Ein Text von Maret Buddenbohm, auch bekannt als die Herzdame. Im Text ein Interview mit Johnny Buddenbohm, auch bekannt als Sohn II, und Jojo Buddenbohm, auch bekannt als Sohn I.

Zwischen den Weihnachtsfeiertagen musste der Gatte ins Büro und ich die Stellung zu Hause halten. Um dem Lagerkoller zu entgehen und um zu verhindern, dass die Wohnung in Schutt und Asche gelegt wird, habe ich mir die Jungs geschnappt und sie zusammen mit ihren Freunden ins Kino geschleppt. Der Trailer hat mich zwar nicht so richtig vom Hocker gerissen und Animationsfilme mit Gesinge sind nicht so meins, aber in der Woche vormittags um 11 Uhr darf man nicht so wählerisch sein. Meine Freundin und ich haben uns dann der Herausforderung gestellt, mit vier vollkommen unausgelasteten und überdrehten Jungs das Kino zu rocken.

Ich hatte dann aber schon lange nicht mehr so einen Spaß im Kino und die Erwachsenenfilme, die ich kürzlich gesehen habe, können echt einpacken dagegen. Etliche Eltern um mich herum haben ganze Songs mitgesummt. Und ich hatte ständig das Bedürfnis, am Ende der Auftritte der Künstler zu klatschen.

Kurz zum Inhalt des Films: Der Koala Buster Moon versucht sein Theater mit allen Mitteln vor dem Bankrott zu retten und veranstaltet eine Castingshow. Mit dabei sind die 25fache Mutter und Haussau Rosita, das schüchterne Elefantenmädchen Meena, das Punk-Girl Stachelschwein Ash, die arrogante Maus Mike sowie der Gorilla Johnny, der aus der Gang seines kriminellen Vaters aussteigen will. Jeder hat seine eigene Geschichte, warum er den Contest gewinnen will. Unterstützt wird Buster von seiner Sekretärin Miss Crawly, sie ist ein uralter Leguan mit einem Glasauge, sowie seinem Freund, dem Schaf Eddie.

Ich habe mich ein bisschen mit den Söhnen über den Film unterhalten:

Herzdame: Wie fandet ihr denn den Film?

Jojo: Gut und ein bisschen traurig.

Herzdame: Traurig? Was war denn traurig?

Jojo: Wo das Theater eingestürzt ist.

Johnny: Und wo der Freund vom Stachelschwein mit einer neuen Freundin weggegangen ist.

Jojo: Und als Mike, die eingebildete Maus, das Elefantenmädchen einfach weggeschickt hat. Am besten fand ich den Schweine-Auftritt.

Tanzende Schweine

(Foto: Universal Pictures)

Herzdame: Worum ging es in dem Film denn überhaupt?

Johnny: Um Musik, um Musik, um Musik. Yeah!

Jojo: Um den Koala Buster Moon. Der will sein Theater retten, was ihm aber irgendwie nicht gelingt. Also am Schluss schon. Aber erst mal nicht.

Herzdame: Wie versucht denn Buster Moon das Theater zu retten?

Jojo: Mit einer Castingshow.

Johnny: Nein, mit dieser komischen „Prumzessin“, die immer so komisch guckt. Also zuerst. Und dann mit der Show.

Herzdame: Du meinst die alte Diva, Nana Noodleman?

Jojo: Genau, Nana Nudeldingsbums. Und die Frau von der Bank wollte ständig Geld von Buster Moon. Und die wollte dann auch das ganze Theater.

Herzdame: Richtig, weil er der Bank noch Geld schuldete.

Jojo: Und fast am Ende hat sich Buster Moon noch dazu entschieden, Autos zu waschen, um an Geld zu kommen. Da hat sein Freund Eddie ihm geholfen. Buster Moon hat gewischt und das Schaf hat abgetrocknet.

Herzdame: Und wie haben die beiden gewischt und abgetrocknet?

Jojo: Die haben sich mit Wasser abspritzen lassen und dann ist Buster Moon auf dem Auto hin und her gerobbt und das Schaf hat sich am Auto hin und her bewegt und so das Auto abgetrocknet.

Johnny: Jaaa, und das Schaf hat so gemacht…. wisch, wisch, wisch.

Herzdame: Ich fand das war die witzigste Szene am ganzen Film, wie sie das Auto gewaschen haben.

Jojo: Fand ich nicht.

Herzdame: Echt? Ich fand das war mit Abstand das Allerlustigste. Ich habe Tränen gelacht.

Johnny: Das fand ich auch am allerwitzigsten. (Achtung Spoiler!) Aber cool fand ich auch, wie das Gebäude am Ende so schnell wieder aufgebaut wurde. (Spoiler aus) Und was ich auch noch cool fand, die Polizisten, so bum bum bum, und….

Jojo: … das waren die Gauner.

Der Gorilla Johnny

(Foto: Universal Pictures)

Herzdame: Und Jojo, was fandest du denn am allerwitzigsten?

Jojo: Kann ich auch sagen, was ich am allerbesten fand? Am allerbesten fand ich diese Show wo die leuchtenden Tintenfische waren, bevor das Theater eingestürzt ist. Ich fand eigentlich nichts witzig, nur alles sehr cool.

Herzdame: Ach? Ich fand eigentlich ziemlich viel witzig. Ich habe echt viel gelacht. Und wisst ihr, was mir noch gut gefallen hat? Mir hat gut gefallen, dass da ganz viele Lieder gesungen wurden, die man auch aus dem Radio kennt.

Jojo: Ja, das fand ich auch gut.

Johnny: Aber das dööfste Lied war „Oh, mein Gott!“ (Anmerkung der Redaktion: „Oh, my Gosh!“) mit den Hasen. [Im folgenden Trailer bei 0:29]

Herzdame: Aber du singst es die ganze Zeit. Und was meint ihr, für welches Alter der Film gut geeignet ist?

Johnny: Ab 8.

Jojo: Ab 6.

Herzdame: Also ich finde auch schon früher. Und ist er denn auch für Erwachsenen geeignet? Haben die auch Spaß?

Jojo: Ja, Eltern haben auf jeden Fall auch Spaß.

Herzdame: Und hast du eine Idee, woran die am meisten Spaß haben?

Jojo: Das sind auch die vielen Lieder. Und es ist gibt so viele tolle Stellen.

Johnny: Oh, mein Gott! Ähäm Ähäm Ähäm! Uuuu Uuuu Uuuu! (Auf dem Bett hüpfend und ausflippend)

Der Koaloa und seine Sekretärin

Foto: Universal Pictures)

Herzdame: Und auf einer Skala aller Animationsfilme, die ihr so schon gesehen habt, wo befindet er sich da?

Jojo: Eher hier ganz oben.

Herzdame: Also es war schon einer der richtig guten Animationsfilme?

Jojo: Ja.

Johnny: Das war der beste, den ich jemals geguckt hab. Oh Yeah! Oh Yeah!

Und hier noch der Link zum kompletten Soundtrack bei Spotify:

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