252;ber Gin Tonic geredet wird, und zwar fast so, als sei das ein interessantes Thema.  Man diskutiert lang und breit &#252;ber exotische Ginsorten, die man nur an seltsamen Orten und f&#252;r erstaunliche Preise erwerben kann, man kombiniert diese Spirituosen im Geiste oder auch de facto mit allen m&#246;glichen Sorten Tonic Water, wovon es, was mir vorher gar nicht klar war, auch mehrere Sorten gibt. Und irgendwann kommt man dann zu sp&#228;ter Stunde unweigerlich auf die „Gurkenfrage“, wobei man ernst guckt und voller Bedenken den Kopf wiegt, denn an der Gurke, das kann man auch als Au&#223;enstehender mit ordin&#228;rer Bierpulle in der Hand nicht &#252;bersehen, an der Gurke  im Glas scheiden sich die Geister. Gerade gestern Nachmittag waren wir wieder auf einer Party, auf der jemand neben uns von Gin Tonic anfing, sicherlich zuf&#228;llig war es ein Mensch, der gerade frisch vom Golfplatz kam. Auch er ein, das sollte man wohl betonen, ansonsten durchaus netter Zeitgenosse. Er schw&#228;rmte von einer bestimmten Sorte Gin,  die sogar eine gewisse Bar bei uns um die Ecke ausschenkt und die Herzdame sagte, nicht ohne einen gewissen Spott in der Stimme, dass am Ende noch die Gurke k&#228;me, nicht wahr? Nein, sagte der Herr, denn Gedanken wolle er weit von sich weisen. Aber eine Blaubeere, jaha, eine Blaubeere im Glas, das sei  es doch, das einzig Wahre. Und er betonte „eine Blaubeere“ auf „eine“. Oder eine Haselnuss, erg&#228;nzte die Herzdame bewundernswert ernst. Gin-Tonic-Trinker scheinen  anf&#228;llig f&#252;r den Zuruf seltsamer Zutaten. F&#252;r die n&#228;chste Party &#252;berlegen wir uns vorher  ein paar am&#252;sante Stichworte.</p>
<p>Und w&#228;hrend wir noch mit dem Gin-Tonic-Golfer sprachen, mit dem ich kurz darauf experimentell pr&#252;fte, ob man einen Golfball im Treppenhaus vom dritten Stock bis in den Keller ohne nennenswerte Sachbesch&#228;digung gerade durchfallen lassen konnte, was fast schon wieder f&#252;r den Sport sprach, w&#228;hrend ich also mit ihm diskutierte, wurde mir pl&#246;tzlich klar, dass beide Themen, Golf und Gin Tonic,  mit G anfangen und dass es daher in absehbarer Zeit noch ein drittes Thema geben wird, das auch mit G beginnen wird und mich ganz sicher genauso langweilen wird. Aller guten Dinge sind drei, das gilt bekanntlich erst recht f&#252;r die schlechten, wer w&#252;rde das ernsthaft bezweifeln? Eben. </p>
<p>Aber was wird es blo&#223; sein? Welches obskure Thema mit G schafft es zum n&#228;chsten Trending Topic f&#252;r die arrivierte Mittelschicht, die beruflichen Durchstarter und die Jungs mit den graumelierten Schl&#228;fen?  Garnelen? Gr&#252;nkohl? Go-Kart? Alles zu billig, wie mir scheint. Geigen? Giftschlangen? G&#246;tterspeise? Gehst&#246;cke? Ich bin sehr gespannt. </p>
<p>Fast ein Grund, wieder &#246;fter auf Partys zu gehen!</p>
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		<title>Bl&#252;mchen</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 12:37:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximilian Buddenbohm</dc:creator>
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		<title>Hafengeburtstag</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 15:40:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximilian Buddenbohm</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/merlix/7176889894/" title="Untitled by Maximilian Buddenbohm, on Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7245/7176889894_721d79c161_z.jpg" width="612" height="612" alt="Untitled"/></a></p>
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		<title>&#220;brigens</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 11:22:15 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; finde ich diesen <a href="http://modeste.twoday.net/stories/das-scheusal/">Text hier</a> ganz gro&#223;artig.</p>
<div id="facebook_like"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fwww.herzdamengeschichten.de%2F2012%2F05%2F10%2Fubrigens-2%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;font=segoe+ui&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe></div>]]></content:encoded>
