Kategorie: Woanders – Der Wirtschaftsteil

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Die Ferienzeit endet fast überall, die Leute sind zurück in den Städten und in den Staus und träumen von Freiheit und Fahrt. Da machen wir doch mal eine Ausgabe zum Thema Verkehr und Auto. Passend zu diesem Einstieg titelt die SZ: “Das Auto als Freiheitsmaschine hat keine Zukunft”. Man beachte bitte auch die Stelle mit den Schreibmaschinen, diese Meinung findet man im Moment in vielen Artikeln.

Die Firmen können nicht, die KonsumentInnenn wollen nicht, das klingt nicht wie eine günstige Ausgangslage für einen Markt. ”Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass wir in Zukunft nicht mehr nur Fahrzeuge der heute großen Marken fahren. Die müssen sich umstellen.” In der taz wird man auch noch einmal grundsätzlich. Das klingt sicher gut, wenn man sich auf die Verkehrswende freut, das klingt vielleicht nicht ganz so gut, wenn man in der einen oder anderen Form von der deutschen Automobilindustrie lebt. Die hat gerade noch andere ziemlich bekannt gewordene Probleme, Stichwort Zuliefererstreit. Das klang in den Hauptnachrichten und Schlagzeilen vielleicht gar nicht so spannend, das ist es aber doch, wenn man nur etwas tiefer einsteigt. In der brand eins macht man das in einem alten, aber immer noch lesbaren Artikel (gefunden hier) und landet selbstverständlich auch wieder bei Zukunftsprognosen.

Die Produzenten, die Konsumenten, wer spielt  noch mit? Die Stadtplanung hat natürlich auch etwas zu bieten, etwa Forderungen. Und immer öfter liest man, dass da nicht mehr Spuren, mehr Parkplätze, mehr Straßen gefordert werden – sondern weniger. Die Rede ist sogar von einer radikalen Abkehr vom motorisierten Individualverkehr.

Als in einer Stadt lebender Mensch kann man im Moment einerseits hier und da Fahrradspuren und ein paar E-Ladesäulen und umgewandelte Parkplätze zur Kenntnis nehmen und sich über ein wenig Wandel freuen, man kann aber auch Science-Fiction mitdenken, das macht Spaß und wer weiß, man erlebt es womöglich noch. Das in den Meldungen zur Zeit häufig vorkommende Problem mit den fehlenden Ladestationen, es lässt sich womöglich auch noch mit etwas Fantasie lösen.

Und der Freundeskreis Fahrrad spielt selbstverständlich bei all dem auch eine Rolle, in diesem Artikel hier wird ihm eine fantastische Zukunft vorhergesagt. Und immer wieder ist es übrigens interessant, wenn deutsche Projekte in Richtung nachhaltiger Wirtschaft auch einmal im Ausland zur Kenntnis genommen werden – bei den Radschnellwegen etwa ist das so. Auch so eine Ironie der Geschichte, dass dieses Land bei beiden Verkehrsmitteln, bei dem Auto und dem Rad, mit Schnellwegen verhaltensauffällig wird. Zufall oder Zusammenhang?

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Woanders – Der Wirtschaftsteil

Einige Meldungen zu Konsum und zu Nachhaltigkeit, die passen noch ganz gut zur letzten Woche, in der wir ein paar Produktionsbedingungen von landwirtschaftlichen Produkten thematisiert haben.

In der Zeit geht es um das, was deutsche Firmen durch Verpflichtung der Zulieferer tun können. Oder die Regierung. Oder alle zusammen. Optimistische Meldungen klingen allerdings anders.

Dennoch gibt es natürlich Produkte, hinter denen intensive Bemühungen um Fairness und Verantwortung auch im globalen Sinne stehen. In der brandeins sieht sich der Kulturwissenschaftler Wolfgang Ullrich einige Produkte genauer an, darunter auch das Fairphone, das hier schon mehrfach vorkam.

