Kategorie: Woanders

Woanders – Mit den Peanuts, unwitzigen Tweets, Werbung und anderem

Wie Franklin zu den Peanuts kam.

André Spiegel hat eine neue Ausgabe von “Keiner davon ist witzig”. Immer lesenswert.

Ich freue mich übrigens sehr, wenn hier noch ein paar für mich abstimmen – oder für eine der Damen natürlich. Es ist wie bei allen Wahlen, so etwas lebt vom Mitmachen.

In Hamburg soll es auch einen Unverpackt-Laden geben. Finde ich gut.

Über Werbung in Blogs. Es bleibt kompliziert. In diesem Blog wird Werbung weiterhin ab und zu stattfinden, wobei mich bei Testaktionen die Produkte schon ausdrücklich interessieren müssen – oder ein anderes Familienmitglied.  Davon abgesehen ist das hier natürlich quasi eine Dauerwerbesendung für die GLS Bank, und dazu kann ich nach wie vor mit Begeisterung stehen.

Zur Büchernot blinder oder schwer sehbehinderter Menschen.

Ein Interview mit dem Autor Peter Härtling.

Das hier gekocht, was überraschenderweise wirklich saugut schmeckte. Das klingt vielleicht gar nicht so, wenn man die Überschrift liest – aber das lohnt sich.

Auch sehr schön: Peter Kümmel über Matthias Brandt über Sautet und Piccoli/Schneider. Es gab ja tatsächlich eine Zeit, der Herr Brandt ist nur ein paar Jahre älter als ich, da haben wir damals als jugendliche und vollverpickelte Möchtegernintellektuelle diese französischen Filme gesehen und gedacht, dass wir auch einmal so werden, bald sogar, dass wir genau diese Art Erwachsene sein werden: mit der unvermeidlichen Zigarette im Mund und dem Glas in der Hand  abends geistreich mit Freunden über Liebe redend, beruflich womit auch immer ungeheuer erfolgreich und stets neben einer berauschend schönen Frau, deren Tiefe und Geheimnis man nie ganz auf die Spur kommt, aber das macht dann nichts, das ist dann eben die eigentliche Geschichte, das ist dieses gewisse schmerzhafte Element, ohne dass alles zu leicht und zu flach ist, wir sind ja nicht in Hollywood, es darf schon etwas geistreicher sein. So ging das doch, diese Vorstellung. Und das mit den Zigaretten und dem Alkohol, das hat eine Weile auch ganz gut geklappt, das war sogar ziemlich einfach. Mit dem Rest war es dann deutlich komplizierter.

Menschen, die begeistert traurige Musik hören, sind einfühlsamer, schöner, intelligenter, eloquenter und auch einfach netter als andere, sie können außerdem wesentlich besser kochen, tanzen und vermutlich auch angeben. (der Schreiber dieser Zeilen dreht entschlossen Element of Crime lauter)

Und für alle, die sich momentan etwas hängenlassen:

Wer noch nicht ganz so tief unten ist und dennoch etwas Herzeleid pflegt: Dem Wetterbericht nach zu urteilen ist heute vermutlich der perfekte Tag für dieses Lied:

Und die Herzdame und ich hatten gestern den immerhin zwölften Hochzeitstag, wozu Bernd Begemann, mit seinen Songs ein Begleiter unserer Beziehung vom ersten Tag an, das Ständchen mit dem passenden Text bringt. Zwölf Jahre verheiratet, sechzehn Jahre zusammen. Wir kommentieren das liebestrunken in norddeutscher Begeisterung: “Läuft.”

Woanders – Mit der Onleihe, Toni Erdmann, Buchcovern und anderem

Sven schreibt über die Online-Ausleihe der Hamburger Bücherhallen und erweist sich als einigermaßen leidensfähig. Meinetwegen könnte er übrigens gerne hauptberuflich über Technikkram schreiben, ich mag das sehr.

Pia Ziefle über Bildungskosten. Eine winzige Ergänzung dazu: Dass man hier am Anfang des Schuljahres 25 Euro in die Klassenkasse zu zahlen hat, das fand ich z.B. auch recht flott und ich habe mir das “Wir hatten ja nichts, nicht einmal eine Klassenkasse” nur knapp verkniffen.

