Suchergebnisse für: woanders

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Es geht in dieser und vermutlich auch in der nächsten Woche um unsere Lebensräume, um Städte und um Landflucht. Im ersten Text kommt das Thema noch gar nicht so prominent vor, er ist dennoch hochinteressant und gleich an manchen Stellen zitierfähig mit tiefgründigen Sätzen zu unserer Gesellschaft und zu unserem Zusammenleben. In der Stadt und auch anderswo. “Wir können den ganzen Tag darüber reden, dass die Welt nicht funktioniert, aber sie kümmert sich überhaupt nicht darum. Keine ganz leichte Lektüre, aber es ist vermutlich doch lohnend, dem Interview zu folgen.

Einige Aspekte aus dem Interview werden in einem Projekt aufgegriffen, dass in Hamburg gerade testweise eingesetzt wurde. “City Scope” ist ein Instrument der Stadtplanung, vielleicht auch der Demokratisierung. Auf jeden Fall scheint es ein Instrument zu sein, das Stadtmenschen kreativ mit ihrer Umgebung umgehen lässt.

Ein anderes Stichwort, das man heute beim Thema Stadtplanung im Smalltalk wohl kennen sollte, ist “Slow Urbanism”, das wird hier am Beispiel von Antwerpen erklärt.

Wobei es natürlich nicht so ist, dass man nur in der Stadt kreativ mit dem Umfeld umgehen könnte. Auch in kleineren Gemeinden gibt es interessante Ideen. Und man kann auf weitere, auch auf drastischere Ideen kommen, um der Landflucht zu begegnen oder  ihr vorzubeugen. In der SZ werden Beispiele gesammelt. In der gleichen Zeitung übrigens auch ein nicht ganz so optimistisches Special zum Thema.

Apropos kreativ und apropos Siedlungen – man muss auch zur Kentnis nehmen, dass man Häuser mittlerweile drucken kann (englischer Text). Das hat gar nicht groß für Schlagzeilen gesorgt, ist es nicht seltsam? Ändert das nicht sehr viel, wenn man sich das etwas weiter ausmalt?

Und ist es nicht immer wieder faszinierend, wie die Städte auf die Menschen und die Menschen auf die Städte wirken, wie Änderungen in der Stadtplanung für viele, viele Änderungen sorgen, man sehe sich hier etwa ein Beispiel aus Kolumbien an. Oder hier, Barcelona, da geht es um Verkehr und Straßenraum (englischer Text) und um einen Ansatz, von dem man immer mehr liest, nämlich den BürgerInnen die Straße wiederzugeben. Die übrigens, das gehört auch dazu, die Straßen oft auf ihre eigene und eigentlich nicht vorgesehene Art verzieren.

Schließlich noch ein Artikel zur Frage, warum jede Stadt anders tickt und warum sich jemand vielleicht in Frankfurt am Main wohlfühlt, in Berlin aber nicht. Oder umgekehrt. Haben Städte denn tatsächlich einen wahrnehmbaren Charakter, der über die Bausubstanz hinaus nachweisbar ist? Was ist dran, wenn uns Städte unerklärlich unsympathisch sind?

In der nächsten Woche u.a. Etwas zum Thema Urban Gardening, das dürfte dann zu dem passen, was auf einigen Balkonen gerade erntereif wird.

Für dem Freundeskreis Fahrrad zum Ende aber noch eine Meldung, bei der schon die Überschrift interessant ist, alleine schon die Tatsache, dass man darüber überhaupt nachdenkt – über die grüne Welle für Radfahrer.

GLS Bank mit Sinn

Woanders – Mit Integration, Island, Lokaljournalismus und anderem

Mennory über Integration und Italiener und Müll und Deutschland. Sehr einleuchtend, das alles. Und sowieso lesenswertes Blog.

Und dann eine immer lesenswerte Kolumne, diese Sammlung nicht witziger Tweets beim Herrn Spiegel.

Im Landlebenblog wird eine Slideshow versucht – und zwar sehr erfolgreich, toll umgesetzt.

Pia Ziefle über Schrauben und Menschen und Lackluft.

Das aktuelle Scheitern zweier lokaljournalistischer Projekte in Hamburg kann einen auch zur der Frage bringen, wieso es eigentlich immer nur ums Geld geht.

Lena Gorelik über Island, wo man irgendwann auch mal hin muss, nicht wahr.

