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Woanders – Der Wirtschaftsteil

Eine Ausgabe zum Thema Verkehr, und wir fangen mit einem wirtschaftsgeschichtlichen Begriff an, der aus der Geschichte der Autoindustrie kommt: Fordismus. Dazu gibt es nämlich in der Zeit einen Artikel, warum es Unsinn ist, auf Elektroautos zu setzen. Statt auf ganz andere Formen der Mobilität. Der Text erschien übrigens in der Rubrik “Kultur”, nicht Wirtschaft.

Zur im Artikel angesprochenen schlechten Luft siehe auch hier, und wenn wir schon bei Emissionen sind, zu den Hupen der Autos gibt es etwas von Peter Glaser.

Und dahinter passt dann die Washington Post mit einer historischen Einordnung: The car century was a seductive mistake. It’s time to move on.

Vor diesem Hintergrund liest man kleinere Meldungen wie etwa die von der autofreien Zone in Köln vielleicht etwas anders. Oder auch, noch einmal bezogen auf die Luft, die sich im Moment häufenden Meldungen über Untergangszenarien für den Verbrennungsmotor. Oder, um noch weiter vorne anzufangen, die über Städte mit langsamerem Autoverkehr (englischer Text).

Apropos Verbrennungsmotor, in der Zeit geht es um das Ende des Diesels, natürlich aus gegebenem Anlass.

Gleichzeitig pendeln immer mehr Menschen immer weiter, und in diesem Artikel hier ist das Auto dabei noch selbstverständlich.Wer dagegen Kurzstrecken hin- und herfährt, der nimmt vielleicht den Bus – und da gibt es ein Special im Tagesspiegel, dem man den Arbeitsaufwand gleich auf den ersten Blick ansieht. Es geht um eine Frage, die viele Stadtmenschen jeden Tag bewegt: Warum kommt der Bus zu spät? Es ist kompliziert.

Auf dem Wasser tut sich auch etwas, so gibt es jetzt eine Ostsee-Fähre mit Methanol-Antrieb. Andere denken wieder über Frachtsegler nach.

Und dann noch in der Luft: Im Tagesanzeiger gab es einen Rant gegen das Fliegen, der für reichlich Widerrede sorgte. Interessant sind in diesem Fall dann doch einmal die Kommentare unter dem Text, zumindest quergelesen, weil die Vorwürfe besonders tief fliegen, jeder jedem seinen Lebensstil ankreidet und alle Themen vertreten sind, die üblicherweise Inhalt dieser Kolumne sind. Eine Kakophonie der gut sein sollenden Absichten, und alle haben Recht. Meinen sie jedenfalls.

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Woanders – Mit Polen, Katholen und Kapellen

Nach achtundzwanzig Sonderausagaben zum Thema Flucht und Migration erst einmal zurück zum üblichen Format. Das Thema wird hier sicher wieder vorkommen, insbesondere mit zu verlinkenden Blogartikeln, aber erst einmal habe ich den ganzen übervollen Link-Ordner komplett gelöscht, weil es einfach nicht zu schaffen war, noch ein Spezialthema wöchentlich nebenbei adäquat zu bedienen. Und wenn man erst einmal richtig viele Links auf Halde hat, dann fangen sie an, einen zu belagern und zu belasten, das ist nicht der Zweck der Übung, da braucht es einen Neustart.

Im Landlebenblog geht es um Zygmunt und Hanka. Im Text ist auch ein älterer Artikel zu Hanka verlinkt, sehr lesenswert.

Ein Text über den alten, grausamen Katholizismus.

Felix über Architektur und eine Kapelle. So etwas lese ich gerne, ich finde Nachdenken über Architektur und auch über Stadtplanung ausgesprochen interessant. In der Presse geht dieses Denken immer öfter gleich in einen Rant über, weil jeder bei Architektur natürlich gegen irgendwas ist. Ich finde es mittlerweile doch nützlicher, einfach etwas herumzudenken, ohne gleich zu hassen. Siehe dazu auch noch einmal unser Interview mit dem Stadtplanungsexperten Hendrik Neubauer bei “Was machen die da”.

Würfeln für den Weltfrieden. Und gleich mal das Blog abonnieren!

