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Woanders – Der Wirtschaftsteil

Da wurde doch gerade hinter den Kulissen dieser Kolumne ein Rekord gebrochen. Das hatten wir nämlich noch nie, dass wir am Text herumbasteln und währenddessen gleich drei Mails kommen, in denen uns fast textgleich der Aufhänger von freundlichen Leserinnen empfohlen wird. Der Text von “Bauer Willi” nämlich, der sich an die Verbraucher richtet, beziehungsweise ihnen den Marsch bläst, sie aufrüttelt, sie in jedem Fall sehr direkt anspricht. Kann man ja mal drüber nachdenken! Beim Denken helfen in dem Fall vielleicht sogar die Kommentare unter dem Artikel weiter, da wird munter von weit entfernten Standpunkten aus diskutiert, und das sogar vergleichsweise zivilsiert. Ein Blick auf die Lage der Bauern, der hilft natürlich ebenfalls weiter bei diesem Thema. Und man sollte wohl nicht vergessen, dass Bauern und Verbraucher sich sowieso nicht immer freundlich begegnen.

Der Text von Bauer Willi richtet sich an den Durchschnittsverbraucher, an Otto Normalverbraucher hätte ich fast geschrieben. Was es mit dem auf sich hat, das kann man sich übrigens auch einmal ansehen, das ist schon interessant, denn der ist ein ausgesprochen mangelgeprägtes Wesen. Geschichtlich gesehen wird sein Einkaufsverhalten wohl von der Haltung “Hauptsache satt” bestimmt.

Der Verbraucher will, so Bauer Willi, vor allem billige Ware, die aber ungespritzt und bio und regio und überhaupt, da stellt man dann fest, dass die Forderung nach dem einfachsten Produkt vielleicht doch die Forderung nach Luxus ist. Denn auch Luxus wird natürlich dauernd umdefiniert, in jeder Branche. Auch da muss man vielleicht ab und zu sein Weltbild justieren und sich fragen, welchen Luxus man sich eigentlich gönnen möchte.

Noch einmal zurück zum Bauern Willi und seiner vermutlich nachvollziehbaren Wut auf billige Lebensmittel. Lebensmittel können manchmal auch billiger werden und es ist doch ein tieferer Sinn in der Preisentwicklung, und zwar dann, wenn man sie damit vor dem Müll rettet. Herrlich kompliziert, das alles – andere Produkte müssen nämlich bekanntlich viel teurer werden, damit es alles sinnvoll bleibt oder wieder wird. Wie es sich anfühlt Lebensmittel einzusammeln, die bereits im Sinne des Handels entwertet, aber noch nicht im Müll sind, kann man hier nachlesen.

Hat man die Lebensmittel aber nicht rechtzeitig als kaufender Verbraucher oder sammelnder Foodsharer vor dem Müll gerettet, kann man sie immer noch aus dem selbigen retten. Damit sind wir dann beim “Containern”. Dazu ein kleines rechtliches Update – wann darf man eigentlich was aus dem Müll mitnehmen? Wie sehen Juristen das – wenn sie denn hinsehen müssen?

Juristen neigen natürlich zu Spitzfindigkeiten, das ist ihr Beruf. Beim Containern wie auch bei den anderen Themen hier sollte man aber das Wichtigste nicht vergessen – die Ressourcen sind wirklich knapp, wir müssen uns wirklich um Effizienz bemühen. Man spricht schon von “Peak-Alles.”

