Geschenktipp für Erwachsene: USA vegetarisch

Den Herrn Trific haben Isa und ich mal interviewt, den Text findet man hier. In das Restaurant von ihm gehe ich nach wie vor gerne, für mich ist das ein Hamburger Benchmark beim Preis-/Leistungsverhältnis, genau so muss das.

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Und dieser Herr Trific hat nun also ein Buch in der sowieso lobenswerten Vegetarisch-Reihe von Katharina Seiser geschrieben, die Dame findet man hier. Die habe ich zwar noch nicht interviewt, aber im Blog hier kam sie schon diverse Mal vor, die Bücher aus ihrer Reihe haben sich alle als sehr brauchbar erwiesen. Also brauchbar im Sinne von: die stehen hier nicht nur hübsch herum, die sind tatsächlich in häufiger Anwendung.

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Bei der Kombination von USA und Vegetarisch scheinen auch intelligente Menschen mit profunder Allgemeinbildung kurz zu zucken, als wäre es nun so ungewöhnlich, dass ein solches Riesenland neben Burgern und Steaks auch noch ein paar andere Rezepte hervorbringt. Aber selbstverständlich gibt die Küchengeschichte da auch reichlich interessante Gerichte ohne Fleisch her, warum auch nicht, da wachsen ein paar Gemüsesorten.

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Ich bin beim Probekochen noch nicht weit gekommen, weil ich das erste probierte Gericht gleich dreimal nacheinander zubereitet habe, und zwar aus reiner Gier. Das Gericht ist pappeinfach, das macht sich quasi von selbst, das könnten Sie also auch schon heute und Sie wollen es doch auch. Es gibt nämlich gebackenen Butternusskürbis.

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Butternusskürbis habe ich, das ist womöglich etwas peinlich, überhaupt zum ersten Mal in der Küche gehabt, wie alle Menschen kaufe ich normalerweise nur Hokkaido, denn den muss man ja nicht schälen. Schälen kostet Zeit, Zeit habe ich nie, also ist die Sache damit schon entschieden. Butternusskürbis schmeckt aber doch ein klein wenig anders und muss für dieses Rezept gar nicht geschält werden. Was daran liegt, dass man ihn halbiert, backt und dann auslöffelt, und für die nächste Zeit möchte ich Kürbis bitte nur noch so. Hokkaido kann ja jeder.

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Den Butternusskürbis also einfach mit kühnem Schwung halbieren, die Kerne entfernen und beide Hälften auf ein Backblech setzen. Salzen und pfeffern, ruhig üppig. In die Kernmulden kommen jeweils 1 EL Ahornsirup, 1 TL Zitronensaft und 2 Zweige Thymian, ein paar sehr dünne Scheibchen Knoblauch und etwas Butter.

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Dann wird das im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad etwa 50 Minuten weich gebacken, bei mir dauerte das allerdings etwas länger. Nach 15 Minuten soll man etwa alle 5 Minuten die Schnittflächen mit der in der Mulde geschmolzenen Gewürzbutter einpinseln. Und weil man dabei dauernd die Ofentür aufmacht, riecht die ganze Wohnung in kurzer Zeit ziemlich appetitanregend.

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Und das Ergebnis ist ein Knaller. Diese Kombination aus Thymian, Ahornsirup und Knoblauch auf leicht nussigem Kürbis, die ist wirklich großartig. So einfach! Und auch noch fotogen, damit kann man auf Instagram prima herumhipstern, wenn man denn an so etwas Bedarf hat.

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Gerne wieder, gerne bald. Oliver Trific empfiehlt dazu Wildreissalat, wir haben das einfach pur und zwischendurch gegessen. Eben schrieb ich übrigens versehentlich Trifix, das klingt dann wie ein kochender Gallier. Als Getränk empfiehlt der Experte zum Kürbis Riesling Kabinett, ich hatte ein Schwarzbier, das war auch nicht verkehrt.

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Und zu einigen anderen Rezepten aus dem Buch komme ich dann in diesem Blog auch noch irgendwann. Wenn die Butternusskürbisernte vom Markt ist.

