Es ist nicht Donnerstag …

… dennoch gibt es drüben bei der GLS Bank einen neuen Wirtschaftsteil, einen ziemlich kurzen. Das ist die Ausgabe Nummer 200 und wir fanden, es wird allmählich Zeit, etwas am Format herumzuspielen. Der festgelegte Rhythmus war manchmal störend, weil großartige Links natürlich auch an allen anderen Tagen zu finden sind. Das pro Ausgabe festgelegte Thema war manchmal störend, weil manche Links beim Sammeln veraltet sind, um manche Texte war es dabei schade. Die vielen Links pro Ausgabe waren manchmal auch störend, es erforderte immer recht viel Zeit, das alles zu lesen.

Wir machen das jetzt also versuchsweise flexibler, fokussierter und fixer. Das passt womöglich sogar besonders gut in dieses Jahr, das allem Anschein nach ein spannendes wird, um es einmal ungewohnt neutral auszudrücken. Passend zu diesem Beschluss geht es heute erst einmal ums Machen und ums Andersmachen, man beachte bitte besonders das Beispiel aus Hamburg. Das ist hier bei uns um die Ecke, was da beschrieben wird, ich gucke mir das jeden Tag an und finde es wirklich großartig.

Wir versuchen weiterhin, gut lesbare, interessante und auch überraschende Artikel, Videoclips, Podcasts etc. in Blogs und Medien für den Wirtschaftsteil zu finden. Einmal im Monat übernimmt ein Gast mit Fachwissen. Es bleibt thematisch wie gewohnt bei Konsum, Nachhaltigkeit, Arbeitswelt, Lebensräumen, Gemeinwohl und Sozialem.

Nur muss ich mich jetzt nicht mehr jeden Morgen nach dem Aufwachen fragen, ob vielleicht gerade Donnerstag ist, und das hat natürlich auch etwas.

GLS Bank mit Sinn

Es ist Donnerstag …

… es gibt den 199. Wirtschaftsteil. Und weil das Format allmählich ein gewisses Alter erreicht hat, wird es Zeit damit etwas herumzuspielen. In dieser Woche ist er deshalb zur Abwechslung auch gar nicht von mir, sondern von einer kompetenten Gastautorin, nämlich von Christine Finke. Wie man bei ihrem Namen vielleicht schon vermuten kann, geht es um das Thema Alleinerziehende, den Text findet man hier.

Das weist dann auch schon die Richtung für die kommenden Gastbeiträge – einige Expertinnen (ich nehme an, sie werden den Leserinnen hier oder auf Twitter häufig recht bekannt vorkommen) gestalten einmal im Monat eine Linksammlung zu ihrem Thema. Ich finde das sehr interessant, auch einmal schreiben zu lassen und bin gespannt, wie die Ergebnisse ausfallen werden, welche Quellen es noch zu entdecken gibt.

Nächste Woche variieren wir das Format dann übrigens noch weiter, Montag mehr.

 

Es ist Donnerstag …

… ich habe für die GLS Bank den 198. Wirtschaftsteil geschrieben, den findet man hier. Es geht um ein besonders unangenehmes Thema, es geht um Fleisch. Das ist unangenehm für Vegetarier, Veganer und Tierrechtler, das ist aber auch unangenehm für Fleischesser, weil im Grunde allen klar ist, dass da bei den Produktionsbedingungen etwas nicht ganz stimmt, um es sehr diplomatisch auszudrücken. Man muss also dauerhaft bekannte Informationen verdrängen, um in Ruhe Schnitzel essen zu können, je nach Naturell ist das lästig bis belastend.

Vor Jahren habe ich dazu schon einmal eine Kolumne geschrieben, als Sohn I sieben Jahre alt war und erstmals etwas länger über dieses Thema nachgedacht hat. Mittlerweile ist Sohn II in diesem Alter und das Spiel wiederholt sich, ich verlinke die Kolumne deswegen hier noch einmal, sie ist immer noch passend. Sowohl zum Thema als auch zu den Kindern. Und zu uns allen.

GLS Bank mit Sinn

Es ist Donnerstag …

… ich habe für die GLS Bank einen neuen Wirtschaftsteil geschrieben, den findet man hier.

Es geht dort um die größten Probleme überhaupt. Das ist ein wenig irritierend, über die größten Probleme kurz nachzudenken, denn die Antworten haben mit unserem Alltag vielleicht nicht wahnsinnig viel zu tun. Da müssten wir uns doch eigentlich fragen – wieso denn bloß nicht?

Bei längerem Nachdenken wird das schnell kompliziert, und wenn man auch noch Moral und Sinn und dergleichen Kategorien im Kopf zulässt, wird es gewiss nicht besser. Spannend ist es natürlich auch, welche Antworten einem ohne diese praktische Listenvorgaben eingefallen wären. Welche Probleme sind denn überhaupt die allergrößten, wenn man einmal flott von sich wegabstrahiert – und warum eigentlich? Weil sie uns Menschen bedrohen, unseren Lebensstandard, den Frieden, den Rest des Planeten, alles, Licht aus und was macht das? Das ist schon interessant, finde ich. Zumindest bis uns der leere Kaffeebecher und die Uhrzeit wieder an näherliegende Probleme erinnern. Menschlich, allzu menschlich.

GLS Bank mit Sinn

Es ist Donnerstag …

… ich habe einen neuen Wirtschaftsteil für die GLS Bank geschrieben, er findet sich hier.

Es geht um das bedingungslose Grundeinkommen, diese Idee, die gerade einigen zu links und gutmenschlich und einigen zu rechts und neoliberal ist, das ist ein wenig verblüffend. Das Thema changiert, je nachdem, aus welcher Richtung man es betrachtet. Sieht man die Abschaffung aller Sozialsysteme, sieht man den Bedarf an Umverteilung? Sieht man das “bedingungslos”, sieht man den “Grund”?

Wie auch immer, ich finde es grundsätzlich richtig, über die Horrorregelung Hartz IV hinauszudenken. Es muss auch anders gehen.

GLS Bank mit Sinn

Es ist Donnerstag …

… es gibt den 195. Wirtschaftsteil, und zwar hier. Da geht es um das Thema Verkehr und um damit um eines der politischen Themen, die es gerade nicht in die Hauptschlagzeilen schaffen, obwohl da durchaus etwas passiert.

Wenn z.B. die Söhne oder andere Kinder aus unserer Nachbarschaft, Stadtkinder also, den Wirtschaftsteil zusammenstellen würden, das Thema käme viel häufiger und mit viel deutlicherer Empörung vor. Weil gerade der Stadtverkehr eines dieser Themen ist, die sie wirklich nicht fassen können. Wie doof können Erwachsene denn bitte sein? Wieso kriegen die das nicht auf die Reihe, dass hier bessere Luft ist, weniger Lärm, mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger? Wieso ist die halbe Stadt unbrauchbar, weil sie nur aus Verkehr besteht? Wieso ist die S-Bahn so teuer, was sollen diese riesigen SUVS überall und warum zum Teufel fahren die alle bei Rot, obwohl man das doch nicht darf? Wieso ist die Zone 30 eigentlich jedem egal? Das wird man ja noch fragen dürfen, wenn man gerade sieben oder neun Jahre alt ist.

Wenn ich raten müsste, bei welchen Themen diese Generation mit den Vorgaben der Älteren in ein paar Jahren wirklich gründlich aufräumen möchte – Verkehr wäre unbedingt eines davon. Eine Autogeneration wird das nach jetzigem Stand nicht.

GLS Bank mit Sinn