Kategorie: Woanders

Woanders – Mit Integration, Island, Lokaljournalismus und anderem

Mennory über Integration und Italiener und Müll und Deutschland. Sehr einleuchtend, das alles. Und sowieso lesenswertes Blog.

Und dann eine immer lesenswerte Kolumne, diese Sammlung nicht witziger Tweets beim Herrn Spiegel.

Im Landlebenblog wird eine Slideshow versucht – und zwar sehr erfolgreich, toll umgesetzt.

Pia Ziefle über Schrauben und Menschen und Lackluft.

Das aktuelle Scheitern zweier lokaljournalistischer Projekte in Hamburg kann einen auch zur der Frage bringen, wieso es eigentlich immer nur ums Geld geht.

Lena Gorelik über Island, wo man irgendwann auch mal hin muss, nicht wahr.

Auf Kwerfeldein ein Artikel über FotografInnen auf Snapchat. Im Text wird Pramudiya erwähnt, den finde ich auch interessant und ziemlich einmalig in der Art der Nutzung.

Außerdem war, ich was wirklich selten vorkommt, zum Essen verabredet, so abends, wie bei normalen Menschen. Da war ich in dieser Trattoria und möchte das kurz für den Freundeskreis Pizza erwähnen – sehr gute, sehr große Pizza, verblüffend günstig.

Und nun noch ein zusammenhangsloser Vogel.

Woanders – Mit Greene, Reemtsma und anderem

Die FAZ über den Dritten Mann – wobei Greene sowieso immer wieder empfohlen werden muss, bevor er ganz in Vergessenheit gerät. Obwohl ich mit dem Katholizismus nichts im Sinn habe, sind auch seine Romane, die sich ausdrücklich um den Gottesbegriff drehen, wirklich lesenswert, etwa “Das Ende einer Affäre”.

Das Interview mit Reemtsma zum Thema Gewalt ist zwar schon überall verlinkt worden, das ist aber auch richtig so und wichtig.

Auf die Gefahr hin, dass ich der letzte WordPress-Blogger mit gelegentlicher Werbung im Blog bin, der es noch nicht kannte – mit diesem Plug-In kann man No-Follow-Links ganz simpel einbauen.

Ein Artikel über die gruseligen Folgen des Social Scorings.

Und noch eine Instagram-Follow-Empfehlung: Tsitsicos aus Griechenland.

Ab und zu finde ich noch Kolibris – ich berichtete -, die ich noch nicht fotografiert habe. So wie dieses bodennahe Exemplar vor der Turnhalle, in der die Söhne neuerdings Taekwondo lernen, weil sie gerne Bretter durchhauen möchten, was ja ein verständlicher Wunsch ist. Ich unterstütze das, habe jetzt aber auch unsere Frühstücksbrettchen unter verschärfter Beobachtung.

Woanders – Mit Mecklenburg, Syrien, Griechenland und anderem

Ein wenig zum Ramadan in Mecklenburg. Im gleichen Blog geht es hier u.a. um einen Baumkronenpfad, und ich stimme der Kritik an der allgegenwärtigen Eventisierung und Disneyfizierung zu. Entsetzlich.

Hier geht es um wichtige, lebensrettende Hilfe:  “Bücher, nicht Boote”. Da kann man Menschen in Syrien bzw. aus Syrien heraus helfen und im Gegenzug (Stichtag 14. Juni) signierte Bücher bekommen, das klingt doch sinnvoll und super und machbar und ist auch noch mit Literatur, was will man mehr.

Rosa, hellblau etc. – ein Artikel in der Zeit über Jungen und Mädchen, Gehirnentwicklung und den Einfluss der Eltern.

Noch einmal aus der Zeit, “Du bist, was du denkst”, ein Artikel über die Kraft der Gedanken. Von den Inhalten dort ist einem sicher vieles schon irgendwo begegnet, interessant ist es dennoch, finde ich. Die im Text erwähnte App “Woop” ist allerdings äußerst simpel, um nicht zu sagen spärlich bis freud- und sinnlos gestaltet.