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Woanders – diesmal mit der Handschrift, Konsequenzen in der Erziehung, einem Chor und anderem

Schule: In der SZ geht es um die Handschrift in Finnland, wo man auf diese neuerdings verzichten möchte (Korrektur – die FAZ weiß es genauer). Ich habe, das hat mit dem verlinkten Text aber gar nichts zu tun, neulich zum ersten Mal seit ich weiß nicht wie vielen Jahren einen ganzen Text per Hand geschrieben, eine Kolumne für die Zeitung. Nicht aus irgendeinem retroaffinen Vorsatz, einfach nur weil ich schon im Bett lag und noch kurz vor dem Einschlafen eine Idee hatte. Und wenn ich noch einmal an den Computer gegangen wäre, dann hätte ich auch noch einmal in den Feedreader gesehen, kurz auf Facebook und auf Twitter und Instagram usw., und dazu hatte ich keine Lust. Also habe ich ein Notizbuch genommen und einen Kuli. Das ist anstrengend, mit der Hand zu schreiben, wenn man es jahrelang nicht mehr gemacht hat. Also abgesehen von Einkaufszetteln und dergleichen. Erstaunlich jedenfalls, ohne es überbewerten zu wollen, dass der Text am nächsten Morgen deutlich weniger Änderungsbedarf hatte, als ich es von meinen getippten Texten kenne. Daran werde ich noch ein wenig herumprobieren, interessante Sache. Man denkt wohl doch erheblich langsamer und strukturierter, wenn man mit der Hand schreibt.

Schule: Frau Novemberregen über die unsägliche Frau Steinbach und die Situation an Schulen in bestimmten Städten. Ich finde es gerade sehr reizvoll, dass die Kinder in der Grundschule von Sohn I angefangen haben Schimpfwörter auszutauschen, da kommen bei etwa fünf Nationen in seiner Klasse natürlich einige zusammen. Der Begriff der Woche war für mich Piskopat, das ist die türkische Vokabel für Psychopath. Toll, was? Das merke ich mir doch.

Familie: Kinder lernen aus den Konsequenzen der eigenen Handlungen. Nicht.

Reise: Bei Liisa gibt es in einem Artikel einen eingebetten Film, in dem es um das “Ja” in Nordschweden geht. Das führen wir hier natürlich auch sofort genau so ein.

Hamburg: In Hamburg gibt es einen Chor für alle und ich bin tatsächlich in Versuchung.

Hamburg: Im Archäologischen Museum Hamburg haben Flüchtlinge jetzt freien Eintritt. Man muss ja auch einmal die guten Nachrichten verlinken. Vielleicht vermehren sie sich?

Psychologie: Ein Text in der Zeit über Abschiede und Trennungen und was wir zurücklassen und was wir zusammen haben. Da kann man an vielen Stellen weiterdenken, wirklich schöner Text. Man beachte die Stelle mit dem transaktiven Gedächtnis.

Feuilleton: Stefan Mesch über das Buchprojekt 1000 Tode. In der neuen Version jetzt übrigens auch mit einem Text von mir, sagte ich das? Jetzt aber.

 

 

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Nachdem wir uns in der letzten Folge der Tagespolitik stark angenähert haben, machen wir jetzt einmal das Gegenteil. Und sehen uns etwas an, das ganz anders ist – anders als unser Alltag, anders als unsere Nachrichten, als unsere Traditionen. Wenn Sie glauben, Sie würden in Ihrem Leben einigen Traditionen folgen, hier geht es gleich um Menschen, die älteren Traditionen folgen. Garantiert. Es geht, und da trifft es wieder unsere üblichen Themen, um Wirtschaft, es geht um Verantwortung, um die Beziehung zwischen Mensch und Beruf. Es geht um einen der ältesten Familienbetriebe der Welt, das Houshi Ryoakan in Japan. Und wer ein wenig Sinn für Geschichten hat, dem fällt vielleicht auf, wie geeignet dieser Film als Romanvorlage ist. Der Film dauert 11 Minuten, aber das ist gut angelegte Zeit.

Es ist nicht ganz so einfach, da einen passenden Link in unserem wöchentlichen Themendomino anzulegen, aber man kann es ja einmal mit der Brücke von der japanischen Gartenkunst zu Parks versuchen. Parks, die messbar glücklich machen. Wobei Städte, wir hatten das mehrfach, auch noch auf andere Art wieder grüner werden können, hier etwa die Variante in Zürich. Hat Ihre Stadt auch so eine Strategie? Vermutlich nicht. In Grenoble wiederum geht es um eine ganz andere und höchst bemerkenswerte Art der Stadtbegrünung, da tauscht man jetzt Werbung gegen Bäume.

