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Woanders – Der Wirtschaftsteil

Vielleicht lesen Sie diese Kolumne am Arbeitsplatz, vielleicht ist sie eine kleine Pause?  Das ist vermutlich ganz gut so, denn Pausen kommen zu kurz. Und Sie wollen ja nicht Ihre Gesundheit durch Stress im Beruf gefährden?

Aber vielleicht sind Sie ja auch stolz darauf, Druck auszuhalten? Oder sind gar, wie es in der SZ heißt, schon für das Büro dressiert?

Wobei man bei dem Thema Arbeit, Stress und Arbeitsverteilung auch schön mit Statistik herumspielen kann. Es gibt z.B. immer mehr Teilzeitarbeitsplätze – weil die Leute am nachmittag lieber im Café sitzen, weil sie die Familie betreuen wollen – oder weil sie einfach keine Vollzeitstellen bekommen?

Für den Smalltalk nehmen wir an dieser Stelle noch schnell den Begriff Mikrojobbing mit, da hat die brandeins etwas recherchiert.

Aber einige müssen auch gar nicht arbeiten, einige haben einfach Geld. Nicht wenige erben z.B. gar nicht so kleine Vermögen, darüber spricht man eher nicht – sollte man aber vielleicht doch. Es hilft ja manchmal weiter, ehrlich über Geld und Werte und Interessen zu reden. Dann sieht man manches anders – die Autorin des folgenden Beitrags wirft nach solchen Überlegungen etwa einen deutlich irritierten Blick auf das Sharing.

Da sind wir im Themenfeld 2.0, Digital-Irgendwas. Da kann man auch ganz ohne Arbeit zu Geld kommen, etwa indem man seine Wohnung via Airbnb vermietet. Hier ein faszinierendes Datenprojekt von Studenten zur Situation von Airbnb in Berlin.

Wobei man vielleicht auch bedenken muss, gerade wenn man die Situation in Deutschland betrachtet, dass wir bei dem Thema Internet einfach nicht sehr weit vorne sind. Das ist hier keine führende Internetnation, das ist nicht der modernste Staat der Welt, das ist keine digitalisierte Gesellschaft, die wirklich große Veränderungen bereits hinter sich hat. Das kommt erst noch. Die Zukunft findet in dieser Hinsicht vielleicht gerade eher in Staaten wie Estland statt.

Und einen Kulturlink haben wir auch wieder, es geht um das Bankgeschäft – wenn auch ganz und gar nicht im ökosozialen Kontext. Schillers Räuber in die Finanzbranche in Luxemburg versetzt – am Ende ist das gar nicht so abwegig?

Und für den Freundeskreis Fahrrad haben wir mal etwas anders als sonst – nichts zur Verkehrspolitik, Radwegen oder zu ganz besonderen Fahrrädern. Sondern reichlich Zahlen und Fakten zum Markt und auch Informationen zur Frage, was ausgerechnet Cloppenburg mit der Fahrradbranche zu tun hat.

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Woanders – diesmal mit einem Dorf, Bismarck, einer Pfarrerin und anderem

Schule: Ein Artikel über die Darstellung von Ausländern in Schulbüchern bei SPON.

Schule: In der FAZ geht es um Klassiker im Unterricht.

Geschichte: Im LandLebenBlog geht es um das Dorf Rineck. Nein, das werden Sie nicht kennen.

Geschichte: Beim Hausdrachen geht es um den 20. März 1990 in Rumänien und um die Geschichte einer Familie.

Geschichte:  Bismarck und die Schreibmaschinen und die Versorgung der Beamtentöchter. Man muss es ja lieben, was man alles in Blogs findet.

Feuilleton: Im Literaturen-Blog geht es um ein Literaturmagazin, das etwas aus dem Rahmen fällt und ich glaube, ich kaufe mir das mal.

Feuilleton: David Hugendick über den Untergang des Abendlandes. Und über den Arsch der Welt.

