In der letzten Ausgabe dieser Sammlung hatte ich einen Artikel, in dem es um die hochkomplizierte Registrierung der Geflüchteten ging, von bis zu sechs behördlichen Durchgängen mit wahnsinnig viel Papier und etlichen Softwarevarianten war da die Rede – hier sozusagen ein Update dazu.

Deutschland: Bei Johannes Korten ist ein Gastbeitrag im Blog erschienen, und obwohl alles klein geschrieben ist, stammt der Text gar nicht von Felix Schwenzel. Nanu! Ein lesenswerter Text ist es jedenfalls, es geht um vermeintlich falsche Fragen und Integration.

Weltpolitik: Der Großkommentar der Woche reicht vermutlich für einen ganzen Becher Kaffee, er steht in der Zeit und ist von Bernd Ulrich.

Deutschland: Und wenn man schon bei Kommentaren ist, Sascha Lobo hat etwas über den braunen Frühling in Deutschland geschrieben, mitten im Herbst.  Man möchte hoffen, dass er falsch liegt, aber woher soll man die Hoffnung nehmen?

Deutschland: Und der Herr Prantl sortiert auch noch einmal die Lage durch.

Deutschland: Ein weiterer Kommentar bei Carta, dort ist insbesondere der Hinweis darauf wichtig, dass dieses Land hier nicht seit Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten ein aufgeklärtes, liberales, tolerantes Wundermodell für den verstockten Rest der Welt ist. Da betreiben nicht wenige Menschen, besonders aus dem eher konservativen Spektrum, gerade munter Geschichtsfälschung, als wären  die 68er schon hundert Jahre früher durch Berlin gelaufen. Sind sie nicht, und sie waren bitter nötig, da wo sie waren und genau zu dem Zeitpunkt. Wie übrigens auch die Emma, wie auch die Friedensbewegung, wie auch die ersten Grünen im Bundestag. Und die waren alle quasi eben gerade erst, nicht direkt nach dem Rückzug Napoleons. So viel Vorsprung haben wir nun wirklich nicht, das Ross sollte doch lieber nicht ganz so hoch sein.

Deutschland: Sarah Connor hat Flüchtlinge aufgenommen und schreibt selbst darüber. Und auch Familien aus Wildeshausen – wo auch immer das ist – nehmen Menschen auf. Beim NDR gibt es einen Film über Menschen, die nicht hinnehmen wollen, dass andere im kalten Hamburger Herbst in Zelten übernachten müssen. Und hier macht jemand einfach mal einen Besuch.

Deutschland: Im Neusprechblog erörtert man rückkehrpolitisch relevante Drittstaaten. Ja, so heißen die.

Deutschland: In ziemlich überraschender Deutlichkeit nennt die Welt Sprecher der Polizeigewerkschaft Steigbügelhalter der AfD, NPD etc.  Es ist mittlerweile immer überraschender, welcher Text auf welcher Seite erscheint.

Deutschland: Bei der Deutschen Welle geht es um das Geschäft mit den Flüchtlingen, ein Thema, bei dem mit ziemlicher Sicherheit noch der eine oder andere Skandal zu erwarten ist.

Deutschland: Zum Jahrestag der Pegida-Bewegung gab es viele Kommentare, hier einer in der Jüdischen Allgemeinen. Im Text kommt der Name Rothschild vor, ich habe an dem Tag, an dem ich diesen Link hier eingebaut habe, gleich dreimal in irgendwelchen Kommentaren unter Meldungen zum Thema Flucht und Migration Hinweise auf die Weltherrschaft der Familie Rothschild gelesen. Da guckt man dann auch noch einmal fragend auf den Kalender, in welchem Jahr und in welchem Jahrhundert man eigentlich gelandet ist.

Deutschland: In diesem Zusammenhang ein Blogartikel aus SPD-Basisperspektive, der die Frage aufwirft, ob das alles jetzt der Anfang ist. Und obwohl ich dem Verfasser darin zustimme, dass es in den Parteien, natürlich nicht nur in der SPD, viele engagierte Menschen gibt, sehe ich gerade bei der SPD keinerlei Verbindung mehr zur Politik in Berlin. Das hängt inhaltlich nicht mehr zusammen, auch bei den Grünen übrigens nicht.

Deutschland: Da die Meldungen sich so schnell überschlagen, gehen ordnende Texte schnell unter, hier noch einmal eine sehr vernünftige und hilfreiche Liste der Kritikpunkte an der letzten Asylgesetzänderung, das nach neuerer Kenntnis schon ab diesem Wochenende gilt.

Deutschland: Ordnen kann man auch historisch, das geschieht hier mit einer praktischen Übersicht der Migrationsbewegungen aus und nach Deutschland. Ohne den zweiten grauen Kasten von oben gäbe es mich auch nicht. Mit dieser Welle kam mein Urgroßvater Jean-Stanislaus aus einem Dorf in der Gegend um Lodz nach Gerresheim, wo es damals Arbeit für Glasbläser gab. Er hatte einen Sohn und vier oder fünf Töchter, ich habe sie als alte Damen noch höchst bemerkenswert und mit größeren Mengen Alkohol feiern sehen. Schon die nächste Generation konnte dann aber kein Wort Polnisch mehr. Außer schisskojenno, aber das ist ja auch ein wichtiges Wort, das kam bei mir noch an.

Deutschland: Es gab einen Artikel in der Zeit, in dem es um die Frage ging, ob einige der gerade mehr oder weniger prominenten Radikalrechten Nazis sind oder nicht, der Artikel wurde sehr oft geteilt. Bei der Ennomane kann man eine Gegenposition lesen, der Zeit-Artikel, um den es geht, ist dort ebenfalls verlinkt. Der in den Texten gemeinte Björn Höcke spielt auch eine Rolle in diesem Kommentar in der taz zur Frage der Mitverantwortung am Terror von rechts.

Deutschland: Ein Bericht aus der Notaufnahme, unter besonderer Berücksichtigung der Clambofylzieen. Da staunt nicht nur der Laie.

Syrien: Bei den Krautreportern – gerade noch ohne Paywall – wird der Syrienkrieg noch einmal ganz von vorne erklärt. Kann auch nicht schaden, denn wer kann diese Geschichte schon aus dem Stegreif aufsagen.

 

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