Ich war mit Isa im Kino und sie hat drüber geschrieben. Das ist schön, wenn man mit BloggerInnen befreundet ist, manchmal muss man dann nicht einmal mehr selber bloggen. Im Zusammenhang mit dem Film noch dieser Link, es geht um europäische Kostüme, die bei der Geister- oder Wintervertreibung eingesetzt werden, eines davon kommt im Film vor.  

Nur ein paar Meter von uns entfernt, von vielen Vorbeigehenden noch nie wahrgenommen. Das KIDS, eine wichtige Sache, die zu verschwinden droht. Aber es wird wirklich gebraucht.

Johanna kommt ins Heim, einfach ist das nicht.

Buchcover und Länder. Mit sinniger Ergänzung hier.

Auf Youtube gibt es – wieso habe ich das denn nicht gekannt? – eine Originlaufnahme der Astern von Benn, gesprochen von ihm selbst. Nanu.

Hier verreißt jemand einen ersten Satz. Ich finde den zwar auch nicht gut, halte den Kult um erste Sätze aber ansonsten für stark übertrieben. Man kann auch einfach mit einem okayen Satz anfangen, wenn der erste Absatz genug hergibt. Oder die erste Seite. Ich lege beim Lesen eines neuen Buches jedenfalls nicht das Buch nach dem vorsichtig schlürfend genossenen ersten Satz wieder aus der Hand und schmecke darauf herum wie ein Kenner bei der Weinprobe, Stirn in Falten, verträumter Blick, irgendwas im Abgang suchend, Anklänge von Tannenzapfen und Brombeeren, was weiß ich. Neben mir liegt zufällig gerade Yasmin Reza, “Glücklich die Glücklichen”,, das fängt an mit “Wir waren bei den Wochenendeinkäufen im Supermarkt.” Das finde ich vollkommen in Ordnung.

Damals. Mit Erwähnung dieses unsäglichen Artikels über den Ikea-Katalog, der eigentlich gar nicht satisfaktionsfähig ist.

Bei den Krautreportern geht es um Trollringe. Klingt so nett nach Tolkien, ist aber nicht nett, ist grauenvoll.

Und dann noch etwas zu Bautzen, aus etwas anderer Perspektive.

Ich habe mit Sohn I etwas über das Programmieren diskutiert, die Arbeit am Wirtschaftsteil wirkt sich eben auf das Familienleben aus. Und ich finde, das passt auch bei Neunjährigen. Ich habe das etwas mit diesem Spiel untermauert. Das kann man gut machen, fanden wir, das ist einleuchtend aufgebaut und um überhaupt verständlich zu machen, wie logisch und unberbittlich geradeaus ein Programm nach Befehlen vorgeht, wie Schleifen funktionieren etc., dafür ist das gut geeignet. Wir sind noch am Anfang, aber damit machen wir weiter, es geht nur um elf Befehle, das ist angenehm übersichtlich. Anweisungslogik und Loops kann man aber auch lässig nebenbei erklären, etwa im Bad – der Vater sagt so oft “Jetzt Zähneputzen”, bis beide Söhne es getan haben. Ein ganz einfaches Programm, mäßig effektiv, aber immer wieder eingesetzt und seit -zig Elterngenerationen aufwärtskompatibel, ganz egal, wie oft “Kind” upgedatet wird. Und da kann man eigentlich auch gleich Prozessentwicklung anschließen und mit den Kindern gemeinsam überlegen: Kann man das Programm vielleicht irgendwie verkürzen? Kann man etwas streichen, ersetzen, optimieren? Und was sind in diesem Fall eigentlich die variablen Werte im Programmablauf? Na, und so weiter.

Und dann noch etwas Musik. Nick Lowe, auch interessant. War mit der Tochter von Johnny und June verheiratet, guck an. Die Sache mit Welt/Dorf gibt es also auch in den Playlists.