Auf Kwerfeldein ein Artikel über FotografInnen auf Snapchat. Im Text wird Pramudiya erwähnt, den finde ich auch interessant und ziemlich einmalig in der Art der Nutzung.

Außerdem war, ich was wirklich selten vorkommt, zum Essen verabredet, so abends, wie bei normalen Menschen. Da war ich in dieser Trattoria und möchte das kurz für den Freundeskreis Pizza erwähnen – sehr gute, sehr große Pizza, verblüffend günstig.

Und nun noch ein zusammenhangsloser Vogel.

Woanders – der Wirtschaftsteil

Übers Wetter haben Menschen schon immer geredet, über das Klima reden wir erst seit einiger Zeit – dafür aber immer häufiger. Wenn man die Medien beobachtet, wie wir das hier tun, kann man sagen: es erscheinen seit etwa einem Jahr signifikant mehr Artikel zum Thema Klima, in seltsamen Unwetterperioden wie in den letzten Wochen natürlich noch viel mehr. Der Deutsche Wetterdienst hat in der letzten Gewitterphase 3.000 Warnungen herausgegeben – nicht nur das Wetter ist extrem, auch solche Zahlen sind es. Hier eine wissenschaftliche Einschätzung der aktuellen Situation in Nordeuropa.

Etwas polemischer macht das natürlich mehr Spaß, das finden wir hier. Aber polemisch hin oder her, in den Beitrag ist ein Film eingebettet, und den sollte man ruhig mal bis zum Ende ansehen, das sind 11 gut investierte Minuten, dann versteht man wieder ein wenig mehr vom Thema. Im Text wird ein eher schmaler Temperaturkorridor erwähnt, in dem wir uns wohlfühlen. Dazu bitte auch diese Meldung aus Indien zur Kenntnis nehmen, das hat dann mit Wohlfühlen nämlich rein gar nichts mehr zu tun.

Polemik erreicht die Rezipienten auf einer anderen Ebene als die Logik, und wie man beim Thema Klimawandel wen erreicht, das ist eine Frage, die auch nicht ganz unwichtig ist. Denn wir reagieren ja einfach nicht (englischer Text). In dem SZ-Text ist auch die Rede von der Trauer um das Zeitalter der fossilen Energie, was vermutlich ein Satz ist, der nur auf den ersten Blick wie ein Scherz klingt. Wenn man direkt dahinter diese Meldung über Norwegen liest (englischer Text), wird das vielleicht etwas deutlicher, es ist eben ein Zeitenswechsel, da endet also auch etwas. Da wird z.B. der Wandel im Verkehr, dessen Geschwindigkeit unsere jetzige Vorstellungskraft wohl noch etwas überfordert, plötzlich ziemlich deutlich. Eine ganz ähnliche Meldung gab es übrigens neulich aus Holland, beide Länder sind nicht allzu weit weg von uns, sollte man meinen. Es geht aber auch noch näher – Berlin.

Ein Punkt, der immer noch oft untergeht, ist die Tatsache, dass der Klimawandel die ärmeren Länder härter trifft (englischer Text).In diesem Zusammenhang auch die etwas saloppe Frage, ob das vorhin schon erwähnte Indien die Kurve kriegt.

Den Perspektivwechsel, den wir in dieser Kolumne oft versuchen, etwas einmal von ganz oben, dann wieder aus der nächsten Nähe zu betrachten, den bekommt man beim Klimawandel ganz besonders gut hin. Wir sehen erst einmal global auf diese in den sozialen Netzwerken ungeheuer erfolgreiche Grafik oder, warum auch nicht, auf die Sichtweise der katholischen Kirche – und direkt danach vor unsere unsereHaustür, bzw. vor unsere Deiche. Wobei die Redewendung “vor unserer Haustür” auch durchaus angebracht ist. Und noch einmal apropos Häuser, es geht auch oft unter, dass Menschen bereits jetzt wegen des Klimawandels ihre Heimat verlassen müssen. Nicht erst in irgendeiner nur vielleicht halbwegs nahen Zukunft, es ist die Gegenwart, in der das passiert.