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Pädagogisch wertvolles Gemüse für Familien

Keine bezahlte Werbung, keine Blogkooperation. Einfach nur aus Neugier gestestet.

Etepetete verschickt Biogemüse, das für den Handel zu murkelig ist. Rumpelrüben, verquere Kartoffeln und so weiter, alles, was auf den ersten Blick nicht ganz dem Standard im Supermarkt entspricht. Das kann man alles drüben bei der Firma nachlesen, wie das genau funktioniert, ich schreibe das nicht ab. Da sind manchmal auch Exemplare in den Kisten, bei denen man nicht recht versteht, warum die nicht in den normalen Handel gingen, das folgt alles höchst eigenartigen Gesetzen.

Gemüsebox

 

Die handlichen Pappkisten kommen per UPS und am Freitag, das hat hier problemlos und pünktlich geklappt, das Gemüse war auch trotz der Reise in bestem Zustand, das kann man alles so machen. Wir machen das zwar nach zwei Testwochen nicht weiter, aber das liegt daran, dass ich mit dem Versandkistenkonzept generell nicht mehr gut zurechtkomme und mittlerweile eher ein überzeugter Freund des Wochenmarkts bin. Ware, die ich will, weniger Müll, aus der Region und so weiter, das passt alles. Für andere kommt das Versandkonzept aber gut hin und wir haben jedenfalls nichts gefunden, was uns an der Ware gestört hätte.

Aber das alles nur am Rande, das ist alles ganz unerheblich. Wichtig war die Reaktion der Söhne, die nämlich als typische Stadtkinder tatsächlich keine Ahnung hatten, in welcher Formenvielfalt so etwas wie die normale Karotte aus der Erde kommen kann. Oder die Kartoffel. Es gibt sie ja nur in Perfektion im Handel. In der Kiste waren sehr verschwurbelte Exemplare, auch solche, die zu äußerst flachhumorigen Betrachtungen Anlaß gaben, das ist bei Kindern in dem Alter wohl nicht ganz zu vermeiden. So kam es hier zu der äußerst ungewohnten Situation, dass die Söhne voller Begeisterung Gemüse ausgepackt haben, sehr interessiert an der Formenvielfal, an all den Abweichungen von der Norm. Es kam dabei auch zu spontanen Verliebtheiten in besonders liebenswert vermurkelte Gemüseschönheiten, die dann in ein etwas unreflektiertes Behaltenwollen eskalierten. Da kann man dann als Vater schöne Gespräche über die Vergänglichkeit der Knollen und der Schönheit anhängen, da ist die Sache mit dem Bildungsauftrag dann auch gleich wieder geregelt.

Karotte

 

Tatsächlich wurden die schönsten Sondermöhren dann nur unter Protest der Söhne verarbeitet und auch erst, als sie noch etwas seltsamer aussahen als ohnehin schon. Geschmeckt haben sie dennoch.

Paprika

 

Für Stadtkinder, die ansonsten von Ernte und Landwirtschaft keinen Schimmer haben, ist diese Kiste auf jeden Fall zu empfehlen. Das klingt vielleicht wie ein Scherz, aber ich fand es wirklich sinnvoll.

Das Bestellmodell sieht ein Abo vor, man kann nach zwei Lieferungen kündigen, das hat auch sofort und reibungslos geklappt. Regional wäre das Konzept sicher noch sympathischer und zum Versandhandel kann man eh verschieden Meinungen haben, aber generell finde ich es gut und richtig, wenn solche Firmengründungen ausprobiert werden.

Gemüsebox

Buchverlosung: Kinder-Party-Küche

Ich habe ein Rezensionsexemplar der Kinder-Party-Küche erhalten, das ist ein weiterer Band von Claudia Seifert, Gesa Sanderfreie, Julia Hoersch und Nelly Mager, wir hatten das Team im Blog schon mehrfach, etwa hier.