Ein Mensch geht, sein Netzwerk trauert. Weil Twitter eben nicht nur für Albernheiten und hektische Nachrichtenschnipsel da ist, sondern auch für Bekanntschaft, Freundschaft, Anteilnahme und Hilfe.

Und hier noch ein mir sinnvoll vorkommender Artikel über Snapchat. Dem dort schreibenden Herrn Knüwer kann man auch auf Snapchat folge, da sieht man dann einen souveränen Einsatz der Mittel, schönes Beispiel. Er macht dort Medienkritik und ganz unabhängig von der inhaltlichen Ebene: Das ist kurz, knackig und stimmig in dem Format und dem Umfeld. Username: tknuewer. Gerade wenn man zunächst an der unübersehbaren Albernheit des Tools scheitert, sind solche Hinweise vielleicht sinnvoll.

Überhaupt kann man auch mal einfach so andere Accounts in anderen Netzwerken empfehlen, ich glaube, das mache ich jetzt öfter. Auf Instagram z.B. Martin Gommel, den Fotografen, der zur Zeit zum Thema Flucht und Verfolgung in Griechenland arbeitet und u.a. Anarchisten in Athen besucht, wozu ich wiederum zufällig das passende Instagram-Bild mit entsprechendem Wandspruch habe:

Woanders – Mit Moby, Istrati, Snapchat und anderem

Vier Minuten auf NDR Kultur über die Autobiografie von Moby. Klingt so, dass das Buch auf meinem Wunschzettel gelandet ist. Und der Herr ist mit Melville verwandt, guck an. Wusste ich nicht.

Beim Deutschlandradio Kultur geht es um eine Neuausgabe von Panait Istrati. Der steht hier auch im Regal, große Empfehlung! Der Bericht lohnt sich aber auch schon wegen der Hinweise auf den höchst erstaunlichen Lebensweg Istratis, der ist nämlich so beschaffen, dass man es in einem Roman für übertrieben halten würde, für schlecht ausgedacht und völlig unplausibel.

John Irving schreibt seine Bücher mit der Hand. Guck an.

Der Standard über die neue Jandl-Gesamtausgabe. Die möchte man auch gerne auf dem Nachttisch haben und dann jeden Abend ein, zwei Jandl vor dem Einschlafen lesen, es würde bestimmt helfen. Gegen irgendwas.

Die hohe Kunst der Blasphemie – Michaelis Pantelouris ganz wunderbar über die “Architectural Digest”. Ein Genuss.

Frau Nessy hat was mit Tauben und Nachwuchs und dem Pott und Damaskus. Sehr schön.

Fremd im eigenen Land – über uns und die und die Widersprüche und dass wir darüber reden müssen. Genau.

Die Geschichte meines Heimatlandes Schleswig-Holstein ist gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts einigermaßen kompliziert und in manchen Aspekten entscheidend für die weitere Entwicklung der deutschsprachigen Gebiete. Im Geschichtsunterricht sind wir damals alle irgendwann weggedämmert, in der SHZ wird es aber gerade übersichtlich zusammengefasst, wer wann mit und gegen wen.

Falls jemand die Slo Mo Guys nicht kennt – ein immer wieder faszinierender Youtube-Kanal. Nicht nur für Kinder. Dieser Film hier ist besonders schön.

Diesen Artikel über Snapchat fand ich gut.

Und ansonsten sommert man so herum, liegt im Park und fühlt sich reich. Zumindest wenn man Sohn II ist und gerade am Kiosk war.

Brausebonbons

Woanders – Mit einem Kamel, einem Treichel und anderem

Ganz ohne einen Witz mit Rickrolling zu machen, dieses Interview mit Rick Astley fand ich interessant. Besonders die Stelle mit dem Kamel ist schön und auch auf andere Menschen und Berufe übertragbar.