Der Mensch kommt in solchen Situationen auf Ideen, denn der Mensch will dauernd etwas machen.  Dass die Lösung wohl darin liegt, etwas nicht zu machen, Verzicht zu üben, Ansprüche zurückzuschrauben, darin liegt wohl eine der Hauptschwierigkeiten für uns. Etwas nicht zu machen, das fühlt sich einfach nicht wie eine gute Tat an, das ist nichts für Macher wie uns, da müssen wir unser Selbstbild wohl grundlegend renovieren. Aber warum sollten wir das nicht können? Renovieren … da macht man doch schon wieder was.

GLS Bank mit Sinn

Woanders – Mit Greene, Reemtsma und anderem

Die FAZ über den Dritten Mann – wobei Greene sowieso immer wieder empfohlen werden muss, bevor er ganz in Vergessenheit gerät. Obwohl ich mit dem Katholizismus nichts im Sinn habe, sind auch seine Romane, die sich ausdrücklich um den Gottesbegriff drehen, wirklich lesenswert, etwa “Das Ende einer Affäre”.

Das Interview mit Reemtsma zum Thema Gewalt ist zwar schon überall verlinkt worden, das ist aber auch richtig so und wichtig.

Auf die Gefahr hin, dass ich der letzte WordPress-Blogger mit gelegentlicher Werbung im Blog bin, der es noch nicht kannte – mit diesem Plug-In kann man No-Follow-Links ganz simpel einbauen.

Ein Artikel über die gruseligen Folgen des Social Scorings.

Und noch eine Instagram-Follow-Empfehlung: Tsitsicos aus Griechenland.

Ab und zu finde ich noch Kolibris – ich berichtete -, die ich noch nicht fotografiert habe. So wie dieses bodennahe Exemplar vor der Turnhalle, in der die Söhne neuerdings Taekwondo lernen, weil sie gerne Bretter durchhauen möchten, was ja ein verständlicher Wunsch ist. Ich unterstütze das, habe jetzt aber auch unsere Frühstücksbrettchen unter verschärfter Beobachtung.

Woanders – Mit Mecklenburg, Syrien, Griechenland und anderem

Ein wenig zum Ramadan in Mecklenburg. Im gleichen Blog geht es hier u.a. um einen Baumkronenpfad, und ich stimme der Kritik an der allgegenwärtigen Eventisierung und Disneyfizierung zu. Entsetzlich.

Hier geht es um wichtige, lebensrettende Hilfe:  “Bücher, nicht Boote”. Da kann man Menschen in Syrien bzw. aus Syrien heraus helfen und im Gegenzug (Stichtag 14. Juni) signierte Bücher bekommen, das klingt doch sinnvoll und super und machbar und ist auch noch mit Literatur, was will man mehr.

Rosa, hellblau etc. – ein Artikel in der Zeit über Jungen und Mädchen, Gehirnentwicklung und den Einfluss der Eltern.

Noch einmal aus der Zeit, “Du bist, was du denkst”, ein Artikel über die Kraft der Gedanken. Von den Inhalten dort ist einem sicher vieles schon irgendwo begegnet, interessant ist es dennoch, finde ich. Die im Text erwähnte App “Woop” ist allerdings äußerst simpel, um nicht zu sagen spärlich bis freud- und sinnlos gestaltet.

Ein Mensch geht, sein Netzwerk trauert. Weil Twitter eben nicht nur für Albernheiten und hektische Nachrichtenschnipsel da ist, sondern auch für Bekanntschaft, Freundschaft, Anteilnahme und Hilfe.

Und hier noch ein mir sinnvoll vorkommender Artikel über Snapchat. Dem dort schreibenden Herrn Knüwer kann man auch auf Snapchat folge, da sieht man dann einen souveränen Einsatz der Mittel, schönes Beispiel. Er macht dort Medienkritik und ganz unabhängig von der inhaltlichen Ebene: Das ist kurz, knackig und stimmig in dem Format und dem Umfeld. Username: tknuewer. Gerade wenn man zunächst an der unübersehbaren Albernheit des Tools scheitert, sind solche Hinweise vielleicht sinnvoll.