Kinder-Party-Küche

Das Buch enthält auch für Kinder gut umsetzbare Rezepte für Dschungelabenteuer, für die Teeparty, für Fußball-Events, Weltraumfeiern etc., dazu noch Bastelideen für Deko, und spätestens bei diesem Stichwort wird klar – das ist eher nichts für uns. Denn das ist zwar wieder ein schicker Band geworden (mit Kindern aus unserem Stadtteil auf den Bildern!), aber wenn hier eines nicht stattfindet, dann ist es Bastelei. Und das gilt auch für Deko und Motto-Essen und so weiter. Ich finde es immer nett und schön, wenn das jemand macht, aber ich mache das nicht, wir machen das nicht, die Söhne vermissen es nicht. Ich werde diese Rezepte also nicht ausprobieren, bin aber dennoch einigermaßen sicher, dass sie wieder gut gewählt sind.

Kinder-Party-Küche

Deswegen geht dieses Buch sofort weiter an Menschen, die es vermutlich mehr zu schätzen wissen und also auch mehr Spaß daran haben werden. Bitte einfach bis Mittwoch, 19.10. einen Kommentar hinterlassen, in dem zum Nutzen aller mitlesenden Eltern genannt wird, was beim letzten miterlebten Kindergeburtstag als Hauptmahlzeit auf dem Tisch stand, das ist ja immer eine spannende Frage. Wir haben uns mit einem völlig unspektakulärem Picknick mit Frikadellen, Käse, Fladenbrot, Rohkost und immerhin selbstgebackenem Kuchen aus der Affäre gezogen, aber auch dieser Kuchen ist hier auf besonderen Wunsch der Söhne ein ganz schlichter Zitronenkuchen, da ist nicht einmal etwas obendrauf, keine Herzchen, keine Perlen, keine Muster.

Kinder-Party-Küche

Wir ermitteln am Donnerstag per Zufallsgenerator die Gewinnerin, der Versand erfolgt wie immer nur innerhalb Deutschlands.

Kinder-Party-Küche

Wir fälschen eine Tarte und geben an

Ich erwähne auf Twitter manchmal nebenbei, was ich hier abends in der Küche produziere. Das führt gelegentlich zu Nachfragen, so geschehen etwa bei der Feigen-Ziegenkäse-Rosmarin-Honig-Tarte. Die, um es gleich vorwegzunehmen, keine Tarte ist, ich weiß, aber es klingt eben besser als das schnöde deutsche Wort Blätterteig. Eine Tarte ist per definitionem aus selbstgemachtem Mürbeteig, ja, ich weiß – und ich ignoriere.

Feigentarte

 

Es gibt auch eigentlich gar kein Rezept, wenn man die Zutaten aufgezählt hat, ist man fast schon fertig, dann riecht es schon gut aus dem Backofen, auch wenn die Kombination in dieser Folge irgendwie fast nach einer Bio-Eissorte in Berlin-Mitte oder angrenzenden Stadtteilen klingt. Eine Kugel Feige-Ziegenkäse-Rosmarin-Honig, bitte! Sehr gerne, der Herr.

Wir rollen heute also nichts zu Kugeln, es geht weder um Eis noch um ein Rezept aus Österreich. Wir rollen vielmehr aus und belegen flach. Dazu brauchen wir:

Blätterteig aus dem Kühlregal

Ziegenfrischkäse in der Rolle

Feigen (zwei, drei)

Rosmarin, frisch

Honig in geringer Menge

Schmand in geringer Menge

Sehr schnell erklärt, sehr schnell gemacht. Den Blätterteig dünn mit Schmand bestreichen, man soll davon nicht satt werden, es geht nur um diese leichte und dezente Frische im Geschmack. Den Ziegenkäse in Scheiben schneiden und die Scheiben auf den Teig legen. Ich bevorzuge dabei eine Rolle, die nicht ungeheuer aromatisch ist, das findet man so meist bei den eher günstigen Produkten. Eine Rolle ist dabei überhaupt nur aus praktischen Gründen erforderlich, Scheiben sehen eben nett aus. Bei mir können die Scheiben ruhig etwas dicker sein.

Die Ziegenkäsescheiben mit dünnen Feigenscheiben belegen, wobei es zweckmäßig ist, keine überreifen Feigen zu kaufen, die kann man nicht schneiden, weder dünn noch überhaupt, man matscht nur sinnlos herum, das verdirbt die Stimmung.

