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Woanders – Der Wirtschaftsteil

Es geht um Ernährung, wir lassen aber die Horrormeldungen zu Fleisch und Fisch diesmal aus und kümmern uns eher um das Kochen und ums Einkaufen der Lebensmittel.

Es gibt eine neue Plattform für Medienjournalismus, “Über Medien”, gegründet von Stefan Niggemeier, das werden viele mitbekommen haben. Medien sind hier eigentlich gar kein Thema, sie können es aber doch werden, etwa wenn es um die Zeitschrift “vegan” geht, die sich Peter Breuer genauer angesehen hat.

Die vegane Ernährung finden viele seltsam, auch die Hinweise auf veganen Lebensmitteln können ein wenig seltsam anmuten. Veganer wiederum finden natürlich alle anderen seltsam, es ist eben immer irgendwie komisch, wie sich andere ernähren. So wie es auch komisch ist, nur noch bereits zerschnittenes Obst zu kaufen. Oder nicht? Brauchen wir denn alles portioniert, wie die Kinder? Oder sourcen wir da ganz im Gegenteil sehr erwachsen und souverän Arbeitsschritte aus? Unsere Eltern hätten es jedenfalls noch höchst befremdlich gefunden, sich alle Zutaten des Abendessens portionsgerecht ins Haus liefern zu lassen, um die Einzelteile dann genau nach Anweisung zusammenzufügen

Und das muss man den Menschen mit veganer Ernährung lassen, sie beschäftigen sich intensiv mit ihrer Ernährung und ihrem Einkauf, das ist sicherlich gut und richtig. Während andere kaum wissen, was sie da in den Wagen legen.

Wir werden aber trotz Unkenntnis, das steht wohl fest, immer spezieller in unseren Ansprüchen, sei es wegen Allergien, wegen Ernährungsideologien, wegen Diäten und natürlich auch schlicht wegen besonderer Vorlieben. Das ist auch für Köche nicht ganz einfach (allerdings sehr einladend für Komiker).

Und wir sind immerhin mittlerweile kollektiv so seltsam geworden, dass in den Zeitungen zum Aufwärmen geraten wird, und es ist gar keine Satire, es ist völlig ernst gemeint. “Wer aufwärmt, ist autonom” steht da in der Schlagzeile, mit solchen Sprüchen haben die 68er damals gewiss nicht gerechnet.

“Früher”, murmeln da die noch etwas Älteren da womöglich, “früher haben wir noch einfach gegessen, was auf den Tisch kam. Sogar tagelang!” Also zum Beispiel das Zeug aus den Care-Paketen, das hier noch einmal aufgedeckt und neu interpretiert wird, wie man wohl sagt.

Manche denken aber auch total vernünftig, wenn es um Essen geht. Es scheint z.B. recht vernünftig zu sein, Essen an Bedürftige zu verteilen, bevor man es wegwirft. In Berlin haben damit jetzt die Behörden ein Problem. Zum Zusammenhang von Vernunft und Berliner Behörden kann sich bitte jeder die Pointen selbst denken. In Frankreich wird derweil Großhändlern das Wegwerfen von Lebensmitteln verboten, so geht es also auch.Man beachte den letzten Satz im Artikel.

GLS Bank mit Sinn

 

Woanders – Die fünfundzwanzigste Sonderausgabe Flucht und Fremdenfeindlichkeit

Frankreich: Zunächst ein Buchtipp zum Dschungel bei Calais, ich habe mir das Buch auch gerade heruntergeladen. Dazu dann später im Monat mehr.

Griechenland: Ein Artikel über die vollkommen absurde Mischung aus Sparpaket und Flüchtlingskrise.

Griechenland/Türkei: Mehr zu den Anforderungen an Griechenland auch in diesem Artikel, in dem es sonst darum geht, dass mittlerweile mehr Frauen und Kinder in die Boote steigen.

Türkei: Flüchtlinge, auch Kinder, arbeiten in Textilfabriken. Zu Bedingungen, die man sich vorstellen kann, aber nicht möchte.