Wobei man übrigens viel leichter Artikel findet, die aus Konsumentensicht und auch für Konsumenten geschrieben werden, als Artikel, die sich an die Wirtschaft und ihr Führungspersonal richten. So wie hier etwa.

Wie viel Konsum ist normal?” Das wird bei den Krautreportern erörtert, und nahezu zwingend landet der Artikel dann bei der Konsumkritik an sich.

Da kann man gut einen kleinen Scherz einfügen, nämlich ein paar Produkte, die in dieser Präsentation recht klar nicht normal sind (wobei die Grenzen fließend sind). Man möchte das nicht im Einkaufswagen haben, oder? Weil einem sofort auffällt, wie irre das ist. Warum gibt es das überhaupt? Hat das nicht auch einen Bezug zu unserer Einstellung gegenüber Lebensmitteln, die vermutlich genau so gravierend im Wandel ist, wie unsere Einstellung zum Kochen? “Die sinnliche Welt der kulinarischen Genüsse gerät zu einer ähnlichen Nische wie die der Ölmalerei, des Klavierspiels oder der Poesie.” Und das fängt nicht in der Küche an, das beginnt im Laden.

Wenn man nicht nur die Produkte mit der Plastikverpackung eben, sondern mehr und mehr Konsum für eher irre hält, dann landet man wieder beim Minimalismus. Bei dem man aber auch nicht stehenbleiben muss, man kann ja weiterdenken, etwa zum Solarpunk, endlich einmal ein ganz neuer Begriff. In einem der weiterführenden Links am Ende des Artikels wird Solarpunk so definiert:  “A collaborative effort to imagine and design a world of prosperity, peace, sustainability and beauty, achievable with what we have from where we are.” Das klingt so positiv, das kann man ruhig mal ausdrücklich erwähnen.

In diesen Zusammenhang passt etwas weiter gefasst noch ein Text im Spiegel über den Zusammenhang des Heimwehs der digitalen Weltbürger mit ihren zahlreichen selbstgemachten Produkten.

Da sind wir  dann noch einmal bei sinnlichen Genüssen, eine gute Gelegenheit für einen Link, der sich mit dem Geruchssinn befasst, der kommt sonst eher selten vor. Man könnte das auch noch auf Solarpunk beziehen, machen wir doch mal etwas ganz anders und neu. Hier entlang zum Osmodrama, warum soll es nicht auch neue Kunstformen geben.

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Sklaverei ist ein Thema, bei dem einige immer noch annehmen, es sei nur historisch zu betrachten – das ist leider abwegig. Wenn man etwas mehr verstehen möchte, kann man grundlegend etwa mit dem Global Slavery Index beginnen, die aktuelle Ausgabe (englisch) ist hier zu finden. Kein leichtes Thema, kein leichter Stoff, keine leichten Schicksale.

In der taz geht es um Kindergewerkschaften in Peru und Bolivien, noch ein sehr kompliziertes Thema. Und im Tagesspiegel wird beispielhaft die Herstellung von Orangensaft in Brasilien genauer betrachtet, mit einem eher pessimistischen Ausblick. Nicht viel besser sieht es beim Anbau von Bananen in Ecuador oder Costa Rica aus.

Zur weiteren Verdeutlichung noch ein Blick auf ein anderes landwirtschaftliches Produkt, etwa auf den Tabakanbau in Malawi in der SZ. Eher am Rande geht es da auch im die moralischen Fragen beim Rauchen, aber dazu gab es in der gleichen Zeitung noch einen Artikel. Schon die im Titel erwähnten Gratiszigaretten für Schulkinder können europäischen LeserInnen das Grauen lehren.

Eine andere in einigen Staaten in Afrika wirtschaftlich wichtige Pflanze ist die Kakaobohne, und um endlich etwas positiver zu werden, folgt ein Artikel der taz, in dem es um die Schokoladenproduktion in der Elfenbeinküste geht (wobei man allerdings auch dort über Kinderarbeit reden muss).