Und von den Parks, normalerweise städtische Orte der gepflegten und kultivierten städtischen Leere, kommen wir zur Leere im Beruf. Zur “leeren Arbeit”, wenn es auch ein nicht ganz so schönes Thema ist. Leere Arbeit in überfüllten Räumen könnte man da noch ergänzen, das widerspricht sich nämlich überhaupt nicht. Den Ausruf “Lasst mich bloß alleine” kann man nach dem letzten Artikel sofort nachvollziehen. Aber in was für Räumen diese Artikel wohl entstanden sind?

Leere auf dem Konto findet man gemeinhin eher gruselig, aber auch da gibt es Ausnahmen, wenn sie auch sehr selten sein dürften. Leere auf dem Konto, Armut, ist in aller Regel ein Problem – und zwar ein gewaltiges. Gerade wurden neue Zahlen zur Verteilung des Kapitals auf der Welt veröffentlicht und man darf staunen: Heute besitzt ein Prozent der Weltbevölkerung fast die Hälfte des Weltvermögens. Oder überrascht das schon gar nicht mehr? (Im Artikel auch der Link zum ganzen Bericht als PDF)

Diese Kolumne wird geschrieben, während die Nachrichten wieder randvoll von Pegida und Legida sind, man kommt bei den Abkürzungen kaum noch hinterher. Eine andere Demo, gar nicht so klein, ziemlich groß sogar, hatte deutlich weniger Medienpräsenz. Da ging es um Agrarpolitik und bei der Zahl der Teilnehmer möchte man vielleicht zweimal hinsehen. Oder lieber gleich nach anderen Quellen suchen, die deutlich weniger ausweisen, nämlich die Zahl der Polizei, die aber auch noch bei immerhin 25.000 liegt. Mehr zum Hintergrund der Demo hier im Tagesspiegel.

Zum Schluss haben wir in dieser Woche wieder einen Link für die Fahrradfraktion, nachdem in der letzten Woche absolut nichts zu finden war, sehr ungewöhnlich. Vielleicht liegt es an der Jahreszeit? Jetzt finden wir aber doch wieder etwas, und um das Finden geht es auch in dem Artikel: Fahrräder, die dauernd ihre Position melden.

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Woanders – Der Wirtschaftsteil

Während die Nachrichtenlage zu Fremdenfeindlichkeit, Migration, Flüchtlingen etc. jede Woche mehr eskaliert, ist es womöglich sinnvoll, auch einmal auf kleine, aber durch und durch sinnvolle Projekte hinzuweisen. Etwa auf dieses hier. Denn diese Projekte sind es wohl, von denen man mehr braucht. Viel, viel mehr. Damit mehr Menschen verstehen, dass es immer um Einzelschicksale geht. Es ist eben etwas anderes, ob man pauschal “die Flüchtlinge” denkt – oder Familienvater Akif P., 38 Jahre, Ingenieur, Frau verschollen, drei Kinder, eines vermisst. Es könnte die Weltsicht ändern.

“Die Flüchtlinge” aufnehmen, das klingt für viele zu schwierig. Ein einzelner Mensch passt aber vielleicht gerade in die WG. Und dann wächst da vielleicht sogar ein Trend? Na, hoffen darf man ja.

Und wenn man schon in Gruppen denkt, dann sollte man sich klar machen, dass die ganze Menschheit in Bewegung ist. Immer schon. Nur wir vielleicht gerade nicht. Wir, also Sie oder ich zum Beispiel, wir machen vielleicht in unserem winzigen geschichtlichen Ausschnitt gerade mal seit ein oder zwei Generationen Pause von der Wanderung und nennen diese Pause Heimat. In Bochum oder in Hamburg, in Nordeuropa. Aber sonst – alles bewegt sich. Dauernd.

