Woanders – Der Wirtschaftsteil

Es geht um die Urform des wirtschaftlichen Handelns, es geht also um den Handel an sich. Gleich vorweg eine Meldung zum internationalen Handel, zu einer Entwicklung, die sonst eher selten thematisiert wird, nämlich den Zusammenhang zwischen der Digitalisierung und dem Wandel im weltweiten Handel. Man kann es natürlich auch reißerischer formulieren: “Der klassische Güterhandel ist ein Auslaufmodell.” Bzw., wie wir hier sagen würden: Regionalisierung ist Trumpf. Bei allem.

Aber normalerweise, schon klar, denkt man bei Handel eher an den naheliegenden Konsum, an das, was wir fast täglich einkaufen und wo wir das tun. Dazu ein Text über die Damen, die vor einiger Zeit Schlecker-Filialen in Eigenregie übernommen haben und bis heute führen. Wieso klappt das eigentlich?

Damit sind wir bei den großen Filialisten. Beim Handel mit dem täglichem Bedarf werden viele an Filialen nicht vorbeikommen, es lohnt daher immer, Veränderungen in diesen Ketten etwas genauer anzusehen. Was passiert da gerade und warum? Und ganz ohne einen bestimmten Artikel zu meinen, empfehlen wir zum Thema Handel und Märkte gerne und immer wieder das Supermarktblog. Oft eine erhellende Lektüre, oft ein Aha-Moment nach dem täglichen Einkauf.

Beim Stichwort Filialen ging es jahrelang auch immer um das Thema Filialsterben, jedenfalls wenn es nicht gerade um Lebensmittel ging. Dazu eine Meldung, die eine andere Richtung andeutet und gleich noch ein großartiges Wort für den Smalltalk mitliefert, “Webrooming”: Die Renaissance der Filiale.

Zu diesem Thema gibt es noch einen veritablen Longread zum Verhältnis Verkäufer und Kunde, da kommt auch ein gewisser Herrn Loman vor, der eine oder andere wird sich aus dem Theater erinnern. Die Brandeins über das Kaufen.

Simone de Beauvoir kommt auch nicht eben häufig in den Meldungen hier vor, in der FAZ wird sie aber bemüht. Es geht da um ein Thema, zu dem man ziemlich gut selbst weitergrübeln kann, da jeder eine andere Konsumstichprobe darstellt: Sind Frauenprodukte eigentlich teurer als Männerprodukte?

Und nun noch einige Ergänzungen etwas neben dem Mainstream. Hier etwa aus Dänemark, wo es jetzt einen Supermarkt für abgelaufene Lebensmittel gibt. Ob in Deutschland auch schon einer in Planung ist? (Dazu gab es übrigens neulich ein Multimediaspecial bei der Redaktion Zukunft, das passt ganz ausgezeichnet dahinter).

Und bei “Jetzt” schreibt man von einem Willie-Wonka-Laden, das ist vermutlich nicht die schlechteste Umschreibung für das, was es eigentlich ist, ein Laden ohne Verpackungen. Über  Verpackungen im Supermarkt wird auch in der SZ nachgedacht.

GLS Bank mit Sinn

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