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Woanders – diesmal mit einem Foodblog, Gifs, GPS und anderem

Küche: Manchmal entdeckt man ein Foodblog und staunt dann kurz, wie hübsch so etwas sein kann. Das ging mir gerade bei Tiny Spoon so.

Familie: Das ist wirklich ziemlich albern, aber ich lachte dann doch bei dem Gif Nr. 11.  Nicht direkt nach dem Essen ansehen.

Familie: Ein Artikel über GPS-Tracker für Kinder, eine ebenso abwegig erscheinende wie logische Aufrüstungsmaßnahme für Helikopter-Eltern. Also für nahezu alle Eltern, wenn man es recht bedenkt.

Familie/Reise: Bei der Frau Gminggmangg kann man gerade über etliche Einträge hinweg bei einem etwas anderen Familienurlaub mitlesen. Und das sollte man auch.

Reise: Wo ist das Meer? Ich kann die Situation nachvollziehen, ich wohne in einer deutlich abschüssigen Straße und werde dauernd von Touristen gefragt, ob die Alster da oben oder da unten liegt.

Familie: Das Nuf über Aufzughonks.

Familie: Was man als Vater so erfindet, wenn man genug Kinder hat. Ich würde das kaufen, versteht sich.

Familie: Eine Meldung zum Betreuungsgeld, die niemanden überraschen dürfte.

Gesellschaft: So geht Spaß in Deutschland.

Gesellschaft: Oliver Driesen war auf Borkum.

Feuilleton: Ein Interview mit dem Kinderbuchautor Andreas Steinhöfel.

Feuilleton: In der FAZ wird Helene Fischer erklärt.

Hamburg: Ein Artikel zur Sharing Economy in dieser Stadt.

 

Woanders – der Wirtschaftsteil

Ob es daran liegt, dass im Sommerloch alle Journalisten vor kleinen Snacktellerchen sitzen und unschlüssig auf leere Bildschirme starren, ob es daran liegt, dass sie sich mühsam überschüssige Pfunde abtrainieren und deswegen über jede Kalorie nachdenken, man weiß es nicht – aber die Artikel über Ernährung fliegen tief in diesem Sommer. Etwa bei der brandeins. Das hat aber Frau Haessy freundlicherweise schon nett beantwortet, da muss man nichts mehr machen.

Artikel, die gewisse Lebensmittel freisprechen, sie kursieren gerade en masse. Fett ist super, Zucker macht nichts, Fleisch ist toll und es muss nicht alles bio sein, das verlinken wir alles gar nicht erst. Man sieht die Autoren aber geradezu vor sich, wie sie nach getaner Arbeit im Garten am Grill stehen und ordentlich Fleisch nachlegen. Andere prangern natürlich den Fleischverzehr an, das wogt so hin und her. Fleischverzehr, da haben wir aber auch Fakten, das sei am Rande erwähnt, es wird die Vegetarier immerhin interessieren. Und vor dem Hintergrund dieser Fakten kann man dezent auch noch auf andere Fakten hinweisen, denn ob Fleisch gesund ist oder nicht, das ist nun einmal nicht die einzige wichtige Frage bei diesem Thema, ganz und gar nicht.

Die Kuh bedroht also die Umwelt, das ist soweit leicht nachzuvollziehen. Dass die Umwelt auch die Kuh bedroht, das liest man eher selten. Aber manchmal eben doch. Wobei einem einfällt, dass es mit den Naturschutzgebieten bei uns generell nicht ganz einfach ist.

Der letzte Satz ist natürlich unbelegter Unsinn, das kann man aus diesem Artikel so gar nicht ableiten. Das machen wir aber dennoch, weil es so schön einfach und menschlich ist, sich die Wirklichkeit aus kleinen Stichproben hochzurechnen, es wird ewig ein Grundproblem unseres Hirns bleiben. Ein Problem, das natürlich auch beim Thema Wirtschaft interessant ist, denn vielleicht ist die Wirklichkeit ganz anders. Wenn man messen würde, statt zu vermuten.

Zu den Themen, bei denen wir von Vermutungen ausgehen, gehört sicher auch das Freihandelsabkommen TTIP, ein Vorhaben, gegen das viele etwas haben und über das nur wenige Interessierte umfassend Kenntnis haben. Es ist sicherlich sinnvoll, ab und zu ein paar Fakten zu dem Abkommen nachzulegen, auch wenn die Medien sich da ganz auffällig zurückhalten.

Bei TTIP ist man schon nah an Systemfragen, wie soll das alles denn überhaupt noch gehen – und da gibt es neue Lektüre zu Grundsatzfragen auf dem Markt, das könnte interessant sein.

