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	<description>Buddenbohm &#38; Söhne</description>
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		<title>Wochenende</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 07:41:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximilian Buddenbohm</dc:creator>
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Wochenende. Ostseezeit. M&#246;wen nachz&#228;hlen. Und dr&#252;ben im Westen ist &#252;brigens wieder ein neues Wochenhoroskop von mir online. Viel Spa&#223;.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Zinnowitz/Usedom by Maximilian Buddenbohm, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/merlix/4697101880/"><img src="http://farm2.static.flickr.com/1285/4697101880_6d0b084526_z.jpg" alt="Zinnowitz/Usedom" width="640" height="515" /></a></p>
<p>Wochenende. Ostseezeit. M&#246;wen nachz&#228;hlen. Und dr&#252;ben im Westen ist &#252;brigens wieder ein neues Wochenhoroskop von mir <a href="http://www.derwesten.de/blogs/horoskop/stories/8245/" target="_blank">online</a>. Viel Spa&#223;.</p>
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		<title>Zusammenh&#228;nge</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 09:47:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximilian Buddenbohm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit drei Jahren versteht ein Kind zusehends mehr, wer was warum macht und wie das alles zusammenh&#228;ngt. Ganz allm&#228;hlich l&#246;sen sich Dinge und Szenen aus der Vereinzelung, finden zusammen, verketten sich in Wenn-Dann-Verbindungen, erg&#228;nzen und bereichern sich &#8211; auch dann, wenn sie gerade gar nicht sichtbar sind und sogar auch dann, wenn sie keiner erkl&#228;rt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit drei Jahren versteht ein Kind zusehends mehr, wer was warum macht und wie das alles zusammenh&#228;ngt. Ganz allm&#228;hlich l&#246;sen sich Dinge und Szenen aus der Vereinzelung, finden zusammen, verketten sich in Wenn-Dann-Verbindungen, erg&#228;nzen und bereichern sich &#8211; auch dann, wenn sie gerade gar nicht sichtbar sind und sogar auch dann, wenn sie keiner erkl&#228;rt hat. Ein Luftballon ist nicht mehr nur einfach ein Luftballon, ein Luftballon ist ein Ding, das man f&#252;r einen gewissen Preis in einem gewissen Laden kaufen kann. Er ist aus einem Zeug gemacht, aus dem man auch andere Sachen machen kann. Wenn er kaputtgeht, kann man ihn wiederbeschaffen, das ist nicht einmal sehr teuer. Es gibt Luftballons in vielen Farben und einige sind besser als andere. Und das ist erst der Anfang, wenn man ein wenig nachdenkt, dann f&#228;llt einem noch sehr viel mehr zu einem Luftballon ein. Die Begriffsinhalte zu all den Sachen wachsen und wachsen, schon sind sie fast un&#252;berschaubar. Ein Baby wei&#223; zu einem Ball nur eines, n&#228;mlich „Ball“, was ein dreij&#228;hriges Kleinkind alles dazu wei&#223;, das ist schon viel zu viel, als da&#223; es das mal eben erz&#228;hlen k&#246;nnte.</p>
<p>Das Kind macht sich Gedanken. Ganz alleine. Es denkt beim Schaukeln dar&#252;ber nach, was da oben ist, wo man nicht hinschaukeln kann, was denn wohl noch &#252;ber der Luft ist. Es denkt beim Anblick eines toten K&#228;fers dar&#252;ber nach, ob der auch toter als tot sein kann, zum Beispiel wenn man noch einmal mit dem Gummistiefel kr&#228;ftig drauftritt. Es denkt beim Anblick von kaputten Bierflaschen auf Spielpl&#228;tzen dar&#252;ber nach, wer so etwas macht und wieso das eigentlich nicht alle machen, aber einige eben doch,  und warum da nicht immer jemand aufpa&#223;t und wieso die Scherben eigentlich nicht der erste wegmacht, der sie sieht, das w&#228;re doch viel besser, und wieso h&#228;lt der Vater eigentlich schlaue Vortr&#228;ge &#252;ber Glasscherben und r&#228;umt sie nicht einfach weg. Das Kind kommt zu den richtigen Erkenntnissen, ziemlich oft sogar. Gut, es ist nat&#252;rlich nicht ganz richtig, da&#223; die Schnullerfee auf feuerspeienden Drachen durch die Nacht reitet, und wenn man ganz, ganz doll schaukelt, dann fliegt man auch nicht direkt bis nach Mallorca, aber so ein kleiner Denker leistet doch mehr und bessere geistige Arbeit, als man vielleicht annimmt.</p>
