Ein Test Text von Maret Buddenbohm, auch bekannt als die Herzdame, in einem Alter, wo es langsam anfängt hier und da zu zwicken

Wie Ihr wisst, gibt es gelegentlich Reklame im Blog, die gekennzeichnet werden muss, das hier ist so ein Fall.

Wie kürzlich hier berichtet, bin ich vom Gatten genötigt worden meine Testberichte nun selbst zu schreiben. Hätte ich das doch vor den Anfragen gewusst…. Nun sitzen wir hier einträchtig jeder an seinem Schreibtisch und basteln Blogeinträge, während die Söhne die Wohnung in Schutt und Asche legen.

Wie vielen bekannt sein mag, ist mir im Frühjahr ein Lendenwirbel rausgesprungen und seitdem habe ich einen neuen ständigen Begleiter: den Rückenschmerz. Das Schlimmste war mit Krankengymnastik und Massagen nach rund drei Monaten durchgestanden, aber das Schlafen entwickelte sich zum echten Alptraum.  Am besten liegen konnte ich in Rückenlage, dummerweise aber nicht schlafen. Meine absolute Schlafposition ist die „verdrehte-Bauch-Seiten-eingerolltes-Baby-Lage“. Spätestens beim Wort „verdreht“ sollte klar sein, dass dies allerdings nicht die beste Liegeposition für ausgerenkte Wirbel ist.

So habe ich mir anfangs damit beholfen, längliche Kuscheltiere und Kissen zwischen die Beine zu klemmen und mich nachts so zu fixieren, dass ich wenigstens stundenweise schlafen konnte. Leider konnte ich nicht auf unsere gute, alte Stillwurst zurückgreifen, da sie vor ein paar Jahren geplatzt ist. Das war eine Sauerei, man macht sich keinen Begriff! Diese Mikroperlen aus der Füllung kleben noch bis heute in jeder Ritze unserer Wohnung und weil sie auch statisch geladen sind, nicht nur in Fußbodennähe.

Wir haben im Sommer an drei verschiedenen Orten Urlaub gemacht und ich habe da immer besser geschlafen als im eigenen Bett. Das will doch schon was heißen! Ich habe jedes Mal das Laken hochgezogen und den Matratzen-Check gemacht: Ikea, No Name und Eve (das war übrigens beim Nuf zu Hause). Wie gesagt, alle Matratzen waren besser als meine.

Herzdame an Eve-Karton

 

Irgendwann in dieser Zeit bekamen wir dann auch die Anfrage ob wir die EVE MATTRESS und das Kissen dazu testen wollen. Und ob wir das wollten! Ich vor allem.

Herzdame mit Kissenkarton

 

Relativ bald nach unserem Urlaub kam sie dann auch schon. Das war aber noch die in England hergestellte Matratze, die anfangs fürchterlich stank und erst mal auslüften musste. Mehr oder weniger zeitgleich erschien dann auch der vernichtende Testbericht von Stiftung Warentest. Das Meiste davon hat uns nicht wirklich beeindruckt, aber dass sie angeblich krebserregende Brandschutzmittel enthält, hat uns dann doch etwas verunsichert. Weshalb wir nach Rücksprache mit dem Hersteller jetzt auch die neue, in Deutschland (und also nach deutschen Standards) hergestellte Matratze bekommen haben und testen dürfen.

Herzdame öffnet Kartons

 

Wir haben nun für unser Doppelbett zwei 90×200 cm große Matratzen und zwei Kissen geliefert bekommen. Service, Lieferung und Verpackung waren vorbildlich. Und mit den beiden Matratzen kam auch noch neues Kinderspielzeug – die beiden großen und stabilen Kartons.

die Söhne im Karton

 

Die Bilder hier entstanden alle beim Auspacken im Wohnzimmer, normalerweise liegen wir nicht auf dem Boden vor dem Esstisch herum.

Herzdame in Karton

 

Was die Eve alles kann, sowie die Eckdaten, kann man hier beim Hersteller nachlesen.

Uns hat auf Anhieb die Höhe von 25 cm gefallen, angeblich höher als normal. Beim Reinsinken fühlt es sich etwas nach Seniorenbett an, aber da ich ja mit einem Senior (im Vergleich zu mir) verheiratet bin, passt das ganz gut.

Herzdame reißt Plastik

 

Die Matratze ist ziemlich fest und gibt nur punktuell nach. Beim ersten Drauflegen fand ich das noch sehr gewöhnungsbedürftig, weil ich gerne kuschelig und tief einsinke (bitte jetzt keine Kommentare zum rückenfreundlichen Schlafen und so. Ich mag das einfach. Danke!). Aber ich war schon nach der ersten Nacht umgewöhnt.

Herzdame

 

Die Kissen (hier mehr dazu) sind für mich allerdings irgendwie keine richtigen Kissen, sondern Schaumstoffklötze für Senioren. Ich mag auch hier eher so den „Puff-Effekt“ beim Reinlegen. Außerdem knülle ich mein Kissen gerne in die richtige Form, also je weicher, desto besser. Was dazu führt, dass ich bis heute nicht ohne mein „Bubu-Kissen“ außerhäusig schlafe (Oder dann eben gar nicht schlafe).

Herzdame

 

Der Gatte hingegen hatte sofort Gefallen am Kissen gefunden, aber der ist wie gesagt auch schon etwas älter. Wobei ich aber auch hier von der ersten Nacht an wirklich gut drauf gelegen habe. Auch ohne „Puff“ und Knüllen.

Herzdame, liegend

 

Wenn man es genau nimmt, sinkt das Kissen schon ordentlich ein, aber eben nur an den Stellen, wo man draufliegt. Es passt sich Kopf, Hals und Schultern so an, dass sie gestützt werden und man wirklich gut liegt.

Herzdame

 

Und weil dann doch alles irgendwie ganz kuschelig und rückenfreundlich ist, wollte ich letztes Wochenende gar nicht mehr aus dem Bett raus, was dann zu einem Filmabend im Bett geführt hat. Wie immer ganz romantisch, ich sehe mir mit Kopfhörern auf dem Notebook einen Film an, der Mann liest neben mir ein schlaues Buch.

Irgendwie war mir, vielleicht inspiriert von der neuen Matratze, nach „Fifty Shades of Grey“. Sagt jetzt bitte nichts, aber ich hatte so das Gefühl, die einzige Frau im Universum zu sein, die den Film noch nicht kannte. An einigen Stellen ließ der Gatte dann sein schlaues Buch tatsächlich mal sinken, weggelegt hat er es aber nicht. Immerhin murmelte er aber irgendwann „Gib mir Matratzennamen“, er hat also schon verstanden, worum es ging. Und Matratzennamen fallen einem nach den Werbekampagnen in diesem Jahr sogar ein paar ein.

Herzdame

 

Fazit des Tests: Der Gatte und ich haben schon gleich in der ersten Nacht deutlich besser geschlafen und ich bin morgens ohne die üblichen Rückenschmerzen aufgewacht. Der Gatte ist ebenfalls hochzufrieden und schläft jetzt manchmal länger als bis fünf Uhr, das ist für ihn eher erstaunlich.

Die Matratze kann man 100 Tage probeliegen, das Kissen 30 Tage, bei Unzufriedenheit kann man es auch wieder zurückgeben. Ich kann mir aber nicht vorstellen, warum wir das tun sollten.

 

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