Bei den Krautreportern geht es um Palmöl aus Westafrika, um europäische Investoren und lokale Chancen, um den immer wieder spannenden Kampf David gegen Goliath.

Doch noch positiv weiter, in Äthiopien wird die Wüste grün. Na, zumindest teilweise. Und hier in der FR gibt es sogar noch mehr zur Aufforstung in Äthiopien.

Und da bei Afrika immer leicht die in den Meldungen benannten Defizite hängenbeiben, nicht die Chancen, hier noch eine Meldung zum Smartphoneboom in Mali. Das liest sich doch anders, als man es vielleicht gewohnt ist.

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Über Spaß könnte man auch einmal nachdenken. Über Spaß und Lust, denn die haben erheblich viel mit unserer Motivation zu tun, sowohl im Beruf als auch im Privatleben. In der Brandeins wird das kenntisreich durchexerziert. Das ist ein Artikel, der vielleicht entspannend wirkt, vielleicht auch anregend oder sogar einigermaßen irritierend, wenn man bis zur Schlussfolgerung kommt. Auf jeden Fall ist er aber die Leseminuten wert, auch wenn es ein paar mehr sind.

Davon abgesehen geht es in dieser Woche aber um etwas, das sicher vielen Spaß macht, nämlich um Reisen, um Tourismus. Im Sinne dieser Kolumne natürlich nicht unbedingt um die üblichen Aspekte des Themas. Sondern eher um so etwas wie, na, sagen wir Minimalwandern. Dazu allerdings keiner der gewohnten Texte, sondern ein wunderschöner Rant.

Etwas zur Geschichte der Pauschalreise beim Deutschlandradio Kultur, es begann also mit einer Zugfahrt, Schinkenbrot und Tee. Wie amüsant, dass die Fluggesellschaften heute die Verpflegung streichen, aber das nur am Rande. Zur Geschichte der Pauschalreise gehört die Geschichte des Radebrechens, und das spiegelt sich übrigens auch in der Geschichte der globalisierten Wirtschaft. In der brandeins findet man dazu ein paar erhellende Absätze zum Globish.

“Urlaub birgt – nach Weihnachten – die größte Wahrscheinlichkeit, dass man sich scheiden lässt.”  In der FR ein paar grundlegende Wahrheiten über die Ferienzeit.

Das sind natürlich eher die Standard-Erkenntnisse, es gibt aber auch spezielleres Wissen, und das kann sogar sehr gut zu unseren sonst üblichen Themen hier passen. Etwa zur Landwirtschaft, wenn es um den Gemüseanbau im Reiseland Island geht.

Das Thema Reise verträgt sich, sofern wir von Flugreisen reden, bekanntlich nicht mit dem Klimaschutz, dazu etwas in der FAZ. Denn wer reist, der macht auch ziemlich unweigerlich kaputt. Obwohl wir gar nicht in die Luft müssen, um gravierende Probleme zu vermelden. Auf dem Wasser geht das auch (englischer Text).

Und wenn man umweltbewusst nur mit dem Zelt durch die Landschaft trampt, ist man evtl. immer noch ein Thema für den Wirtschaftsteil. Denn vielleicht nutzt man dabei den Service dieser Start-ups und verändert wieder eine Branche ein Stück weit.

Wer reist, der fragt sich vermutlich, ob er richtig reist, wenn nicht in Bezug auf die Umwelt, dann doch in Bezug auf seine Erlebnisse. Man gibt immerhin enorm viel Geld für den Urlaub aus, da muss das alles durchdacht sein. In der Zeit noch ein wenig Nachhilfe, wie man etwa eine Stadt wie New York korrekt besucht, das ist allerdings ganz leicht auf andere Ziele übertragbar.

Zum Schluss noch ein paar wunderbare Reisen- und Regengeschichten. Wer weiß, ob man sie in diesem Sommer noch irgendwo braucht.