Ich habe das Buch noch gar nicht gelesen, halte Treichel aber für einen Großen und hier ist eine schöne Rezension zu seinem neuen Buch, in dem es, man hätte es wetten können, wieder um das alte Thema geht, das in fast allen seinen Büchern behandelt wird.

Im Literaturcafé geht es um den Stefan-Zweig-Film im Kino und ich glaube, ich möchte den sehen.

Ein interessanter Text über das Matriarchat, da habe ich glatt noch etwas gelernt.

Der Touristenlook. Und, gleiches Blog: Die Deutschen. Leider schreibt der Herr so selten, man müsste vielleicht mal nach Berlin fahren und ihn schubsen.

Ein Artikel über die Armen, mit denen wir es leider nicht leicht haben. So schade.

Grenzland ist eine Radioreportage  des NDR über “Dänisch Gesind”, die dänische Minderheit im Norden von Schleswig-Holstein. Man redet im Moment viel über mehr oder weniger Fremde und Integration und Mit- und Nebeneinander, da ist doch die Situation da oben ganz interessant, auch wenn es keinen Fluchthintergrund gibt. Ich glaube ja, beim Thema Integration wird das gepflegte und friedliche Nebeneinander völlig unterschätzt und am Miteinander wird mit zu großen Erwartungen herumgebastelt. Aber was weiß ich schon.

Dieser Text zu Snapchat trifft die Sache wohl ziemlich gut. Und da alle Snapchat irre kompliziert finden, hier gibt es das kostenlose E-Book von Philipp Steuer, da wird alles erklärt, damit geht das, bitte sehr, that was easy. Ich habe mich da jetzt auch einmal umgesehen, weil es doch blöd ist, das nicht von innen zu kennen, worüber gerade alle reden. Gucken kann man ja mal! Wenn man etwas Zeit über hat, ist das sogar tatsächlich ganz interessant, stellen Sie sich mich  an dieser Stelle bitte irre lachend vor.  Wer mich trotz meiner passiven Grundhaltung dort sucht: Username Buddenbohm, so originell.

Und übrigens finde ich, es steht Städten gut, wenn man etwas darin herumtanzt, deswegen gibt es statt Instagram-Schlussbild heute ein Video. Zu Instagram-Geschichten muss ich eh noch separat was schreiben, bleiben Sie dran. Nein, tun Sie das lieber doch nicht, das kann dauern. 

Woanders – Mit Musik, Film, Buch und Tanz

Ein Kalenderblatt zu Arthur Conan Doyle. In der Audio-Version auch mit der Stimme von Doyle, ich finde Stimmen von AutorInnen immer interessant.

Und hier, meine Rede: Handschriftliche Notizen. Der Knaller.  Ich mache immer mehr doch wieder mit der Hand. Nur nicht mit Füller, mit Füller saut man alles ein. Auch als Erwachsener. Also ich jedenfalls, gerade wieder einmal getestet (und dann diese Zeilen mit blauen Fingern getippt).

Hier sind ein paar Hörproben der Berliner “Muckemacher”. Musik für Kinder, die auch für Erwachsene ziemlich partytauglich klingt, das dürfte all denen gefallen, die z.B. auch “Deine Freunde” mögen. Die Söhne fanden die Hörproben jedenfalls super, und sollten die mal in Hamburg auftreten, wir wären interessiert.

Ein Text über das Bloggen an sich mit einem Epilog, der – krasser Zufall – genau meine Kindheit beschreibt. Ja, ja. Und die gute Butter gab es damals auch noch, dickere Kartoffeln und, ach egal.