Woanders – Mit Bädern, Demokratien, Telefonen und anderem

Ich hatte bei keiner einzigen der zahllosen Analysen nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern ein wirkliches Aha-Gefühl, ich habe bei keinem Kommentar gedacht: Jawoll, genau so ist es, auf den Punkt. Und ich habe auch bei keiner der mehr oder weniger freundlich formulierten Handlungsempfehlungen für PolitikerInnen der etablierteren Parteien begeistert zustimmend gejubelt, ja, macht mal, genau so wird bestimmt alles wieder gut – ich denke seit Tagen, dass es alles noch komplizierter ist, dass man bei den Gründen irgendwo noch weiter vorne anfangen muss, vermutlich in der Nähe der Agenda-Politik, und dass ich als handlungspflichtiger Politiker weit davon entfernt wäre, bei irgendwelchen Maßnahmen ganz sicher zu sein. Aber ich würde dabei bleiben wollen, das Politik nicht die Bewirtschaftung von Launen sein kann, wer hatte das gesagt, Scheel? Jedenfalls, was wollte ich nun sagen, ich verlinke also keinen Text zur aktuellen Lage des nordöstlichen Teiles der Nation, aber etwas Geschichtswissen schadet ja nie. Und übrigens stammen auch Teile meiner Familie aus Mecklenburg, nein, sogar aus Vorpommern, von Usedom. Noch schlimmer, würden einige jetzt wohl sagen. Ich sage das nicht, ich kenne nette Menschen da.

Ansonsten haben wir (bzw. die Bayern) Horst, Norwegen hat Harald. Sei wie Harald, nicht wie Horst. Manchmal ist es ja einfach.

Und wenn man schon bei Geschichtswissen ist, dann passt das noch gut dahinter – ein Interview zur Frage, warum so wenige muslimische Länder demokratisch sind. Und was das eventuell auch mit der Politik in unserem Land, in Europa zu tun hat.

Sascha Lobo sehr aufschlussreich über die neue Form des Telefonierens, die hier im Haushalt auch von den Söhnen so durchgeführt wird, als hätte man es nie anders gemacht, als hätten wir Eltern es jemals so vorgeführt, was mir aber tatsächlich peinlich wäre.. Man fühlt sich alt, wenn man das sieht und noch an die Telefonhörer von früher denkt. Na, wir sind eben anders großgeworden, Generation Ringelkabel, siehe frühes Beweisfoto. Davon abgesehen ist das ein Fall von: Ach guck, da hat jemand aber viel gründlicher nachgedacht als ich. Denn ich finde die Schlussfolgerungen im Text richtig, wäre aber nicht darauf gekommen. Das ist immer mal lehrreich, finde ich. Weil man vermutlich ziemlich oft nicht genug nachdenkt.

Der Autor als Kind am Telefon

 

Und dann noch ein Blindtextgenerator ohne das ewige lorem ipsum, dafür mit deutschen Klassikern. Schönes Spielzeug.

Woanders – Mit der Schule, der Liebe, Schaukeln und anderem

Ganz außerordentlich vernünftige Tipps zum Schulanfang.

Ein Interview mit einer Lehrerin für Kinder, die neu in diesem Land ankommen.

Bei Mama-Notes geht es um einen Kindergeburtstag. Das kommt mir aus den letzten Jahren ziemlich bekannt vor, besonders die Stelle mit dem Topfschlagen. Dieses Jahr ist es dennoch bei uns schon viel einfacher, sie werden größer und auch cooler, manchmal ist es ja hilfreich. Wenn man Bücher schenkt, etwa über Minecraft, setzen sie sich hin und lesen erst einmal eine halbe Stunde, wenn man Lego schenkt, bauen sie alles sofort auf, auch wenn es eine Stunde und mehr dauert. Doch, doch, es geht.  Trotzdem ist unser aktuelles Programm – zwei Geburtstage und eine Einschulung in sechs Tagen – etwas sportlich.

Ich mag den Begriff Guerilla-Schaukeln.

Frau Novemberregen im Schwimmbad.

Anke Gröner über die Liebe.

Die Frage, ob alle bekloppt sind, kann wohl endgültig bejaht werden. Dank Lidl.