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Wir nehmen uns heute das Thema Ethik vor, denn wenn es um Werte und Sinn und Richtung geht, um weiter nach vorne zu kommen, dann braucht man einen Kompass. Und vielleicht auch ein System, wobei man darüber schon streiten könnte.

Bei der Ethik geht es laut Wikipedia um die Bewertung menschlichen Handelns, und zwar nicht in einem merkantilen, sondern in einem philosophischen Sinne, versteht sich. Nils Markwardt schreibt über den Gegensatz zwischen Gesinnungsethik und Verantwortungsethik und über die moderne Politik. Man kann das sehr leicht auf Unternehmen oder auf die alltagsphilosophischen Betrachtungen übertragen, nach denen man sich selbst auszurichten meint, es ist ein recht interessantes Gedankenspiel, welcher Fraktion man wann und wobei mehr zuneigt. Manche Firmen kommen da auf ziemlich verblüffende Aussagen zu ihrer Daseinsberechtigung.

Die Frage, was man richtig machen kann, was überhaupt Sinn haben kann, sie treibt Menschen wieder und wieder um und sie führt zu immer neuen Ergebnissen. “Effektiver Altruismus”, das hat man so vielleicht noch nicht gehört. Etwas um die Ecke gedacht, so kommt es einem vielleicht auf den ersten Blick vor. Aber auch nicht uninteressant. Wobei man vermutlich auch bei noch so stabiler Ethik ab und zu den Hinweis braucht, dass all die Bemühungen auch etwas nützen.Denn das sehen wir oft nicht, weil wir es nicht können, nicht wollen, nicht gewohnt sind, warum auch immer.

Und es mag auch nützen zu wissen, wogegen man eigentlich ist, das lässt manchmal wieder schärfer hervortreten, wofür man ist. “Wir müssten uns wieder ernsthaft der Frage stellen, was für ein Leben wir leben wollen.” Wer kirchlich ausgerichtet ist, findet zumindest als Katholik auch interessante Quellen zur Frage “wogegen bin ich”. Und wenn man meint, dass das, wogegen man ist, zumindest teilweise am Kapitalismus liegt – nach Meinung einiger scheint sich da eh etwas zu ändern, man kann dabei zwischen Dystopie und Utopie im Moment frei wählen. Eine Utopie ist selbstverständlich die nettere Wahl (englischer Text).

Zum Schluss noch einmal der Bogen weg vom System zu unserem eigenen Handeln, gerade zum beruflichen Handeln, das uns so sehr prägt. Zur Sinnhaftigkeit der eigenen Berufswahl findet man gar nicht so oft Texte, die etwas tiefschürfender herangehen, hier dann aber doch einmal. ”Wir müssen den Interessen anderer dienen, indem wir auf einem speziellen Gebiet gut werden.” Wie der olle Kempowski gesagt hätte: Da mal drüber nachdenken!
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Nach der Ernährung in der letzten Woche nun die Produktion der Lebensmittel. Die Landwirtschaft in Deutschland wird in der Welt als Branche zwischen Nostalgie und Globalisierung dargestellt, ein etwas längerer Überblick. Man könnte vielleicht ergänzen, dass sich enorm viele Berufe genau in dieser Spannungssituation befinden, keineswegs nur Landwirte. Da kann jede Tischlerei mitreden, jede Druckerei, jede Taxiunternehmen etc. Und der im Text erwähnte geizige Verbraucher – er taucht je nach Medium mal auf, mal wird er vehement bestritten. Es scheint kompliziert zu sein.

Bei der Milch redet man auch über ein wirtschaftlich absonderliches Phänomen, bei dem einige Grundregeln auf den Kopf gestellt werden, nämlich um bezahlte Nichtproduktion – dazu Jakob Augstein auf SPON. Und gleich noch ein Kommentar, diesmal im Tagesspiegel: “Weiter so kann nicht die Antwort sein.”

Man kann bei dem Thema zwischendurch einen Blick nach Afrika werfen, dort gibt es ebenfalls Milchmärkte, und die haben mit europäischen Kühen durchaus etwas zu tun. Im Freitag sieht man sich das genauer an.