Eine Systemfrage ist gewissermaßen auch die der Gentrification, der Veränderung unserer Städte und der Verschiebung von Bevölkerungsgruppen in Stadtteilen. Auch beim Thema der städtischen Entwicklung gibt es überraschende Meldungen, so hat etwa das allseits bekannte Hamburger Edelviertel Blankenese eine Quartiermanagerin bekommen – wie sonst nur die Problemviertel der Stadt. Was passiert da?  Wir lernen aus dem Artikel nebenbei den Begriff “urban burbs”, womöglich kommt der hier noch öfter vor. Aber ob die Stadt nun mehr Dorf braucht oder das Dorf mehr Stadt oder was – die Lage scheint einigermaßen unklar.

Unter uns verwirrten Büromenschen gibt es bei unklaren Lagen immerhin ein altbewährtes Mittel, das beruhigt und klärt, wir schmiegen uns gerne einfach mal an einen Aktenordner. Und dann geht es wieder.

Und ein Kaffee, der hilft natürlich auch, immer und bei allem. Und der Kaffee der Wahl ist künftig nicht nur fair, nein, der wird superfair.

GLS Bank mit Sinn

Woanders – der Wirtschaftsteil

Man wirft dieser Kolumne ganz gerne mal vor, in irgendeiner Richtung tendenziös zu sein. Entweder zu sehr gegen die böse Industrie oder zu sehr dafür, zu lieb zu Greenpeace oder zu Fairtrade, richtig macht man es offenkundig nie. Da machen wir uns doch gleich weiter unbeliebt und verlinken auf zwei Artikel zu dem bösen Aluminium im bösen Deo, Sie wissen schon. Eventuell, wer weiß, ist das Aluminium nämlich doch gar nicht so böse. Sehen Sie mal hier und hier. Verwirrend, was? Heute so, morgen so. Das können wir noch steigern, Bio-Lebensmittel etwa sind jetzt doch plötzlich wieder gesünder als andere, neulich wurde es noch ganz anders verbreitet, das ist gar nicht lange her.

Es bleibt kompliziert, der erste Gedanke ist nicht immer der richtige, die erste Meldung natürlich auch nicht. Oder sagen wir so: Der erste Gedanke sollte nicht der einzige Gedanke bleiben. Denkt man z.B an ausgebeutete Textilarbeiterinnen, dann denkt man unweigerlich an Bangladesch, nicht wahr. Man kann aber auch an ein beliebtes Urlaubsland denken, es liegt fast um die Ecke, der Reiseprospekt dazu liegt evtl. im Wohnzimmer.

Aber wir würden ja so produzierte Kleidung eh nicht kaufen, wir stehen nämlich auf bio. Das kann man auch hier in der Zeit nachlesen, wobei man allerdings den letzten Absatz nicht auslassen sollte. Noch mehr zu diesen paar Sätzen dann in der FAZ.

Wir kaufen bio oder fair, fair ist natürlich auch super – das sieht man nach diesem Film auf Arte vielleicht noch differenzierter. Der Film ist lang, der ist aber auch sehr interessant. Jedenfalls schmeißen wir hier aber gerne und viel weg, um noch einmal die Zeit zu verlinken. Trost finden wir in dem Artikel nur bei dem Hinweis, dass die Dänen noch mehr wegschmeißen als wir, es ist doch immer gut, nicht der Erzschurke zu sein. Apropos Dänen: die bauen wiederum interessantere Radwege als wir. Wenn man sich vorstellt, über diese Brücke zu radeln – und wenn man sich vorstellt, eine Tageszeit zu erwischen, zu der man vielleicht alleine unterwegs ist? Das muss eine gespenstische, bewegende Erfahrung sein.

Bewegen lassen sich andere auch in Kirchen, das passt normalerweise nicht hierher. Es sei denn, dass Gebäude ist konzeptionell einigermaßen ungewöhnlich und wird per Crowdfunding finanziert, dann passt das auch.

Ungewöhnliche Gebäude stehen nach der WM auch in Brasilien sowohl herum als auch leer. Aber auch dafür kann man Ideen entwickeln.

Was noch? Wir lesen kurz nach, was Roger Willemsen zu unserem parlamentarischen System zu sagen hat, es ist ein klein wenig ernüchternd. Jedenfalls wenn man noch irgendwelche Illusionen im Kopf hatte. Und wer ernüchtert ist, der braucht neue Hoffnung, weswegen wir ausnahmsweise auch mal wieder zu einer amerikanischen Quelle linken, die machen das ja immer ganz gut, mit den frohgestimmten Vibrations. Alles wird gut mit dem Food! Fast schamhaft legen wir da dann doch noch einen deutschen Miesepeterlink an, es tut uns auch irgendwie leid.