Feuilleton: Ein großartiger Text über Art Garfunkel. Gefunden via Felix, dem ohnehin Dank für seine täglichen Linksammlungen gebührt.

Gesellschaft: Hier gibt es das Blog einer Landpfarrerin, da kann man ruhig einmal reinlesen, das macht Spaß. Ich hab mit der Kirche nach wie vor nichts im Sinn, aber das ist als Berufsschilderung großartig. Gefunden via dem Herrn Grindcrank auf Twitter.

Garten: Bei Liisa geht es um das Gärtnern, das ist mir thematisch natürlich vollkommen fremd. Aber in ihrem Text ist ein Link zu einem Shop für Obst- und Gemüseraritäten. Und ich liebe diese Bezeichungen dort, die immer so schön nach Geschichten klingen. “Genusszwetschge Hanita”, “Schwarze polnische Zuckerjohannisbeere”, “Zahnradtomate”. Ist das nicht toll? Zahnradtomate! Groß. Und die Schlangenhaargurke. Ich finde das wunderbar.

Hamburg: Bei der Zeit geht es um den Niedergang der Stadtzeitschrift “Szene Hamburg”.  Da wird man natürlich nostalgisch und denkt daran, wie man die Szene noch mit dem Kuli in der Hand durchgeblättert hat, “als man damals nach Hamburg kam”, wie man damals Clubs, Kneipen, Theater, Termine und Kleinanzeigen markiert oder umkringelt hat, wie man am Freitagabend schnell noch einmal nachsah, was in der großen Stadt so anlag, wie man immer wieder irgendwo im Kleingedruckten des Terminteils das ungeplante Glück vermutet und vielleicht sogar irgendwann gefunden hat. Die Szene ist ein Stück Lebensgeschichte. Und in meinem Fall war sie tatsächlich auch der Anfang einer Liebesgeschichte, aber da werde ich  ganz sicher nicht der Einzige sein.

In eigener Sache: In der aktuellen Nido ist ein Text von mir, bei dem es sich um einen für Print umgeschriebenen Blogartikel handelt.  Was macht man, wenn die Kinder nach dem Krieg fragen?

In eigener Sache: Falk Schreiber hat einen Remix aus den “Was machen die da”-Interviews gemacht, und ich finde das ganz wunderbar.

Und ohne jeden weiteren Zusammenhang gibt es jetzt noch ein Blümchenbild. Frühling, ne?

Blümchen

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Da hat der Guardian wieder einmal hingelangt, diesmal mit einer groß angelegten Kampagne zum Thema Klimawandel. Da spart man auch nicht mit markigen Worten, es geht gleich um “die größte Geschichte der Welt”. Beim Plan A wird die Kampagne erläutert, das kann man sich ruhig einmal genauer ansehen. Und bei Wiwo-Green in Deutschland überlegt man derweil, ob die englische Zeitung das darf, was sie da macht.

Dann machen wir doch etwas internationaler und auch mit etwas längeren Texten weiter und spielen einmal Weltspiegel mit unseren Spezialthemen hier. In Peru verklagt gerade ein Kleinbauer RWE. Das hat mit dem Klimawandel zu tun, das ist eine der vielen, vielen Geschichten zum Thema, deren Häufigkeit allmählich immer schwerer zu übersehen ist. Auch wenn die Klage nur ein Nadelstich ist, wie es in dem Artikel bei der Deutschen Welle heißt.

Bei den Krautreportern geht es auch um Energie, aber ganz anders, nämlich angenehm ausführlich um die Stromkrise in Südafrika und um deren Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Dann können wir mit einer anderen neuen Reportage-Seite, die übrigens auch öfter einen Blick wert ist, gleich in Afrika bleiben, denn “Sieh die Welt” berichtet über Mitumba, wie gebrauchte Kleidung aus Europa in Tansania genannt wird. Was machen die Altkleiderberge mit der Textilindustrie vor Ort?