Australien: Vermutlich eher wenig bekannt ist die Lage in Australien, wo gerade rigide Abschiebungen Schlagzeilen machen.

Deutschland: Wobei es auch in Deutschland bei Abschiebungen manchmal seltsam zugeht, to say the least.

Deutschland: Im Sprachlog geht es um die Mechanismen der Stimmungsmache.  Und auch Thomas Fischer in der Zeit beschäftigt sich mit dem Thema Sprache und Wahrheit deren kunstvoller Ausdeutung. Ein Genuss.

Deutschland: Ein Text über die Kriminalität unter Flüchtlingen, die nicht ganz den Vorstellungen von Pegida entspricht.

Deutschland: Frieden-Fragen ist eine Seite für Kinderfragen zu den Themen Krieg, Verfolgung etc.

Deutschland: Lenz Jacobsen über die Geschwindigkeit und die Qualität staatlicher Entscheidungen und Maßnahmen. Und nein, es ist kein Rant, ganz im Gegenteil.

Deutschland: Wolfgang Luenenbuerger-Reidenbach über die Pogromstimmung in den sozialen Medien. Mit sehr griffiger Zusammenfassung unter dem Text.

Jordanien: Syrische Mädchen stellen für Fotos ihre Traumberufe dar.

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Ein kleiner Nachtrag zur letzten Woche, da ging es hier um Ungleichheit, unter anderem um ökonomische Ungleichheit. Und da fiel auch das Wort Vermögenssteuer. Es gibt jetzt einen neuen Text mit einer Idee dazu, die etwas anders als die üblichen Vorschläge ausfällt. Aber die vielleicht auch ganz plausibel ist. Der Herr Hulverscheidt von der SZ schlägt nämlich vor, nicht mehr Einkommen, sondern nur noch Vermögen zu besteuern.

Allerdings wäre das eine ziemliche Innovation, die Steuern so umzustellen, und das hatten wir ja auch in der letzten Woche: Innovationen sind gar nicht so willkommen, vieles geht gerade vielen zu schnell. Der Spiegel erinnert an eine erzwungene und überhaupt nicht willkommene Innovation, nämlich die Umstellung bei den Glühbirnen. Hat sich das nun gelohnt? Mit höchst interessantem letzten Absatz.

Dann beschäftigen wir uns gleich noch ein wenig weiter mit der Innovation und der Neuerung, wenn wir schon dabei sind. Helsinki gibt es jetzt in transparent, mit ganz offener Datenlage, und der Artikel dazu in der brandeins wurde in der letzten Woche in den sozialen Netzwerken so oft geteilt, fast könnte man annehmen, es gäbe hier auch Bedarf an solcher Offenheit. Damit rechnet man auch nicht gerade, dass Lokalpolitik irgendwie hip wird. Es geht dabei sozusagen um regionale Daten, da haben wir wieder eines der üblichen Stichworte dieser Kolumne. Und noch ein anderes Stichwort können wir mit Innovationsthemen und Digitalisierung in Verbindung bringen, denn in der SZ geht es hier um eine Bio-Bewegung fürs Netz. Im Text gibt es sogar einen Bezug zum bewussten Konsum! Und dahinter passt dann natürlich ganz gut ein Update zum Fairphone.

Noch einmal zu SPON; da gibt es einen Text über eine Wohnung, in der die Bewohner vor Modernisierung nicht zurückschrecken, im Gegenteil. Man kann hier nachlesen, wie eine Wohnung wird, die man komplett vernetzt. Vielleicht ist der entscheidende Satz zu dem Technikspielzeug aber doch: „Wenn wir es nicht hätten, wäre es auch nicht schlimm.” Es geht euphorischer, hm?

Und in der FAZ gibt es einen schönen Rant gegen die Disruption, bzw. gegen den vollkommen überstrapazierten Begriff. Da werden sicher ein paar ihre eigene Firma wiederfinden.