GLS Bank mit Sinn

Woanders – diesmal mit Hamburg, Giardino, Amazon und anderem

Hamburg: Die Stadt hat ein weiteres Online-Magazin, den Elb-Salon. Von so etwas kann es gar nicht genug geben. In einer Stadt, die man nur noch als Zeitungsbrachland bezeichnen kann, muss etwas anderes wachsen. In diesem Zusammenhang immer wieder auch der Hinweis auf HH-Mittendrin, wo sich die Redaktion weiterhin über Förderer freut. Und auch nicht zu vergessen: die Elbmelancholie.

Blogosphäre: Der Herr Giardino, der schon seit dem Pleistozän in meiner Blogroll steht, ist umgezogen und wohnt online jetzt hier.

Feuilleton: Es ist nicht schwer, etwas gegen Amazon zu haben, aber dieses Argument hier kannte ich noch gar nicht. Nicht zu fassen.

Feuilleton: Die Zeit über das Code-Switching. Und bloß nicht die Kommentare lesen.

 

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Wir hatten in der letzten Woche angekündigt, zur Abwechslung wieder mehr gute Nachrichten finden zu wollen. Wir haben uns natürlich bemüht – aber es ist kompliziert. Schauen wir mal.

Da gibt es in Paris eine neue Variante des Bike-Sharings, die kann man vielleicht auf den ersten Blick amüsant findet. Mitlesende Eltern werden sie aber vermutlich ungemein nützlich finden.

In Deutschland erfindet man währenddessen grüne Kohle, das ist auch nicht schlecht. Noch spannender im Bereich der Erfindungen ist es aber vielleicht, dass man sich sein Essen künftig ausdrucken kann.

Außerdem hat die Wissenschaft festgestellt, dass die Arbeit doch gar nicht so anstrengend ist, wie wir alle immer vermuten. Anstrengend ist vielmehr die Freizeit. Na gut, das war jetzt nur eine halbe gute Nachricht, bestenfalls. Vielleicht müssen wir den Begriff der guten Nachricht überhaupt etwas weiter fassen. Ist es nicht womöglich auch eine gute Nachricht, wenn eine Medienmarke wie die FAZ eine Firma wie Primark so unverblümt angeht wie in die diesem Artikel? Der Diskussionskultur in Wirtschaftsfragen schadet es vermutlich ganz und gar nicht.

Sehr fein auch, dass die Hipster verschwinden, der Trend war ja nicht mehr mitanzusehen. Der Tagesanzeiger informiert gründlich und wir können jetzt alle anfangen, den Begriff Normcore hier und da im Smalltalk zu verwenden und die Anhänger dieses neuen Trends im Alltag zu entdecken. Ja, wo sind sie denn?

Für die Romantiker unter uns noch schnell was mit Indianern. Esoteriker werden den Schluss sicherlich lieben. Aber auch für das Publikum, das sich für Ernährungsfragen interessiert, haben wir noch was mit Indianern. Da geht es um essbare Kultur, um die Kultur der Region und um die Region, die man sich einverleibt – und da ist vermutlich noch lange nicht alles gesagt, da werden wir noch einige Artikel bringen können. Macht das regionale Essen was mit uns? Macht es mehr als satt?

Links zu Ernährungsthemen erhält man jede Woche übrigens in ganz hervorragender Qualität beim Newsletter der Schmausepost, der sei hier auch einmal ausdrücklich empfohlen, auch wenn dort gerade Sommerpause ist. Es gibt sie eben doch noch, die sinnvollen Newsletter, sie sind nur schwer zu finden.

In diesem Zusammenhang verweisen wir auch noch auf die äußerst sinnvolle Seite “Mediasteak”, die sehr verlässlich das Beste aus den diversen Mediatheken listet, auch zu Themen, die hier interessieren. Da findet man dann auch Perlen wie einen Beitrag über die Tiere in Pripjat. Was machen die Tiere in einem verlassenen Dorf? Das klingt wie der Anfang eines Kinderbuchs, es ist aber etwas ganz anders. Sehen Sie selbst.

Na, da war doch jetzt viel Positives dabei, nicht wahr. Stets bemüht!

Wir enden in dieser Woche selbstverständlich betont fröhlich, und zwar  mit einem Schienenfahrzeug der etwas anderen Art. Hauptsache, es geht vorwärts.