Beim Freitag geht es um die Nachhaltigkeitsszene in Israel, also in einem Land, in dem Klimaschutz eher kein Thema mit hoher Priorität ist, es gibt dort bekanntlich noch ein paar andere Probleme.

Die taz erinnert angesichts der Lage in Griechenland noch einmal an den isländischen Weg und das muss man schon deswegen verlinken, weil es zur Zeit wirklich originell ist, das Thema Griechenland einmal aus etwas anderem Blickwinkel anzugehen, als es die Masse der Medien in Deutschland tut.

Wir hatten länger keinen Kulturlink mehr, aber in dem internationalen Kontext dieser Folge dürfen die USA natürlich nicht fehlen. Und dort ist die große Finanzkrise mittlerweile längst in den Romanen angekommen. Beim “Land der Gewohnheit” von Ted Thompson geht es um jemanden, der in der Finanzbranche Karriere macht und dessen Leben u.a. auch an den Lügen und Verlockungen der Branche grandios scheitert. Da wird sogar seitenlang das gefährliche Hypothekenmodell erläutert, was für einen Roman vielleicht nicht gerade attraktiv klingt. Die Story ist aber tatsächlich gut lesbar, hier die Zeit mit einer ausführlichen Rezension zum Buch.

Wir schließen hier oft mit dem Thema Verkehr, da bietet sich auch in dieser internationalen Woche etwas an. Peter Glaser berichtet über den “Road Opener”, ein Wundermittel aus Los Angeles gegen den Stau. Und obwohl es klingt wie ein Scherz, ist auch das natürlich eine Wirtschaftsgeschichte.

Aber keine Sorge, der Fahrradlink fehlt auch in dieser Woche nicht! Da verweisen wir diesmal auf ein besonders feines Blog, auf “Anders anziehen”. Und dort geht es um einen Frontlader auf zwei Rädern. Und, na gut, einen haben wir noch. Beim Urbanist geht es um Vorurteile gegenüber Radfahrern. Der Text enthält ein wirklich wunderbar scheußliches Zitat von Margaret Thatcher, die Lektüre lohnt sich schon allein deswegen.

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Woanders – diesmal mit Playmobil, Werner, einem Praktikanten und anderem

Familie: Der Tagesspiegel über das Rollenbild der Frau bei Playmobil.

Feuilleton: Ein Artikel zum 65. Geburtstag von Rötger Feldmann. Das ist der mit Werner, das ist also der mit “Hau wech die Scheiße”, dem norddeutschen Trinkspruch schlechthin.  Ich hatte nie irgendwas mit Motorrädern im Sinn, in meiner Jugend war Werner dennoch Kult, auch als der Herr Feldmann noch in kleinen finnischen Clubs gezeichnet hat. Kaum noch vorstellbar, wie diese Comics unsere Alltagssprache damals geprägt haben. Dazu auch die taz. Also zu Werner, nicht zu meiner Jugend.

Hamburg: Der Pressesprecher der Elbphilharmonie macht ein Praktikum woanders.

Hamburg: Im Blog Why Hamburg werden Menschen aus dem Ausland interviewt, die aus irgendwelchen Gründen in Hamburg gelandet sind – wegen der Liebe, wegen der Arbeit oder warum auch immer.

Küche: Kartoffellauchforellensuppe aus diesem Blog gegessen und für sehr gut befunden. Easy und schnell und interessant.

In eigener Sache I: Einen Rückblick auf die Bloglesung neulich in Bochum gibt es hier.

In eigener Sache II: Mein Text über die Ehe, der neulich in der gedruckten myself erschienen ist, kann jetzt auch online gelesen werden.

In eigener Sache III: Im Moment bin ich in keiner Zeitschrift zu finden, dafür aber Sohn II. Und zwar in der aktuellen Ausgabe der Eltern, man erkennt ihn leicht an seiner Patentante.