<p>Es ist fr&#252;h am Morgen, ich stehe im Bad und rasiere mich. Sohn I sitzt auf dem Badewannenrand und sieht mir zu, das Kinn in die Hand gest&#252;tzt, es arbeitet merklich in seinem Kopf. Dann tippt er mich schlie&#223;lich an: „Papa, ich wei&#223; jetzt, warum du dich immer rasierst, glaube ich.“ „So“, frage ich, „warum denn?“ „Damit du von mehr Frauen gek&#252;&#223;t wirst“, sagt er und denkt noch ein wenig weiter nach. Dann steht er auf und holt sich einen kleinen Hocker, stellt ihn neben mich, klettert hoch und greift energisch nach dem Rasierapparat: „Das will ich jetzt auch.“</p>
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		<title>3</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 04:06:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximilian Buddenbohm</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Untitled by Maximilian Buddenbohm, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/merlix/4775160658/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4134/4775160658_0202c658ef_z.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a></p>
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		<title>Extremsituation</title>
		<link>http://www.herzdamengeschichten.de/2010/08/30/extremsituation/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 13:48:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximilian Buddenbohm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Elfundneunzigtausend Einzelteile. Mehr Schrauben als in unseren s&#228;mtlichen Ikearegalen zusammen. Eine Aufbauanleitung die aussieht, als solle man mal eben die Schaltzentrale eines Atomkraftwerks zusammenl&#246;ten. N&#228;chtliche Arbeitsstunden, damit die Kinder nicht merken, was hier vorbereitet wird. Zwei entnervte Erwachsene, die sich nicht einmal anbr&#252;llen d&#252;rfen, wie es angesichts der Lage doch vollkommen angemessen und normal w&#228;re, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Elfundneunzigtausend Einzelteile. Mehr Schrauben als in unseren s&#228;mtlichen Ikearegalen zusammen. Eine Aufbauanleitung die aussieht, als solle man mal eben die Schaltzentrale eines Atomkraftwerks zusammenl&#246;ten. N&#228;chtliche Arbeitsstunden, damit die Kinder nicht merken, was hier vorbereitet wird. Zwei entnervte Erwachsene, die sich nicht einmal anbr&#252;llen d&#252;rfen, wie es angesichts der Lage doch vollkommen angemessen und normal w&#228;re, aber die Kleinen k&#246;nnten ja wach werden.</p>
<p>Ich sage der Herzdame, da&#223; ich ins Bett m&#246;chte, die Herzdame sagt, ich solle still sein und die Teile B12 und C26 in einem rechten Winkel zueinander halten, damit sie endlich die Stangen E3 und E4 daran montieren k&#246;nne. Ich sage ihr, da&#223; das gar keinen Sinn habe, solange sie nicht 4 Schrauben der Gruppe A finden und bereithalten w&#252;rde, sie fragt, wo eigentlich die Schrauben seien. Die Schrauben liegen au&#223;erhalb unserer Reichweite, einer von uns beiden wird seine m&#252;hsam zusammengesteckten Teile wieder hinlegen m&#252;ssen. Wir starren uns schweigend an und umklammern verbissen, was wir schon sinnig zusammengef&#252;gt haben. Minuten vergehen. Nebenan st&#246;hnt ein Kind im Schlaf und bewegt sich, wir lassen  hektisch alles los, springen zur T&#252;r und werfen sie zu. Die angefangene Konstruktion sinkt klappernd in sich zusammen.</p>
<p>Man sagt, &#252;ber sechzig Prozent aller Ehen mit Kindern scheitern am Aufbau des irgendwann obligatorischen Kaufmannsladens f&#252;r cirka Dreij&#228;hrige. Na gut, nur ich sage das – aber egal, vertrauen Sie mir einfach.</p>
<p><a class="FlattrButton" style="display:none;"href="http://www.herzdamengeschichten.de/2010/08/30/extremsituation/"></a></p>
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		<title>Sonntagsspaziergang</title>