Nach diesem Artikel lassen wir das Wort Disruption im Folgenden natürlich lieber weg, es geht aber dennoch auch im nächsten Artikel um eine grundlegende Innovation. Allerdings um eine, die gar nicht einfach zu erklären ist: “Blockchain”. Ein Wort, dass wir auch für den gepflegten Smalltalk lernen müssen. Der Artikel ist gar nicht mal so kurz und gibt sich leider große Mühe, den Erfinder der Technik als Freak darzustellen, bei den üblichen Anzugträgern würde man nicht so auf der Erscheinung herumreiten. Es ist jedenfalls ein interessanter Vorgang, um den es da geht – und wer weiß, was dadurch im Finanzbereich noch alles in Bewegung gerät. Und auch im Versicherungsbereich gibt es übrigens neue Ideen, warum soll man so etwas nicht ab und zu neu erfinden?

Für den Freundeskreis Fahrrad haben wir im Schlusslink eine Meldung, in der Räder gar nicht vorkommen, aber es geht doch wieder um eine Stadt, die anfängt, Autos rauszuwerfen und sich aus Umweltgründen massiv zu wandeln. Und es ist eine Stadt, die wir in diesem Zusammenhang noch nicht hatten, die Sammlung wird allmählich immer europäischer: Madrid.

GLS Bank mit Sinn

Woanders – Die vierundzwanzigste Sonderausgabe Flucht und Fremdenfeindlichkeit

Österreich: Die Zeit über eine ganz einfache Wahrheit, die erstaunlich viele Menschen problemlos ausblenden können – “Wer Obergrenze sagt, der muss auch Tränengas sagen.” Wir können beim Thema Obergrenze auch kurz an Anne Frank denken, das passt schon. Ich hatte übrigens einmal die Ehre, mit einer Frau zu reden, die genau wie Anne – und sogar zur gleichen Zeit und in der gleichen Stadt wie Anne – die Besatzungszeit in einem Versteck auf einem Dachboden zugebracht hat.  Solche Gespräche beeinflussen die Einstellung zum Thema Flucht und Asyl und Migrationsmöglichkeit erheblich. Die Dame lebt schon länger nicht mehr, vielleicht würde sie, wie etwa Fritz Stern, die Zeitläufte mittlerweile doch etwas bitter bilanzieren.

Deutschland: Noch in diesem Zusammenhang  “Wir haben uns entschlossen, Grenzen zu schützen und nicht Menschen.” Und hier noch ein paar Bilder von ungenutzten Grenzstationen in Europa. Wer weiß, wie die bald aussehen.

Spanien/Marokko: Noch einmal die Zeit über das “Grenzmanagement” vor Melilla. Da hat man ein anschauliches Beispiel für eine Obergrenze.

Deutschland: “Erst über Jahrzehnte eine Ellenbogengesellschaft heranziehen und sich dann wundern, wenn größere Teile der Bevölkerung sich genau so verhalten.” Da ist etwas dran.

Niger: Ein Artikel über Migranten als Ware und über die Situation an der Grenze zwischen Schwarzafrika und Nordafrika.

Europa:  “Manchmal habe ich das Gefühl, dass in Europa gerade ein schlechter Zweiter-Weltkriegs-Film gedreht wird.” Ein Interview mit einer Philosophin. Man beachte auch die Anmerkungen zu Ungarn.

Deutschland: Im Sprachlog kann man die Laudatio zum Anglizismus des Jahres nachlesen: “Refugeees welcome”.

Deutschland: Höchst erstaunliche Vorgänge um “Passersatzbeschaffungsmaßnahmen”. Es gibt immer noch Abgründe des Themas Migration, auf die man so leicht gar nicht kommt.

Deutschland: Und manche Nachrichten sind auf den ersten Blick so absurd, dass man dreimal nachsieht, ob sie nicht vom Postillon kommen: Spätaussiedlerkinder sollen keinen Kontakt mit Flüchtlingskindern haben.

Deutschland: Patrick Gensing über den Populismus als Perpetuum Mobile.

Europa: Eine absolut grauenvolle Meldung – der Guardian über in Europa verschwundene Kinder auf der Flucht.

