Eine etwas experimentelle Ausgabe, wir testen einen anderen Themenmix. Das kann gerne kommentiert werden, es ist nur ein Versuch.

Als diese Kolumne vor mittlerweile drei Jahren anfing, gab es noch keine thematische Festlegung pro Woche, sondern in jeder Woche einen bunten Mix aus Links zu etlichen Themen. Das haben wir irgendwann umgestellt, um ein spezielles Thema jeweils umfassender und etwas tiefschürfender darzustellen, wie z.B. den Lobbyismus in der letzten Woche. Aber das hat auch Nachteile. So veralten z.B. viele Links, bevor das jeweilige Thema “reif” genug ist, um eine Ausgabe zu füllen. Ein anderer Nachteil besteht sicher darin, dass einzelne Ausgaben Teile des Publikums rundum nicht interessieren.

In dieser Woche stellen wir versuchsweise einmal wieder auf aktuelle, aber eben auch bunt gemischte Links um – die aus unserer Sicht interessantesten Texte der letzten Woche zu den typischen Themen dieser Kolumne. Also zu nachhaltiger Wirtschaft, Sinnfindung im wirtschaftlichen Handeln, Umwelt, Sozialpolitik, Gerechtigkeit, Kapitalismus, Neoliberalismus, Gemeinwohl, Landwirtschaft, Ernährung, Verkehr, Stadtentwicklung usw.

Das sind Themen, die typischerweise nicht von denen vertreten werden, die gerade politisch weltweit im Aufwind sind. Weswegen wir auch mit einem Text zu Trump beginnen. Es ist ein ungewöhnlicher Text, weil er eine neue Perspektive ins Spiel bringt: Trump aus dramaturgischer Sicht. “Warum am Ende vielleicht doch noch alles gut wird.” Wer sich für Sinnfindung in der Wirtschaftspolitik interessiert, wird das vielleicht mit Gewinn lesen.

Mit einem noch viel deutlicherem Bezug zur Wirtschaftspolitik schreibt Nils Markwardt über die Freiheit, genauer sogar über verschiedene Freiheiten.

Und damit genug vom großen Ganzen, sehen wir uns einige Detailaspekte an. Vielleicht ist der erste Link da auch überraschend. Alle Welt redet nämlich von selbstfahrenden Autos, aber hier geht es um autonome Schiffe. Warum auch nicht.

Um noch kurz beim Verkehr zu bleiben, Don Dahlmann erklärt die Details zu den gefälschten Verbrauchswerten von PKWs etwas genauer, als man es auf den meisten Nachrichtenseiten finden kann. Mit Lösungsvorschlag, wie realistisch auch immer.

Dann machen wir das Verkehrswesen noch eben komplett, es gibt auch Neuigkeiten beim Zugverkehr – gecrowdfundete Züge. Nanu! Mit ziemlich erstaunlichen Neuerungen, wie etwa den Themen-Abteilen.

Originelle Ideen sind hier immer willkommen, jetzt mehr denn je, wo sich neuerdings so viele für die Richtung Rückwärts interessieren. Vorwärts bleibt einfach spannender. Hier geht es um ein Abomodel für Kleidung, in dem man die Rohstoffe nach dem Tragen irgendwann wieder zurückgibt. Dabei kann man noch einen anderen Aspekt aus Konsumentensicht betonen, in der SZ geht es zunächst eher um den Preis für die Neuanschaffung.

Noch ein Themenwechsel, beim Standard gibt es einen Artikel, in dem das Miteinander in der Stadtplanung betont wird, da geht es um den Menschen, der auf das Teilen angewiesen ist und das auch in der urbanen Zukunft so leben muss, denn “wir sind eine soziale Spezies.” Auch wenn es einem manchmal nicht so vorkommt. Sehr deutlich formuliert das auch der Architekt Daniel Libeskind: “Soziale Gerechtigkeit und Gleichheit sind nicht nur intellektuelle Ideen, sie müssen sich in der Art und Weise niederschlagen, wie Städte Bautätigkeit planen.” Im letzten Absatz dieses Interviews begegnet uns übrigens unvermutet Trump wieder, womit sich der Kreis dann für diese Woche erst einmal fast geschlossen hat.

Aber eine Meldung zum bedingungslosen Grundeinkommen hängen wir doch  noch eben an – es lässt nämlich aufmerken, wenn jetzt Konzernchefs das Wort in den Mund nehmen.

GLS Bank mit Sinn

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