Aufploppende Krokusfelder.

Lost places im Odenwald. Wenn man über den Kalten Krieg eine Weile nachdenkt, man könnte ja Sachen erzählen! Mit welcher Selbstverständlichkeit in den 60ern und 70ern alle Erwachsenen bei jedem herangrollenden Gewitter kurz dem Donner lauschten und dann nur halb scherzhaft “Der Russe kommt” sagten. Wie das Bedrohungsszenario langsam, langsam verblasste über die Jahre.  Wie irgendwann keine tieffliegenden Militärjets mehr alle paar Tage über einem Übungsrunden drehten und es erst nach Monaten auffiel, dass da ein Riesenstück Krach weg war. Das glaubt einem doch alles kein Kind mehr.

Ein Update zum Kaffeepappbecherproblem in Hamburg.

Noch einmal Hamburg, hier gibt es jetzt Coworking-Space auf der Seuten Deern. Die Idee finde ich gut. Morgens in aller Herrgottsfrühe und nach wüster Nacht durch den Hafenfrühnebel an Bord gehen, den Seesack über der Schulter, Akkordeon unterm Arm, Pfeife im Mund, unrasiert und gedankenlos die Liebe an Land zurücklassend. Dann aber nur ein schlankes Notebook auspacken, zwei, drei Onlineprojektchen brav abarbeiten und abends nach Hause gehen, um gemeinsam mit der Dame des Hauses regionale Lebensmittel zu kochen. Schon irgendwie schön, die Vorstellung.

Ein neues Buch über Erich Ohser/e.o. plauen.

Hier geht es um Barbara. Die Aufnahmen von Depardieu fand ich beim ersten Hören nicht umwerfend, aber manches braucht eine zweite, dritte und vierte Chance, mal sehen. Bis dahin doch lieber das Original, aber natürlich nicht mit dem ewigen Göttingen. Eher mit dem Lied, das die Dame singt, deren Mann am frühen Morgen durch den Hafenfrühnebel an Bord gegangen ist, den Seesack über der Schulter … na, und so weiter. Sag, wann kommst du wieder?

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