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Es geht um Gesellschaft und Soziales und um Ungleichheit, bzw. Ungerechtigkeit. Wir können auch bei diesem Thema einmal ganz weit vorne anfangen. Nämlich in der Steinzeit. Und das ist sogar wörtlich gemeint, denn hier geht es um Jägerinnen und Sammler, vielleicht aber doch eher um Sammlerinnen und Jäger, wie auch immer, es geht um die herumwimmelnde Frühmenschheit, jedenfalls geht es um ein Bild, das vielleicht geradegerückt werden könnte. Eines jener Bilder, die sehr viel über unser Zusammenleben aussagen und die sich auswirken bis zur Gesellschaft unserer Tage, man lese etwa einmal hier. Der Faustkeil im Bild und die Steinzeit in der Überschrift passen nur zufällig, der Rest hat schon Bezug, das sind eben die Folgen der Rollenverteilung, wir werden sie so leicht nicht los. Es ist ein weiterer Zufall, dass es gerade noch einen langen Artikel zur Steinzeit gibt, ein Interview mit dem Paläoanthropologen Friedemann Schenk. Ein empfehlenswerter Text. Man könnte vielleicht zunächst denken, er passt gar nicht hierher, aber dem ist nicht so. Es gibt bemerkenswert viele Anknüpfungspunkte zu unseren üblichen Inhalten, von der Paläo-Diät bis zur Migration und zur Ressourcennutzung.

Von der Steinzeit leiten wir zwanglos direkt über zu einem Artikel über Führungspositonen, die mit Frauen besetzt sind. Was hat sich da in den letzten zehn Jahren geändert? Kurzfassung: nichts. Quelle surprise! Na, in der Langfassung findet man dann doch ein paar Änderungen.

Aber das ist natürlich nur eine der markanten Ungleichheiten in dieser Gesellschaft. Eine andere ist die zwischen den Armen und den Reichen, dazu kann man auch viele Fragen stellen. Etwa die, warum es in unserem vergleichsweise reichen Land eigentlich noch Obdachlose gibt. Die brandeins sieht sich das genauer an.

Zum Thema Armut war gerade die Meldung mit dem Reichtum der 62 reichsten Menschen, deren Besitz, wie war es noch, dem der Hälfte der Menschheit entspricht, in allen Medien. In einigen Artikeln wurde akribisch nachgerechnet, was daran nun wie genau stimmt – als ob es darauf ankäme. Eine beeindruckende Meldung war es in jedem Fall, man kann nur vielleicht nicht viel damit anfangen. Was heißt denn das genau für uns? Hat das eigentlich etwas mit uns zu tun? Die Zeit liefert sechs Gründe, sich zu empören, darüber kann man einmal nachdenken. Aber etwas näher gehen uns vielleicht doch Meldungen wie diese – jedes fünfte Kind in Deutschland lebt in Armut. Und überhaupt geht es auch hier etwas seltsam zu, was die Verteilung angeht (man beachte das leichte Gähnen zwischen den Zeilen bei der Formulierung: “Schon erklingt der Ruf nach einer Vermögenssteuer wieder”). Eine einigermaßen originelle Schlagzeile zum Thema lautet “Reich sein lohnt sich”, in diesem Text reicht der Elan immerhin noch für etwas mehr Argumentation zur bzw. gegen die Vermögenssteuer. Im Vergleich zu der Meldung mit den Multimillionären lösten diese Meldungen zur drastischen Ungleichheit in Deutschland allerdings so gar keine allgemeine Welle aus. Seltsam eigentlich.

Ungleichheit berührt auch andere hier häufiger vorkommende Themen, etwa diesen ganzen 2.0-Zauber und auch die Zukunft der Arbeit. Mehr über diese Zusammenhänge bei SPON. Und die FAZ verbindet dann noch die “Ungleichheit des Vertrauens” mit der ökonomischen Ungleichheit. In dem Text sind gleich ein paar Stellen ziemlich interessant. Etwa die Skepsis gegenüber Innovationen: “Der allgemeinen Bevölkerung ist das Innovationstempo ganz eindeutig zu hoch geworden.” Was heißt das für alternative Wirtschaftsmodelle?