Ein positiver Ausblick bei der Deutschen Welle, da wird die Solidarische Landwirtschaft erläutert: “Es ist wieder Zeit, solidarisch zu denken.” Mehr dazu im Schweizer Bilanz-Magazin. Und wenn man schon dabei ist, kann man bei der Landwirtschaft auch einmal über Größe nachdenken, das passt schon. Oder über die Umstellung auf Bio, eh klar.

Und selbstverständlich kommen wir bei dem Thema ohne einen Link zu einem Text über das Schicksal der Tiere nicht aus. Die Überschrift ist so deutlich, wie sie nur sein kann (englischer Text): “Industrial farming is one of the worst crimes in history.” Wie bekommt man von da aus wieder die Kurve zu einem positiv besetzten Thema wie etwa, nun ja, Sex? Das kann man bei Sibylle Berg nachlesen.

Zum Schluss aber ein richtig unterhaltsamer Link, in dem es um Eier geht, ganz abseits der agrarindustriellen Massenproduktion. Es geht nur um ein paar Eier, die sind sogar umsonst. Fynn Kliemann baut eine Eierverschenkmaschine, das ist ein Film über das Verschenken, über Eier, über das Heimwerken. Vorsicht, da das Heimwerken gerne eine bestimme Dynamik entfaltet, enthält der Film etliche nicht jugendfreie Ausdrücke, und Hedge-Fond ist da noch einer der harmlosen.

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Das Thema Ernährung wird uns zwei Ausgaben lang beschäftigen, wobei wir aber die logische Reihenfolge umdrehen. Hier geht es erst einmal hauptsächlich um den Verzehr, in der nächsten Woche dann erst um die Herstellung von Lebensmitteln. In der FAZ gibt es da einen Artikel über quasi alles, was unsere Ernährungsgewohnheiten betrifft, besonders interessant vielleicht die fünf Schichten der Ernährungsheimat, die im Text am Beispiel von Nürnberg dargestellt werden. Das kann man ja einmal auf seine Heimatgegend übertragen und kurz nachdenken, was da warum auf den Teller kommt, wie das Regionale zum Europäischen wird.

Der vermeintlich typisch deutsche Billigkonsum kam da gerade auch vor, dazu noch etwas mehr speziell zum Preis des Fleisches bei den Krautreportern.

In der Welt geht es darum, was man nicht isst, und da sind wir also beim Stichwort Orthorexie und auch bei Health-Religionen, also bei den etwas anstrengenderen Haltungen zum Thema Essen. Noch mehr zur Orthorexie in der Zeit und auch bei Spektrum, das Thema ist gerade in.  

Zur richtigen Ernährung gehört natürlich auch die Versorgung mit Vitaminen, über die Abgründe der Vitamin-Industrie in China gibt es einen sehr langen Artikel in der Zeit, vermutlich ist es ein Thema, über das kaum jemand etwas weiß.

Und gleich noch einmal China – “Schwarzenegger und die chinesischen Vegetarier” klingt wie ein Kapitel aus einem absurden Roman mit groteskem Humor, tatsächlich aber haben wir hier noch einen Artikel aus der Zeit, in dem das ganz sinnvoll miteinander verbunden wird.

Nach diesen Artikeln bietet sich zur Entspannung zwischendurch eine Tasse Tee an, vielleicht Elfentraum oder “Fester Halt?” Doch, die Namen sind ernstgemeint. Der Begriff Emotionalisierungswelle im Text ist übrigens sehr schön, nach solchen Wellen kann man auch selber suchen, etwas Nachhilfe dazu noch in der NZZ. Und wenn man schon so einen Tee trinkt, dann kann man dazu auch eine schicke Tasse nehmen und erst einmal den Tisch freiräumen. Denn das macht durchaus etwas aus.

