In der Zeit geht es um die Lust an der Angst, ich denke, das sollte in diesem Jahr von möglichst vielen Menschen grundsätzlich verstanden werden. Der Artikel bezieht sich zwar zunächst auf die USA, aber wir haben hier bekanntlich auch ein paar Kandidaten, die mit der Angst politisch herumspielen, da ist es besser, ein paar Spielregeln zu durchschauen. Nebenbei geht es natürlich auch um die Rolle der Medien in dieser Show. Zufällig habe ich gerade in einem Jules-Verne-Hörbuch, das Sohn I auf einer Autofahrt hörte, ein passendes Zitat mitbekommen, es geht da um ein furchterregendes Himmelsphänomen, es ist aber eigentlich egal, worum es geht:

“Natürlich bemächtigten sich die Tagesblätter der vorliegenden Frage, behandelten sie unter allen Gesichtspunkten, beleuchteten oder verdunkelten dieselbe, berichteten falsche oder wahre Tatsachen, erregten oder beruhigten ihre Leser im Interesse der Höhe ihrer Auflage – und wiegelten endlich die schon halb verwirrten Massen nicht wenig auf. “ (Aus: Robur der Sieger, der Roman erschien 1886)

Und apropos Spielregeln – immer schön auf die großen Banken achten.

HONY ist gerade in Argentinien, das passt noch hinter die Sache mit der Angst. Ich hatte vor vielen Jahren einmal angeheiratete Verwandtschaft in Argentinien, durch sie habe ich erst wirklich verstanden, welchen unsagbaren Horror in den Familien dieses Verschwinden damals verursacht hat. Und welcher Horror auch blieb, wenn die Opfer wieder auftauchten und erzählten. Oder wenn sie nichts erzählten, kein Wort, gar nichts.

Völlig unpassend nach dem letzten Link, aber so kommt es eben manchmal: Hier ein Video, in dem Bruce Springsteen mit Band improvisiert. Das macht sehr viel Spaß. Gefunden via Kiki auf Twitter.

Ein anderes Lied noch schnell zur guten Nacht, eh klar, nicht ganz so spaßorientiert. Bei Andrew Bird lohnt übrigens auch weiteres Herumklicken.

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