Auch die Pflanzen übrigens. Die sind in der Regel zwar standorttreu, wandern aber dennoch gerne mal irgendwo ein, weswegen wir hier etwa Kartoffeln essen, die einige per plakativ geäußerter Meinung dem Döner vorziehen. Man hat es zur Zeit wirklich nicht leicht mit den Fakten, da geht einiges doch ziemlich schnell unter und man kommt mit der Versachlichung gar nicht mehr hinterher. Man muss aber dranbleiben.

Es gibt natürlich auch noch andere Themen. In der SZ geht man noch einmal den furchtbaren Auswirkungen von Hartz IV nach. Der Text ist etwas länger, es lohnt aber, sich die Details noch einmal bewusst zu machen. Auch zu bestimmten Gruppen von Hartz IV-Empfängerinnen, etwa den Alleinerziehenden, findet man wieder Meldungen. Und es gibt auch Artikel, die einen etwas anderen Blickwinkel finden – etwa wenn es heißt, dass es teuer ist, arm zu sein.

Und am anderen Ende des wirtschaftlichen Spektrums geht es ebenfalls interessant zu, man lese etwa in der Zeit von den Steuern der Konzerne. Ja, man ahnt es schon, auch ohne es zu lesen, schon klar. Aber ein paar Details gehen immer noch.

Um auf andere und positivere Gedanken zu kommen – bei Christoph Koch gibt es ein interessantes Interview mit dem Fairphone-Chef, wir hatten in den letzten Monaten schon diverse Links zu diesem Projekt. Das Interview kann man als umfassendes und auch sehr erhellendes Update dazu lesen. Kurz wird dort auch angesprochen, warum andere Konzerne eigentlich nicht um Fairness bemüht sind. Und große Überraschung: Es ist kompliziert.

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Woanders – diesmal mit Praktikanten, der Schulanfangszeit, Trollen und anderem

Gesellschaft: Mein Bruder schreibt über seine Praktikanten. Klingt banal, ist es aber ganz und gar nicht.

Gesellschaft: Stefan Mesch über Pegida und Charlie Hebdo und alles.

Gesellschaft/Fotografie: Das Fotoprojekt von Martin Gommel. Flüchtlinge mit Namen und Gesicht und Geschichte. Sehr gute Sache.

Irgendwasmitmedien: In der taz geht es um einen neuen Umgang mit Trollen auf den Seiten der Medien.

Schule: Sie fängt zu früh an. Haben wir alle immer schon gewusst und haben wir alle so erlitten. Gebetsmühle an. Heute bin ich Frühaufsteher, als Jugendlicher fand ich aber jeden Morgen grauenvoll. Der Bus von Travemünde nach Lübeck fuhr um 07:12, die Uhrzeit ist mir bis heute zutiefst unsympathisch.

Familie: In der Zeit geht es um den Erfolg von Lego. Ich habe neulich eine Stunde neben einer Legoverkäuferin verbracht, weil die Söhne da etwas aufgebaut haben und ich mit der Dame ins Gespräch kam. Das war ausgesprochen interessant, denn trotz der enorm hohen Preise lieben alle Kunden das Produkt mit einer etwas durchgeknallten Leidenschaft, ähnlich wie bei Apple. Und die Verkaufsgespräche mit Kindern aller Art und Altersstufen (bis etwa Ende 60) waren so vielfältig, teils grotesk witzig, dass man diesen Job gerne mal einen Tag lang mit einer Filmkamera begleiten möchte.

Lego-Alien

 

Feuilleton: Bei den Krautreportern geht es um den Clown und seine Maske.

Feuilleton: Slow-Reading ist das neue Schwarz (englischer Text). Mir geht es mittlerweile so, dass sich das Betrachten von Bildschirmen aller Art für mich so arbeitsnah anfühlt, dass Papier mir viel eher Freizeit suggeriert. Und Freizeit ist auch mal schön, deswegen gehe ich mit altmodischen Büchern ins Bett.

Norddeutschland: Beim Landesblog gibt es täglich Linksammlungen zum Thema Norddeutschland, das werden sicher einige interessant finden, die hier oben herumreisen oder wohnen. Hier ein Beispiel.