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		<title>Erfahrungswerte</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 06:57:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximilian Buddenbohm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor vielen, vielen Jahren habe ich mal mit einem IT-Chef zusammengearbeitet, der immer dann, wenn jemand mit hysterischer Schnappatmung zu ihm gelaufen kam und fiepend und mit fliegenden H&#228;nden von Katastrophen und Desastern auf seinem PC berichtete, sich erst einmal langsam eine Pfeife stopfte, diese dann mit mehreren Streichh&#246;lzern anz&#252;ndete, sich gen&#252;sslich paffend in dichten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor vielen, vielen Jahren habe ich mal mit einem IT-Chef zusammengearbeitet, der immer dann, wenn jemand mit hysterischer Schnappatmung zu ihm gelaufen kam und fiepend und mit fliegenden H&#228;nden von Katastrophen und Desastern auf seinem PC berichtete, sich erst einmal langsam eine Pfeife stopfte, diese dann mit mehreren Streichh&#246;lzern anz&#252;ndete, sich gen&#252;sslich paffend in dichten Rauch h&#252;llte und aus der allm&#228;hlich  dichter werdenden, angenehm duftenden Wolke heraus leise murmelnd verk&#252;ndete: „Gehen Sie zur&#252;ck in Ihr B&#252;ro und beobachten Sie die Situation.“ Dann lehnte er sich bequem zur&#252;ck und wartete ab. Der Satz war nat&#252;rlich ein Running Gag in der Firma.</p>
<p>Heute, nach dem ich selbst viele Jahre auf die eine oder andere Art Software-Support geleistet habe, wei&#223; ich erst &#8211; der Mann war gut.  Nur bleibt die Frage, was nehme ich blo&#223; statt der Pfeife?</p>
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		<title>Wonnemonat</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 06:52:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximilian Buddenbohm</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/merlix/6998612318/" title="Untitled by Maximilian Buddenbohm, on Flickr"><img src="http://farm6.staticflickr.com/5468/6998612318_6eaecfa70d_z.jpg" width="612" height="612" alt="Untitled"/></a></p>
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		<title>Abschlie&#223;ende Lagunenbetrachtungen</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 13:57:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximilian Buddenbohm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geschmacklich habe ich mit der neuen Wandfarbe „Lagune“ in der K&#252;che jetzt doch endg&#252;ltig abgeschlossen. Wer w&#252;rde auch einem energischen Zweieinhalbj&#228;hrigen widersprechen wollen, der, eine Hand beschw&#246;rend an die blaue Wand gelegt, die andere Hand mit gerecktem Zeigefinger mahnend erhoben, vor einem steht und mit steiler Zornesfalte auf der Stirn dem ewig n&#246;rgelnden und spottenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geschmacklich habe ich mit der neuen Wandfarbe „Lagune“ in der K&#252;che jetzt doch endg&#252;ltig abgeschlossen. Wer w&#252;rde auch einem energischen Zweieinhalbj&#228;hrigen widersprechen wollen, der, eine Hand beschw&#246;rend an die blaue Wand gelegt, die andere Hand mit gerecktem Zeigefinger mahnend erhoben, vor einem steht und mit steiler Zornesfalte auf der Stirn dem ewig n&#246;rgelnden und spottenden Vater ein bemerkenswert lautes „Die Wand ist sch&#246;n und Du bist pl&#246;d!“ entgegenschleudert.  Die Wand, wir wollen das hier &#246;ffentlich festhalten, ist also sch&#246;n. Nun gut. Und das Wort „pl&#246;d“ hat zweifellos reelle Chancen, mein neues Lieblingswort zu werden. Sohn II benutzt es beispielsweise auch gerne, wenn er morgens aufwacht und noch nicht ganz einverstanden mit der allzu wachen Familie um ihn herum ist, er zieht sich dann seine Decke &#252;ber den Kopf und verk&#252;ndet darunter dumpf: „Das ist doch alles total pl&#246;d, das alles.“ Die Versuchung, sich zu ihm zu legen und ihm nachzusprechen, sie ist manchmal geradezu unmenschlich gro&#223;. </p>
<p>Die neue K&#252;che wurde p&#252;nktlich geliefert und geradezu im Handumdrehen perfekt aufgebaut, wir suchen immer noch den Fehler. Ich habe die strahlend sch&#246;ne K&#252;che ob ihrer hellenischen Farbanmutung dann tats&#228;chlich mit einem aufw&#228;ndigen griechischen Essen eingeweiht, dass ich &#252;brigens diesem faszinierenden <a href="http://www.monambelles.de/">Blog</a> entnommen habe, es lohnt auf jeden Fall den einen oder anderen Blick.  Die Wand so lagunenblau, das Essen so tomatenrot, und w&#228;hrend ich noch in der Pfanne r&#252;hrte, wurde die Herzdame allm&#228;hlich immer grasiggr&#252;ner.  Wenn man erst einmal mit Farbspielereien anf&#228;ngt, kommt man offensichtlich gar nicht mehr heraus. Das zarte Gr&#252;n auf ihrem Gesicht lag allerdings nicht an meinen eher bescheidenen Kochk&#252;nsten und auch nicht an den Farbreflexionen der Lagunenwand im D&#228;mmer des goldenen Nachmittags, das kam viel mehr von einem gerade ausbrechenden Magen-Darm-Virus, durch den sich die Herzdame das restliche  Wochenende &#252;ber dann deutlich mehr mit dem Badezimmer als mit der K&#252;che besch&#228;ftigt hat &#8211; allerdings ohne dabei dort die W&#228;nde anzumalen, ich habe das gelegentlich &#252;berpr&#252;ft. </p>