Wenn das, was da warum auch immer auf dem Teller liegt, besonders gut aussieht, dann sind wir wieder bei Foodporn. Das  kam in dieser Kolumne natürlich schon vor, es gibt aber ein sinnvolles Update dazu, mit inhaltlichen Überlegungen, die so bisher noch nicht dabei waren. Und zwar hier im Tagesanzeiger. Und wo wir schon bei Updates zu bekannten Themen sind – hier noch ein sehr, sehr böses zur Paleo-Diät.

Die Orthorexie war in dieser Ausgabe womöglich etwas raumgreifend, da müssen wir uns kurz vor dem Ende besser noch einmal besinnen – was ist denn nun wirklich gut?

Und ganz zum Schluss zur Abwechslung einmal ein Link für den Freundeskreis Bier, warum auch nicht. Es ist Sommer, das passt schon.

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In Berlin gab es gerade den Wirtschaftstag Familie, dort wurden diverse Unternehmen verschiedener Größenordnungen und aus sehr unterschiedlichen Branchen für ihre Verdienste um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ausgezeichnet. Vorgestellt wurde bei dieser Veranstaltung auch das Konzept der Familienarbeitszeit, hier eine leider etwas sperrige Erklärung, man findet noch nicht allzu viel dazu, es wird berufstätige Eltern vermutlich dennoch interessieren.

Als Gäste waren bei der Veranstaltung auch mehrere ElternbloggerInnen geladen, eine gute Gelegenheit, das Thema Vereinbarkeit aus deren Sicht anzugehen und mal wieder einen Wirtschaftsteil fast ausschließlich mit Blogartikeln zu gestalten. Vielen Dank an alle, die via Twitter Links dazu beigetragen haben! Man kommt nicht zu einem einheitlichen Bild, wenn man diese Texte liest, dazu sind die Situationen und die Familien zu verschieden. Man kann aber kaum überlesen, dass vernünftige Betreuungsangebote eine nicht mehr zu diskutierende Selbstverständlichkeit sein sollten – und man sollte als Mann auch nicht übersehen, dass ein Zorn die Texte vieler Autorinnen prägt, an dem die Rollenverteilung im privaten und beruflichen Bereich nicht unschuldig ist.

Beginnen wir gleich mit einem älteren Wutausbruch von Frau Brüllen, der direkt zur Frage führt, ob die Sache an sich so schwierig ist oder ob gewisse Herren schlichtweg nicht mitspielen. Gewisse Herren, die doch dringend mit sich verhandeln lassen sollten.

Ein Thema, das man selbstverständlich bei dem Thema nicht auslassen und das man aus unterschiedlichen Richtungen durchdenken kann. Denn natürlich kommt man dabei immer wieder auf Grundsatzfragen, man knallt förmlich dagegen, immer wieder muss man sich fragen, was Familie ist, was Arbeit ist, was man als ArbeitnehmerIn, als Vater, als Mutter, als Kind ist und in welcher Beziehung zueinander das alles stehen soll. Man definiert immer wieder Aspekte neu und kommt nicht zwingend auf die Antwort, auf die die Nachbarn kommen.  Und wenn man anfängt, sich dabei zu rechtfertigen, lohnt auch ein etwas längerer Text zum Thema, in dem man das genau hinterfragt. Väter können ja auch einmal 15 Minuten mit so einer Rechtfertigung verbringen, 15 Minuten sind bei Vätern gerade eine sehr angesagte Zeiteinheit.

Ich habe von dem moment an, als ich anfing mich mit meiner weiblichen identität auseinanderzusetzen, erst wirklich die diskrepanz in unserer rollenverteilung gespürt.” Es ist eben auch ein Thema, das uns auf uns selbst zurückwirft, wie auch immer der Staat oder die Arbeitgeber Regelungen und Möglichkeiten vorgeben. Man kann dabei auch auf klar formulierte Wünsche kommen, wie hier am Ende des Textes.