Hamburg: Dicke Luft und es ändert sich nichts.

Reise: Was passiert, wenn in Jerusalem Schnee vorhergesagt wird.

 

Woanders – Der Wirtschaftsteil

TTIP ist ein Thema voller Abgründe, Nebenthemen und abenteuerlichen Komplikationen. Die Frage nach den regionalen Spezialitäten gehört da zu den Aspekten, die man noch halbwegs leicht verstehen kann – und selbst da steht in einem Artikel dazu schon die Formulierung: “Die Sache ist kompliziert”. Kommt uns irgendwie bekannt vor, die Wortwahl.

Und wenn man sich einmal die Regionalpresse ansieht, dann kann man sich vorstellen, dass dieses Freihandelsabkommen doch nicht ganz so einfach vermittelbar ist, wie es sich einige Lobbyisten denken. Ich muss da als geborener Lübecker einmal auf die lokale Zeitung verweisen, die das natürlich am Marzipan festmacht. Es wird aber überall Entsprechungen geben.

Es ist dabei schon fast amüsant, wie unweigerlich in den Meldungen das Chlorhühnchen aus den USA erwähnt wird – gerade so, als sei bei unserer Hähnchenproduktion alles supi. Dem ist, das muss man sich vielleicht ab und zu wieder klarmachen, durchaus nicht so.

Durch solch plakative Themen darf man sich jedoch auch nicht davon ablenken lassen, dass es bei TTIP um noch viel mehr geht. Es geht nicht nur um einzelne Produkte und Etiketten. Laut dem Tagesspiegel geht es um nichts anderes als um eine “Umverteilung der Macht.”

Wobei man sich ohnehin fragen kann, ob das Freihandelsabkommen ein Pakt zwischen starken Partnern ist. Bröckelt die EU nicht ohnehin schon vor sich hin? Das fragt sich auch der Historiker David Engels – und sucht nach Parallelen zum Untergang des Römischen Reiches. Der Text kommt, da freut man sich mittlerweile auch schon, ganz ohne den Begriff Abendland aus, obwohl es um Europa geht. Bei seinem Gedankengang landet Engels dann übrigens nicht bei der Machtpolitik einzelner Akteure, er landet bei Werten, das sollte man wohl besonders betonen.

Über die EU denkt man übrigens notgedrungen auch oft nach, wenn man mit seltsamen Regelungen konfrontiert wird, das kann man gerade exemplarisch bei Herrn Fischer nachlesen.

Themenwechsel. Im Freitag geht es um ethische Unternehmen und ihre Rolle in der Wirtschaft. Hat es überhaupt irgendeinen Sinn, alles anders zu machen als die anderen, nach mehr Sinn zu suchen, sich mehr Gedanken zu machen, andere Ziele festzulegen?

Die Sinnfrage, da ist sie wieder. Wir essen weniger Fleisch aus Massentierhaltung, weil wir weniger zur Tierquälerei beitragen wollen. Das ist sinnvoll. Aber geht die Gleichung auch auf? Erst einmal nicht. Ist das ein Grund, alle Bemühungen zu unterlassen? Sicher nicht. Es unterstreicht aber die Notwendigkeit, informiert zu bleiben.

Die Sinnfrage, die Frage nach der Nachhaltigkeit und dem Warum, sie landet auch im Manager-Magazin, dort wird sie sogar philosophisch beantwortet. Mit einem Schluss, der hier keinen überraschen kann

Zum Abschluss des Themas noch die taz mit einem Text, in dem es darum geht, dass Monokulturen arm machen. Ja, auch geistig arm.

Was fehlt? Die Radfahrfraktion natürlich, ohne die können wir diese Kolumne nicht beenden. Da haben wir eine faszinierende Meldung aus Paris und Madrid. Da geht es zunächst gar nicht um Räder – aber irgendwie dann doch. Und ähnlich indirekt geht es auch bei Heiko Bielinski um das Fahrrad. Er schreibt über sein Jahr ohne eigenes Auto. Das könnte immerhin ein Trend sein, wie man so liest.