<p>Mein wie gesagt recht aufw&#228;ndiges Lagunenk&#252;chenstartmen&#252; fand also ganz ohne die Herzdame statt, aber es waren ja noch genug Personen &#252;brig, wozu hat man Familie. Wenn man einmal davon absieht, dass Sohn I das Wochenende komplett bei seiner Freundin verbracht und Sohn II sich direkt vor dem Essen grob gesch&#228;tzt 750 Gramm Ananas einverleibt hat, weswegen er kein rechtes Interesse mehr an einer warmen Mahlzeit aufbringen konnte.  Egal, ich habe mich also feierlich allein an den Esstisch gesetzt, ein fr&#246;hliches „Dennoch! Das ist immerhin eine Familienfeierlichkeit!“ auf den Lippen. Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss.  </p>
<p>„Familie ist pl&#246;d“, konterte Sohn II vom Sofa aus, wo er missmutig lag und sich den &#252;bervollen Bauch rieb. Es ist, wie gesagt, nicht immer ganz einfach, ihm zu widersprechen.</p>
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		<title>Sonntag</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 12:19:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximilian Buddenbohm</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/merlix/7144701109/" title="Untitled by Maximilian Buddenbohm, on Flickr"><img src="http://farm8.staticflickr.com/7038/7144701109_abe69f41e5_z.jpg" width="612" height="612" alt="Untitled"/></a></p>
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		<title>Kehret um!</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 04:52:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximilian Buddenbohm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Zeiten sind wirr und hektisch, die wenigsten w&#252;rden von sich behaupten, noch mitzukommen. Zu viel von allem, zu schnell und zu durcheinander, die Welt ist ein Kaleidoskop, das ein irres Kleinkind hektisch sch&#252;ttelt. Wo findet man jetzt noch Halt und Ruhe? In der Tradition nat&#252;rlich, in dem, was immer schon gut und richtig war. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeiten sind wirr und hektisch, die wenigsten w&#252;rden von sich behaupten, noch mitzukommen. Zu viel von allem, zu schnell und zu durcheinander, die Welt ist ein Kaleidoskop, das ein irres Kleinkind hektisch sch&#252;ttelt. Wo findet man jetzt noch Halt und Ruhe? In der Tradition nat&#252;rlich, in dem, was immer schon gut und richtig war.  Also z.B. im Spargel.</p>
<p>Denn man braucht heute mehr als jemals Bereiche im Leben, in denen man bei der &#252;berlieferten Klarheit und Wahrheit bleiben muss, in denen es gilt, sich unbedingt all den hypermodernen Tendenzen zu widersetzen und klar zu sagen: Nein! Kein Spargelrisotto auf meinem Tisch! Kein Spargel mit Garnelen, und auch keine Spargelpizza. Bleiben Sie fest im Glauben, verlassen Sie sich auf das, was immer schon gut und heilig war. Kaufen Sie ein Kilo Spargel pro Person, denn Geiz ist eine Tods&#252;nde. Kaufen Sie Kartoffeln beim Bauern, wo sie noch so gut sind wie damals. Schneiden Sie Katenschinken in W&#252;rfel und sch&#228;men Sie sich, wenn die Kantenl&#228;nge in Millimetern, nicht in Zentimetern gemessen werden muss. Butter, Salz, Zucker, Petersilie, fertig. Das – und nur das &#8211; ist die reine Wahrheit, die wahre Lehre und der einzige Weg zum Spargelgl&#252;ck. </p>
<p>Gehen Sie hin und predigen Sie es den Verwirrten und Abweichlern, die Spargelmousse anbeten und die geschmackliche Erleuchtung erwarten. Sagen Sie ihnen, dass sie umkehren sollen, laden Sie die S&#252;nder an Ihren Tisch, denn auch sie k&#246;nnen in das Himmelreich des guten Geschmacks gelangen, wenn sie Bu&#223;e tun, ihre exzentrischen Rezeptsammlungen wegwerfen und einsichtig werden.</p>
<p>Verk&#252;nden Sie die frohe Botschaft bis zum 24. Juni, dann ist Johannistag, da ist Schluss mit Spargel. </p>
<p>Das ist noch Zeit genug, um wieder auf den richtigen Weg zu gelangen, sollte man meinen. Amen. </p>
<p><em>(Dieser Text erschien als Kolumne in den L&#252;becker Nachrichten und der Ostsee-Zeitung)<br />
</em></p>
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