 

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Kurz bevor die Wintersportsaison endet, widmen wir uns noch schnell der spannenden Frage – darf man das überhaupt? Als Tourist die verschneiten Berge verschandeln? Und natürlich muss man so einen Artikel mit einer Information ergänzen, die jeder ganz schnell in seinem Bekanntenkreis verifizieren kann – deutsche Urlauber möchten ihre Gewohnheiten gar nicht ändern. Klimaschaden hin oder her. Das Steak muss bio und regional sein, aber Flugreisen sind eben unvermeidlich? So in etwa wird es wohl gerade sein. Wissen auch eigentlich alle.

Und auch beim Verkehr machen wir gerade in Deutschland nicht gerne Abstriche, wir lieben Autos. Und nicht nur, weil wir sie so gerne fahren, nein. Jeder siebte Arbeitsplatz hängt direkt oder indirekt von der Automobilindustrie ab, sagt der Verkehrsminister, weswegen wir auch bei den selbstfahrenden Autos unbedingt Weltspitze sein müssen. Womöglich beschäftigen dann all die ungeklärten Haftungsfragen bald jeden siebten Juristen?

Die selbstfahrenden Autos haben wiederum einen Bezug zum Carsharingsystem, da wird es wunderbar kompliziert und die Richtigkeit und Zukunft der diversen Modelle einigermaßen unklar, aber mutmaßen darf man ja einmal.

Vorerst jedenfalls sehen wir noch nicht weniger Autos, vorerst fahren sie alle noch herum, und das tun sie – jedenfalls in den Städten – sehr wahrscheinlich, weil die Fahrer gerade einen Parkplatz suchen. Selbstverständlich kann man auch an dem Problem herumforschen, entwickeln und Geld verdienen.

Wer freiberuflich von seiner Wohnung aus arbeitet, der muss natürlich keinen Parkplatz suchen, das ist fein. Allerdings fehlt ihm vielleicht etwas menschlicher Kontakt – den könnte man nach neuestem Trend im Hoffice suchen. Kein Schreibfehler, das heißt wirklich so (englischer Text). Und selbstverständlich muss man dann nicht ins Hoffice – man möchte da hin, das klingt gleich ganz anders. Denn müssen muss man ja bekanntlich fast gar nichts.

Es sei denn, man bezieht z.B. Hartz IV. Dann wird das mit dem Müssen schon anders, dann muss man sich vor allem sehr viel gefallen lassen. Die SZ hat mit einem Arbeitsvermittler in einem Jobcenter gesprochen. Und obwohl man das im Prinzip alles schon einmal gelesen hat – es ist immer wieder erschütternd.

Zum Schluss aber keine schlechte Nachricht, sondern eine schöne Zahl für die Fahrradfraktion: 35.000. So viele neue Fahrradstellpätze will man in Amsterdam schaffen. 35.000. Da mal drüber nachdenken! Aber dann nicht verzweifeln, wenn man sich nach Feierabend wieder die trübe Wirklichkeit im deutschen Straßenverkehr ansieht und der Mehrheit der Autos ausweichen muss, ob sie nun geshared oder elektrisch oder selbstfahrend sind oder nicht. Und immer schön weiter hoffen und träumen.

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Woanders – diesmal mit dem Blau, einem Kochbuch, Helgoland und anderem

Feuilleton oder Wissenschaft oder was weiß ich denn: Ein irritierender Artikel zur Farbe Blau in der Geschichte der Menschheit. Hm. Hier müsste jetzt ein “via” stehen, aber ich habe vergessen, durch wen ich auf den Link kam. Pardon!

Feuilleton: Zu E-Books, Buchpreisen und der Mehrwertsteuer. Es ist kompliziert.

Küche: Die Go-Veggie-App von Stevan Paul gibt es jetzt als Buch. Die App fand ich super, wer aber mit Apps nicht kochen möchte, kann jetzt das Buch zur App erwerben. Auch mal originell.