Überhaupt kann man auch mal einfach so andere Accounts in anderen Netzwerken empfehlen, ich glaube, das mache ich jetzt öfter. Auf Instagram z.B. Martin Gommel, den Fotografen, der zur Zeit zum Thema Flucht und Verfolgung in Griechenland arbeitet und u.a. Anarchisten in Athen besucht, wozu ich wiederum zufällig das passende Instagram-Bild mit entsprechendem Wandspruch habe:

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Ein paar Artikel zu dem, was ungerecht, unsozial oder sonstwie seltsam in der Gesellschaft ist. Und da fangen wir gleich mit der großen Keule an. Sowohl was die Fakten im Text als auch was die Überschrift betrifft: Mehr Gerechtigkeit wagen.Und weil das Thema Boni gerade ein paar Leute mehr aufregt, noch ein Einwurf aus der Schweiz mit einem anderen Vorschlag, wer diese Wohltaten erhalten sollte. Und zwischendurch kann man sich ruhig auch einmal fragen, ob das eigentlich jemanden stört, dass es diese Ungleichheit gibt. Oder ist das eben so, quasi per Naturgesetz, in unserer Form des Wirtschaftens? Es stört tatsächlich. Diese Meldung aus der Zeit kann man da ruhig ein wenig mitdenken, da geht es um den schweren Schritt von “es stört mich” zu “ich mach was”.

Dieses “Ich mach was” kann sich auch anders und sehr unerfreulich auswirken, dazu Heinz Bude in der FAZ.

Aber viele werden jetzt denken, dass sie ja gar nicht dazugegehören, dass sie also weder in irgendeinem Aufsichtsrat sitzen noch bitterarm sind, sondern eher in der Mitte zu finden sind, in einer Mitte, die im letzten Jahr in etlichen Artikel als bedroht dargestellt wurde. In der Zeit hält man dagegen, das ist lang und lesenswert, da geht es auch noch einmal um staatlich festgeschriebene Ungerechtigkeiten. Mitlesende Eltern möchten vielleicht besonders auf die Textpassage mit dem “Mix aus Harvard und Bullerbü” achten – eine wunderbare Formulierung und womöglich ein Treffer.

Beim Spiegel geht es um die anderen, die von allen (nicht nur finanziellen) Boni weit entfernt sind, es geht um die Armen und um die Definition der Armut die, wie könnte es anders sein, auch etwas komplizierter ist, als man zunächst denkt. Vielleicht passt dahinter ganz gut eine Meldung, die eher in den Panorama-Teil der Tagespresse passt, aber doch etwas wirtschaftlich Wichtiges verdeutlicht: Die reichen Familien in Florenz sind immer noch die, die es auch schon vor 700 Jahren waren.

Für den Freundeskreis Fahrrad hatten wir in der letzten Woche eine Meldung zu Dienstfahrrädern, wir machen heute mit Spezialrädern weiter, diesmal geht es um Lastenräder. Einer fahre des anderen Last, das passt doch recht gut zum Rest des Textes heute.
GLS Bank mit Sinn

Woanders – Mit Moby, Istrati, Snapchat und anderem

Vier Minuten auf NDR Kultur über die Autobiografie von Moby. Klingt so, dass das Buch auf meinem Wunschzettel gelandet ist. Und der Herr ist mit Melville verwandt, guck an. Wusste ich nicht.

Beim Deutschlandradio Kultur geht es um eine Neuausgabe von Panait Istrati. Der steht hier auch im Regal, große Empfehlung! Der Bericht lohnt sich aber auch schon wegen der Hinweise auf den höchst erstaunlichen Lebensweg Istratis, der ist nämlich so beschaffen, dass man es in einem Roman für übertrieben halten würde, für schlecht ausgedacht und völlig unplausibel.

John Irving schreibt seine Bücher mit der Hand. Guck an.

Der Standard über die neue Jandl-Gesamtausgabe. Die möchte man auch gerne auf dem Nachttisch haben und dann jeden Abend ein, zwei Jandl vor dem Einschlafen lesen, es würde bestimmt helfen. Gegen irgendwas.

Die hohe Kunst der Blasphemie – Michaelis Pantelouris ganz wunderbar über die “Architectural Digest”. Ein Genuss.

Frau Nessy hat was mit Tauben und Nachwuchs und dem Pott und Damaskus. Sehr schön.

Fremd im eigenen Land – über uns und die und die Widersprüche und dass wir darüber reden müssen. Genau.

Die Geschichte meines Heimatlandes Schleswig-Holstein ist gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts einigermaßen kompliziert und in manchen Aspekten entscheidend für die weitere Entwicklung der deutschsprachigen Gebiete. Im Geschichtsunterricht sind wir damals alle irgendwann weggedämmert, in der SHZ wird es aber gerade übersichtlich zusammengefasst, wer wann mit und gegen wen.