Diese Lego-Ausstellung in Hamburg möchten einige vielleicht vormerken, auch oder gerade ohne Kinder.

Ich mag eigentlich keine Singer/Songwriter-Cover von großen Hits mehr, das hat sich doch etwas totgenudelt, immer wieder das vorhersehbare Muster. Aber diese leise, behutsame und unendlich traurig klingende Version von “Whiter shade of pale” von Dan Reeder – doch, die hat was. Wenn man den Song, der ist übrigens in etwa so alt wie ich, in die andere Richtung weiterentwickelt, hin zum schrankenlosen Bombast, dann klingt das so. Und egal, welche Version gerade läuft, jedesmal denke ich: Hättste man bloß damals an der Hammond-Orgel weitergeübt. Schön blöd.

Und gleich noch so eine Ausnahme von der No-Cover-Regel. Ben Sidran (hier in der Wikipedia) hat ein Album “Dylan Different” – und Dylan gehört nun, bei allem Respekt, zu den Sängern, die nicht unbedingt schlechter werden, wenn sie gecovert werden. Wer bei Spotify ist, findet dort das ganze Album.

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Ein Link zum Thema der letzten Woche wird noch eben nachgereicht, also noch einmal kurz zur Ernährung, genauer zu Superfoods. Ein Artikel aus der Zeit, ziemlich sicher der Spaß der Woche.

Ansonsten ist dies eine Ausgabe zum Thema Inklusion, das hatten wir vermutlich bisher noch gar nicht, dann wird es ja Zeit. Vorweg ein Verweis auf die Wikipedia, und zwar zum Artikel über das UN-Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Das lohnt trotz des naturgemäß sperrigen Textes die etwas genauere Lektüre, weil vermutlich gar nicht allgemein bekannt ist, was da eigentlich beschlossen wurde. Und was damit auch eigentlich nicht mehr diskutiert werden muss, übrigens auch nicht nach deutschem Gesetz. Der Alltag sieht, wen wundert es, oft ganz anders aus.

Und jetzt wir lassen eine Expertin zu Wort kommen, mit einem Satz, der hier bewusst gewählt wurde: “Ich finde mich recht langweilig, wissen Sie, denn ich unterscheide mich mit keiner Eigenschaft von den mir bekannten Menschen!” Das ist ein Satz von Anastasia Umrik. Wer sich mit Inklusion und den Rechten und der Situation von Menschen mit Behinderungen beschäftigt, wird ihr vielleicht schon irgendwo zumindest online begegnet sein, sie hat z.B. auch etwas zu Mitarbeiterführung zu sagen.

Bei Heiko Kunert geht es um Behindertenpolitik und Gesetzgebung in Deutschland, und erfreulich ist das ganz und gar nicht – weswegen es in einigen Städten heute etwas laut wird. Heiko kam auch schon bei “Was machen die da” in einem längeren Interview vor, wer sich für die Lebenssituation blinder Menschen interessiert, wird dort viel Interessantes finden. Wie man überhaupt immer wieder zuhören oder lesen sollte.

Beim Deutschlandradio Kultur wird gefragt, ob Inklusion Banalisierung bedeutet, wenn es etwa darum geht, Gemälde für Blinde erfahrbar zu machen. Und der Guardian bemerkt eine besondere Legofigur, auch das hat natürlich mit Inklusion zu tun.Und apropos Spielzeug, bei Raul Krauthausen, vermutlich auch allgemein bekannt, gab es vor längerer Zeit einmal einen Text zu Kinderbüchern mit dem Thema Behinderung. Auch heute noch interessant. Und in den Kommentaren dort findet man weitere Hinweise.

Inklusion findet mittlerweile auch am Gymnasium statt, allerdings ist das noch so spektakulär, dass die Zeit ausführlich darüber berichtet.

Und in der Zeit geht es schließlich auch um einen der Abgründe beim Thema Inklusion, um die Pränataldiagnostik und ihre Folgen: Alle reden von Inklusion, während behinderte Menschen zusehends aus unserer Gesellschaft verschwinden.” Ein Thema, bei dem man sich zwingend mit seinen Werten und Überzeugungen, seiner Philospohie, vielleicht auch seiner Religion auseinandersetzen muss, das ist mit ein paar flüchtigen Gedanken sicher nicht getan.

