Das Plattdeutsche erholt sich. Es sollte sich noch viel mehr erholen, es ist eine so herrlich defensive Sprache. Im Plattdeutschen beleidigt man eher gemütlich und überhaupt ist man tendenziell unaufgeregter. Man kann das auch testen und mal zwei, drei Seiten Platt laut vorlesen – es macht einen ruhiger, das ist geradezu regionale Sprachwellness. Die Herzdame und ich können leider nicht flüssig op Platt vertellen. Unsere Vorfahren sprachen auch ziemlich verschiedene Ausprägungen, die einen nordwestfälisch, die anderen lübsch/mecklenburgisch, da gibt es erheblich abweichendes Vokabular. Aber wir bauen immerhin viele Einzelstücke im Alltag ein. Wir haben auch jahrelang an der Bettkante plattdeutsche Schlaflieder gesungen, so etwas bleibt nicht ganz ohne Wirkung. Auf die Frage “Wo ist Mama” kann die Antwort deswegen hier schon mal “De Olsch is in de Köök” lauten, auch aus Kindermund. Und das ist gut so.

Ein paar Gedanken zum Thema Armbinden.

In einer Diskussion auf FB hat mich Isa an diesen Text zum Weihnachtsmann und zum Glauben von mir erinnert, den ich längst vergessen hatte, was schreibt man nicht alles. Aber weil er gerade so gut passt, verlinke ich ihn noch einmal.

Wer Kinder hat, die ein Skateboard haben, möchte vielleicht dieses kleine Motivationsvideo vorführen (via Fakeblog auf Twitter):

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