GLS Bank mit Sinn

Woanders – diesmal mit einem Sabbatjahr, Spenden, Hosen und anderem

Schule: Auch wenn man den besten Job der Welt hat, braucht man vielleicht einmal ein Sabbatjahr.

Medien-Klimbim: Von dem Crash bei Blogger.de werden viele gehört haben, da wird noch Geld gebraucht, um mehr Content retten zu können. Ohne Blogger.de wäre die deutschsprachige Blogosphäre eine ganz andere, da kann man ruhig mal etwas spenden, denn da hat man doch sicher in den letzten Jahren auf den Blogs etliche Stunden lesend verbracht? Eben. Dentaku erklärt es genauer.

Film: Den Kurzfilm von dem Jüngling, der seine Hose auszieht, ohne die Hände zu benutzen, der ist so gut wie überall verlinkt worden. Mitlesende Eltern haben ihn hoffentlich dem Nachwuchs gezeigt und wie zufällig zwei Hosen im Kinderzimmer auf den Fußboden gelegt?  Es lohnt sich.  Man ist dann ziemlich lange ungestört.  Besonders wenn die Kinder, so wie Sohn II, die Aufgabe etwas überinterpretieren und erst einmal versuchen, eine Hose ohne Hände auszuziehen. Einfach durch die Kraft des Baucheinziehens. Sohn I dagegen ist lässig in die Hose gestiegen, hat sie hochgearbeitet wie im Film gesehen und dann gefragt, wo das Problem sei. Quasi Wunderkind. Ich selbst sehe von einem Versuch lieber erst einmal ab.  Keine Experimente.

Feuilleton: Durch eine Diskussion auf Twitter kam ich auf Bilitis,  einen Filmtitel der nur noch meiner Generation und den Älteren etwas sagt. Ich habe dann etwas über David Hamilton nachgelesen und kam von da auf die Hauptdarstellerin des Films. Und das diese Dame die Lady D’Arbanville gleichen Namens von Cat Stevens war und Mick Jagger auch etwas damit zu tun hat, das wusste ich gar nicht. Faszinierend. Hier die Geschichte dazu. Ich habe mir die anderen Geschichten da auch angesehen, interessant fand ich aber nur noch die von Billy Idols Sweet Sixteen.

Küche: Gekocht und gut gefunden: Fischfilet mit Apfelspitzkohl. Wobei der Fisch fast egal war, aber Spitzkohl mit Apfel, das fand ich gut, das mache ich wieder.

 

Woanders – der Wirtschaftsteil

Peter Glaser erklärt die Sache mit dem Sharing, der Text enthält interessante Links. Seine Kolumne auf futurezone ist ohnehin sehr lesenswert, da kann man öfter mal hinklicken. Auch im Tagesspiegel geht es ums Sharing, da wird ein wenig hinterfragt. Oder, wie es in den Kommentaren dort heißt: Es geht um Schmarotzertum. Nanu!

Die Sache mit dem Teilen, dem Sharing, sie berührt Grundsatzfragen des Menschen. Können wir überhaupt teilen, wie ausgeprägt ist unser egoistisches Interesse, sehen wir bei unseren Handlungen und Entscheidungen den Nutzen für die Allgemeinheit – und interessiert uns die Allgemeinheit überhaupt? Es wirkt immer noch exotisch, wenn Unternehmen nicht in erster Linie an der Maximierung des Profits ausgerichtet sind. Exotisch, aber irgendwie auch logisch. Zumindest dann, wenn man es erklärt bekommt.

“Wenn Menschen sich bedienen können, tun sie es” ist andererseits ein Zitat aus einem Artikel beim ORF zu genau diesem Thema, der Text ist gar nicht ganz so niederschmetternd, wie man vermuten könnte.

Aber es ist doch immer wieder interessant, von den betriebswirtschaftlichen Fragen des Alltags etwas zurückzutreten, nach der Gesamtperspektive zu suchen, nach der Gesellschaft, nach dem Menschsein. Sind wir eigentlich Schädlinge?

Oder man fragt nach unserer jeweiligen Position in der Familie, warum denn nicht, die hat immerhin auch Folgen für unsere Karriere und ist damit ein Wirtschaftsthema, wie es aussieht.

Man kann natürlich auch einmal wieder die Systemfrage stellen, das klingt schon so schön: “Ich stelle jetzt die Systemfrage.” Kommt auch in Meetings immer gut an. Das ist aber auch wirklich interessant – man beachte auch die Auflistung von alternativen Wirtschaftsmodellen ganz am Ende des Artikels.