Küche: Die Kaltmamsell hat einen Herzdamenkuchen formidabel gekleidet nachgebacken.

Norddeutschland: Auf Helgoland diskutiert man wieder über die Börteboote. Wobei mir auffällt, wie lange ich nicht auf Helgoland war. Schlimm.

Norddeutschland: Frisches Wasser für die Ostsee.

Norddeutschland: Eine Frau mit türkischen Wurzeln im Präsidium des Heimatbundes. Jo!

Schule: In der Faz arbeitet man sich wieder an der Anlaut-Methode ab, mit der in Grundschulen zur Zeit Rechtschreibung gelehrt wird – oder eben nicht. Bei Sohn I ist es noch zu früh, um den Erfolg in der Rechtschreibung zu beurteilen, die Geschwindigkeit beim Lesenlernen ist aber in der Tat beeindruckend, da steht es erst einmal 1:0 für die Pädagogen. Und “Bitte anklopfen” hat er fehlerfrei auf den Zettel an der Kinderzimmertür geschrieben.

Technik: Christoph Koch interviewt einen Designforscher zu neuen Features bei der Handyhardware. Was man da erfährt, klingt zunächst eher ulkig – ist es aber vermutlich nicht.

 

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Es soll in dieser Woche wieder einmal um Lebensmittel gehen, um die Bedingungen, unter denen sie hergestellt werden. Fangen wir gleich bei dem an, was vermutlich auch bei Ihnen gerade ganz nahe liegt, beim Kaffee. In der Zeit geht es da um den Zusammenhang zwischen Qualität und Fairtrade – und es ist natürlich kompliziert. Das merkt man spätestens, wenn man die Kommentare liest.

Wenn auf dem Kantinenplan heute irgendwas mit Fisch steht – hier noch eine schnell verdauliche Infografik dazu. Kann man auch prima an die Wand hängen.

Kaffee, Shrimps, die kommen von weit her, da legen wir noch schnell Bananen an, zu denen gibt es auch Neuigkeiten. Und keine Angst, man kann sie auch nach Lektüre des Artikels noch essen.

Und nun nähern wir uns allmählich dem heimischen Markt, werfen vorher aber noch einen Blick auf Bioprodukte, die gar nicht mehr von hier kommen, auch wenn man das oft annimmt.

Und damit aber wirklich zur heimischen Scholle, nein, zur Forschung darauf. Da gibt es eine Neuigkeit aus Bochum, die wiederum auch in anderen Teilen der Welt enorm sinnvoll sein kann. Das kann man sich ruhig ab und zu klarmachen, dass Landwirtschaft heute eine Wissenschaft ist, in der es auch um Gadgets geht, da helfen solche Artikel womöglich.

Aber wie man überhaupt Wissen über moderne Landwirtschaft vermitteln kann, es scheint eine enorm schwierige Rätselfrage zu sein, zumindest nach diesem Artikel. Salopp formuliert kommt dabei heraus, dass Menschen in Städten wenig über Landwirtschaft wissen, das auch nicht ändern wollen, aber dem Thema dennoch einen ungemein hohen Stellenwert zuschreiben. Ein Fest für PR-Strategen!

Und wenn man sich dann als vielleicht doch interessierter Stadtbürger fleißig informiert hat und sich alles rund um Feld und Hof nur noch als High-Tech-Zone denken kann, dann liest man zur Entspannung doch wieder ein Blog über vier Hühner. Und über ihre Eier, versteht sich.

Auch der Zugang der Gesellschaft zur Landwirtschaft wird immer moderner, es gibt bekanntlich immer mehr neue Vertriebsformen, der Zugang zu den Produkten ändert sich ebenfalls. Das gilt auch bei der Forstwirtschaft. “Waldbestand in Bürgerhand”, das ist doch mal eine griffige Formulierung, geradezu demotauglich.

