Ich mag in diesem Text, es geht um das postfaktische Zeitalter und um Google und um die Wahrheit,  die Formulierung von der “Bewirtschaftung von Launen.” Sehr sogar. Ganz passend dazu ein Text in der Zeit über den Niedergang der Experten.

Eine Bildergeschichte, es geht um einen Fleischverkäufer.

Über Sex und Treue und Bonobos und uns. Aber heute ist es eh zu warm für alles.

Niedersachsen kehrt zum Abi mit 13 Jahren zurück. Komplett. Was für ein grandioses Debakel der Schulpolitik. Irgendwo las ich neulich Gedanken zur Wiedereinführung der Wehrpflicht, alles schaukelt also hin und her und rauf und runter, wenn man lange genug wartet, wer weiß, sogar die soziale Marktwirtschaft kommt noch zurück. Man sitzt so am Fluß und wartet, was da alles vorübertreibt, oder wie war das?

Meine momentane Lieblingsmusik zur Arbeit, die polnische Gruppe Kroke mit “Time”. Da ist ein Uhrenticken im Song, das hat doch mal was. Wer Spotify nutzt, findet dort auch noch eine Aufnahme mit etwas mehr Bumms.

Ansonsten stromere ich gerade durch die Geschichte des US-amerikanischen Protestsongs, Folksongs etc., weil es dort neben den sattsam bekannten Größen auch Figuren wie Jackson C. Frank gibt, vor allem bekannt wohl durch das wunderbare “Blues run the game.” Es gibt keinen Film dazu, hier dennoch ein Clip bei Youtube. Das Lied wirkt noch etwas anders, wenn man sich einmal seinen Lebenslauf durchliest, das ist nun wirklich nicht irgendeine normale Story.

Ebenso beim auch nicht gerade breit bekannten Phil Ochs, bei dem man nicht umsonst über eine Verfilmung des Lebens munkelt, auch er hatte gravierende psychische Probleme. Alleine die Stelle mit dem Goldanzug in seinem Wikipedia-Eintrag, alleine die Stelle mit dem abgehängten Bob Dylan! Auch von Phil Ochs ein Clip ohne Bewegtbild, “When I’m gone”, der Herr muss live einigermaßen betörend gewesen sein.

Mir ist immer, als würden mich solche Lieder an etwas erinnern, ich komme aber nicht recht darauf, was es sein kann. Wenn es am Ende nicht sogar das nächtliche Gitarrengeschrammel langhaariger Studenten aus Hamburg am FKK-Strand von Travemünde ist, Anfang der Achtziger etwa, komplett mit Lagerfeuer und Sternenhimmel und Brandungsgeplätscher und allem, da sind wir damals als Kinder heimlich herumgeschlichen und haben den Liedern zugehört – und habe den Großen gelegentlich diskret eine Wurst vom Grill geklaut. Nun ja. Those were the days, my friend.

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