Es geht um TTIP, und sozusagen als Lockerungsübung vorweg gibt es eine Liste der Stichwörter, die dazugehören.

TTIP ist ein schwieriges Thema, eine komplizierte Materie. Inhaltlich teils vollkommen unklar und geimnisvoll. Und da, wo es halbwegs klar ist, worum es geht, ist es auch nicht gerade leicht, die Folgen einzuschätzen. Eine einheitliche Expertenmeinung gibt es nicht, man möchte fast sagen: schon gar nicht.

In den Medien ist das Abkommen kein Dauerthema, und die Positionierung etlicher Blätter dazu ist manchmal so rätselhaft wie das Abkommen an sich. Umso erstaunlicher, dass es neulich eine riesige,eine wirklich enorm große Demo gegen TTIP und CETA gab. Und auch verblüffend, dass in Umfagen so viele gegen das Abkommen sind, und nicht einfach “mir doch egal” oder “weiß nicht” sagen. In den Medien kam diese Riesendemo in Berlin allerdings eher bescheiden vor. Dazu ein paar Gedanken im Cicero.

In der taz nimmt man an, dass diese Demo Folgen für die Politik der SPD haben könnte, mit einer recht interessanten Begründung, da ist man dann wieder beim ganz großen Schachspiel. Und wenn man noch größer denkt, global sogar,dann fallen einem auch die Entwicklungsländer wieder ein, die mit dem Abkommen sehr wohl etwas zu tun haben, auch wenn es um sie zunächst gar nicht geht.

Kurzer Exkurs, weil es gerade so gut zu Entwicklungsländern passt: der neue Wirtschaftsnobelpreisträger hat da einige originelle Gedanken zum Thema Entwicklungshilfe und Flucht.

Zurück zu TTIP – was heißt nun diese vollkommen ungewöhnliche Teilnehmerzahl bei der Demo? Interessieren sich also trotz reihenweise niedriger Wahlbeteiligungen in Deutschland doch viele Menschen für Politik? Die Zeit bejaht das und macht einen Artikel über diese Demo mit einem beeindruckenden Bild auf, das auch die Dimension der Veranstaltung erahnen lässt.

Zu TTIP abschließend noch schnell ein aktueller Literaturtipp, in “Der Unfreihandel” von Petra Pinzler, das ist auch die Autorin des eben gerade verlinkten Textes. Das Buch ist im September bei Rowohlt erschienen.Hier noch ein Interview mit Petra Pinzler im Deutschlandfunk.

Wobei man übrigens, wenn man schon bei großen Abkommen ist, auch einmal über TPP nachdenken könnte. Und das ist jetzt keine Abkürzung, in der ein I fehlt, die heißt wirklich so. Und die Abkürzung sollte man wohl auch kennen, hier gibt es mehr darüber, inklusive typisch europäischer Endzeitgedanken.

Zum Schluss ein Link, der gar nicht ausdrücklich für den Freundeskreis Fahrrad ist, in dieser Gemeinde aber dennoch ziemlich sicher viele Freunde finden wird. Es geht um die deutsche Autobahn und um die ebenso deutsche Raserei, dazu gab es in der FAZ gerade einen längeren Artikel, der auf Facebook, Twitter etc. sehr oft herumgereicht wurde. Ein ungewohnt persönlicher Artikel.

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