Falls jemand die Slo Mo Guys nicht kennt – ein immer wieder faszinierender Youtube-Kanal. Nicht nur für Kinder. Dieser Film hier ist besonders schön.

Diesen Artikel über Snapchat fand ich gut.

Und ansonsten sommert man so herum, liegt im Park und fühlt sich reich. Zumindest wenn man Sohn II ist und gerade am Kiosk war.

Brausebonbons

Woanders – Mit einem Kamel, einem Treichel und anderem

Ganz ohne einen Witz mit Rickrolling zu machen, dieses Interview mit Rick Astley fand ich interessant. Besonders die Stelle mit dem Kamel ist schön und auch auf andere Menschen und Berufe übertragbar.

Ich habe das Buch noch gar nicht gelesen, halte Treichel aber für einen Großen und hier ist eine schöne Rezension zu seinem neuen Buch, in dem es, man hätte es wetten können, wieder um das alte Thema geht, das in fast allen seinen Büchern behandelt wird.

Im Literaturcafé geht es um den Stefan-Zweig-Film im Kino und ich glaube, ich möchte den sehen.

Ein interessanter Text über das Matriarchat, da habe ich glatt noch etwas gelernt.

Der Touristenlook. Und, gleiches Blog: Die Deutschen. Leider schreibt der Herr so selten, man müsste vielleicht mal nach Berlin fahren und ihn schubsen.

Ein Artikel über die Armen, mit denen wir es leider nicht leicht haben. So schade.

Grenzland ist eine Radioreportage  des NDR über “Dänisch Gesind”, die dänische Minderheit im Norden von Schleswig-Holstein. Man redet im Moment viel über mehr oder weniger Fremde und Integration und Mit- und Nebeneinander, da ist doch die Situation da oben ganz interessant, auch wenn es keinen Fluchthintergrund gibt. Ich glaube ja, beim Thema Integration wird das gepflegte und friedliche Nebeneinander völlig unterschätzt und am Miteinander wird mit zu großen Erwartungen herumgebastelt. Aber was weiß ich schon.

Dieser Text zu Snapchat trifft die Sache wohl ziemlich gut. Und da alle Snapchat irre kompliziert finden, hier gibt es das kostenlose E-Book von Philipp Steuer, da wird alles erklärt, damit geht das, bitte sehr, that was easy. Ich habe mich da jetzt auch einmal umgesehen, weil es doch blöd ist, das nicht von innen zu kennen, worüber gerade alle reden. Gucken kann man ja mal! Wenn man etwas Zeit über hat, ist das sogar tatsächlich ganz interessant, stellen Sie sich mich  an dieser Stelle bitte irre lachend vor.  Wer mich trotz meiner passiven Grundhaltung dort sucht: Username Buddenbohm, so originell.

Und übrigens finde ich, es steht Städten gut, wenn man etwas darin herumtanzt, deswegen gibt es statt Instagram-Schlussbild heute ein Video. Zu Instagram-Geschichten muss ich eh noch separat was schreiben, bleiben Sie dran. Nein, tun Sie das lieber doch nicht, das kann dauern. 

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Fast nur lange Texte in dieser Ausgabe, dafür gibt es ein paar Links weniger. Vorweg gleich ein Longread zur mit Abstand häufigsten Phrase in dieser Kolumne, nämlich zu “Es ist kompliziert”. In der brandeins geht es recht ausführlich um die Frage, ob alles kompliziert ist, ob wir nur kompliziert denken oder ob wir einfach nicht die richtige Haltung gegenüber der ach so komplexen Welt haben. Der Text fängt an mit “Wir haben es nicht leicht”, da kann kann erst einmal kollektiv mitseufzen und sich dann etwas warmdenken.

Passend dazu eine Buchrezension, in der es um Bürokratie geht. Der Text braucht ein wenig, endet aber dort, wo wir gedanklich häufig sind, nämlich beim Gemeinwohl.