Nicht mehr um Inklusion, aber um Integration geht es zum Schluss beim üblichen Link für den Freundeskreis Fahrrad – wie geflüchtete Frauen in Berlin das Radfahren lernen.

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Woanders – Der Wirtschaftsteil

Wie in der letzten Woche angekündigt, es geht um die Ernährung. Und gleich vorweg empfehlen wir noch einmal nachdrücklich den wöchentlichen Newsletter von Patrik Stäbler, die Schmausepost. Jede Woche eine Fundgrube an interessanten Artikeln zum Thema Food, ein wirklich guter Service.

Low, slow and no: In der Zeit geht es um Ernährungsreligionen, die hauptsächlich von Verboten leben. “Lassen wir uns die Freude vermiesen?” Zu den Ernährungstrends, zu ihrer Aufladung und auch zu “digitalen Tattoos” noch mehr im Spiegel, in einem Interview mit einem Ernährungspsychologen. Und bei Quarkundso geht es um einen Fetisch beim Thema Essen, um das heilige Frühstück, also um die wichtigste Mahlzeit des Tages, wie man ebenso reflexartig wie falsch ergänzen möchte.

Um das Gegenteil von low, slow and no geht es beim Hashtag Foodporn auf Instagram. Das Thema hat sich auch jemand genauer angesehen und kommt zu einem nicht gerade naheliegenden Schluss, hier bei Heise. Wobei Foodporn bei Instagram schon veraltet ist, die neue Variante im Bewegtbild gibt es etwa bei Facebook, und bei den Krautreportern gibt es dazu einen Artikel. Der im Text verlinkte Wilmenrod-Film ist übrigens absolut sehenswert, ein kulturgeschichtliches Kleinod. Und weil das hier der Wirtschaftsteil ist, bitten wir außerdem um besondere Beachtung der Passage, in der es um nicht vorhandene Erlösmodelle geht.

Über die Frage der vegetarischen Ernährung kann man selbstverständlich vor dem Hintergrund des Tierwohls debattieren, das ist die Argumentationskette, die am geläufigsten ist. Die andere, die von Umweltgesichtspunkten ausgeht, ist noch nicht so verbreitet, und daher immer wieder einen Link wert.

Wer dennoch tierische Produkte verzehrt, sollte sie wenigstens in Bioqualität kaufen. Nach dieser aktuellen Meldung ist das gerade wieder gesünder. Erfahrungsgemäß dauert es aber nur wenige Wochen, bis wieder das Gegenteil bewiesen wird, woraufhin dann nach ein, zwei Monaten eine anderslautende Studie … und immer so weiter. Man sollte allmählich meinen, dass man sich auch ohne diese Ergebnisse für Bio entscheiden kann. Und wer übrigens vegetarisch lebt, sich aber oft für Fleischersatzprodukte entscheidet, möchte vielleicht noch einmal durchdenken, wie und von wem sie hergestellt werden.

Und in Hamburg gibt es jetzt einen besonderen Brotladen, die Idee ist eigentlich ganz naheliegend, das ist sicher auch etwas für andere Städte.

Apropos Brot von gestern: Hier noch etwas zum Mindesthaltbarkeitsdatum.

Zum Schluss wie fast immer noch schnell ein Link für den Freundeskreis Fahrrad, ein wenig Sprachkritik. Denn auch Polizeimeldungen haben etwas mit Verkehrspolitik und gesellschaftlichen Trends zu tun.

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Woanders – Der Wirtschaftsteil

Vorweg ein Artikel aus der Zeit, da geht es ausführlich um die weitgehend folgenlose Durchdringung der Gesellschaft mit ökologischem Bewusstsein, was ein wenig seltsam klingt, aber gerade für ein wenig ältere LeserInnen vermutlich viel mit der eigenen Lebensgeschichte zu tun hat. Außerdem passt es hervorragend zum Rest der gleich verlinkten Artikel.

Es geht ansonsten in dieser Woche nämlich um die Landwirtschaft, bzw. um die Ernährungsindustrie, um jegliche Romantik gleich im ersten Satz abzuwürgen. In der nächsten Woche kommt dann eine Folge zur Ernährung, denn erst wird produziert, dann wird gegessen, an die Reihenfolge halten wir uns auch.