Nebenbei – und zwar wirklich nebenbei, das ist wichtig – habe ich diese App hier für mich getestet. Das ist etwas ganz Simples, und das habe ich auch so gesucht. Eine kostenlose Video-App, die jene Filmschnipselchen, die man mit dem Handy aufgenommen hat, mal eben zusammenspielt und recht raffiniert ein wenig optimiert, so dass sie zu einem auch mal eben dazugeklickten Musikstück passen. Wenn man also etwa mit der Familie auf dem Land spazieren geht und ab und zu ein paar Sekunden lang filmt, wie die Kinder durch Felder und Wiesen laufen, wie sie auf Bäume klettern, Erdbeeren essen, Pferde streicheln etc., und wenn man das dann noch mit einem netten Folksong kombiniert, dann ergibt das zusamengesetzt ein erstaunlich brauchbares Ergebnis. Das ich hier allerdings nicht zeigen werde, da nur die Söhne drauf sind. Aber doch, das geht gut, sogar einhändig. Das benutze ich jetzt öfter mal für solche Erinnerungsfilmchen. Jojo hat hier vor einiger Zeit einmal über Cameo geschrieben, Quik ist noch simpler und kann auch völlig ambitionslos eingesetzt werden, das ist ja manchmal ganz nett.

Ich habe das hier gekocht, grüner Spargel mit Zeug, sehr einfach, sehr gut, außerdem aus einem sympathischen Blog. Alte Regel: mit grünem Spargel wird gespielt und experimentiert, weißen Spargel isst man traditionsgemäß, also mit Kartoffeln, zerlassener Butter und Schinken und fertig, Ende der Diskussion, bitte stellen Sie sich den Autor an dieser Stelle zur Verdeutlichung noch einmal krückstockfuchtelnd vor. Diese Regel hat natürlich überhaupt keinen Sinn, aber an irgendwas muss man sich ja festhalten im Leben.

Außerdem habe ich das hier gekocht, das war wieder ein Tipp von Frau Z. aus H. auf der schönen Insel Usedom, die Dame, in deren Haus ich gelesen habe. Das wird hier noch zur Tradition, wenn es so weitergeht mit solchen Tipps. Das ist jedenfalls ein Gericht, das ehemalige Urlauber der Ausrichtung Dalmatien, Istrien etc. reihenweise nostalgisch stimmt, wie eine schnelle Umfrage im Bekanntenkreis ergab. Und auch das kocht sich ganz simpel und bewährt sich.

Und dann noch das hier, ich habe offensichtlich gerade wieder mehr Spaß am Herd, man merkt es vielleicht. One Pot Rice ist also das neue One Pot Pasta, allerdings ist es besser, viel besser, das kann ich ausdrücklich empfehlen, das hat uns ganz hervorragend geschmeckt. Also jedenfalls den Erwachsenen hier. Der kleine Rest zählt bei Geschmacksfragen aber eh nicht, das sind alles Banausen und Ignoranten. Schlimm.

Und weil, siehe Regelwerk weißer Spargel, nicht immer alles Sinn haben muss, werde ich diese Woanders-Reihe ab sofort mit einem Instagram-Bild der letzten Tage beenden, ob es nun passt oder nicht. Und ein wenig darüber erzählen. Bei Instagram selbst schreibe ich so gut wie nie einen Text zu den Bildern, das ist mir auf dem Smartphone viel zu mühsam. Aber ab und zu gibt es ja doch etwas Kontext, den man noch erläutern kann. Hier im Bild etwa sieht man drei Damen beim Lindy-Hop, eine davon ist die Herzdame und die Kombination mit den beiden anderen war reiner Zufall. Ich bin ein großer Freund der beim Lindy-Hop oft getragenen Mode, das gilt auch für das, was Herren dabei anziehen. Die 30er und 40er und teilweise auch die 50er des letzten Jahrhunderts waren modisch so schlecht nicht, also wenn man gewisse  faschistische Verirrungen in manchen Ländern mal ignoriert.  