Rosmarin, der bei uns nur noch Großmarin heißt, weil wir ihn in Südtirol in unfassbarer Größe gefunden haben, geradezu baumgleich, ich hatte tatsächlich keine Ahnung, dass der so groß werden kann. Zerhacken und locker über die Scheiben streuen, das kann ruhig etwas mehr sein und ich habe den begründeten Verdacht, dass Thymian auch gut funktionieren würde, mir fehlt da aber die Erfahrung. Den Honig in Tröpfchen über alles schlenkern, wirklich wenig, wirklich zurückhaltend, das wird sonst dramatisch zu süß, aber eine Ahnung von Honig ist schon nett.

Nach Packungsangabe in den Ofen, also vermutlich zwanzig Minuten bei 200 Grad, zack, fertig. Sieht gut aus, schmeckt großartig, macht deutlich etwas her, ist in gesamt 25 Minuten zu schaffen. Ein Blech für zwei Normalhungrige, das gehört für uns genau so zur Feigensaison.

That was easy! Und jetzt, wo ich schnell noch etwas im Internet nach ähnlichen Rezepten herumsuche, sehe ich gerade das hier. Eventuell war das einmal die Originalquelle? Das kann durchaus sein. Und da heißt es Quiche. Na, Hauptsache edel.

Was schön war

In meiner aktuellen Versuchsreihe, asiatische Bratnudeln so hinzubekommen, dass sie so junkfoodmäßig gut wie am Imbiss oder sogar noch besser schmecken, habe ich einen Zwischenerfolg mit einem Bratnudelrezept aus dieser App (nein, keine bezahlte Werbung), in der die Sauce nämlich aus  2 TL Reisessig, 2 TL Honig, 4 EL Sojasauce und 2 EL Sesamöl besteht. Sesamöl, darauf war ich noch nicht gekommen, Sesamöl bringt die Sache deutlich nach vorne. Manchmal ist es ja einfach.

Aber es geht womöglich auch noch besser. Ich brate weiter.

Lauch-Börek aus der Pfanne

Türkei Vegetarisch

Rezepte gab es hier schon erstaunlich lange nicht mehr, es wird wieder Zeit. Und es geht los mit einem wirklich einfachen Rezept, mit sehr wenig Zutaten. Es kommt sogar ganz ohne Gewürze aus, es ist ratzfatz fertig und es schmeckt ganz außerordentlich gut.

Türkei Vegetarisch

Es ist ein Rezept aus dem ohnehin empfehlenswerten Buch “Türkei vegetarisch”, von Orkide & Orhan Tancgil, in der von Katharina Seiser herausgegebenen Vegetarisch-Reihe, die kam hier auch schon mit den Bänden zu Deutschland, Österreich und Italien vor. Der gerade erschienene USA-Band ist zwar noch in der Warteschleife (September 2016), aber bei mir fest im Programm. Das Buch zur Türkei ist – wie alle Bände der Reihe – nach Jahreszeiten eingeteilt, wer also saisonal kochen möchte, wird das zu schätzen wissen. Meinetwegen könnten sich gerne mehr Kochbücher so aufteilen, ich finde das sinnvoll.

Orkide und Orhan sind übrigens vielleicht von ihrem Blog bekannt, auch das kann ich sehr empfehlen. Die türkische Küche empfinde ich ja ohnehin als permanent unterschätzt, es lohnt wirklich, sich damit zu beschäftigen.

Nun zum Lauch-Börek, zur schnellen Küche. Das ist wirklich fix gebastelt, und man kann die Mengen der wenigen Zutaten auch aus dem Handgelenk schätzen, das Rezept verzeiht ein wenig Ungenauigkeit.

Lauch-Börek Zutaten

Wir brauchen bloß:

1 kleine Zwiebel

2 Stangen Lauch

150 g Beyazs Peinir, das ist türkischer Salzlakenkäse, den man in türkischen Läden in diversen Fettgehaltstufen bekommt

2 Eier

2 – EL Olivenöl

100 ml Milch, natürlich gerne Bio, nicht wie in meinem Bild, Bio war aus.