Zur Landwirtschaft, da gibt es manchmal Meldungen, die fallen einem durch das auf, was gar nicht drinsteht. Da berichtet eine Regionalzeitung über die Gründung einer Meierei für Bio-Milch, erwähnt aber nicht den doch eigentlich interessanten Aspekt, dass es kleine, unabhängige Meiereien in weiten Teilen Deutschlands fast nicht mehr gibt. Obwohl gerade dass doch diese Gründung so wichtig macht. Da geht es in der nachhaltigen Landwirtschaft also zurück auf Los, das ist wie eine neue Runde.

Und während die Gründung einer Meierei noch eine Sache ist, die man sich plastisch vorstellen kann, sieht es bei den urbanen Landwirtschaftsprojekten vielleicht anders aus. Hier geht es zu einer Studie über Projekte in Großstädten, die mit klassischer Landwirtschaft so gar nichts mehr zu tun haben. Aber wohl nach jetzigem Stand auch nicht gerade die Zukunft der Ernährung sind.Oder etwa doch? Nächste Woche finden wir dann wieder eine andere Quelle dazu, die genau das behauptet. Kann gut sein, es ist eben kompliziert.

Wobei wir uns aber um die Zukunft eh keine Sorgen machen, uns geht es nämlich super, alles ist fein, danke der Nachfrage. Keine weiteren Debatten, bitte.

Anderswo sieht die Zukunft nicht so toll aus, die Gegenwart schon gar nicht, etwa in Syrien. Aber das ist weit weg, das kann man sich eh nicht vorstellen. Oder vielleicht doch? Doch mal eine Minute länger drüber nachdenken.

Dahinter passt jetzt kein beschwingter Kulturteil zum Ausklang mehr. Aber es gib ja keinen Mangel an traurigen Liedern. Der Refrain hier passt schon, auch wenn es ein Liebeslied ist. Wir suchen für die nächste Woche dann mal ein paar gute Nachrichten raus. Ohne Gewähr.

GLS Bank mit Sinn

 

Woanders – diesmal mit Kunst, Namen, Marokko und anderem

Reise: Der Kiezneurotiker entdeckt Kunst in Timmendorf. Wobei natürlich, wie ich als Ex-Travemünder anmerken muss, Timmendorf sowieso nicht geht.

Feuilleton/Sport: Percanta über Fußball und Namen. Wir denken an dieser Stelle auch an Lech Walesa, dessen Schreibweise und Aussprache in den Jahren seines Wirkens in sämtlichen deutschen Nachrichtensendungen etwa alle drei Monate  neu optimiert wurde. Immer wieder und wieder. Mit Rückschlägen und teils sehr tapferen Neuversuchen. Und das Blog hier verdaut anscheinend nicht einmal die Sonderzeichen in seinem Namen, nanu. Es ist kompliziert.

Bilder: Marokkoblau.

Bilder: Küchen auf dem Balkan.

Bilder: Sternenfotografie in den Bergen.

 

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Toll, es gibt etwas umsonst! Beste Kartoffeln. Bio, regio, kosten nix – was will man mehr? Vielleicht wüsste man lieber eine andere Geschichte dahinter. Womöglich würden sie dann noch besser schmecken.

Oder vielleicht sollte man in der Landwirtschaft auf lukrativere Produkte umsteigen, das scheint ja zu funktionieren. Und ist womöglich auch bio.

Und es ist natürlich schön, noch einmal umsteigen zu können im Leben, das freut nicht nur die Babyboomer, die es sich womöglich sogar leisten können. Es wird hier in absehbarer Zeit immerhin genug ältere Menschen geben, die gut nebenbei eine leichte Hirtentätigkeit betreiben können. Manche nennen es “Bevölkerungskatastrophe”.

Ein großes Wort. Es passt vielleicht besser zu dieser Meldung, die ein wenig relativierend wirkt. Da geht es definitiv um eine Katastrophe. Bzw. um 50 Millionen Katastrophen. Wie man aber mit den Auswirkungen solcher und anderer Tragödien umgeht, das sagt sehr viel über uns aus. Oder über unsere Stadtplaner, unsere Geschäftsleute, Politiker etc.

Nicht bio geht es hier zu, eine Meldung zur Gefährlichkeit von Pestiziden. Und alle so: “Ach was?” Konnte ja keiner mit rechnen.

Die Industrie hat Interessen und verbreitet womöglich nicht die Wahrheit, das ist  nun wirklich überraschend. Am Ende kommt das auch noch in anderen Branchen vor, schlimm.