Hab‘ nur ich das Gefühl, dass suggeriert wird, gelungene Vereinbarkeit findet nur dann statt, wenn mindestens zwei Karriere machen und das Familienleben entspannt läuft?” Noch einmal – über diese Fragen muss nachgedacht und geredet werden, und es ist ein schönes Verdienst der Blogszene, dass diesen Fragen so viel Raum gegeben werden kann, abseits der Berichterstattung über Statistiken und harte Fakten in den anderen Medien, die über die Wahrheit in Familien eh nichts aussagen.

Aber es gibt schon auch Zahlen, die ziemlich beeindruckend sind, wie in diesem Zitat, das man ruhig zweimal lesen kann, so interessant und wichtig ist es: 60 Prozent aller Eltern mit Kindern unter drei Jahren wünschen sich, dass beide Teilzeit arbeiten und sich die Care-Arbeit 50/50 aufteilen. Auf Dauer ziehen gerade mal zwei Prozent aller Familien dieses Modell durch.”  Das ist nicht irgendein Zahlenbeispiel, das ist ein erheblicher Teil des Problems in nuce.

Gefunden wurde das Zitat in einem Text, der nicht umsonst die “Teilzeit-Falle” im Titel trägt. Aber es ist eben nicht undenkbar, dass beide Teilzeit arbeiten, es ist nur ein gesellschaftlch bisher ungewohntes Konstrukt: “Vielleicht müssen wir aber auch mal an ein Modell denken, in dem wir beide 75% arbeiten.Doch, darauf kann man kommen. Und dann müsste man es noch schaffen, Teilzeit vom Karrierekiller-Stigma zu befreien. Wobei man beim Thema Teilzeit natürlich auch über Geld sprechen muss, das bleibt nicht aus.

Es wird übrigens gar nicht langweilig, Situationsberichte aus Familien durchzulesen, wenn man selbst von dem Thema betroffen ist. Es ist ungemein spannend, wie es andere machen und mehr oder weniger schaffen, hier noch ein Beispiel von zwei Selbständigen.

In diesem Blog findet man auch noch mehr Links und eine ebenso lesenswerte Tweetsammlung zum Thema.

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Urban Gardening hat zweifellos das Potential, ein eher lauschiges Thema zu sein, es gibt aber auch andere Seiten. Denn in öffentlichen Gärten treffen Menschen aufeinander, was an sich schon  ein Problem sein kann, und es treffen auch jene Menschen auf Pflanzen, die Grünzeug eher idiotisch finden. Zumindest erst einmal. Dazu eine lange Reportage in der SZ über den “Garten der Harten” in Berlin. Und weil es vielleicht etwas nervtötend ist, immer nur nach Berlin zu sehen, hier noch ein Film über Andernach, die erste essbare Stadt Deutschlands. Schon etwas älter, das ist bei dem Thema allerdings völlig unerheblich.

Ein wenig mehr zur Utopie des Grüns im urbanen Raum gibt es bei der FR, das reicht im Text sogar bis zur sicherlich gewagten Formulierung von der “Generation Garten”. Utopisch mutet auch der Gemüseanbau in U-Bahntunneln an, das Thema hatten wir vor längerer Zeit schon einmal. Hier ein Update dazu, eine gute Gelegenheit, London ganz ohne Brexit zu erwähnen.

Wenn man das utopische Denken noch etwas weiter treibt, kommt man auf neue Formen der urbanen Siedlung, dazu hier ein Beispiel aus Holland (englischer Text).

Für den Smalltalk zu grünen Stadtthemen nehmen wir den Begriff Guerilla Grafting mit, da geht es auch um Essbares an erstaunlichen Stellen (englischer Text). Wichtig im Zusammenhang mit öffentlichem Grün ist auch die Bezeichnung “Urban Commons”, dazu ein Interview mit einem Stadtforscher.

Man sollte aber nicht vergessen, dass es nicht nur darum geht, Grün in die Stadt zu bringen, man muss auch Menschen in das Grün bekommen. Dazu am Rande noch ein kleiner Hinweis auf einen Designspaß aus Polen, man beachte das Multifunktionskonstrukt im Park.

