Und überhaupt: “Man müsste das Fähnchen der hintergründigen Erkenntnis hochalten.” Ein Kommentar von Ilija Trojanow mit einer eigentlich naheliegenden Sichtweise, die leider keine Chance auf allgemeine Wahrnehmung hat, nicht einmal in den Medien. Da flackert die Erkenntnis wohl mal kurz auf, ein Erglimmen in den Kommentarspalten, dann war es das schon wieder. Weil man mit Logik nun einmal nicht weiterkommt. Gut verdrängt ist auch die Frage nach dem Bösen und nach der Angst in der Gesellschaft. Man beguckt sich lieber kopfschütttelnd die Auswirkungen.

Deutschland: Ein Artikel über Einsiedler, die keine Fremden bei sich haben wollen. Einsiedel, das gehört zu Chemnitz. Ein hervorragender Artikel von Lenz Jacobsen, auf dessen Artikel man sowieso achten sollte.  Wie überhaupt bei dem aktuellen Topthema Flucht, das kann man ruhig einmal feststellen, die Berichterstattung der Zeit deutlich, wirklich deutlich über die anderer Medien hinausragt. Besser Reportagen, interessantere Fragen, spannendere Verzweigungen in Unterbereiche des Themas.

Deutschland: Bei der FAZ geht es um die Verleumdung von Politikern durch falsche Zitate, ein ziemlich gängiges Kampfmittel zur Zeit.

Deutschland: Christoph Twickel hat sich für die Zeit einen Hamburger Ausschnitt der Schattenwirtschaft angesehen, in der bei uns Menschen arbeiten, die dafür nicht die richtigen Papiere haben.

Deutschland: Eine zur Abwechslung etwas beruhigende Meldung ist dieser Bericht über die Stimmung bei deutschen Bürgermeistern. Und recht nett liest sich auch diese Meldung über Borkum. Schwieriger ist die Lage in Passau, wie man sich denken kann.

Deutschland: Aber es gibt auch Gründe, über die Angst und das Versagen zu schreiben.

Deutschland: Eine Frau fängt an zu helfen und steht an einem Zug: “I am your new Tanya now.”

Deutschland: Eine ganz praktische Seite von der Verbraucherzentrale Hamburg, denn Geflüchtete sind auch Kunden, z.B. des Gesundheitssystems, der Telefongesellschaften etc. Wer irgendwo Hilfe leistet, wird solche Übersichten sicherlich nützlich finden.

Deutschland: Ein Kommentar zum “Ja, wir schaffen das” von Angela Merkel von Georg Diez. Ein Satz, der ziemlich zweifelfrei einmal in Geschchtsbüchern stehen wird, darunter eine Aufgabenformulierung, die mit “diskutieren Sie” enden wird. So viel Prognose darf sein.

Deutschland: Ein naheliegender Kommentar zur Lage bei den Wohnungen, zum verblüffend plötzlichen Ausblenden des Leerstands und zur Gier nach Neubauten auf der grünen Wiese. “Es stehen genug Wohnungen für Flüchtlinge leer.”

Deutschland: Im Landlebenblog geht es um die Wahrnehmung der Geflüchteten und der Krise in Berlin und auf dem Land.

Deutschland: Wie es sich anfühlt, nach längerer Abwesenheit jetzt nach Deutschland zurückzukommen beschreibt eine Korrespondentin der ARD: Heimkehr in ein anderes Land. Und auch ein Autor der SZ schreibt in seinem Blog über Deutschland, bzw. über das, was in Amerika davon ankommt.

Deutschland: In der taz geht es um die Strategien der Rechten, ein eher unangenehmes Thema, aber selbstverständlich notwenig. Immerhin ist die AfD in Teilen schon beim Schusswaffengebrauch an der Grenze angekommen. Nebensätze, die man mitbekommen sollte. Jens Scholz schreibt über rechte Argumentationsmuster.

Irland: Auch dort gibt es Menschen, die nicht willkommen sind. Und zwar schon ziemlich lange.

Libanon: Eine Meldung über die Lage im Libanon, wo mittlerweile jeder fünfte Mensch im Land aus Syrien kommt.

Griechenland: Ein Artikel über die privaten Helferinnen und Helfer auf Lesbos – Menschen aus aller Welt, die da hinreisen, um etwas zu tun.

 

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