Ich habe dieses Buch für den nächsten Urlaub in den Bergen vorgemerkt, es klingt passend.

In der Zeit geht es lang und interessant um den Zufall. Ich gehöre auch zu den Leuten, die massiv Schwierigkeiten haben, an den Zufall zu glauben, ich bin aber auch besonders belastet. Denn ich habe jahrelang in einem kleinen, heruntergekommenen Antiquariat gearbeitet, und wie man sicher weiß, sind kleine, heruntergekommene Antiquariate überall auf der Welt seltsame Zauberbuden, nur geschaffen für seltsame Begegnungen, eine ganz eigene Art der Romantik, mystische Momente, äußerst obskure Zufallsfunde und das buchgestützte Verknoten von Schicksalsfäden. Wenn man da sitzt, Bücher und Menschen und Jahre kommen und gehen sieht und und sich nicht irgendwann wie in einem Esoterikschmöker fühlt, muss man schon bemerkenswert phantasielos sein. Wie ich in diesem Laden zufällig meine erste Frau kennengelernt habe, kann man übrigens in “Marmelade im Zonenrandgebiet” nachlesen. Ansonsten ist der Sherlock-Holmes-Aspekt in dem Artikel sicherlich richtig, ich würde das aber nicht abwerten wollen. Der Mensch ist ein Spurensucher und Zeichenleser, immer schon, von allem Anfang an. Ich denke, wir gehören so. Und nach etwas längerem Nachdenken – vielleicht glaube ich doch gar nicht an den Zufall. Vielleicht glaube ich einfach nur an gute Geschichten.

Schriftzug "Ach was"

Ein Neuzugang auf meiner Spotify-Playlist “Abend” – Guy Clark mit einem Lied über seine verstorbene Frau, „My favourite picture of you”, schöner Text. Es gibt nämlich auch bei Country interessante Stücke, ich finde sie nur ziemlich schwer zu finden. Ich lasse mich auf Spotify gerade hauptsächlich über die Auswahl bei “Ähnliche Künstler” treiben und bin gespannt, wann ich da aus der Country-Nummer wieder herauskomme. Oder ob man auf diese Art ewig nur zwischen Blues und Country hin- und herflippert? Mit gelegentlichen Anflügen von Alt-Country, Folk und Indie? Mal sehen.

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