Aber es gibt auch die Industrie, die sich rührend um uns bemüht, die entwickelt z.B. Gesundheitssensoren, um den Smalltalkbegriff der Woche noch eben fallen zu lassen. Ist das nicht schön und edel? Da freuen wir uns doch.

Man könnte glatt die Lust an diesem ganzen Produktzirkus verlieren. Also doch lieber die Alpakas? Oder Müll sammeln und daraus richtig bewohnbare, behördlich genehmigte Häuser bauen? Das geht nämlich auch. Wie es übrigens aussieht, wenn ein ganzes Land das Interesse am Politikzirkus verliert, das kann man in der Slowakei bestaunen.

Im Kulturteil denken wir an Typographie und über diese Schrift nach. Und beantworten die Frage in der Überschrift einfach mal mit: nein, wahrscheinlich nicht. Aber nett, dass jemand darüber nachdenkt, doch, das ist schon schön. Denn auch im Kulturteil kann man über die erstaunlichsten Dinge nachdenken, etwa über Faust und den Kapitalismus. Gucken Sie mal hier.

Sie haben nun, ach! den wöchentlichen Wirtschaftsteil durchaus studiert. Um das hier mal wieder äußerst passend zu beenden.

GLS Bank mit Sinn

Woanders – der Wirtschaftsteil

In der letzten Woche haben wir noch über unsere Quellenauswahl herumgescherzt – aber natürlich ist es richtig, dass man dauernd neu und anders suchen und gucken muss, man bleibt sonst irgendwann tatsächlich in der Filterblase stecken, wo es warm und gemütlich ist. Wir können ja auch einmal etwas verlinken, was schon vom Tonfall her eigentlich so gar nicht passt. Einen amerikanisch aufgeregten, überdrehten Werbefilm, a freakin’ marketing movie möchte man fast sagen. Es geht um Solarenergie, das passt schon hier rein. Solarenergie, die die Welt ändern wird, eh klar. Gucken Sie mal. Und wenn Sie das nicht in englischer Sprache hören möchten, Sie können es hier auch in einem deutschen Blog nachlesen.

Wie findet man denn so etwas? Ist das jetzt nur unseriös, hysterisch-positiv, zu dick aufgetragen, zu amerikanisch, zu alles? Oder ist da sogar etwas dran? Na, vielleicht wenn man 70% Sättigung rausdreht, wie bei Photoshop? Man weiß es nicht.  Oder noch nicht. Etwas europäischer mutet es da vielleicht an, die Parkplätze nicht gleich sämtlich mit LED-Leuchten auszurüsten, sondern erst einmal gründlich über ihre korrekte Bepreisung nachzudenken.

Gucken wir aber auch noch aufs gefühlte Gegenteil der amerikanischen Marketing-Aufregung. Auf die ganz bescheidenen Umweltregungen in Ägypten – das liest sich doch ganz anders. Macht aber auch Hoffnung. Na, dazwischen liegt auch was, zwischen den USA und Ägypten, die eine oder andere Welt passt sicher in den Gap.

Andere erkennen die Vielfalt zum Thema Energie übrigens schon vor der Haustür und reisen zu diesem Zweck durch Deutschland. Und deswegen gibt es, das ist kein Scherz, einen Baedeker zu den erneuerbaren Energien in Deutschland. Auch das kann man ja als Hoffnungszeichen nehmen, warum denn nicht.

Und Hoffnung braucht man, etwa wenn man solche Meldungen liest, die in den großen Medien auch eher unterging: Bei einem anderen Urteil eines neuseeländischen Gerichtes hätte es den ersten offiziell anerkannten Klimaflüchtling gegeben – mit erheblichen Konsequenzen. Klingt fast schon filmtauglich.

Aber irgendwer wird der Erste sein. Also noch mehr Flüchtlinge, da hat man schon im Kopf, was die Spinner von den erstarkenden Ultrarechten dazu sagen werden. In der taz eine notwendige Anmerkung zu deren Argumentation. Und bevor man sich überhaupt über Flüchtlinge aufregt, könnte man auch noch eben einen Blick auf diese Karte hier werfen und über einen Zusammenhang nachdenken.

Was noch? In der letzten Woche hatten wir einen Kommentar zum Chlorhühnchen, das wiederholen wir einfach und reichen dazu noch einen weiteren Text nach. Mit vielleicht überraschendem Inhalt. In diesem Zusammenhang gibt es in der SZ noch ein paar interessante Gedanken zum Thema Fast Food.

Und wo wir schon bei Ernährung sind, hier noch der Smalltalk-Begriff der Woche: Aquaponik. Sollte man jetzt wohl kennen und man lernt ja sowieso nicht aus. Das fiel uns auch bei der Lektüre eines ganz besonderen Blogartikels auf, in dem es um die europäische Kommission geht, die wird bei Frau Novemberregen nämlich flott und eingängig erklärt, das lohnt durchaus die paar Minuten Lektüre. Und hätten wir einen Wissenstest dazu bestanden? Nun ja. Dezentes Schweigen.

Und wir bleiben zum Ausklang bei Europa und erinnern im Kulturteil an einen besonders schönen Flash-Mob – den kann man sich auch ruhig noch einmal ansehen, wenn man ihn schon kennt. Das ist natürlich die Europahymne. Die hat der Karajan arrangiert, da haben wir doch schon wieder was gelernt.

GLS Bank mit Sinn

Woanders – der Wirtschaftsteil

Heute ist Weltumwelttag, haben Sie das gewusst? Klar, Sie haben heute schon einen Baum umarmt, versteht sich. Oder Ihren Ideenreichtum der Umwelt gewidmet. Oder einen überfahrenen Wolf betrauert. Was man da eben so macht. Wir sind hier unter uns, wir können uns ruhig zu unseren Neigungen und Vorlieben bekennen, so im linksgrünen Mainstream.

Das wurde dieser Kolumne nämlich letztens vorgeworfen, sich geistig nur im linksgrünen Mainstream zu bewegen. Da zucken wir natürlich pflichtschuldig zusammen und suchen sofort nach anderen Quellen, nach interessanten Artikeln aus anderen Perspektiven. Wir lesen Medien und Blogs, wir lesen übrigens auch Blogs, die man gar nicht sofort den Wirtschaftsthemen zurechnet. Tja, und was findet man da, in dieser zusammengesuchten Vielfalt, wenn man nach Wirtschaft sucht? Differenzierte Meinungen zu Amazon vielleicht. Ob so etwas gemeint ist? Oder doch gleich noch eine Drehung mehr? Geht auch, klar doch.

Oder bei diesem Chlorhähnchendrama mit den Amerikanern, da finden wir auch eine ganz andere Meinung in den Blogs. Und zwar die hier. Bunter ist besser, eh klar.

Wobei wir tatsächlich, Spaß beiseite, stets versuchen, enorm viele Quellen zu sichten und zu vergleichen, um das zu finden, was irgendwie besonders ist. Um dann die Meldungen herauszupicken, die den linksgrünen Mainstream doch noch erschüttern oder wenigstens irritieren können. Etwa diese hier, die gar nicht so viel Angst und Schrecken verbreitet hat, wie ihr in einer gewissen Szene doch eigentlich zukommen müsste: Der Dinkel wird knapp! Echt jetzt! Das rauschte ganz unbeachtet durch den Medienwald. Erstaunlich.

Auf den Schreck gleichmal ein Huhn kaufen.  Für 4 Euro oder für mehr. Oder doch lieber fleischlos bleiben? Da gibt es schon wieder Neuigkeiten von der Etiketten- und Labelfront. Auch so ein Endlosthema, das uns immer wieder beschäftigt. Dazu gibt es bei arte auch gerade einen interessanten Film.

Ein Label ist natürlich auch “Fairtrade”, das hatten wir bereits in der letzten Woche. Dazu reichen wir wie so oft noch schnell zwei Meldungen nach. Bei der Deutschen Welle fragt man noch einmal nach der Fairness von Fairtrade, die taz fragt lieber nach den knauserigen Kunden, also nach uns.

Ja, wir sind knauserig. Oder wir haben einfach nur Angst – und geben deswegen kein Geld aus. Könnte ja sein, wenn man gewisse Artikel so liest, auf den Gedanken kann man kommen.

Im Kulturteil schließlich erinnern wir daran, dass diese Texte hier in Wahrheit keineswegs nur für den linksgrünen Mainstream geschrieben werden, Tatsächlich ist das, was wir hier schreiben, selbstverständlich total massenkompatibel. Eh klar.

GLS Bank mit Sinn

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Werfen wir einen Blick auf Weltstädte, auf die, die unser Berlin noch ein wenig überragen. Ein klein wenig. Paris zum Beispiel, da gibt es den Mut zu radikalen Entscheidungen, etwa zu Tempo 30 im Stadtgebiet. Fast im ganzen Stadtgebiet, wohlgemerkt. Man beachte auch die Angaben zu Mietfahrrädern im Artikel und erinnere sich kurz, dass ein ähnliches Programm in Hamburg nicht weiter ausgebaut wird, wir berichteten. Nun ja.

