Ich bin immer noch dabei, mich mit dem Radio wieder und mit den Podcasts neu anzufreunden, und ich höre abends daher gerade, statt Bücher zu lesen. Das mache ich vermutlich sogar den ganzen Mai durch, warum auch nicht, ich möchte auch einmal verhaltensoriginell sein.  Sonst kann ich das nämlich nie testen, ich fahre nun einmal nicht genug Auto oder Bahn, um das Hören irgendwo im Alltag unterbringen zu können, da ist einfach keine Lücke. Ich dachte kurz, ich könnte gut beim Kochen etwas hören, aber es stellte sich heraus, dass ich zu dynamisch und zu laut Karotten und anderes Zeug zerteile, um dabei alles verstehen zu können. Und es macht mich wahnsinnig, wenn ich mit der Lautstärke des Tablets gegen die Lautstärke der Dunstabzugshaube angehen muss, das geht so alles nicht.  

Am Abend also, während der Stapel ungelesener Bücher neben dem Bett bald baugenehmigungspflichtig wird, höre ich mir jetzt etwas an. Ein ausgesprochen komisches Gefühl. Ich müsste vielleicht zusätzlich Stricken oder Häkeln oder so etwas lernen, um mich nebenbei zu beschäftigen, denn irgendwie werde ich den Impuls nicht los, beim Hören noch etwas Sinnvolleres zu tun. Herumliegen ist einfach nicht mein Ding, das ist eher Stress. Es ist ein wenig kompliziert.

Wenn es so weitergeht, werde ich es auf diese Art aber sogar noch zum Hörbuch bringen, eine wirklich abgefahrene Vorstellung. Was ich eigentlich sagen wollte: Es wird in nächster Zeit vermutlich öfter ein paar Links zu Sendungen/Podcasts geben, da müssen wir jetzt durch.

Hier etwa eine beeindruckende Sendung über die Stiefschwester von Anne Frank. Lang und schlimm, wie könnte es anders sein. Das sind immerhin 53 Minuten, aber es lohnt wirklich sehr, der Dame zuzuhören.

Um so etwas in der S-Bahn zu hören, müsste ich allerdings bis Buxtehude oder weiter fahren, nein, sogar noch weiter als bis nach Lübeck, fast bis Berlin, wohin aber bis jetzt gar keine S-Bahn fährt,m das wird also teuer. Oder ich müsste mit dem Auto bis nach Dänemark, woraufhin ich jetzt einen wieder Ulla-Meinecke-Ohrwurm habe, die Älteren verstehen das. Schlimm!

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