By the way – zu den Superreichen dieser Welt gibt es ab und zu Listen, wer da nun auf welchem Platz ist, wer in den Top Ten ist und wer nicht mehr und wer am aller-, allerreichsten ist, wer den größten Dagobert-Duck-Faktor hat. Wir verweisen hier lieber auf eine andere Liste, es ist die der einflussreichsten Sozialunternehmer. Deren Projekte sind im Artikel jeweils verlinkt, es lohnt sich, da einmal durchzuklicken.

Zum Schluß aber wie fast immer noch der Link für den Freundeskreis Fahrrad, da geht es diesmal um Radwege. Aus Holz. Um noch einmal auf die Ungleichheit der Vermögen zurückzukommen – in gewissen Vierteln müsste es die dann wohl in edler Wurzelholzoptik geben.

GLS Bank mit Sinn

Woanders – Die dreiundzwanzigste Sonderausgabe Flucht und Fremdenfeindlichkeit

Weltweit/Deutschland: In der NZZ geht es in einem längeren Text um die Vision komplett offener Grenzen. Weltweit. In der SZ geht es dagegen um geschlossene Grenzen, von denen gerade verblüffen viele träumen. Damit hat allerdings die Wirtschaft ein Problem. Und das ist uns ja sonst so wichtig, was die Wirtschaft so für Probleme hat.

Weltweit: „Die gute Nachricht ist: Nie war die Welt bedürftigen Menschen gegenüber so großzügig wie heute. Die schlechte Nachricht: Nie war diese Großzügigkeit so unzureichend.“ Ein Artikel über die chronisch unterfinanzierte humanitäre Hilfe. Der Vorschlag mit den fünf oder zehn Cent Zuschlag auf Luxusartikel klingt nach Satire, ist aber ernstgemeint.

Weltweit: Beim Thema Flucht denkt man gerade nur noch an Syrien und vielleicht auch an Afghanistan und den Irak, in der Washinghton Post werden noch einige andere Zahlen aus der Geschichte im Vergleich aufbereitet.

England: Daniel Defoe mit einer Expertenmeinung zu einer historischen und wohl ebenfalls zur aktuellen Migrationskrise. Warum auch nicht.

Deutschland: Saša Stanišic möchte Hölderlin May und Tucholsky vorlesen. Aus Gründen.

Deutschland/Schweiz: “Im Grunde sind alle Menschen Migranten.” Ein Projekt in Zürich. Dazu passend ein datenjournalistischer Spaß der Berliner Morgenpost – von wo ziehen Menschen nach Berlin?

Deutschland: Das Modell Altena (Das ist im Sauerland. Ganz komisch, im nächsten Wirtschaftsteil kommt auch das Sauerland mit einem Modell vor, wird es am Ende gerade zur Trendregion? Wer rechnet denn mit so etwas?)

Deutschland/Serbien: Ein Film über eine Abschiebung und ein kleines Mädchen bei der Jugendfeuerwehr.

Deutschland: In Hamburg und für Hamburg gibt es eine neue Sammelseite zum Thema Willkommenskultur.

Deutschland: Ein Kommentar in der taz zur Politik von Angela Merkel. Ich finde alles richtig, was dort über Hysterie gesagt wird.

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Es geht um Mode, wir werfen da erst einmal einen Blick hinter die Kulissen und lassen uns die Geschwindigkeit der Branche erklären, und zwar von der brandeins.

Und ganz logisch, wenn eine Branche sich durch Geschwindigkeit auszeichnet, dann leben die Sachen wohl nicht lange. Weswegen Kleidung so viel wert ist wie Wegwerfgeschirr. Die Produktionsbedingungen sind ja bekannt, wenn man das Wort Bangladesch nur hört, hat man schon die Bilder vor Augen. Weswegen einige Firmen lieber woanders produzieren lassen. Was nicht unbedingt etwas ändert.