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Woanders – diesmal mit Eppendorf, einem Postschiffer, Sternweh und anderem

Hamburg: In der Zeit geht es um Eppendorf, da hängt jemand seinen Erinnerungen nach und beschreibt einen komplett durchgentrifizierten, sterbenslangweiligen Stadtteil. Wobei ich immer noch nicht recht deuten kann, was hier die nächste Stufe ist. Was kommt denn eigentlich, wenn alle Mieten endgültig schwindelnde Höhen erreicht haben, wenn alles luxussaniert oder neubebaut ist, wenn in jedem zweiten Haus Antipasti, teure Weine oder Designermodekleidchen verkauft werden?  Was passiert dann? Ich finde Eppendorf ja mittlerweile in einem geradezu schmerzhaften Ausmaß langweilig. Kann das so bleiben, wie es da ist? Ist es womöglich das Paradies auf Erden und ich bin nur wieder nicht die Zielgruppe?

Hamburg: Noch einmal die Zeit über Startschwierigkeiten in der Hafencity. Ich muss da dringend wieder hin, womöglich gibt es schon wieder zwanzig neue Gebäude, über die man sich aufregen könnte? Ich war ein paar Wochen nicht da!

Norddeutschland:  Es gibt einen neuen Postschiffer, der Pakete zu den Halligen befördert.

Weltall: Herr Baumer hat Sternweh.

Schule: Gesche Joost fordert Unterricht im Programmieren an Grundschulen. Nur zu.

Schule: Und noch ein Text zum Thema Programmierunterricht an Schulen, mit etwas anderer Motivation (englischer Text), aber passt schon.

Schule: Beim Tagesspiegel geht es nicht ums Programmieren, aber um Software im Unterricht. Erwähnt wird dabei auch die bremsende Funktion der Schulbuchverlage, wir hatten das neulich bereits. Also im letzten Jahr irgenwann.

Familie: Ein paar Bilder, die das Elternsein realistisch zeigen.

Familie: Patricia über das Leben mit einem Furby.

Familie/Reise: Beim Lesestäbchen gibt es Tipps für einen Aufenthalt in Rom. Das sind die Eltern aus unserem Stadtteil, die ein Jahr lang herumreisen. wir hatten hier schon ihre Tipps zu Venedig.

Physik: Hier gibt es etwas Nachhilfe zur Quantenmechanik, das schadet ja auch nicht.

Kunst: Der Spirograph. Erinnern Sie sich noch? Den gibt es jetzt auch online. Sehr, sehr schönes Spielzeug. Ich mache das jetzt digital, Sohn I macht das auf Papier.

 

Woanders – diesmal mit der Medienerziehung, einem Kulturblog, einer alten Dame und anderem

Schule:  Ein Vater mit reichlich Erfahrung über das Thema Schule und Internet und Computer und Medien. Ich habe mir daraufhin auch eine Folge LeFloid angesehen. Tja. Was soll man sagen. Da stochert man etwas ratlos in seinem Seniorenteller.

Gesellschaft: Sven scheitert an einem Artikel zu Pegida, das kann man verstehen. Durch und durch.  Er scheitert aber lesenswert. Siehe dazu auch Mel. Oder Sascha Lobo. Oder bei Jessy from the blog. Und man findet noch viel, viel mehr Texte. Weiter helfen sie einem alle nicht. Man landet dann irgendwann wieder bei Sven – und möchte das alles einfach nicht akzeptieren. Was aber natürlich auch nicht hilft. Zur Abkürzung Pegida selbst siehe übrigens bei Herrn Meinhold.

Gesellschaft: Eine alte Dame mit einem eingeschränkten Kommunikations-Set. Und fahrt vorsichtig!