Von Forstwirtschaft kommen wir ganz zwanglos weiter zur Jagd und damit zur naheliegenden Frage – warum eigentlich? Und wissen Sie übrigens noch, wie die Fuchsjagd in England verboten wurde, was für einen Aufstand das damals gab? Was wurde denn eigentlich daraus – ach guck. Oh.

Da denken wir doch lieber wieder an den Markt für vegetarische Lebensmittel oder, wie es in der Zeitung heißt, an die Kaufkraft der Flexitarier. Die Speerspitze der Bewegung, eh klar, ist schon weiter. Viel weiter.

Zum Schluss noch zwei Interviews zum Thema. “Man ist, was man nicht isst”, das ist ein interessanter Satz aus einem Interview mit einer Gesundheitspsychologin, das passt hier bestens hin. Und noch wesentlich mehr zum Thema Ernährung findet man in einem langen Interview mit David L. Katz, der das Thema nicht komplizierter, sondern viel einfacher machen möchte. Da ist man ja auch einmal dankbar.

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Woanders – diesmal mit der Straßenfotografie, Manfred Maurenbrecher, Banksy und anderem

Fotografie: Mario Sixtus mit einem langen Text über Straßenfotografie. Dem Denkanstoß im Schlusssatz schließe ich mich an. Diese Rechtslage ist ein ungeheuer nervtötendes Thema.

Hamburg: Ein Kiosk verkauft keine Bildzeitung mehr.

Feuilleton: Der Tagesspiegel über die neue CD von Manfred Maurenbrecher, dessen Auftritte ich sehr empfehle. Wenn Sie den live sehen können – unbedingt machen. CD-Kauf natürlich auch fein.

Feuilleton: Höchst befremdliche Street-Art-Zerstörung in Hamburg. Oder ist es am Ende wieder Kunst? Und in 10 Jahren streitet man sich hier übrigens über die Echtheit von Oz-Tags, fragt sich, wem sie gehören und wer damit was machen oder wer sie verkaufen darf. Man möchte es jetzt schon wetten.

Feuilleton: Tillman Rammstedt über das frühe Aufstehen. Der lustigste Text der letzten Woche, und zwar mit Abstand.

Feuilleton: In der schier endlosen Folge von Tweets, die zum Tode von Leonard Nimoy durch die Timeline rauschten, fand ich den Link zu diesem Film – Leonard Nimoy spricht Jiddisch.

 

Woanders – Der Wirtschaftsteil

In der letzten Woche ging es u.a. um die Flüchtlinge, die man unbedingt von Europa fernhalten möchte, während man gleichzeitig hier in den Betrieben diskutiert, dass “Diversity” Abteilungen kreativer macht. Da ergänzen wir noch etwas. Während nämlich einerseits Flüchtlinge, die trotz aller Hindernisse in Deutschland ankommen, oft nicht arbeiten dürfen, suchen Arbeitgeber wieder Personal im Ausland. Man landet schon wieder bei Kempowski und murmelt dauernd “Wie isses nun bloß möglich” vor sich hin. Dazu übrigens auch ein interessanter Text bei den Krautreportern: “Ein Herzchirurg sucht Asyl”.

Aber der Link der Woche widmet sich einem ganz anderen Thema, es geht um die deutsche Mittelschicht, also womöglich um Sie. Da gab es nämlich einen Text in der Zeit, einen ziemlich langen Text sogar. Der reißt etliche Themen an, der ist sehr klar formuliert und lädt zum Mitdenken ein – und er wurde in den sozialen Netzwerken wieder und wieder geteilt. Er hat wohl etwas getroffen. Die Frage, was man als Mittelschichtangehöriger nun eigentlich ist, Depp der Nation oder doch eher Profiteur der Gegebenheiten, sie scheint so manchen umzutreiben.