Noch einmal die Zeit, dort sieht man sich eine Firma an, die etwas anders vorgeht. Ähnlich wie beim Fairphone gilt auch hier – ökologisch-nachhaltige Perfektion in der Produktion gibt es nicht. Interessant ist es aber allemal.  Und wer noch mehr zu Produktionsbedingungen wissen will – einfach mal wieder ins Kino gehen.

Und dann noch zwei Links, in denen wir das Thema Mode mit den hier häufiger vorkommenden Themen Ernährung und Konsum verbinden können. Zum einen geht es um vegane Mode, zum anderen speziell um veganes Leder. Ja, Leder.

Ganz ohne ein bestimmtes Thema zu meinen, möchten wir hier noch eingermaßen dringend ein wirklich schönes Blog zum Thema empfehlen, die “Textilen Geschichten” von Suschna. Man lernt etwas, man wird bestens unterhalten, so macht Kulturgeschichte Spaß. Und von diesem Blog aus kann man wieder zu einem anderen aktuellen Thema überleiten, zu Flucht und Migration. Es gibt dazu nämlich einen interessanten Text im Blog und ja, es hat auch etwas mit Mode zu tun.

Zum Schlusss aber wie fast immer der Link für den Freundeskreis Fahrrad, in dem es diesmal nicht um Verkehrspolitik und Stadtplanung geht, es geht tatsächlich einmal um das Radfahren an sich, um die Technik des Radfahrens. Zu zweit. Ob da jetzt jemand in Versuchung kommt, die Szene nachzustellen. bzw. nachzuradeln?

GLS Bank mit Sinn

Woanders – Die zweiundzwanzigste Sonderausgabe Flucht und Fremdenfeindlichkeit

Deutschland/Köln: Zu den Vorkommnissen in Köln ein Kommentar von G. Diez. Und noch eine Anmerkung, ganz anders geartet. Aber auch zu Köln. Außerdem hat Herr Fischer wieder hingelangt, und danach gibt es eigentlich nichts mehr zu sagen. Oder doch noch: Margarete Stokowski mit einer äußerst lesenswerten Anweisung, wie man mit der Mistgabel argumentiert. Und dieser Link dann vielleicht noch schnell zur Erheiterung, wenn man schon bei Vorurteilen und pauschalen Einschätzungen und alle Kreter lügen und dergleichen ist.

Deutschland: Ein paar Denker und eine Denkerin mit Anmerkungen zur aktuellen Lage.

Deutschland/Polen: Deutscher als die Deutschen, Strebermigranten, Champs – ein erfreulich langer Artikel aus dem letzten Jahr über Polen in Deutschland.

Europa: Ein Weltspiegelfilm über die im Moment übliche Fluchtroute.

Deutschland/Hamburg: Ein Artikel in der Zeit über Schulunterricht für gerade angekommene Kinder/Jugendliche.

Weltweit: In der NZZ geht es um die Geschichte der Mauer. Und zum Mauer- und Festungsbau auch noch ein Kommentar im Spiegel.

Deutschland: Ein Text über die zahlreichen Bürgerwehren.

Deutschland: Sascha Lobo über den Social Nationalismus.

Deutschland: Eine offizielle App für Geflüchtete.

Deutschland/Hamburg: Ein Film über einen Syrer, der anderen Geflohenen hilft. Der “arabische Supermarkt”, der in dem Film vorkommt, ist allerdings nicht arabisch, sondern türkisch, ich habe hier auch einmal über diesen Laden geschrieben.

Frankreich: Schulunterricht im Dschungel von Calais.

Woanders – Der Wirtschaftsteil

Es gibt erst einmal ein paar Links zum Thema Ernährung, denn da gibt es einen aktuellen Termin, man erinnert sich an dieses Event vielleicht sogar noch aus den Vorjahren. Eine recht große Demo.

Bei der Ernährung ist aber ein anderes Thema grundsätzlich vorgeschaltet, das ist der Hunger.Dazu gibt es jetzt ein neues Buch vom argentinischen Schriftsteller Martin Capparós.