Bei WiWo-Green geht es um zum Einstieg um vergessene Genüsse und fast ausgestorbene Nutztierrassen, um das Wissen, das wir durch die Industrialisierung der Ernährung verlieren oder auch schon verloren haben. Währenddessen wird es am vorderen Ende der Modernisierung immer seltsamer – Algen für Rinder? Bitte?

In der NZZ geht es ausführlich um das moderne Schlachten an sich und um die De-Agrarisierung, für empfindliche Menschen ist das vielleicht keine geeignete Lektüre, bitte Vorsicht. Und wir müssen diesen Text  selbstverständlich in Verbindung mit dem Billigfleisch-Weltmeister Deutschland bringen, das geht gar nicht anders.

Von Negativ-Boni und Ausstiegsprämien, das ist ein Artikel über die immer absurdere Milchwirtschaft und die nicht zu drosselnde Produktion, die eigentlich in dieser Menge niemand haben möchte (siehe dazu auch in der SZ). Es ist wirklich kompliziert. Ein anderes damit zusammenhängendes Thema, das übrigens selten vorkommt – die Arbeitsbedingungen in der (Bio-)Landwirtschaft. Hier dann doch einmal in der Zeit.

Zu den vorhin in einem der Texte erwähnten Antibiotika-Verwendungen nebenbei noch diese Meldung hier. Und dann noch diese, nur zur allgemeinen Beunruhigung, das muss manchmal wohl auch sein.Und an beunruhigenden Meldungen ist selbstvertändlich überhaupt kein Mangel.

Es gibt viel zu viel Milch, es gibt viel zu wenig Ertrag im ökologischen Landbau – behaupten zumindest die, die ein Interesse an dieser Meldung haben. In der FR geht es um Spielchen mit Statistik und um Lobbyismus. Im Spiegel gibt es dazu noch ein Special über die Bio-Industrie. Und in der SZ geht es um die Einführung oder Neubelebung einer am Gemeinwohl orientierten Landwirtschaft in Südtirol, also in einer Gegend, die man gemeinhin eher mit dem nicht unbedingt ökologischen Höchtstleistungsobstbau in Verbindung bringt.

“Und danke für den Fisch” – die Menschheit raubt die Meere aus und auf gute Nachrichten wartet man auch bei diesem Thema vergeblich Sehr viele erhellende Ergänzungen dazu, ganz besonders zur Fischzucht in der Effilee.

In der nächsten Woche geht es dann um das, was auf unseren Tellern ankommt.

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Woanders – Der Wirtschaftsteil

Der Wirtschaftsteil heute als Weltspiegel, warum auch nicht. Wir fangen mit einem Land an, bei dem es sich vielleicht lohnt, seine Einschätzung auf einen neuen Stand zu bringen, es geht da um Rumänien und das Aufblühen der Bürgergesellschaft. Wer sich übrigens für das Thema Flucht und Migration interessiert, das einem bei Rumänien durchaus wieder in den Sinn kommen könnte, achte bitte besonders auf die Textstelle mit dem transterritorialen Wertetransfer, denn das gilt vermutlich so auch für andere Staaten. Und für eher zahlengläubige Menschen hier noch ein Artikel zum gleichen Thema, aber angereichert mit ein paar Ziffern. Bei den Krautreportern ging es neulich allerdings eher um die Schattenseiten einer bestimmten Branche in Rumänien (und Bulgarien),und das lang und gründlich.

Weiter östlich geht es um eine russische Stadt, die durch den Kalibergbau bedroht wird, man beachte bitte auch die Bilder.

Was man aber deutlich öfter findet, als Texte zu Ländern wie Rumänien und Russland,das sind Artikel über typische Reiseländer, da ist man dann gleich wieder voll im touristischen Bereich. Und selbstverständlich immer bei einem gewaltigen Echtheitsproblem. Diese seltsame Ding mit der Echtheit kann man ganz gut am Beispiel der Malediven überdenken, die gerade Partnerland der ITB waren, was vielen Medien negativ auffiel, wir nehmen diese Meldung hier nur als Beispiel für viele Berichte in gleicher Richtung.