Dann verlinken wir noch ganz passend zum Thema Designspaß ein wenig Amüsement für den Freundeskreis Fahrrad – da werden Räder gebaut, wie sie aus der Erinnerung gezeichnet wurden. Der Spaß wird noch besser, wenn man jetzt sofort zum nächsten Zettel greift und ein Fahrrad zeichnet.

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Es geht in dieser und vermutlich auch in der nächsten Woche um unsere Lebensräume, um Städte und um Landflucht. Im ersten Text kommt das Thema noch gar nicht so prominent vor, er ist dennoch hochinteressant und gleich an manchen Stellen zitierfähig mit tiefgründigen Sätzen zu unserer Gesellschaft und zu unserem Zusammenleben. In der Stadt und auch anderswo. “Wir können den ganzen Tag darüber reden, dass die Welt nicht funktioniert, aber sie kümmert sich überhaupt nicht darum. Keine ganz leichte Lektüre, aber es ist vermutlich doch lohnend, dem Interview zu folgen.

Einige Aspekte aus dem Interview werden in einem Projekt aufgegriffen, dass in Hamburg gerade testweise eingesetzt wurde. “City Scope” ist ein Instrument der Stadtplanung, vielleicht auch der Demokratisierung. Auf jeden Fall scheint es ein Instrument zu sein, das Stadtmenschen kreativ mit ihrer Umgebung umgehen lässt.

Ein anderes Stichwort, das man heute beim Thema Stadtplanung im Smalltalk wohl kennen sollte, ist “Slow Urbanism”, das wird hier am Beispiel von Antwerpen erklärt.

Wobei es natürlich nicht so ist, dass man nur in der Stadt kreativ mit dem Umfeld umgehen könnte. Auch in kleineren Gemeinden gibt es interessante Ideen. Und man kann auf weitere, auch auf drastischere Ideen kommen, um der Landflucht zu begegnen oder  ihr vorzubeugen. In der SZ werden Beispiele gesammelt. In der gleichen Zeitung übrigens auch ein nicht ganz so optimistisches Special zum Thema.

Apropos kreativ und apropos Siedlungen – man muss auch zur Kentnis nehmen, dass man Häuser mittlerweile drucken kann (englischer Text). Das hat gar nicht groß für Schlagzeilen gesorgt, ist es nicht seltsam? Ändert das nicht sehr viel, wenn man sich das etwas weiter ausmalt?

Und ist es nicht immer wieder faszinierend, wie die Städte auf die Menschen und die Menschen auf die Städte wirken, wie Änderungen in der Stadtplanung für viele, viele Änderungen sorgen, man sehe sich hier etwa ein Beispiel aus Kolumbien an. Oder hier, Barcelona, da geht es um Verkehr und Straßenraum (englischer Text) und um einen Ansatz, von dem man immer mehr liest, nämlich den BürgerInnen die Straße wiederzugeben. Die übrigens, das gehört auch dazu, die Straßen oft auf ihre eigene und eigentlich nicht vorgesehene Art verzieren.

Schließlich noch ein Artikel zur Frage, warum jede Stadt anders tickt und warum sich jemand vielleicht in Frankfurt am Main wohlfühlt, in Berlin aber nicht. Oder umgekehrt. Haben Städte denn tatsächlich einen wahrnehmbaren Charakter, der über die Bausubstanz hinaus nachweisbar ist? Was ist dran, wenn uns Städte unerklärlich unsympathisch sind?

In der nächsten Woche u.a. Etwas zum Thema Urban Gardening, das dürfte dann zu dem passen, was auf einigen Balkonen gerade erntereif wird.

Für dem Freundeskreis Fahrrad zum Ende aber noch eine Meldung, bei der schon die Überschrift interessant ist, alleine schon die Tatsache, dass man darüber überhaupt nachdenkt – über die grüne Welle für Radfahrer.

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