Die Deutschen haben es ja mit der Mitte, wir zählen uns alle zur Mittelschicht, wir denken auch oft über das Mittelmaß nach. Das tut Herr Gutjahr auch gerade. Und wo wir schon dabei sind – wenn wir aus der Mittelschicht auch noch alle im Mittelstand arbeiten, dann sind wir bald was? Abgehängt? Dafür scheint tatsächlich einiges zu sprechen.

Wenn man als Familie aus dem Mittelmaß fällt und z.B. ein, zwei Kinder mehr als der Durchschnitt hat, ergeben sich spezielle Probleme, etwa beim Stichwort Vereinbarkeit. Achten Sie bitte mal auf die Überschrift dieses Artikels gerade. Und dann auf diese hier. Wenn da der Verdacht aufkommt, man könnte womöglich noch mehr finden – ja. Und zwar gleich reihenweise. Positive Meldungen dazu sind wesentlich schwerer aufzutreiben. Wir können aber dieses Thema ganz unerwartet mit dem ersten Absatz verbinden, denn im Ausland sucht man nicht nur Pflegepersonal, sondern auch Pädagogen für Kindergärten. Und Vereinbarkeit ohne Kindergärten wird nicht klappen können.

Die Sache mit der Vereinbarkeit läuft also nicht, die Eltern wissen nicht, wo ihnen der Kopf steht, und Bastelkisten kriegt der Nachwuchs vielleicht bald auch nicht mehr. Das ist keineswegs als Witz gemeint, das ist ernst, das ist eine Wirtschaftsmeldung, und sogar eine interessante.

Der Schlusslink ist wie fast immer für den Freundeskreis Fahrrad. Wir enden da in diesem Fall mit einer glatten Vier. Und wie schon damals in der Schule gilt: Das ist nicht befriedigend. Es geht, man kann es sich fast schon denken, um Radwege in Deutschland.

GLS Bank mit Sinn

Woanders – diesmal mit einem Date, Malbüchern, den Peanuts und anderem

Familie: Ein großer Sohn hat ein Valentinsdate.

Familie:  Malbücher sind jetzt eher etwas für Erwachsene.

Familie: Frau Gminggmangg über Fragen nach Trennungen.

Hamburg: In der FAZ ein langer Artikel über das rote und das weiße Hamburg und über die Elbphilharmonie.

Hamburg: In der Zeit geht es um die Gefühlskälte in der Stadt, und der Text klingt so, als bestünde Hamburg zu 80% aus Reedern, Maklern und Bankern. Das ist ein klein wenig abwegig. Davon abgesehen ist die Stadt tatsächlich kalt, gar kein Zweifel. Wer hier menschliche Wärme sucht, der braucht einen Trick, also etwa einen Hund, ein Blog, einen Foodtruck  oder auch ein Kind. Mit diesen Hilfsmitteln kommt man recht schnell in vergleichsweise kontaktfreundliche Szenen und darf hin und wieder Leute kennenlernen. Man kann ja immer noch abhauen, wenn man dabei versehentlich auf Makler, Reeder oder Banker  stößt.

Hamburg: Hier geht es um die Elbinsel Wilhelmsburg, Die dort erwähnte Deichdiele wird von einem ehemaligen Mitbewohner der Herzdame betrieben, ein empfehlenswerter Laden. Auch deswegen, weil man sich da reinsetzen und der Gentrifizierung live und in Farbe zusehen kann. Man kann sich das Treiben da stundenlang ansehen und als Sankt Georger denken: Haha, ich weiß genau, was hier noch kommt. Aber man will ja auch nicht spoilern, also sitzt man da und sagt nichts.

Hamburg/Familie: Neues von den Kitas und dem Betreuungsschlüssel. Bzw. nichts Neues.

Feuilleton: Ein Limerick.

Feuilleton: Ein langer und faszinierender Artikel über Franklin von den Peanuts. Gefunden via Kiki.