Es gibt in den Ländern, die wir gerne bereisen, immer Themen, die wir eher nicht mitbekommen wollen. Das ist in der Heimat nicht anders, wir sehen um Urlaub nur zur Abwechslung an anderen Themen vorbei. Zwangsarbeit in Thailand, um nur ein Beispiel zu nennen. Dazu eine Meldung über eine Entschädigungszahlung, man kann es da immerhin halbwegs positiv sehen, dass etwas passiert. Und um Arbeitsbedingungen geht es wieder in diesem Text über die Wanderarbeiter in Katar, auch dort passiert etwas. Ganz langsam.

Und noch einmal Arbeitsbedingungen, diesmal berührt der Artikel ein anderes Thema, das hier häufig vorkommt, nämlich das der Fairness. Es geht um den Abbau von Wolfram in Ruanda, es geht auch um das Fairphone.

Und dann noch zwei Meldungen zu anderen Themen, da geht es um Städte. In Lima/Peru helfen Geier bei der Suchen nach illegalen Mülldeponien, man beachte den Link am Ende des Artikels. Man kann auf der Website tatsächlich sehen, wo die Geier gerade sind. Schließlich ein Artikel, für den man etwas Zeit braucht, schon um sich vorzustellen, dass das alles real ist – ein Special zu Makoko, dem weltweit größten schwimmenden Slum (englischer Text).

Wobei, es wird wieder Frühling, es gibt also endlich wieder mehr Meldungen für den Freundeskreis Fahrrad, da legen wir noch etwas nach. Und beginnen die Artikelsaison mit einer seltsamen Schlagzeile: Es gibt weltweit mehr neue Radfahrer als Neugeborene.”

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Woanders – Der Wirtschaftsteil

Es geht um die Urform des wirtschaftlichen Handelns, es geht also um den Handel an sich. Gleich vorweg eine Meldung zum internationalen Handel, zu einer Entwicklung, die sonst eher selten thematisiert wird, nämlich den Zusammenhang zwischen der Digitalisierung und dem Wandel im weltweiten Handel. Man kann es natürlich auch reißerischer formulieren: “Der klassische Güterhandel ist ein Auslaufmodell.” Bzw., wie wir hier sagen würden: Regionalisierung ist Trumpf. Bei allem.

Aber normalerweise, schon klar, denkt man bei Handel eher an den naheliegenden Konsum, an das, was wir fast täglich einkaufen und wo wir das tun. Dazu ein Text über die Damen, die vor einiger Zeit Schlecker-Filialen in Eigenregie übernommen haben und bis heute führen. Wieso klappt das eigentlich?

Damit sind wir bei den großen Filialisten. Beim Handel mit dem täglichem Bedarf werden viele an Filialen nicht vorbeikommen, es lohnt daher immer, Veränderungen in diesen Ketten etwas genauer anzusehen. Was passiert da gerade und warum? Und ganz ohne einen bestimmten Artikel zu meinen, empfehlen wir zum Thema Handel und Märkte gerne und immer wieder das Supermarktblog. Oft eine erhellende Lektüre, oft ein Aha-Moment nach dem täglichen Einkauf.

Beim Stichwort Filialen ging es jahrelang auch immer um das Thema Filialsterben, jedenfalls wenn es nicht gerade um Lebensmittel ging. Dazu eine Meldung, die eine andere Richtung andeutet und gleich noch ein großartiges Wort für den Smalltalk mitliefert, “Webrooming”: Die Renaissance der Filiale.

Zu diesem Thema gibt es noch einen veritablen Longread zum Verhältnis Verkäufer und Kunde, da kommt auch ein gewisser Herrn Loman vor, der eine oder andere wird sich aus dem Theater erinnern. Die Brandeins über das Kaufen.

Simone de Beauvoir kommt auch nicht eben häufig in den Meldungen hier vor, in der FAZ wird sie aber bemüht. Es geht da um ein Thema, zu dem man ziemlich gut selbst weitergrübeln kann, da jeder eine andere Konsumstichprobe darstellt: Sind Frauenprodukte eigentlich teurer als Männerprodukte?

Und nun noch einige Ergänzungen etwas neben dem Mainstream. Hier etwa aus Dänemark, wo es jetzt einen Supermarkt für abgelaufene Lebensmittel gibt. Ob in Deutschland auch schon einer in Planung ist? (Dazu gab es übrigens neulich ein Multimediaspecial bei der Redaktion Zukunft, das passt ganz ausgezeichnet dahinter).

