Senminuten ist ein sehr schöner Titel für einen Artikel, in dem es um Simsalabim und “Da simmer dabei” geht. Das wird allerdings erst logisch, wenn man den Text gelesen hat. Den schon alle Welt verlinkt hat, aber das ist ja kein Grund, ihn hier wegzulassen. Ein sehr schöner Text, wegen so etwas muss man Blogs doch einfach lieben, nicht wahr.

Ein Artikel über die Elbphilharmonie, der erstens den Ausdruck “ondulierende Härte” enthält und sich zweitens so liest, dass man fast Lust bekommt, sich das Ding doch mal näher anzusehen, sogar als Hamburger. Na, erstmal die Massen durchlassen. Steht ja wohl noch eine Weile.

Tellonym war in der Social-Media-Szene das Spielzeug der Woche, da kann man, das ist an sich recht simpel, Leuten anonym etwas schreiben, lesen können das dann aber nur die Betroffenen. Also als ob man jemandem heimlich einen Zettel in den Briefkasten wirft, die Älteren erinnern sich. Das ist natürlich eher sinnlos, gänzlich unnötig, moderner Schnickschnack und tendenziell Zeitverschwendung, ich habe also auch einen Account. Hier. Na gut, in Wahrheit ist es gar nicht sinnlos, weil ich da nämlich schon wirklich wunderbar nette Mitteilungen bekommen und mich darüber geradezu maßlos gefreut habe. Im Rahmen meiner hanseatischen Möglichkeiten, versteht sich. Ganz amüsant auch, wie Teile meiner weltoffenen und entspannten Timelines sich immer sehr ernsthaft mokieren und mit dem Krückstock fuchteln, wenn irgendein neues Online-Spielzeug auftaucht. Ello, Snapchat, was auch immer – da rückt man das Monokel zurecht und guckt erst einmal furchbar streng. Ich sichere mir da immer erst einmal den Account-Namen, es gibt mittlerweile ein wenig weltweite Buddenbohm-Konkurrenz.

Ich mag die Bilder von André Duhme, sogar wenn es um gesponsorte Autowerbung geht, und das will etwas heißen. Und es geht auch um Butjadingen.

Ich hatte die erste Stunde Balboa, nun also tatsächlich ein weiterer Tanz in meinem Programm. Dieser ist, ich schrieb es schon einmal, in überfüllten Ballsälen entstanden, er ist also kategorisch nicht raumgreifend, es war schlicht kein Raum da. Wie man im Video sieht, ist die Tanzhaltung eher aufrecht, besonders im Vergleich zum Lindy-Hop, man ist oben eher eng und statisch, während weiter unten verblüffend viel passiert, die Musik ist ziemlich schnell. Das fühlt sich, TänzerInnen können sich das vielleicht vorstellen, ziemlich großartig an. Balboa gilt als Tanz für Tänzer, nicht für Zuschauer, und da kann man schon nach einer Stunden sagen: Da ist durchaus etwas dran. Das hat was. Nächste Woche also wieder. Wobei ich jetzt Balboa und Lindy-Hop direkt nacheinander habe, da ist das Umschalten gar nicht so einfach. Die Tänze sind schon sehr unterschiedlich. 

Christine Finke über den Blogoholimus. Ich weiß genau, was sie meint, ich weiß, wie sich das anfühlt. Es hängt etwas quer, wenn man ein wichtiges Thema überhaupt nicht im Blog unterbringen kann, zufällig habe ich gerade in diesem Jahr diese Erfahrung auch auf eine ganz neue Art gemacht. Manches ist eben beim besten Willen nicht blogbar, und es fühlt sich manchmal schlicht an wie eine Verdauungsstörung. Das ist nicht schön. Und auch, was sie zu den Kommentaren schreibt, die dann nicht kommen können: Jo. Das ist so. Vermutlich kennt es sogar jeder, der ein paar Jahre lang bloggt.

Dazu noch ein Winterwalzer. Den hatte ich sicher auch schon einmal, aber egal. Wo er doch so schön ist.

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