Und beim Denken und bei Komplikationen bleiben wir dann gleich noch, mit einem etwas seltsamen Text aus der Zeit. Da geht es um Generationen, wobei man ja bei dem Stichwort schon stöhnen könnte, weil es so abgenudelt ist. Es ist aber dennoch interessant, weil der Text so aggressiv ist, dass es schon wieder Bände spricht. Ein Babyboomer kontert den Artikel eines Generation-Y-Journalisten (der andere Text ist dort verlinkt). Er wirft ihm da u.a. mangelnde empirische Evidenz vor, nur um dann exakt so zurückzuschlagen, es ist wirklich merkwürdig. Aber man kann das natürlich dennoch unverbindlich auf sich beziehen und sich fragen, was davon im eigenen – natürlich auch nicht repräsentativen – Umfeld stimmen mag und was nicht. Und sich dann vielleicht auch zu fragen, warum die Diskussion eigentlich im Jammern steckenbleibt und nicht zu Lösungsvorschlägen findet. Sind unsere Generationsbeziehungen denn tatsächlich so kompliziert – oder schreiben wir sie nur gerade dahin?

Wobei an den Schwierigkeiten etwas dran sein muss, wenn man den Tonfall der Journalisten als Indikator nimmt. Auch in der SZ wird man beim Stichwort Generation sofort polemisch. Unterhaltsam, aber polemisch, man fragt sich fast, ob man zu dem Thema nicht anders schreiben kann? Oder ist das die Generation Polemik, die da schreibt?

Man redet natürlich immer auch über Geschichte, wenn man über Generationen redet, das geht gar nicht anders. Eine Generation wird Geschichte und sieht mit Staunen, dass es andere Generationen gibt, worin vermutlich schon die erste Beleidigung liegt, sie werden eben unsere Plätze einnehmen, es ist wirklich unverschämt. Aber das Stichwort Geschichte leitet auch zu anderen Themen über, zu anderen Ungerechtigkeiten, nicht zwischen Generationen, sondern z.B. zwischen Regionen. “Unsere Gesellschaften werden sich […] verändern. Sie werden wohl ärmer werden. Was nicht unbedingt schlecht ist; wir haben viel zu viel.” Das sagt der Historiker Philipp Blom im Tagesspiegel in einem erfreulich langen Interview. Da kann man auch noch einmal an diesen Artikel in der taz zum  Anthropozän, Kapitalozän, was auch immer, erinnern.

Und wie bringen wir die Themen Generationen und Kapitalismus jetzt zusammen? Da fragen wir Paul Mason, laut der Zeit mit der charmanten Berusbezeichnung “Denker des Postkapitalismus” versehen. Der kommt in diesem Interview zu einem vielleicht überraschenden Ende – man beachte das Wort Generation im letzten Satz. (Und auch in den Kommentaren erkennt man übrigens deutlich Altersdifferenzen der Diskutierenden.)

Dann gibt es für den Freundeskreis Fahrrad ganz zum Schluss auch noch so ein Generationsding, so einen Paradigmenwechsel, dabei geht es um Dienstfahrräder. Dabei hätte man noch vor einigen Jahren nur an PostzustellerInnen gedacht, nicht wahr? Heute nicht mehr.

GLS Bank mit Sinn

Woanders – Mit Musik, Film, Buch und Tanz

Ein Kalenderblatt zu Arthur Conan Doyle. In der Audio-Version auch mit der Stimme von Doyle, ich finde Stimmen von AutorInnen immer interessant.

Und hier, meine Rede: Handschriftliche Notizen. Der Knaller.  Ich mache immer mehr doch wieder mit der Hand. Nur nicht mit Füller, mit Füller saut man alles ein. Auch als Erwachsener. Also ich jedenfalls, gerade wieder einmal getestet (und dann diese Zeilen mit blauen Fingern getippt).

Hier sind ein paar Hörproben der Berliner “Muckemacher”. Musik für Kinder, die auch für Erwachsene ziemlich partytauglich klingt, das dürfte all denen gefallen, die z.B. auch “Deine Freunde” mögen. Die Söhne fanden die Hörproben jedenfalls super, und sollten die mal in Hamburg auftreten, wir wären interessiert.

Ein Text über das Bloggen an sich mit einem Epilog, der – krasser Zufall – genau meine Kindheit beschreibt. Ja, ja. Und die gute Butter gab es damals auch noch, dickere Kartoffeln und, ach egal.