Und bei “Jetzt” schreibt man von einem Willie-Wonka-Laden, das ist vermutlich nicht die schlechteste Umschreibung für das, was es eigentlich ist, ein Laden ohne Verpackungen. Über  Verpackungen im Supermarkt wird auch in der SZ nachgedacht.

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Woanders – Der Wirtschaftsteil

Eine etwas abstraktere Ausgabe des Wirtschaftsteils, es geht um die Theorie. Zu Anfang erst einmal eine auflockernde Knallernachricht: Deutsche Manager handeln immer unmoralischer. Das sagen Leute, die dafür bekannt sind, stets nur die Wahrheit – und nichts als die Wahrheit – von sich zu geben, nämlich Unternehmensberater. Die müssen es ja wissen, wird der eine oder andere da zweifellos denken, die ausgerechnet. Aber dennoch, ein wenig überlegen kann man schon, ob die Moral wirklich immer mehr baden geht, ob das eine Tatsache ist.

Der Zusammenhang zum nächsten Text ist vielleicht nicht auf den ersten Blick deutlich, aber dennoch folgt jetzt ein Artikel über die nicht mehr ganz zeitgemäße Wirtschaftslehre an Universitäten. Lernt man dort gar nicht mehr das Richtige, ist also auch die Ausbildung der künftigen Manager schon so angelegt, dass es geradezu zwingend ein Problem mit der Wirklichkeitswahrnehmung gibt? Dazu gleich noch ein Text.

Und es ist wohl schon so, dass dieser Zusammenhang zwischen Lehre und Moral ein wichtiges Thema ist.

Und da ist man dann schon nahe an der generellen Systemkritk, an den Zweifeln, mit denen man den wirtschaftlichen Vorgaben begegnen kann oder muss. In der Zeit findet sich das Zitat:  Auch wenn niemand eine Antwort auf die Frage hat, was nach dem Kapitalismus kommen könnte, sollte man sich trotzdem mit seinem Niedergang beschäftigen.” Das Zitat ist aus einem Artikel über eine Veranstaltung mit Sarah Wagenknecht. Die Dame polarisiert bekanntlich heftigst, der Text ist dennoch allemal interessant, auch wenn man mit ihr oder ihrer Partei rein gar nichts anfangen kann.

Und selbstverständlich können wir von da aus den Bogen zu einer nachhaltigeren Wirtschaft schlagen. In dem folgenden Text finden sich wieder Ansätze zur Erklärung unseres Verhaltens in der Wirtschaft: “Die Freiheit, sich selbst zu entfalten wird in der kapitalistischen Marktgesellschaft damit konnotiert sich ökonomisch entfalten zu können, also über mehr materielle Güter stärker am Leben teil zu haben. Das sind Aspekte, die über Jahrzehnte ganz tief in die kulturelle DNA unserer Gesellschaft eingegangen sind.”

Die Freiheit sich selbst zu entfalten, das ist für viele auch die Freiheit, sein Ding zu machen, nicht wahr, einmal mit allem bitte, auch mit scharf. Dazu lang und lesenswert Nils Markwardt: “Einmal Leben mit Happy End,bitte.” Der Titel klingt unpassend, der Inhalt gehört hier dennoch her.

Und wenn wir schon Texte mit Kapitalismuskritik verlinken, dann passt noch ein neuerer Begriff, den vermutlich noch nicht jeder kennt, der “kognitive Kapitalismus”.  Der hat laut einem Artikel in der SZ wiederum etwas mit einem Thema zu tun, das bei uns auch gelegentlich vorkommt, nämlich mit dem bedingungslosen Grundeinkommen. Da geht es um die Frage, warum gewisse Firmen das ganz gut finden und ob deren Motive wohl in Ordnung sind, da sind wir quasi inhaltlich auch wieder beim ersten Link ganz oben gelandet. Es bleibt ziemlich kompliziert.

Und weil es so kompliziert ist, werden einfache Lösungen auch nicht unbedingt die richtigen sein, auch nicht die von gewissen neuerdings erstaunlich populären Parteien. Die sind zwar nicht gerade für ihr Wirtschaftsprogramm bekannt und wohl auch nicht ausdrücklich deswegen gewählt worden, sie haben aber doch eines. Der Spiegel hat da einmal genauer hingesehen. Mit schön knapper Zusammenfassung am Ende des Textes.