In diesem Haushalt ist die CD “Unter meinem Bett” sehr beliebt, Kinderlieder von deutschen Liedermachern, wenn man das überhaupt noch so sagt, sind es am Ende Singer/Songwriter? PopmusikerInnen? Da gibt es im Oktober jedenfalls eine Fortsetzung und ich sehe gerade, wer dabei ist: Erdmöbel und die Höchste Eisenbahn! Die wird also gut.

Woanders – Mit Helgoland, Schule, Lesen und anderem

Auf Deutschlandradio etwas Geschichtsunterricht, auch für den Freundeskreis Insel – die Sache mit der Hymne und Helgoland. So en detail war mir das nicht bekannt.

Kerstin Brune über ihren Beruf. Im weiteren Zusammenhang, die Kamera kurz ins Publikum geschwenkt: Besorgte Mütter.

Sehr nett finde ich die Idee mit den Spaghetti all’Amatriciana, ich werde mich mal umsehen, ob hier ein Restaurant mitspielt und dann da natürlich auch hingehen.

In der NZZ geht es um das Lesen, und zwar doppelt und weniger. Immer eine schwierige Abwägung, diese Grübelei zwischen Neukauf und Klassikerlektüre , das kenne ich gut. Da kann man auch einmal kurz überlegen, welche Autoren man denn tatsächlich bisher in größerem Ausmaß mehrfach gelesen hat. Ich komme bei der Prosa auf: Theodor Fontane, Theodor Storm, Joseph Roth, Heinrich Mann, Eduard von Keyserling, Kurt Tucholsky, Guy de Maupassant, Italo Calvino (Winternacht!), George Simenon, Evelyn Waugh (Brideshead!), Herman Melville (Bartleby!), als Jugendlicher auch Hemingway, eh klar, das war damals eben so, Hemingway lesen, eine rauchen, ein Bier trinken, sich am nicht vorhandenen Bart kratzen, an die Schreibmaschine setzen – und dann ü-ber-haupt keine Idee haben. Mehr rauchen, mehr trinken, hat bei ihm ja auch geholfen. Dachte ich. Na, die Buchauswahl ist jedenfalls eine eher krause Mischung. Keine Russen dabei, das fällt auf, aber den Oblomov müsste ich doch noch einmal lesen, der ist es sicher wert, “Väter und Söhne” bestimmt auch. Ansonsten ist der Osten bei mir eine einzige Bildungslücke, groß wie das Zarenreich.

Ganz übersehen habe ich, dass es ein neues Album von La Caravane Passe gibt, die stehen hier im Haushalt für Gute-Laune-Musik, zu der jeder herumtänzelnd vor sich hin eskaliert, das klappt ja längst nicht mit jeder Band. Aber La Caravane Passe, die zünden. Ziemlich verlässlich.

Die Zuneigung zur Gruppe entstand vor Jahren wegen “T’as la touche manouche”, wozu es auch ein Video gibt, sogar inklusive Lindy-Hop-Moves, wie ich gerade eben erst bemerke:

Und da ich im letzten “Woanders” “Those were the days” erwähnte, habe ich auch das einmal auf Youtube nachgesehen. Das ist ja so ein Lied, mit dem man groß geworden ist, aber tatsächlich hätte ich ohne Google nicht gewusst, wer es gesungen hat – und schon gar nicht, wie unfassbar jung die Dame bei der Aufnahme war (das kann man hier nachlesen) und wie vergnügt sie dabei aussah. Und, äh – schickes Kleid auch. Man sieht es allerdings erst am Ende des Clips.

Zu der neulich hier im Blog verhandelten Frage der Tarte-Bezeichnung – Quiche oder was auch immer – gab es noch einen Kommentar unter dem Artikel, da muss ich dringend noch etwas anlegen, nämlich den Großmeister Hüsch zur Frage, was wie heißt und warum man da so sicher ist:

Woanders – Mit dem postfaktischen Zeitalter, Experten, einer tickenden Uhr und anderem

Ich mag in diesem Text, es geht um das postfaktische Zeitalter und um Google und um die Wahrheit,  die Formulierung von der “Bewirtschaftung von Launen.” Sehr sogar. Ganz passend dazu ein Text in der Zeit über den Niedergang der Experten.

Eine Bildergeschichte, es geht um einen Fleischverkäufer.