		<link>http://www.herzdamengeschichten.de/2010/08/29/sonntagsspaziergang-9/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 13:14:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximilian Buddenbohm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Und w&#228;hrend in Stuttgart die halbe Stadt gegen den Abri&#223; eines bestenfalls m&#228;&#223;ig ansehnlichen und begrenzt n&#252;tzlichen Bahnhofs auf die Stra&#223;e geht, rei&#223;t man bei uns um die Ecke die eventuell &#228;lteste Kneipe Hamburgs, Max &#38; Consorten, ab &#8211; und keinen interessiert&#8217;s. Versteh einer die Welt.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Max &amp; Consorten by Maximilian Buddenbohm, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/merlix/4937875778/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4139/4937875778_ec86c7cc29_z.jpg" alt="Max &amp; Consorten" width="640" height="480" /></a></p>
<p>Und w&#228;hrend in Stuttgart die halbe Stadt gegen den Abri&#223; eines bestenfalls m&#228;&#223;ig ansehnlichen und begrenzt n&#252;tzlichen Bahnhofs auf die Stra&#223;e geht, rei&#223;t man bei uns um die Ecke die eventuell &#228;lteste Kneipe Hamburgs, Max &amp; Consorten, ab &#8211; und keinen interessiert&#8217;s. Versteh einer die Welt.</p>
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		<title>Neu auf dem Nachttisch</title>
		<link>http://www.herzdamengeschichten.de/2010/08/28/neu-auf-dem-nachttisch-119/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 09:25:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximilian Buddenbohm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach einem m&#228;&#223;igen Buch braucht man etwas verl&#228;&#223;lich Gutes. Keine Experimente mehr, gestandene Erz&#228;hler, meisterhafte Stilisten. Einer der besten aus Deutschland, der heute leider kaum noch gelesen wird: Eduard von Keyserling. Vielen dummerweise nur bekannt durch die desastr&#246;se Verfilmung seines Romans „Wellen“, aber unbedingt lesbar. Die „Feiertagsgeschichten“ erschienen in Buchform zuerst 2008 und enthalten Texte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einem m&#228;&#223;igen Buch braucht man etwas verl&#228;&#223;lich Gutes. Keine Experimente mehr, gestandene Erz&#228;hler, meisterhafte Stilisten. Einer der besten aus Deutschland, der heute leider kaum noch gelesen wird: Eduard von Keyserling. Vielen dummerweise nur bekannt durch die desastr&#246;se Verfilmung seines Romans „Wellen“, aber unbedingt lesbar. Die „Feiertagsgeschichten“ erschienen in Buchform zuerst 2008 und enthalten Texte, die zwischen 1905 und 1916 in Zeitungen erschienen sind. Schon die erste Geschichte, in der eine junge Adelige grandios an dem Versuch scheitert, sich in der Liebe heroisch zu benehmen, ist ein ganz wunderbares St&#252;ck. Es beginnt so:</p>
<p>„Mimi setzte sich in ihrer Sofaecke zurecht, ein wenig m&#252;de. Ihre Pflicht war getan: Sie hatte den Tee eingeschenkt, sie hatte einem jeden etwas gesagt. Nun sa&#223;en sie wohlversorgt um sie her und sprachen. Mimi nahm ihre Teetasse, r&#252;ckte den Korb mit dem Kuchen n&#228;her zu sich heran und begann zu essen und zu trinken. Sie war hungrig. Neben ihr sa&#223; die alte F&#252;rstin, dick und weich. Die Schmelzen an ihrem Mantel und Hut klapperten leise, wie bereifte Tannennadeln im Winde. Sie sprach von ihren Enkeln. Sie war gerade bei dem J&#252;ngsten, Egon, der sehr begabt war. Alle Enkel der F&#252;rstin waren sehr begabt. Ihnen gegen&#252;ber in dem gro&#223;en schwarzen Sessel lag die Gr&#228;fin Mathilde. Das verstand sie – auch auf dem kleinsten Stuhl go&#223; sie sich hin, als l&#228;ge sie im Bett.“</p>
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		<title>Neu auf dem Nachttisch</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 16:49:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximilian Buddenbohm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 