Nach Paris erwähnt man traditionell gerne London, das machen wir dann natürlich auch. Den Bezug zum ersten Link kann man sich nach Lektüre der Überschrift selber denken, vor allem aber kann man über den Vergleich zu Peking ein wenig länger nachdenken. Ist es denn möglich? Es ist. Und wer genau hinsieh, der findet übrigens unser Berlin in dem Artikel, wenn es auch leider keine lobende Erwähnung ist.

Das Auto als Problembär, da gab es auch eine Meldung in den letzten Woche, die durch sämtliche Medien geisterte – nämlich über die Halden von unverkauften Autos. Auch gesehen? Das haben fast alle gesehen, sollte man annehmen. Hier etwas zum Hintegrund – das haben mit Sicherheit nicht alle gesehen. Faszinierend und amüsant auch die Kommentare unter dem Artikel.

Dabei passt diese Meldung doch so gut ins Bild, das viele gerne von der allmählich aussterbenden Autoindustrie hätten. Wirklich schade.

Immer irritierend, diese zweiten Meinungen – und auch gar nicht immer willkommen. Auch die Sache mit dem Freihandelsabkommen, über die wir uns alle so einig sind,  kann man anders sehen, als es die meisten in der Leserschaft hier gewohnt sind. Nanu. Aber keine Sorge, bestimmt kommt in der nächsten Woche wieder eine Meinung aus der anderen Richtung. Meinungen sind so leicht zu finden.

Zwischendurch schnell ein Blick auf kleinere regionale Einheiten, das ist etwas tröstlicher und angenehm überschaubar. So gibt es Gegenden, da wird die Energiewende in Kürze zu 100% umgesetzt. Na gut, es sind keine riesigen Länder. Mehr so Fleckchen. Aber immerhin!

Bei der Energiewende denkt man an den Klimawandel. Und der Klimwandel ist längst ein Thema bei den Konzernen, denn auch die müssen damit umgehen können. Damit sind wir wieder bei den Links weiter oben, man beachte etwa in diesem Artikel zu den Kosten des Kliwandels die Erwähnung von General Motors. Aber egal, wir buddeln hier weiter nach Kohle, versteht sich.

Alles weiter wie bisher, das ist immer schön einfach. Wenn man in die Kantine geht, immer wieder Currywurst bestellen, die hat beim letzten Mal doch auch geschmeckt. Der Mensch ist so, der Mensch isst so.

Wie der Mensch anderswo isst – es ist Zeit für einen Film. Heute werden viele einen Brückentag genommen haben, da ist vielleicht Zeit für “Brutzeln am Brennpunkt.” Ein Film mit einigen verstörenden Szenen, aber Verstörung ist hier in dieser Kolumne ja sozusagen Zweck der Übung.

In dem Film ging es um Fremde, um Ankommende. Und um unsere Haltung diesen Fremden gegenüber schien es bei der Europawahl auch vielen zu gehen, wenn man sich die seltsamen Erfolge der rechten Parteien so ansieht. Zur Xenophobie der Deutschen hier daher noch ein Kommentar bei der Deutschen Welle.

Und dann noch schnell zwei Meldungen zum Thema Fair Trade, die eine aus einem Blog, die andere aus der Zeit. Fair Trade begegnet uns hier immer wieder – und ja, es ist kompliziert.

Den Kulturteil widmen wir schließlich denjenigen, die auch heute im Büro sitzen, die auch heute arbeiten, sich abrackern, Deadlines hinterherrennen oder gar neue Projekte anschieben. Machen Sie ruhig weiter, immer weiter, bis zum Burnout. Denn hinterm Burnout, da liegt das Paradies. Wenn das kein Trost ist!

GLS Bank mit Sinn

Woanders – diesmal mit Nationen, Dolly Parton, dem Hochgucken und anderem

Politik: Robert Menasse zur Europawahl mit lesenswerten Absätzen zum Thema nationalistische Politik.

Feuilleton: Judith Holofernes über Dolly Parton.

Feuilleton: Andere beschäftigen sich – wie ich auch gelegentlich – mit dem Hochgucken.

Feuilleton: Auf Headphonelovers erzählen diese Menschen, die mit den Riesenkopfhörern durch die Stadt laufen, was sie für Musik hören. Ich bin noch nie mit Kopfhörern durch die Stadt gelaufen und mir sagt der ganze Markenklimbim da nichts, aber ich finde das interessant, was da an Musiktiteln genannt wird.

Familie: Eine klappbare Rutsche für den Hausgebrauch im Treppenhaus. Das sieht total sinnvoll aus.

Familie: Hier wird ein Test zerlegt, in dem es um hochsensible Kinder geht.