Über Sex und Treue und Bonobos und uns. Aber heute ist es eh zu warm für alles.

Niedersachsen kehrt zum Abi mit 13 Jahren zurück. Komplett. Was für ein grandioses Debakel der Schulpolitik. Irgendwo las ich neulich Gedanken zur Wiedereinführung der Wehrpflicht, alles schaukelt also hin und her und rauf und runter, wenn man lange genug wartet, wer weiß, sogar die soziale Marktwirtschaft kommt noch zurück. Man sitzt so am Fluß und wartet, was da alles vorübertreibt, oder wie war das?

Meine momentane Lieblingsmusik zur Arbeit, die polnische Gruppe Kroke mit “Time”. Da ist ein Uhrenticken im Song, das hat doch mal was. Wer Spotify nutzt, findet dort auch noch eine Aufnahme mit etwas mehr Bumms.

Ansonsten stromere ich gerade durch die Geschichte des US-amerikanischen Protestsongs, Folksongs etc., weil es dort neben den sattsam bekannten Größen auch Figuren wie Jackson C. Frank gibt, vor allem bekannt wohl durch das wunderbare “Blues run the game.” Es gibt keinen Film dazu, hier dennoch ein Clip bei Youtube. Das Lied wirkt noch etwas anders, wenn man sich einmal seinen Lebenslauf durchliest, das ist nun wirklich nicht irgendeine normale Story.

Ebenso beim auch nicht gerade breit bekannten Phil Ochs, bei dem man nicht umsonst über eine Verfilmung des Lebens munkelt, auch er hatte gravierende psychische Probleme. Alleine die Stelle mit dem Goldanzug in seinem Wikipedia-Eintrag, alleine die Stelle mit dem abgehängten Bob Dylan! Auch von Phil Ochs ein Clip ohne Bewegtbild, “When I’m gone”, der Herr muss live einigermaßen betörend gewesen sein.

Mir ist immer, als würden mich solche Lieder an etwas erinnern, ich komme aber nicht recht darauf, was es sein kann. Wenn es am Ende nicht sogar das nächtliche Gitarrengeschrammel langhaariger Studenten aus Hamburg am FKK-Strand von Travemünde ist, Anfang der Achtziger etwa, komplett mit Lagerfeuer und Sternenhimmel und Brandungsgeplätscher und allem, da sind wir damals als Kinder heimlich herumgeschlichen und haben den Liedern zugehört – und habe den Großen gelegentlich diskret eine Wurst vom Grill geklaut. Nun ja. Those were the days, my friend.

Woanders – Mit einer Zeitschrift, Textauswertung, Angst und anderem

Michalis Pantelouris über die Zeitschrift Mare.

Als Mensch, der gerne mal Sachen in Excel zählt, kann ich Distant Reading ziemlich interessant finden.

Ein Artikel über Angststörungen. Man beachte den kleinen Satz mit der Angabe “100 Prozent”. Been there, done that, got the t-shirt.

Zahlen zu Elektroautos in Hamburg. Sehr kleine Zahlen. Man muss sich dazu vielleicht ergänzend vorstellen, wie intensiv z.B. Kinder wie unsere Söhne das Aussterben der Benziner herbeisehnen, weil sie eine Stadt ohne Lärm und Gestank für ziemlich erstrebenswert halten. Sicher sieht die Lage auf den Straßen schon ganz anders aus, wenn sie in das Führerscheinalter kommen. Na, man hofft so vor sich hin.

Aljoscha Brell über Lychen. Von Lychen habe ich noch nie etwas gehört, aber vielleicht sollte man da mal in diesen Gasthof. Oder in den See. Schon der Begriff Flößerstadt ist doch ausgesprochen anziehend.

Ein Text über die Swing-Jugend in Hamburg. Die Herzdame und ich gehören ja zu den Leuten, die an den Schauplätzen von damals wieder Swing tanzen. Die alten und sehr alten Leute, die da ab und zu stehenbleiben und gucken, die haben in ihrer Jugend mittlerweile vermutlich eher Rock’n Roll als Swing getanzt, aber es bleibt doch so eine Tanzerinnerungslinie in der Stadt, wenn man öffentlich und draußen tanzt. Wie mir gerade eine Dame am Rande eines Tanzabends in Planten & Blomen zuflüsterte, als sie sich die Paare ansah: “Das konnte ich auch alles. Mit so Überschlag, wissen Sie? Und ganz schnell. Ach, man kriegt gleich wieder Lust.”