Und in der nächsten Woche geht es dann wieder um greifbarere Themen, versprochen.

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Woanders – Der Wirtschaftsteil

Es geht um den urbanen Lebensraum, in dem man wohnt, arbeitet, herumhängt. Letzteres natürlich manchmal nicht ganz ohne gewisse Probleme, wie hier in der brandeins ausgeführt.

In diesem Artikel aus dem letzten Herbst kam gerade Köln vor, bei Köln denken alle weiterhin an Silvester. Und dieses Thema hat natürlich nicht nur mit Migration zu tun, es geht dabei auch um Stadtplanung, etwa um unwirtliche Transitzonen.

Da lohnt im weiteren Zusammenhang etwas Nachdenken über das Stichwort Enturbanisierung, z.B. mit der Soziologin Saskia Sassen. Und noch ein anderer Soziologe muss dabei unbedingt erwähnt werden, das ist Tilman Harlander – hier in einem langen Gespräch über die Stadt beim Deutschlandfunk. In dem Gespräch wird das Buch “Arrival City” von Doug Sanders empfohlen, das muss man deutlich unterstreichen – ein wirklich anregendes, inspirierendes Buch, an das wir gerne noch einmal erinnern, es kam hier bereits vor längerer Zeit einmal vor.

Und es lohnt auch immer, ganz anders über Themen zu denken, als es in den gängigen Medien meist vorgegeben wird, etwa beim Bauen. Wir hatten auch Herrn Fuhrhop vor längerer Zeit hier schon einmal, das ist der Mann, der das Bauen verbieten will und das keineswegs als Scherz meint – mittlerweile ist auch aus seinem Projekt ein Buch geworden.

Und man kann anders anders denken, etwa in dem man sich um Science-Fiction im urbanen Raum kümmert, und zwar ganz ernsthaft.

Nicht ganz Science-Fiction, sondern im Sinne mancher Stadtplaner schon geradezu greifbare Zukunft, das ist die “Smart City”. Dagegen kann man durchaus etwas haben. Aber andererseits wieder: Städte brauchen mehr Nerds.

Zum Schluss noch zum Verkehr, der natürlich eines der wichtigsten Themen in jeder Stadt ist, dazu zwei schöne Zitate. „Das Auto ist für die Stadt in etwa das Gleiche wie der Elefant für Ihr Schlafzimmer.“ Ein wunderbarer Satz, er kommt von Hermann Knoflacher, der für autofreie Städte plädiert. Sehr erfrischend. Und gleich noch so ein einladendes Zitat: “The car century was a seductive mistake. It’s time to move on.” Ein Artikel in der Washington Post.

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Woanders – Die siebenundzwanzigste Sonderausgabe Flucht und Fremdenfeindlichkeit

Eine bloglastige Ausgabe, warum auch nicht.

Deutschland: Es war noch nie so einfach, die Welt zu retten. Ein Artikel von Journelle.

Deutschland: “Ich glaube, wir machen in Deutschland den großen Fehler, das Thema hysterisch, geradezu hysterisch zu bearbeiten.” Der Bürgermeister von Altena im Sauerland.

Libanon: Ein Interview mit dem Autor Pierre Jarawan, der aus dem Libanon stammt. Vielleicht möchte sich jemand dem Land, das in der aktuellen Situation nicht ganz unwichtig ist, literarisch nähern, das klingt alles so, als würde man es lesen wollen. Siehe zu dem Buch auch hier bei Ninia.

Europa: Pia Ziefle zum Jahrestag ihres Buches Suna, in dem es auch um Heimat geht.

Italien/Malta: Ein Artikel über ein Ehepaar, das ein Vermögen in ein Projekt investiert hat, um Menschen aus dem Mittelmeer zu retten.

Europa: Homestories ist ein Projekt, in dem Geflüchtete ihre Geschichten erzählen – und es ist außerdem hervorragend bebildert.

Deutschland: Lucie Marshall über den Schmerz, der bleibt.

Deutschland: Madeira ist eine Geschmacksrichtung.

Deutschland: Martin Gommel über Sinzheim.