Beifang vom 07.02. 2017

Ganz passend zum vorgestrigen Link “Umwege” in der NZZ denkt Vince Ebert bei Spektrum über das rationale Denken und dessen Abgründe nach.

Bei der SZ preist man den Gentleman, das finde ich gut und richtig. Und da kommt ganz am Ende auch das Flanieren schon wieder vor, es häuft sich hier in letzter Zeit, wie vielleicht auffällt – und es läuft alles auf irrationales Flanieren hinaus. Ich bin auch durchaus bereit dazu, mir ist es nur gerade noch ein wenig zu kalt dafür. Und überhaupt Februar, ich mag traditionell im Februar gar nichts, völlig sinnlose Winterverlängerung, alles doof, Wurmfortsatz des Kalenders, Februar kann weg. Pardon, geht schon wieder

Unter “Was schön war” hatte ich bereits zwei Kassenszenen, aber andere erleben beim Bezahlen auch etwas, so ist es ja nicht. Hier etwa.

Beim Schweizer Bund (wie bin ich denn da nun wieder gelandet?) gab es einen Artikel über die besten Songs 2016, dazu wurde auch eine Spotify-Liste angelegt, die ist im Artikel verlinkt. Und da ich dringend mal aus meinem Country-Folk-Blues-Sumpf rausmusste, womöglich wäre mir sonst bald eine Gitarre gewachsen, habe ich mir das alles einfach mal komplett angehört. Die ganze Playlist, acht Stunden Musik. Das war super, Musik aus Stilrichtungen, die mir eigentlich eher gegen den Strich gehen oder vollkommen egal sind: Das stilistische Spektrum reicht von Elektro-Gospel über die gute alte Mörderballade bis zum alpinen Dub und dem äthiopischem Metal.” Äthiopisches Metal! Da kann ich bei Spotify lange auf “Ähnliche Künstler” klicken, da komme ich von Johnny Cash aus nie hin. Einfach mal großzügig Chancen geben, nichts hektisch wegklicken, zuhören, wirken lassen . Das war aufschlussreich, ein paar Entdeckungen waren auch dabei. Ich fand wirklich, die Stücke waren intelligent ausgewählt. Das hier unten etwa, wenn es auch nicht gerade Metal ist: