Woanders – Der Wirtschaftsteil

Ein kleiner Nachtrag zur letzten Woche, da ging es hier um Ungleichheit, unter anderem um ökonomische Ungleichheit. Und da fiel auch das Wort Vermögenssteuer. Es gibt jetzt einen neuen Text mit einer Idee dazu, die etwas anders als die üblichen Vorschläge ausfällt. Aber die vielleicht auch ganz plausibel ist. Der Herr Hulverscheidt von der SZ schlägt nämlich vor, nicht mehr Einkommen, sondern nur noch Vermögen zu besteuern.

Allerdings wäre das eine ziemliche Innovation, die Steuern so umzustellen, und das hatten wir ja auch in der letzten Woche: Innovationen sind gar nicht so willkommen, vieles geht gerade vielen zu schnell. Der Spiegel erinnert an eine erzwungene und überhaupt nicht willkommene Innovation, nämlich die Umstellung bei den Glühbirnen. Hat sich das nun gelohnt? Mit höchst interessantem letzten Absatz.

Dann beschäftigen wir uns gleich noch ein wenig weiter mit der Innovation und der Neuerung, wenn wir schon dabei sind. Helsinki gibt es jetzt in transparent, mit ganz offener Datenlage, und der Artikel dazu in der brandeins wurde in der letzten Woche in den sozialen Netzwerken so oft geteilt, fast könnte man annehmen, es gäbe hier auch Bedarf an solcher Offenheit. Damit rechnet man auch nicht gerade, dass Lokalpolitik irgendwie hip wird. Es geht dabei sozusagen um regionale Daten, da haben wir wieder eines der üblichen Stichworte dieser Kolumne. Und noch ein anderes Stichwort können wir mit Innovationsthemen und Digitalisierung in Verbindung bringen, denn in der SZ geht es hier um eine Bio-Bewegung fürs Netz. Im Text gibt es sogar einen Bezug zum bewussten Konsum! Und dahinter passt dann natürlich ganz gut ein Update zum Fairphone.

Noch einmal zu SPON; da gibt es einen Text über eine Wohnung, in der die Bewohner vor Modernisierung nicht zurückschrecken, im Gegenteil. Man kann hier nachlesen, wie eine Wohnung wird, die man komplett vernetzt. Vielleicht ist der entscheidende Satz zu dem Technikspielzeug aber doch: „Wenn wir es nicht hätten, wäre es auch nicht schlimm.” Es geht euphorischer, hm?

Und in der FAZ gibt es einen schönen Rant gegen die Disruption, bzw. gegen den vollkommen überstrapazierten Begriff. Da werden sicher ein paar ihre eigene Firma wiederfinden.

Nach diesem Artikel lassen wir das Wort Disruption im Folgenden natürlich lieber weg, es geht aber dennoch auch im nächsten Artikel um eine grundlegende Innovation. Allerdings um eine, die gar nicht einfach zu erklären ist: “Blockchain”. Ein Wort, dass wir auch für den gepflegten Smalltalk lernen müssen. Der Artikel ist gar nicht mal so kurz und gibt sich leider große Mühe, den Erfinder der Technik als Freak darzustellen, bei den üblichen Anzugträgern würde man nicht so auf der Erscheinung herumreiten. Es ist jedenfalls ein interessanter Vorgang, um den es da geht – und wer weiß, was dadurch im Finanzbereich noch alles in Bewegung gerät. Und auch im Versicherungsbereich gibt es übrigens neue Ideen, warum soll man so etwas nicht ab und zu neu erfinden?

Für den Freundeskreis Fahrrad haben wir im Schlusslink eine Meldung, in der Räder gar nicht vorkommen, aber es geht doch wieder um eine Stadt, die anfängt, Autos rauszuwerfen und sich aus Umweltgründen massiv zu wandeln. Und es ist eine Stadt, die wir in diesem Zusammenhang noch nicht hatten, die Sammlung wird allmählich immer europäischer: Madrid.

GLS Bank mit Sinn

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