Es ist nat&#252;rlich vollkommen verst&#228;ndlich, da&#223; ein Verlag seine Produkte in Superlativen beschreibt und anpreist. Man darf es aber doch seltsam finden, da&#223; die Presse sich so oft so begeistert an diesem Spiel beteiligt und verbl&#252;ffend freigiebig mit Jubeltexten um sich wirft, die bestenfalls mittelm&#228;&#223;ige B&#252;cher &#252;ber den gr&#252;nen Klee loben. Manche B&#252;cher werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p>Es ist nat&#252;rlich vollkommen verst&#228;ndlich, da&#223; ein Verlag seine Produkte in Superlativen beschreibt und anpreist. Man darf es aber doch seltsam finden, da&#223; die Presse sich so oft so begeistert an diesem Spiel beteiligt und verbl&#252;ffend freigiebig mit Jubeltexten um sich wirft, die bestenfalls mittelm&#228;&#223;ige B&#252;cher &#252;ber den gr&#252;nen Klee loben. Manche B&#252;cher werden durch diese Superlative in den Besprechungen erst richtig schlecht und w&#228;ren vielleicht doch ganz nett gewesen, h&#228;tte man sie vorher korrekt als ganz nett beschrieben gefunden. Ich habe nichts gegen ganz nette B&#252;cher, ich schreibe schlie&#223;lich sogar selber welche. Es gibt einen gro&#223;en Markt f&#252;r ganz nette B&#252;cher und es gibt &#252;berhaupt keinen Grund, sie als Meilensteine der Literatur zu bezeichnen.</p>
<p>Seltsame Jubelarien findet man zum Beispiel f&#252;r Grégoire Boullier: Ich &#252;ber mich. „Gro&#223;artig geschrieben“, „spr&#252;hender Humor“, „&#228;u&#223;erst am&#252;sant“, h&#246;chst unterhaltsam“…</p>
<p>Und dann liest man die ersten zwanzig Seiten, guckt ratlos hoch und versteht die Welt nicht mehr, das Buch schon gar nicht und die Rezensenten erst recht nicht. Nichts ist komisch, nichts ist unterhaltsam, es spritzt nichts, es am&#252;siert nichts und unter gro&#223;artig geschrieben stellt man sich auch etwas anderes vor. Die Lekt&#252;re ist ein Fall von Interruptus.</p>
<p>Das Buch erschien 2010, wurde aus dem Franz&#246;sischen &#252;bersetzt von Oliver Ilan Schulz und beginnt so:</p>
<p>„An einem Sonntagnachmittag kommt pl&#246;tzlich meine Mutter in unser Zimmer, wo mein Bruder und ich spielen, jeder in seiner Ecke: „Kinder, glaubt ihr, dass ich Euch liebe?“ Ihre Stimme ist eindringlich, ihre Nasenfl&#252;gel phantastisch. Mein Bruder gibt eine klare Antwort. Ich z&#246;gere, eigentlich bin ich erst sieben Jahre alt. Ich bin mir der Gelegenheit bewusst und f&#252;rchte zugleich die Folgen. Schlie&#223;lich murmle ich: „Vielleicht liebst du uns ein bisschen zu sehr.“ Entsetzt starrt mich meine Mutter an. Sie verharrt einen Moment fassungslos, geht zum Fenster, rei&#223;t es auf und will sich aus dem f&#252;nften Stock st&#252;rzen. Vom L&#228;rm aufgeschreckt, erwischt mein Vater sie auf dem Balkon, als sie schon mit einem Bein &#252;ber dem Abgrund h&#228;ngt. Meine Mutter heult auf und schl&#228;gt um sich. Ihre Schreie erf&#252;llen den Hof.“</p>
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		<title>Wochenende</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 13:45:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximilian Buddenbohm</dc:creator>
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Und dr&#252;ben im Westen ist wieder ein neues Wochenhoroskop von mir online. Viel Spa&#223;.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Rainy day  in Hamburg by Maximilian Buddenbohm, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/merlix/2202918783/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2419/2202918783_ab40528730_z.jpg" alt="Rainy day  in Hamburg" width="640" height="480" /></a></p>
<p>Und dr&#252;ben im Westen ist wieder ein neues Wochenhoroskop von mir <a href="http://www.derwesten.de/blogs/horoskop/stories/8222/" target="_blank">online</a>. Viel Spa&#223;.</p>
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		<title>Kleine modische Empfehlung f&#252;r Leserinnen</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 18:57:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximilian Buddenbohm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Man sieht wieder viel zu viel Haut“ stellt Kollege Mek hier dr&#252;ben vollkommen zu Recht fest. Die Erkenntnis des sp&#228;ten Sommers, da&#223; dem nordeurop&#228;ischen Menschen der Sommer im Grunde genommen modisch nicht recht steht, das w&#228;re jedenfalls meine Deutung &#8211; vielleicht meint er aber auch etwas ganz anderes, das tut hier gar nichts zur Sache. