Woanders – Die fünfte Sonderausgabe Flucht und Fremdenfeindlichkeit

Und noch einmal die Texte der letzten Woche, die mir besonders aufgefallen sind. Da sich das Thema vermutlich in den nächsten Tagen nicht in Luft und Wohlgefallen auflösen wird, habe ich jetzt für die Texte und Links dazu auch eine Kategorie im Blog eingerichtet, siehe hier.sendu

Hamburg: Ein Artikel über die Lage am Hauptbahnhof, wo die Stadt organisatorische Mängel offenbart, die man sich so gar nicht vorstellen konnte oder wollte.  Zum gleichen Thema auch die taz, mit dem schönen Satz “Die Behörden halten sich zurück.” Das kann man wohl sagen, möchte man als Anwohner da ergänzen, die halten sich in der Tat extrem zurück, die sind so wahnsinnig dezent, die sind womöglich gar nicht existent. Was man da am Bahnhof sieht, das ist ein Festival der Nichtzuständigkeit. Unfassbar. Jede Freiwillige Feuerwehr aus einem Vorortkaff hätte die Lage da vermutlich in Kürze im Griff. Die Stadt hofft aber lieber auf Freiwillige (die es immerhin gibt und die es dann auch mit viel Improvisation und Engagement hinkriegen, so isses ja nicht – aber dennoch).

Deutschland: Martin Kaul über Fluchthelfer damals und heute.

Deutschland: Endlich willkommen in Deutschland – wie es sich anfühlt, wenn man für einen Flüchtling gehalten wird.

Deutschland: Ein sehr lesenswerter Text über die, die immer da sind. Die ehrenamtlichen Helfer, die ohne Applaus einfach machen.

Deutschland: Ein Text über die Hilfe in Berlin. Sehr schön, sehr traurig, wie man es nimmt – oder wie man es aushält.

Deutschland: Sven verweist auf den Film über die Hilfstruppen in den Hamburger Messehallen. Er stellt im Text die für wohl viele naheliegende Frage, warum denn die Geflüchteten nicht auch helfen. Bitte  dazu dann auch den ersten Kommentar von Malte lesen.

Deutschland: Im Tagesspiegel ein Bericht über die Hilfe durch die Behörden, bzw. über den bürokratischen Wahnsinn dabei.

Österreich: Und noch ein Hilfsbericht, diesmal aus Wien.

Deutschland: Und was auch hilft: Frisuren.

Deutschland: Bei der Deutschen Welle gibt es eine Sonderseite mit Filmen zum Lager Friedland.  “Es fallen keine Bomben mehr, und ich muss mich nicht mehr verstecken.”

Deutschland: Die NZZ mit einer heftigen Kritik an den deutschen Medien und ihren Berichten zur aktuellen Lage. Eine naheliegende Kritik, auch wenn man mit der “Refugees Welcome”-Haltung vollkommen einverstanden ist. Wenn man sich vorstellt, die Medien verhielten sich so wie jetzt bei einem Thema, bei dem man zufällig mal eine andere Meinung hat … weia. Ganz ähnlich dazu auch W&V. Es ist kompliziert.

Deutschland: Werden wir also sofort wieder sachlicher, sehen wir uns Zahlen an.

Deutschland: Und da viele gerade mehr Frauen aus arabischen Ländern als bisher auf den Straßen sehen: Ein erläuternder Text über Burkas, Kopftücher, Verschleierung und Feminismus. Eins von diesen Dingen passt nicht zu den anderen? Es ist kompliziert und lesen lohnt.

Deutschland: Bei Nils Markwardt in der Zeit kann man etwas lernen. Über Zornbanken und “subversive Resignifikation”. Das kannte ich auch nicht, obwohl man sich als Mensch mit Blog direkt ein wenig zuständig fühlt.

Baltikum: Ein paar Informationen zur Lage im Baltikum, warum man da nicht gerade begeistert hilft.

Europa: “Europa ist ein ideen- und visionsloser Kontinent, auf dem sich eine überalternde Gesellschaft mit unveränderter Gier und Uneinsichtigkeit unverantwortlich schützend über ihre Pfründe und Ansprüche wirft.” Recht deutlich formuliert.

Syrien: In der NZZ geht es noch einmal um die Frage, warum die Syrer eigentlich nicht einfach in ein Flugzeug steigen.

Syrien: Bilder aus Syrien bzw. aus Refugee Camps, das zweite von oben unter der Überschrift sollte man sich vielleicht etwas länger ansehen. Es sieht aus wie aus irgendeinem Apokalypse-Thriller, es ist aber wohl echt.

 

4 comments

  1. Christina

    Geehrter Herr Buddenbohm, auch ich bedanke mich herzlich. Ich schätze ihre zusammengetragenen Texte sehr. Auch dieses Auswählen und Sammelnn dieser interessanten und informativen Texte ist ein Form der Solidarität mit den Flüchtlingen.
    Gruß aus Südtirol

  2. iris

    herzlichen dank für die vielfältigen denkanstöße und endlich auch mal sichtweisen aus einer für mich neuen perspektive. den begriff wutbank werde ich nicht so schnell vergessen können.

  3. lihabiboun

    Ich schließe mich meinen Vorrednerinnen zu 100% an: Großen Dank fürs Auswählen und Sammeln – viel Bedenkenswertes, viele neue Perspektiven. Wenn auch viel Trauriges.

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