Aufgenommen wurde das Foto bei einer Tanzveranstaltung aus der Reihe “Draußentanzen”, bei der man also unter freiem Himmel zu Swing-Musik herumhüpft, in diesem Fall war es am Strandzugang von Övelgönne an der Elbe. Es gibt viele Veranstaltungen dieser Art in Hamburg, für die Herzdame und mich sind sie ein wahrer Segen – denn da können wir auch mit Kindern hingehen und gemeinsam tanzen, während die Jungs in der Nähe herumspielen. Wir können sonst so gut wie nie gemeinsam tanzen, da immer einer abends auf die Jungs aufpasst.

Woanders – Mit Literaten, Autoren, Klingeltönen und anderem

Ein Artikel über Literaten auf Helgoland, in dem auch Isa und ich vorkommen. Das mit dem “erscheint dieses Jahr” bei mir ist allerdings ein Gerücht.

Junger Mann friert dekorativ vor der Kamera und steht auf Steinen vor Flusslandschaft herum. (Isa und ich haben bei “Was machen die da” vor einiger Zeit sowohl den porträtierten Autor als auch die Autorin des Fernsehbeitrags interviewt, das ist dann auch schön, denen so wieder zu begegnen.)

Max Scharnigg über Klingeltöne, es wird einem ganz nostalgisch. Fun Fact: Ich wüsste nicht einmal, welchen Klingelton ich gerade auf meinem Smartphone eingestellt habe, an dem Ding ist ja so gut wie nie der Ton an. Wozu auch.

“Gold ring found under a double bottom after more than 70 years.” Ein Fund im Auschwitzmuseum.

Novemberregen über Türen. Ich habe nur mit einer Tür Probleme, das ist die Tür vom Biomarkt. Die ist nämlich so eingestellt, dass sie zur allgemeinen Slow-Ausstrahlung des Personals dort passt. Sie öffnet sich zwar automatisch und regelkonform, aber eben gewissermaßen bewusst, nicht einfach so husch-husch wie in anderen Läden. Sie öffnet sich also immer so langsam und erst nach Ablauf einer angemessenen Bedenkzeit, dass ich mit meinem Hektikerschritt eines Tages derartig mit Schmackes dagegen knallen werde, dass einer von uns beiden unweigerlich Schaden nehmen wird, es war schon zwei-, dreimal kurz davor. Spannend.  

Hier geht es um den Zeitungssuizid. Und es ist sowas von wahr, was da steht.

Sven regt sich auf, sehr unterhaltsam. Wobei der behandelte Witz aber auch tatsächlich gut ist.

Und noch etwas über Verlagsvorschauen und Sprachkrisen.

So, der Rest ist Walzer. Das Video passt jahreszeitlich nicht, egal. Schönes Stück. Und die Herzdame und ich haben dabei gemerkt, dass wir einen Walzer wohl auch noch hinbekommen.

Woanders – Mit Erinnerungen, Erfahrungen, Eltern und anderem

Aus Elternsicht sehr gelacht über diese Kolumne zum Thema Snapchat. Mehr muss man zum Thema gar nicht wissen, glaube ich.

Und noch einmal für Eltern: Die Gesamtkosten des Panini-Albums (allerdings ohne Tauschen gerechnet, also ziemlich unrealistisch).

Hier geht es um Kooperationen mit BloggerInnen, immer wieder wichtig.

Ein Nachruf auf Chana und auch auf einem Ort, den es nicht mehr gibt.

Und noch einmal Erinnerungen: An Tagen wie diesen.

Schicke Bilder von alten Computern.

Eine Liebeserklärung an den Buchdruck.

Quasi auch eine Liebeserklärung, allerdings an einen Bungalow in Hamburg, in dem ein Geruch fehlt, den ein ganzes Land mit genau einer Person verbindet.

München bei Nacht. Da fällt mir ein, ich habe lange keinen kleinen Szenen mehr geschrieben.

