Eine Meldung dieser Woche, die in verschiedenen Medien vorkam, verbindet zwei der ganz großen aktuellen Themen. Und es ist eine Verbindung, die wohl nicht jedem klar ist, die zwischen den Geflüchteten und dem Klimawandel. Obwohl man, wir hatten es neulich schon, allmählich doch mehr und mehr Meldungen findet, die aufzeigen, wie sehr der Klimawandel die Menschen in Bewegung versetzt. Manchmal werden da eindeutig sehr bedrohliche Szenarien gezeichnet (englischer Text), die man mitbedenken muss, wenn es um sogenannte politische Lösungen für die Region im Nahen Osten geht. Und manchmal handelt es sich vielleicht nur um ein ganz kleines Dorf am Rande der Welt, dessen Schicksal niemanden besonders aufregt, von den Bewohnern einmal abgesehen, versteht sich. Aber egal, es ist einfach ein weiteres Beispiel, wenn auch vom Ende der Welt. Wobei aus deutscher Sicht das Ende der Welt möglicherweise auf einer Hallig liegt.

Aber falls das wieder alles nach weit weg und geht uns nichts an klingt, wir schlagen sofort den Bogen zum Blick aus dem eigenen Fenster. Was fliegt denn da? Und will das gar nicht weg? So kann man den Klimawandel auch beim Bürokaffee erleben.

Noch eine andere Schlagzeile verband Geflüchtete mit einem anderen unserer Themen, auch wenn sie vielleicht etwas, nun ja, ambitioniert formuliert ist: “Fairer Handel wirkt Flüchtlingsflut entgegen” schreibt das Handelsblatt. Und auch die taz verbindet den Handel mit der Flucht, daraus wird ein tatsächlich wohl naheliegendes “Mehr Hummus!”, verbunden mit einigen Zahlenspielen. Die Industrie freut sich also, das steht da zumindest in dem Artikel. Und das sieht auch die FAZ so.  Da geht es etwas allgemeiner um die wirtschaftlichen Folgen für Deutschland, die sich aus der Zuwanderung ergeben. In der Überschrift werden kritische Folgen angekündigt, die im Text dann gar nicht vorkommen. Oder ich kann nicht gucken. Unterm Strich steht da “ein kleines Konjunkturprogramm.” Und wer kann dazu schon nein sagen? Wie das dann auf der lokalen Ebene ausssieht, das wurde gerade aus Bremen vermeldet, es geht um ein Beschäftigungsprogramm.

Und dann noch eine fast schon absurd zu nennende Auswirkung des Themas Flucht und Migration  – man redet in den Medien plötzlich über das Produkt Zaun. Über “European Security Fencing”, den Namen mag man gar nicht glauben. Wobei andere Medien im Moment eher nicht auf spanische Lieferanten tippen. Wir reden, das muss man sich klar machen, über einen ergiebigen Markt (englischer Text).

Zum Schluss fehlt unbedingt aber eine nettere Nachricht, ein ausgesprochen friedlicher Beitrag – Syrer bei der Freiwilligen Feuerwehr in Kalübbe. Das funktioniert doch, von solchen Filmen gibt es hoffentlich bald mehr. Und was bei den Neuankommenden in einem durchorganisierten Land auch funktioniert, das ist die GEZ.  Kein Scherz.

GLS Bank mit Sinn

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