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Man sieht wieder viel zu viel Haut“ stellt Kollege Mek <a href="http://mequito.org/stories/1459" target="_blank">hier dr&#252;ben</a> vollkommen zu Recht fest. Die Erkenntnis des sp&#228;ten Sommers, da&#223; dem nordeurop&#228;ischen Menschen der Sommer im Grunde genommen modisch nicht recht steht, das w&#228;re jedenfalls meine Deutung &#8211; vielleicht meint er aber auch etwas ganz anderes, das tut hier gar nichts zur Sache. Wie &#252;brigens auch der Winter, wenn wir schon bei Kleidung sind, modisch auch nicht eben vorteilhaft f&#252;r uns ist. Wir sind kollektiv eher so &#220;bergangsj&#228;ckchentypen, das mu&#223; einem ja nicht peinlich sein, das kann man einfach mal hinnehmen. Wir sind vom Typ her f&#252;r Fr&#252;hling oder Herbst geschaffen. Man merkt das deutlich, wenn der modische Wechsel nach dem Ableben des Sommers oder des Winters einsetzt und man pl&#246;tzlich alle m&#246;glichen Menschen wieder halbwegs schick findet. Herbstmode ist in aller Regel gro&#223;artige Mode. Nat&#252;rlich kann man nicht jedes Jahr mit allen Aspekten der Herbstmode einverstanden sein, mal mag man eine Farbbetonung nicht, mal h&#228;ngt einem das ewige Betonen der ach so der neuen Romantik zum Hals heraus, mal ist einem nicht nach Strick und Wildleder &#8211; egal, unter dem Strich ist es doch meist ein erfreulicher Wechsel vom Sommer zum Herbst. Nach diesem speziellen Sommer &#252;brigens, der uns das Wiedersehen mit den Leggins brachte, den untoten Beinw&#252;rsten, kann es sowieso nur bergauf gehen. Dachte ich bisher.</p>
<p>Aber nun mu&#223; ich, gleich zu Beginn des Herbstes, in aller Deutlichkeit protestieren gegen eine furchtbare Entgleisung, die nicht nur fortgeschrittene Stiefelliebhaber sondern auch andere klardenkende und geschmackvolle Menschen in Zorn versetzen mu&#223;: Ankle Boots.  Ich will mich gar nicht lange dar&#252;ber auslassen, was Ankle Boots mit der Silhouette einer Frau anrichten, wie ungeschickt sie den Blick auf sich lenken, nur um ihn dann zu entt&#228;uschen, wie unfa&#223;bar plump sie nahezu jedes Bein erscheinen lassen. Ich m&#246;chte nur eben anmerken: Frauen in Ankle Boots sehen aus wie Rosen in Senfgl&#228;sern. Denken Sie mal dr&#252;ber nach. Nach M&#246;glichkeit noch bevor Sie einkaufen gehen.</p>
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		<title>Ausflug</title>
		<link>http://www.herzdamengeschichten.de/2010/08/22/ausflug-2/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 06:15:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maximilian Buddenbohm</dc:creator>
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Dinopark M&#252;nchehagen, ich wei&#223; gar nicht, ob das noch zum wilden Nordostwestfalen z&#228;hlt oder bereits zu einer anderen Weltgegend. Egal, f&#252;r Dino-Experten ab etwa drei Jahren ein toller Tagesausflug, man merkt das leicht daran, wie weite Strecken Kleinkinder auf einmal laufen k&#246;nnen. Ich finde Dinosaurier eher nicht so spannend wie Sohn I, fand den Park [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Untitled by Maximilian Buddenbohm, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/merlix/4914843269/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4097/4914843269_89abd24cc2_z.jpg" alt="" width="640" height="480" /></a></p>
<p><a href="http://www.dinopark.de/ice/?domain=www.dinopark.de&amp;lang=1&amp;fuseaction=extarticle&amp;menu=751&amp;id=659" target="_blank">Dinopark M&#252;nchehagen</a>, ich wei&#223; gar nicht, ob das noch zum wilden Nordostwestfalen z&#228;hlt oder bereits zu einer anderen Weltgegend. Egal, f&#252;r Dino-Experten ab etwa drei Jahren ein toller Tagesausflug, man merkt das leicht daran, wie weite Strecken Kleinkinder auf einmal laufen k&#246;nnen. Ich finde Dinosaurier eher nicht so spannend wie Sohn I, fand den Park aber auch interessant. Am meisten fasziniert hat mich seltsamerweise die Figur eines urzeitlichen Riesenfaultiers, ich kann mir gar nicht erkl&#228;ren, wie das kommt.</p>
<p>Zahllose Figuren von Sauriern und anderen Viechern, unaufdringliche Erkl&#228;rtafeln, Abenteuerspielpl&#228;tze. Au&#223;erdem echte Saurierspurn, die man dort in einem Steinbruch gefunden hat. Klingt nicht sehr aufregend, ist es aber dann doch, wenn man davor steht und sehr plastisch sieht, da&#223; da eine Horde Monster entlanggelaufen ist. Empfehlenswerter Ausflug.</p>
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