Nebenbei – und zwar wirklich nebenbei, das ist wichtig – habe ich diese App hier für mich getestet. Das ist etwas ganz Simples, und das habe ich auch so gesucht. Eine kostenlose Video-App, die jene Filmschnipselchen, die man mit dem Handy aufgenommen hat, mal eben zusammenspielt und recht raffiniert ein wenig optimiert, so dass sie zu einem auch mal eben dazugeklickten Musikstück passen. Wenn man also etwa mit der Familie auf dem Land spazieren geht und ab und zu ein paar Sekunden lang filmt, wie die Kinder durch Felder und Wiesen laufen, wie sie auf Bäume klettern, Erdbeeren essen, Pferde streicheln etc., und wenn man das dann noch mit einem netten Folksong kombiniert, dann ergibt das zusamengesetzt ein erstaunlich brauchbares Ergebnis. Das ich hier allerdings nicht zeigen werde, da nur die Söhne drauf sind. Aber doch, das geht gut, sogar einhändig. Das benutze ich jetzt öfter mal für solche Erinnerungsfilmchen. Jojo hat hier vor einiger Zeit einmal über Cameo geschrieben, Quik ist noch simpler und kann auch völlig ambitionslos eingesetzt werden, das ist ja manchmal ganz nett.

Ich habe das hier gekocht, grüner Spargel mit Zeug, sehr einfach, sehr gut, außerdem aus einem sympathischen Blog. Alte Regel: mit grünem Spargel wird gespielt und experimentiert, weißen Spargel isst man traditionsgemäß, also mit Kartoffeln, zerlassener Butter und Schinken und fertig, Ende der Diskussion, bitte stellen Sie sich den Autor an dieser Stelle zur Verdeutlichung noch einmal krückstockfuchtelnd vor. Diese Regel hat natürlich überhaupt keinen Sinn, aber an irgendwas muss man sich ja festhalten im Leben.

Außerdem habe ich das hier gekocht, das war wieder ein Tipp von Frau Z. aus H. auf der schönen Insel Usedom, die Dame, in deren Haus ich gelesen habe. Das wird hier noch zur Tradition, wenn es so weitergeht mit solchen Tipps. Das ist jedenfalls ein Gericht, das ehemalige Urlauber der Ausrichtung Dalmatien, Istrien etc. reihenweise nostalgisch stimmt, wie eine schnelle Umfrage im Bekanntenkreis ergab. Und auch das kocht sich ganz simpel und bewährt sich.

Und dann noch das hier, ich habe offensichtlich gerade wieder mehr Spaß am Herd, man merkt es vielleicht. One Pot Rice ist also das neue One Pot Pasta, allerdings ist es besser, viel besser, das kann ich ausdrücklich empfehlen, das hat uns ganz hervorragend geschmeckt. Also jedenfalls den Erwachsenen hier. Der kleine Rest zählt bei Geschmacksfragen aber eh nicht, das sind alles Banausen und Ignoranten. Schlimm.

Und weil, siehe Regelwerk weißer Spargel, nicht immer alles Sinn haben muss, werde ich diese Woanders-Reihe ab sofort mit einem Instagram-Bild der letzten Tage beenden, ob es nun passt oder nicht. Und ein wenig darüber erzählen. Bei Instagram selbst schreibe ich so gut wie nie einen Text zu den Bildern, das ist mir auf dem Smartphone viel zu mühsam. Aber ab und zu gibt es ja doch etwas Kontext, den man noch erläutern kann. Hier im Bild etwa sieht man drei Damen beim Lindy-Hop, eine davon ist die Herzdame und die Kombination mit den beiden anderen war reiner Zufall. Ich bin ein großer Freund der beim Lindy-Hop oft getragenen Mode, das gilt auch für das, was Herren dabei anziehen. Die 30er und 40er und teilweise auch die 50er des letzten Jahrhunderts waren modisch so schlecht nicht, also wenn man gewisse  faschistische Verirrungen in manchen Ländern mal ignoriert.  

Aufgenommen wurde das Foto bei einer Tanzveranstaltung aus der Reihe “Draußentanzen”, bei der man also unter freiem Himmel zu Swing-Musik herumhüpft, in diesem Fall war es am Strandzugang von Övelgönne an der Elbe. Es gibt viele Veranstaltungen dieser Art in Hamburg, für die Herzdame und mich sind sie ein wahrer Segen – denn da können wir auch mit Kindern hingehen und gemeinsam tanzen, während die Jungs in der Nähe herumspielen. Wir können sonst so gut wie nie gemeinsam tanzen, da immer einer abends auf die Jungs aufpasst.