2 runde, große Yufka-Blätter, die bekommt man auch mit Sicherheit in jedem türkischenGeschäft oder in größeren Supermärkten.

Vor dem eigentlichen Rezept eine Entschuldigung, die gleichzeitig eine Empfehlung ist. Es gibt nämlich kein attraktives Foto vom fertigen Gericht, weil wir es, das ist mir tatsächlich noch nie passiert, aus lauter Gier zu schnell gegessen haben. Wie auch die anderen Bilder diesmal eher nebenbei entstanden, es musste alles sehr schnell gehen. Pardon, aber wir hatten wirklich großen Hunger. Das ist eine gute Gelegenheit, etwas zur Menge zu sagen: Für zwei richtig hungrige Menschen reicht das Rezept so wie hier beschrieben reichlich aus, beim letzten Bissen hat man dann vielleicht schon etwas Mühe. Wenn die Menschen aber nur normal hungrig oder auch einfach gesittet und bescheiden sind, reicht die oben angegebene Menge auch locker für vier Personen. Man kann Reste auch sehr gut kalt im Büro essen.

Die Zwiebel wird zerhackt, der Lauch wird in Scheiben geschnitten, laut Kochbuch mit 2/3 vom Grün. Beides in einer Pfanne mit etwa Olivenöl bei geschlossenem Deckel dünsten, rund zehn Minuten, mehr schadet erwiesenermaßen nicht.

Käse

Den Käse mit einer Gabel zerdrücken, nach zehn Minuten auch in die Pfanne geben und gründlich untermischen.

Lauch und Salzlakenkäse

Die Eier mit dem Olivenöl und der Milch in einer Schüssel verrühren.

Und nun zitiere ich das Kochbuch, weil es so herrlich kompliziert klingt, aber eigentlich ganz einfach ist: “In eine beschichtete Pfanne […] 2 EL Olivenöl geben, 1. Yufka-Blatt mittig plazieren, so dass die Ränder überhängen.Das 2. Yufka-Blatt vierteln, ¼ davon leicht knittrig in die Pfanne legen und etwas Milch-Ei-Sauce darauf tröpfeln. Wieder ¼ Teigblatt in die Pfanne geben, Hälfte der Lauch-Füllung darauf verteilen. Die beiden letzten Teigteile ebenfalls locker einlegen und mit etwas Milch-Ei-Sauce begießen. Den rest der Füllung darüber verteilen. […] Überhängende Teigränder in die Pfanne falten. Mit dem Rest der Sauce bestreichen.”

Lauch-Börek-Faltkunst

Lauch-Börek-Faltkunst

Lauch-Börek

Wenn jemand Yufka-Teigblätter nicht kennt – die reißen sehr leicht, also unbedingt vorsichtig anfassen, denn zumindest das untere, das zuerst als Boden in die Pfanne kommt, muss heil bleiben. Beim Rest ist es eigentlich egal, in welchem Ausmaß der Unordnung das in der Pfanne landet, ob nun Viertel, Drittel, Fetzen – das wird schon.

Yufka-Blätter

Das wird dann, nachdem man die Ränder zugeklappt hat, bei mäßiger Hitze gebraten, bis es von unten goldbraun ist. Was allerdings gar nicht so einfach festzustellen ist, denn wenn man es zu früh anhebt, zerreißt alles. Man kann es aber recht simpel mit einem Teller stürzen und nachsehen. Dann die andere Seite ebenso braten – fertig. Die braune Farbe wird in “goldbraun” übrigens nicht umsonst erwähnt, die darf schon ausdrücklich vorkommen.

Zum Schluss noch schnell ein belegtes Brot für die Kinder machen, denn Lauch-Börek essen die Banausen natürlich wieder nicht. Also zumindest die Banausen in diesem Haushalt hier nicht, aber darauf nehme ich bekanntlich keine Rücksicht.

Lauch-Börek

Beim ersten Mal denkt man über dieses Falten und Vierteln noch nach, beim zweiten Mal macht es sich schon von selbst. Wie Sohn II sagen würde: „BÄMM, fertig.“