Feuilleton: Ich war noch nie in Ulm, ich wüsste, wenn ich so darüber nachdenke, auch nur peinlich ungenau, wo das ist. Ich lese aber das Blog einer Buchhandlung aus Ulm, das wollte ich hier zwischendurch einmal empfehlen. Die Kulturbuchhandlung Jastram listet jeden Tag in unermüdlicher Fleißarbeit Dichtergeburtstage, gibt Buchtipps oder Hinweise zu Filmen, zitiert Lyrik, zeigt auch mal ein Musikvideo – das ist eine feine Sache. Kann man ruhig mal reinlesen.

Leben: Meike Winnemuth über den gasp of delight. Ich habe den jeden Morgen beim ersten Schluck Kaffee. Einer der schönsten Momente des Tages.

Leben: Ein persönlicher Jahresrückblick von Frau Larenzow.

 

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Das ist schon die letzte Ausgabe des Wirtschaftsteils in diesem Jahr, wir danken herzlich für die Aufmerksamkeit in den letzten Monaten! Es stehen Feiertage vor der Tür, der eine oder andere wird also deutlich mehr Zeit als sonst haben. Da verlinken wir natürlich gleich ein paar längere Stücke, das muss ja alles ein paar Tage länger halten.

Wir hatten in der letzten Woche schon das saisonal so überaus passende Thema der Herberge, da legen wir noch einen Link nach, und was für einen. “Warten auf Heimat” ist so ein Projekt, bei dem man merkt, was Onlinejournalismus kann, wenn man die Formate etwas mischt, wenn man Bild und Film und Text einsetzt – und handwerkliches Können natürlich. Da kann man sich ruhig etwas länger umsehen.

Ganz anderes Thema, aber auch eine sehr beachtliche Seite: Einundleipzig. Wobei – stimmt gar nicht, es geht ja auch um Heimat und Herberge, auch wenn hier alles im Kontext der Gentrifizierung steht.

Wer zu dem Thema Gentrifizierung eine etwas deutlichere Meinung und eine größere Dosis Provokation verträgt, der lese diesen Gastbeitrag des Kiezneurotikers im Landlebenblog.

Im Artikel wird, da haken wir kurz ein, eine seltsame Cola erwähnt – dazu noch mehr in der taz.

Und auch in anderen Blogs geht es um Themen, die hier interessieren können. Im folgenden Text etwa um Armut und Respekt und auch um Weihnachten und um eine Flötenspielerin.

Es liegt im Dezember natürlich in der Luft, etwas mehr zu moralisieren als sonst, man lese etwa auch hier von der Vision eines anderen Denkens.

Wer das noch grundsätzlicher durchdenken möchte, das mit der Moral, der nehme bitte das hier zur Kenntnis: Religionen sind ein Wohlstandsphänomen. Ein interessanter Gedanke, da kann man an den Feiertagen doch noch etwas daran herumspinnen. Was heißt das denn für die Wurzel unserer Wertmaßstäbe? Die Kommentatoren unter dem Artikel schlagen sich verbal schon einmal den Schädel ein, das hat man ja immer gern im Kontext der Religion.

Und für all die, es werden ja nicht wenige sein, die auch zu Weihnachten nicht zum Nachdenken kommen, die keine Ruhe finden, die nur im Laufrad rennen und sich am Alltag abarbeiten wie in einem unendlichen Bergwerk, haben wir hier noch einen Text in der brandeins über Sisyphos, einen Versuch über das Absurde. Auch das passt dann wohl für manche ganz gut zu Weihnachten.

Was noch? Ein Interview mit Raul Krauthausen. Wenn Sie ihn nicht kennen, wird es Zeit, das zu ändern, der Mann hat etwas zu sagen und was er über Geld in seinem Leben sagt, werden viele so nicht wissen.

Ein Text über die Kunst, sich gegenseitig etwas über das Leben zu erzählen. Hier kommen sich Menschen näher, die normalerweise in getrennten Gruppen unter sich bleiben. Integration fängt auch da an, wo sich zwei treffen und reden.

Und für die Radfahrerfraktion, nein, wir vergessen sie natürlich nicht, haben wir ganz zum Schluss noch etwas Erbauliches.