Bei den meisten hier stellt sich aber gar nicht die Frage ob, sondern wie wir uns ernähren. Also z.B. mit Fleisch oder ohne, vielleicht mit diesem Ersatzzeug aus Soja? Ist das okay? Und dann gibt es immer wieder Menschen, die es endlos genau nachrechnen, was denn nun besser ist, Fleisch oder kein Fleisch. Das Tierwohl spielt natürlich überhaupt keine Rolle in diesen Berechnungen, denen in der nächsten Woche übrigens sicher schon wieder jemand widersprechen wird, das Tierwohl ist leider nicht so praktisch messbar.

Das andere Dauerdiskussionsthema bei der Ernährung ist im Moment die Regionalität. Da findet man ab und zu auch noch neue Aspekte, die bisher gar nicht hier vorkamen, etwa den des Onlinewochenmarktes.

Von den Themen Fleisch und Region abgesehen, muss man sich schon etwas weiter weg umsehen, um spektakuläre Neuigkeiten zu finden. Etwa ein künstliches Riff. Etwas gewöhnlichere Neuigkeiten findet man aber schon auch noch in der eigenen Region, allerdings fallen sie kaum auf, schon gar nicht achtlos durchfahrenden Städtern. Man sieht es auf den ersten Blick nicht, was und wie gründlich da alles auf den Höfen modernisiert wird, aber man kann es hier einmal nachlesen, wo die Entwicklung hingeht. Und während also Roboter durch die menschenleere Feldmark huschen, veröden am Wiesenrand die Dörfer, denn da will ja bekanntlich keiner mehr wohnen. Da machen wir jetzt einen kleinen Themensprung und lesen etwas zum Landleben 2.0 in der Zeit, da geht es um Dörfer und um die Provinz und auch wieder um High-Tech. Auch wenn das Wort Postkutsche im Text vorkommt. Aber ob wir das mit den sterbenden Dörfern denn überhaupt glauben sollen? Am Ende hat nur wieder jemand etwas falsch berechnet, hochgerechnet, vorhergesagt? Das kommt ja durchaus vor. Wie dem auch sein, man kann auch als Städter in Erwägung ziehen, sich ein wenig Land zuzulegen. Das könnte absolut sinnvoll sein.

Zum Schluss wie fast immer der Link für den Freundeskreis Fahrrad, in dem es aber gar nicht primär um Radfahrten geht. Aber doch um etwas, das Menschen auf Rädern enorm freuen dürfte und das sich ziemlich originell liest – da werden in Berlin also Parkplätze zu Sitzgelegenheiten umgebaut.

Woanders – Die einundzwanzigste Sonderausgabe Flucht und Fremdenfeindlichkeit

Balkan: In der FAZ geht es um Geschäfte mit Flüchtlingen, die als Kunden vermutlich überall willkommen sind. Aber auch nur als Kunden

.Griechenland: Ein Artikel über die Methoden der Menschenschmuggler vor Lesbos. Und wenn noch jemand Bilder von den Schiffslandungen dort ertragen kann: hier. Und noch einmal das überaus grauenvolle Detail der gefälschten Schwimmwesten.

Deutschland: Ein Blog, in dem Künstler gegen Vorurteile anzeichnen und texten.

Hamburg: Nach der taz ist die medizinische Versorgung insbesondere von Kindern in Hamburger Unterkünften unzulänglich.

Köln: Es ist gar nicht so einfach, einen Text zu Köln zu finden, den man empfehlen kann. Hier ist einer von Peter Breuer. Oder einer von Margarete Stokowski. Oder noch Sascha Lobo über Mob und Gegenmob. Und schließlich ist sicher auch dieses Gespräch in der taz interessant.

Griechenland: Auf Lesbos lernen sich Flüchtlinge und Touristen kennen. Ein ganz wunderbarer Film. 22 Minuten, wirklich sehr empfehlenswert.

 

The Island of all Together (Deutsche Untertitel) from Philip & Marieke on Vimeo.