Es ist Donnerstag …

… ich habe für die GLS Bank einen neuen Wirtschaftsteil geschrieben, den findet man hier.

Es geht dort um die größten Probleme überhaupt. Das ist ein wenig irritierend, über die größten Probleme kurz nachzudenken, denn die Antworten haben mit unserem Alltag vielleicht nicht wahnsinnig viel zu tun. Da müssten wir uns doch eigentlich fragen – wieso denn bloß nicht?

Bei längerem Nachdenken wird das schnell kompliziert, und wenn man auch noch Moral und Sinn und dergleichen Kategorien im Kopf zulässt, wird es gewiss nicht besser. Spannend ist es natürlich auch, welche Antworten einem ohne diese praktische Listenvorgaben eingefallen wären. Welche Probleme sind denn überhaupt die allergrößten, wenn man einmal flott von sich wegabstrahiert – und warum eigentlich? Weil sie uns Menschen bedrohen, unseren Lebensstandard, den Frieden, den Rest des Planeten, alles, Licht aus und was macht das? Das ist schon interessant, finde ich. Zumindest bis uns der leere Kaffeebecher und die Uhrzeit wieder an näherliegende Probleme erinnern. Menschlich, allzu menschlich.

GLS Bank mit Sinn

Es ist Donnerstag …

… ich habe einen neuen Wirtschaftsteil für die GLS Bank geschrieben, er findet sich hier.

Es geht um das bedingungslose Grundeinkommen, diese Idee, die gerade einigen zu links und gutmenschlich und einigen zu rechts und neoliberal ist, das ist ein wenig verblüffend. Das Thema changiert, je nachdem, aus welcher Richtung man es betrachtet. Sieht man die Abschaffung aller Sozialsysteme, sieht man den Bedarf an Umverteilung? Sieht man das “bedingungslos”, sieht man den “Grund”?

Wie auch immer, ich finde es grundsätzlich richtig, über die Horrorregelung Hartz IV hinauszudenken. Es muss auch anders gehen.

GLS Bank mit Sinn

Es ist Donnerstag …

… es gibt den 195. Wirtschaftsteil, und zwar hier. Da geht es um das Thema Verkehr und um damit um eines der politischen Themen, die es gerade nicht in die Hauptschlagzeilen schaffen, obwohl da durchaus etwas passiert.

Wenn z.B. die Söhne oder andere Kinder aus unserer Nachbarschaft, Stadtkinder also, den Wirtschaftsteil zusammenstellen würden, das Thema käme viel häufiger und mit viel deutlicherer Empörung vor. Weil gerade der Stadtverkehr eines dieser Themen ist, die sie wirklich nicht fassen können. Wie doof können Erwachsene denn bitte sein? Wieso kriegen die das nicht auf die Reihe, dass hier bessere Luft ist, weniger Lärm, mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger? Wieso ist die halbe Stadt unbrauchbar, weil sie nur aus Verkehr besteht? Wieso ist die S-Bahn so teuer, was sollen diese riesigen SUVS überall und warum zum Teufel fahren die alle bei Rot, obwohl man das doch nicht darf? Wieso ist die Zone 30 eigentlich jedem egal? Das wird man ja noch fragen dürfen, wenn man gerade sieben oder neun Jahre alt ist.

Wenn ich raten müsste, bei welchen Themen diese Generation mit den Vorgaben der Älteren in ein paar Jahren wirklich gründlich aufräumen möchte – Verkehr wäre unbedingt eines davon. Eine Autogeneration wird das nach jetzigem Stand nicht.

GLS Bank mit Sinn

Der Wirtschaftsteil

Es ist Donnerstag, es gibt den 194. Wirtschaftsteil, heute zum Thema Ernährung – und weil man Traditionen auch mal durchlüften soll, gibt es ihn nur im Blog der GLS Bank, nämlich hier drüben.

Und dazu gleich noch eine gute Nachricht – das Blog der Bank ist bei den Goldenen Bloggern nominiert, das freut mich sehr, denn ein gewöhnliches Firmenblog ist das wirklich nicht.

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Kurz bevor das Arbeitsjahr für die meisten Leserinnen enden wird, noch einmal ein Blick auf das, was wir da eigentlich tun. Also nicht wir, sondern wir alle, die wir irgendwas arbeiten, also mehrheitlich sogar angestellt arbeiten.

Wer mit der Hierarchie im Unternehmen unzufrieden ist, kann im Abteilungsmeeting einmal den Begriff “laterale Führung” fallen lassen und anschließend diskutieren, wie modern man im Haus eigentlich mit der Entscheidungsfindung umgeht. Oder man erzählt beiläufig von dieser Firma hier, die Vorgesetzte einfach mal abgeschafft hat. Das regt doch sicher zu Spekulationen an – wie würde sich der X in so einem Fall verhalten, was wäre die Y ohne ihre Machtbefugnisse? Das ist in jeder Firma interessant. Auch in Konzernen übrigens, wobei die FAZ die Lockerungsversuche bei z.B. Daimler recht kritisch sieht.