Der Wirtschaftsteil erscheint mit der nächsten Folge am 8. Januar, bis dahin erfolgt in Kürze das allgemeine Versinken im Feiertagsplüsch.

Machen Sie es gut, machen Sie es sich schön und seien Sie nett zueinander.

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Woanders – Der Wirtschaftsteil

Wir sind mitten in der Adventszeit, die Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest laufen. Das Weihnachtsfest mit den alten Ritualen, Traditionen, Geschichten. “Und sie fanden keine Herberge”, dem Satz entkommt man nicht, wenn es um Weihnachten geht, nicht wahr? Den wird man noch zu hören bekommen, und zwar mehrfach. Sie fanden keine Herberge – und andere finden die auch nicht, bleiben wir kurz beim Thema. In Marseille sollen Obdachlose jetzt Ausweise mit einer gelben Markierung tragen, und die Stadtverwaltung kann nicht erkennen, was daran verkehrt sein soll. Aber bevor sich jemand über irre Beamte  in Frankreich amüsiert – wir haben keinen Grund, uns zu amüsieren.

Deutschland tut weh” ist ein Artikel, der in den sozialen Netzwerken viel geteilt wurde, und wenn Sie nur einen Artikel in dieser Woche lesen, dann nehmen Sie doch bitte diesen. Wirklich, es ist wichtig. Oder nein, lesen Sie hinterher doch lieber noch die “Zahlen gegen Vorurteile”. Weil man es nicht oft genug sagen kann, weil es so viele nicht hören wollen, weil es mit Vorurteilen im Kopf kein Verständnis gibt – und erst recht keine Herberge. Und wer noch etwas mehr Verständnis entwickeln will, das kann ja immerhin sein, der sehe sich “Der Zaun” an, ein ganz neues Medienprojekt zum Thema Flüchtlinge.

Aber wir wollen die religiösen Anspielungen auch nicht überstrapazieren, das ist immer gefährlich und wird schnell unangenehm. Wir können in der Weihnachtszeit auch einfach an andere berühmte Geschichten denken, der Bezug zur Wirtschaft kommt dann wie von selbst. “Eine Weihnachtsgeschichte” von Charles Dickens, erinnern Sie sich? Die Geschichte vom alten Geizkragen Ebenezer Scrooge, dem die Geister der vergangenen, der diesjährigen und der zukünftigen Weihnacht erscheinen, und der dabei erkennt, dass auch er ein Herz hat? Da geht es auch um die Armut in der britischen Gesellschaft, da liest man vom Hunger und von Menschen, die zu Weihnachten von gutem Essen nur träumen können. Aber das ist natürlich alles lange her. Von wegen.

So, jetzt aber genug der alten Geschichten, kümmern wir uns um die Gegenwart. In der Gegenwart brauchen wir in Kürze einen Baum, eine Tanne fürs Wohnzimmer. Das ist auch für den Wirtschaftsteil ein spannendes Thema, ein sehr spannendes sogar, wenn man diesen Artikel aus der Zeit liest, auch wenn er schon ein Jahr alt ist. Wirtschaft ist eben spannend, der Stoff des Artikels hätte locker für einen dicken Krimi gereicht.

Spannend bleibt es auch, wenn wir Weihnachten ganz hinter uns lassen,  aber noch beim Thema Preis bleiben. Preise sind meistens interessant, ob es nun um Saatgut für Nordmanntannen oder um Erdöl geht. Bei den Krautreportern geht es um Erdöl – und um einen Preis, den keiner kennt.

Und nach der Erwähnung von fossilen Brennstoffen, die bekanntlich ein paar Nachteile haben,  wollen wir wie immer reflexmäßig in die Zukunft sehen, die wohl ohne diese Energien auskommen muss. Was sehen wir in der Zukunft? Drachen. Warum auch nicht.

Ganz zum Schluss noch etwas für die Radfahrfraktion. Auf den ersten Blick kein amüsanter Link, aber doch immerhin ein konsequenter. Hier hat man doch tatsächlich, haha, die Sache mit dem Rad einmal bis zum Ende gedacht.

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