Wo wir schon beim Tanzen sind: Alice und Ellen Kessler werden 80.

Rufus Wainwright singt Shakespeare. Beim ersten Hören fand ich es nicht überzeugend, aber nach zwei, drei Versuchen – was für ein schönes Stück.

Woanders – Mit einem Vater, einer Alten, Tweets und anderem

Ein Vaterschicksal.

Gar nicht mal so unpassend nach dem ersten Text: Ein Fels in der Brandung.

Die aktuelle Ausgabe der von mir sehr geschätzten unlustigen Tweetsammlung “Keiner davon ist witzig”.

Mek macht ja jetzt neuerdings, was Anke auch dauernd macht, das finde ich schön. Und das könnte man wohl auch mal machen, warum eigentlich nicht? Und warum nicht gleich? Wozu ich aber erst noch etwas schön finden muss. Moment.

(Endlich mal ein Cliffhanger. Kann aber dauern, mir fällt gerade nichts ein. Also nichts für heute jedenfalls, generell natürlich schon.)

Woanders – Mit Erzählungen, Antiquariaten, Hörspielen und anderem

Da sind noch ein paar Links aus den dezent hektischen Tagen vor dem Urlaub liegengeblieben, sie sind aber nicht schlecht geworden, denke ich.

Mit anderen Worten, wir sind wieder da. Bis das Blog hier wieder richtig Fahrt aufnimmt, kann es noch etwas dauern, aber das wird schon. Anders als bei der Deutschen Bahn gestern, die auf unserer Rückreise aus Südtirol in München per Durchsage verlauten ließ: “Verehrte Fahrgäste, wir wissen weder ob noch wann dieser Zug fahren wird. Eine angenehm fatalistische Aussage, die einen schlagartig von jeder Eile entbindet (und der Zug fuhr dann nicht, eh klar).

Egal, wir kamen dann irgendwann nachts an, es war dunkel, es war kalt, es war herbstlich, es war Hamburg. Aber in Hamburg gibt es mein WLAN, was interessiert mich das Wetter.

Die narrative Identität, damit beschäftige ich mich auch gerade schreibend (und als Blogger eh dauernd, klar).

Und was passiert mit all den Erzählungen? Man kann sie für einen Cent im Antiquariat online kaufen. Ein Bericht über eine Branche in der Krise, da werde ich ganz nostalgisch, die Branche kenne ich von innen, wenn es auch lange her ist.

André Duhme mit Bildern vom Strand. So isses eben.

Für den Freundeskreis Insel: Ein Bericht über die Dünen-Rangerin auf der Helgoländer Düne.

Pippi Langstrumpf und Adorno: Über Kinderhörspiele.

Ein Kaffee an der Bahn.

Woanders – Mit Muße, Kafka, Gedenken und anderem

Hartmut Rosa über Muße und Entschleunigung. Die Stelle mit den sakrosankten Bereichen, die ist es, da geht es um das einzig Vernünftige. Glaube ich jedenfalls, aber wer hat schon Zeit darüber nachzudenken. Via Rolando, der den Link auch mit ein paar Jahren Verspätung gefunden hat. Man kommt ja zu nix.

Auf der Suche nach Kafka, der dritte Teil. Und eine Erinnerung an das Prager Tagblatt. Und ans Café Arco.

Die taz über die neue Gedenkstätte im Lohse-Park. Wir haben da neulich zu Gypsy-Swing getanzt, das ist auch eine Form des Gedenkens und vielleicht keine schlechte.

Ein Interview mit Axel Scheffler.

Dieses Buch hier (erscheint im Oktober) klingt interessant. Ich habe mich im Studium damals etwas mit den Risiken der Leserei beschäftigt, insbesondere mit der Gefahr bei der Romanleserei, das war ein spannendes Thema.

Fußball interessiert mich bekanntlich nicht, aber das hier ist gut.