Nach den Vorgaben der  modernen Führung arbeiten Menschen etwa auf der zweiten Führungsebene viel selbständiger, sie haben mehr Kontrolle über ihren Arbeitsbereich. Wenn man das noch zeitgemäßer denkt, haben sie -wie alle anderen im Unternehmen auch – natürlich zusätzlich die Kontrolle über ihre Arbeitszeit und, warum nicht, wenn man schon dabei ist, auch über ihren Arbeitsort. Und dann? Dann arbeiten sie immer mehr (was vermutlich so auch für Freiberufler gilt). Nanu! Man beachte da auch die  altmodisch wirkende Schlussfolgerung im letzten Absatz: “Wahrscheinlich brauchen wir Gesetze …”

Wir haben da übrigens bereits Gesetze, etwa das allseits beliebte Arbeitszeitgesetz. Das hatte eine Weile lang einen ziemlich schlechten Ruf, weil es den neoliberal dynamisierten Topleistern im Weg war, es wird aber gerade wieder interessant. Denn man fragt sich doch immer öfter, ob zwischen völligem Wildwest und “Samstag gehört Vati mir” nicht vielleicht irgendein Zwischenweg liegt, der flexibler ist, der in die Zeit passt, der zu modernen Arbeitsweisen passt?

Wobei es sich lohnt, bei Diskussionen um Arbeitszeit, Mehrarbeit und Lebensarbeitszeit zwischendurch historisch zu werden und ganz vorne, etwa bei Luther und dem Allmenderaub anzufangen. Ein sehr erhellender Artikel. Und wie weit muss überhaupt man in der Historie zurückgehen, um wieder auf Begriffe wie “Diener” und Knecht” in Wirtschaftsartikeln zu stoßen? Gar nicht, das ist die Gegenwart (von der Sklaverei ganz zu schweigen, versteht sich).

Aber wo wir gerade mitten in der besinnlichen Zeit sind, da könnte der Sinn an sich auch einmal wieder eine größere Rolle in unseren Gedanken spielen.  Und so aus dem Urlaub heraus denkt es sich eh am besten über die Arbeit nach. Hat die überhaupt Sinn?

GLS Bank mit Sinn

Woanders – der Wirtschaftsteil

Eine Ausgabe zum Thema Konsum, das passt gut in die Weihnachtszeit. Es geht aber mit Arbeit los, auch das passt natürlich, während viele schon die Tage vor dem Weihnachtsurlaub zählen. Und zwar mit ein paar etwas radikaleren Gedanken von Robert Wringham zum Bezug zwischen Arbeit und Konsum. Das werden die wenigsten anwendbar finden, aber vielleicht ist es ein wenig Nachdenken wert, wieviel Arbeits- und damit Lebenszeit man in seinen Konsum investiert. Hier noch ein Blogartikel, in dem der Konsumwunsch als etwas vorkommt, das einen gefangen hält. Auch die Kommentare dazu sind interessant, man stößt auf die Gedanken, die vermutlich alle umtreiben, die über Konsum nachdenken.

Wer seine Ansprüche nach solchem Nachdenken tatsächlich herunterschraubt, der kauft vielleicht gebrauchte Ware, die ist günstiger und sinnvoller. Aber wenn das Gebrauchte dann schick ist, weil man doch wieder einem Trend folgt, gehört man plötzlich zu den Vintage-Fans. Im Freitag denkt ein Kulturwissenschaftler über Flohmarkt-Apps und über den Used-Look nach, übrigens mit einem besonders schönen letzten Satz.

Auch das Sharing könnte man als Versuch werten, den Konsum zu reduzieren. Vielleicht geht es dabei aber um das Gegenteil, dazu noch ein Artikel aus der Zeit.

In jedem dieser Texte bisher kommt das Wort Zufriedenheit vor, das fällt auf. Da kann man philosophisch werden und diese Zufriedenheit mit oder ohne Konsum hinterfragen. Und zwischen Bedürfnis und Begehrnis differenzieren. “Es gibt, was den Konsum angeht, ein richtiges Leben im Falschen.”

Andererseits muss man aber nicht immer über Philosophie und Moral reden, wenn es beim Konsum doch um handfeste Probleme geht. Es erzeugt eben nicht nur großartiges Wirtschaftswachstum, wenn wir etwas kaufen. Es löst auch Komplikationen aus, die wir immer noch allzu gerne übersehen.

Und weil wir das gerne übersehen, denkt man hier und da über Regelungen nach, die etwas korrigieren sollen. Etwa in Schweden, wo Steuern auf Reparaturen gesenkt werden.

Es ist Zufall, dass dahinter ein Link aus Dänemark passt, noch ein skandinavisches Beispiel also. Da geht es um abgelaufenes Essen, ein interessantes Konzept mit auch noch wohltätiger Ausrichtung.Könnte das auch hier funktionieren?

GLS Bank mit Sinn