“Es ist eine Illusion, man könnte – als Autor etwa – einfach so eine Farbe zufällig herausgreifen, etwa „blau“. Ein Lehrer über Lehrerspott. Das Erheiternde ist ja, dass man den zitierten Satz nur mit einem “Erörtern Sie” ergänzen müsste, um eine feine Klausur für die Oberstufe zu haben.  Davon abgesehen würde ich aber als auch schreibender Mensch die Frage, ob die Gardine in einer Geschichte zufällig blau sein kann, mit einem ziemlich durchdachten “Mal so, mal so” beantworten.

Woanders – Mit Büchern, Briefen und Blogs

Eine Liste mit Büchern, deren Titel nur aus einer Jahreszahl besteht.

Patricia über SEO für BloggerInnen. Kann man alles unterschreiben, finde ich.

Bilder von Wellen.

Bilder von sortierten Lebensmitteln.

Da ich in Berlin auf der ElternbloggerInnenkonferenz Blogfamilia war, habe ich auch mal wieder etwas mehr in mir bisher nicht bekannten Blogs gelesen. Und dabei z.B. das hier gefunden, total praktisch, ein regional-saisonaler Essensplan mit ganz simplen, kinderkompatiblen Gerichten. Ich bin ja mittlerweile auch beim Kochen dankbar für alles, was mir nicht gleich tausend Variationsmöglichkeiten vorschlägt, sondern die Fülle der Möglichkeiten für mich reduziert.

Peter Härtling über den fast vergessenen Otto Flake. Otto Flake war, ich könnte überhaupt nicht mehr sagen, warum das so war, einer der ersten Autoren, mit denen ich mich damals beim Umstieg von Kinder- auf Erwachsenenliteratur als Jugendlicher abgemüht habe. Wobei abmühen natürlich negativ klingt, das war es aber nicht. Das war schon lohnende Mühe, auch wenn ich mich an die Romane kaum noch erinnern kann.

Und da irgendwie alle Menschen in meinem Timelines dauernd über Podcasts reden, habe ich auch mal wieder etwas Gesprochenes gehört. Wenn es auch eher konventionelles und lediglich zeitversetztes Radio war, nichts von dem modernen Zeug. Aber interessant war es! Beim Deutschlandradiokultur ging es z.B. um den neu und in vier Bänden erschienenen Briefwechsel zwischen Gottfried Benn und Friedrich Wilhelm Oelze. Dumm nur, dass man den Briefwechsel hinterher vielleicht lesen möchte, er kostet bescheidene 199 Euro.

Woanders – Mit Prosa, Patricia, Paul und anderem

Nessy schreibt einen Roman. Na, fast.

Bei Patricia geht es um kinderfreie Zonen. Alles richtig. In der alternden Gesellschaft darf das Alter nicht gewinnen, to cut it very short. Und das meine ich völlig ernst.

Noch ein Argument gegen die Abschaffung des Bargelds.

Der Herr Stanišic hat ein neues Buch, Fallensteller. Ich war teilweise dabei, als er das Hörbuch eingelesen hat, das war ein großartiger Abend. Ich möchte das Buch einigermaßen dringend empfehlen, auch wenn ich es noch nicht ganz kenne, das hat schon gereicht. Und wenn er in Ihre Nähe kommt, um daraus vorzulesen – das muss man in diesem Fall noch dringender empfehlen.

Paul Young, bei dem Menschen ungefähr meines Alters ziemlich sicher immer noch an diesen gemeinsamen Song mit Zucchero denken (oder, wenn es um männliche Menschen geht, vielleicht auch eher an die Damen im Videoclip, mag sein, denn wir waren jung und wir hatten ja nichts, außer einer abwegigen Erwartungshaltung beim Gedanken an Bars mit hochgestellten Stühlen), ist mittlerweile etwas älter geworden, wie ich hier gesehen habe. Und er macht gute Musik für längere Autofahrten, was ich nicht abwertend meine.

Und apropos Video – hier ist mir das Lied ja eher egal, aber hey, der Pinguin ist super.