Woanders – die dritte Sonderausgabe Flucht und Fremdenfeindlichkeit

Ich versuche weiterhin, aus den vielen, vielen Artikel ein paar herauszupicken, die mir besonders auffallen. Und nächste Woche wird das mit ziemlicher Sicherheit auch so sein.

Deutschland: Balzac und der Krieg ist eine von den kleinen Geschichten. Davon gibt es gerade viele, die wenigsten werden aufgeschrieben.

Deutschland: In der FAZ ein langes Storytellingding über die Migration, besonders interessant darin auch ein Absatz über den Tausch finanzieller Unterstützung  gegen Sachmittel.

Deutschland: Amerikanische Zeitungen berichten über den Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland, und das Anzünden von Unterkünften ist gar nicht gemeint.

Deutschland/Hamburg: Auf dieser Seite kann man jetzt tagesaktuell den Bedarf in den Hamburger Messehallen sehen. So eine Seite sollte es wohl in etlichen Städten geben, das ist sehr einfach und gut gemacht, ohne jeden Ballast. Und es gibt jetzt auch eine Plattform für die Vermittlung von WG- und anderen Zimmern an Flüchtlinge in Deutschland. Im Guardian geht es um das Online-Wörterbuch für Flüchtlinge. Es ist gar nicht wenig, was man technisch und online lösen kann. Es gibt hier in Hamburg mittlerweile sogar eine Spenden-Mitfahrzentrale.

Hamburg: Und hier noch ein ziemlich erfreulicher Bericht über das Flüchtlingsschiff Transit in Hamburg.

Deutschland: Ein unbedingt lesenswertes Interview mit Udo Vetter über Nazikommentare auf Facebook und die Meinungsfreiheit und die Strafverfolgung.

Deutschland: Eine Reportage über den Twitteraccount @streetcoverage, in den letzten Tagen recht bekannt geworden. Hier der Link direkt zu Twitter.

Deutschland: Ein Artikel über rechte Strukturen in Sachsen. Man möchte nicht, dass es so stimmt.

Deutschland: Fremdenhass belastet die ostdeutsche Wirtschaft. Und jetzt alle: “Ach was?!”

Deutschland: Ein Artikel über Gesten aus dem Absolutismus und Angela Merkel und den Umgang mit Flüchtlingen.

Bosnien-Herzegowina: Ein Artikel über die sogenannte Sicherheit in diesem Land.

Serbien: Hier geht es um die Gastfreundschaft in Serbien und die Rolle der Regierung und der Medien dabei.

Ungarn: Wie Robert Misik zum Schlepper wurde. Quasi.

Ungarn/Serbien: Mehr höchst unerfreuliche Details zur Situation an der Grenze dort.

Ungarn/Osteuropa: Wobei das Manager-Magazin meint, dass gerade in Osteuropa Migranten ziemlich dringend fehlen. Aus wirtschaftlichen Gründen.

USA: Ein wenig Hintergrund zur Geschichte der USA als Melting Pot.

Brasilien: Dort wird gerade die Einreise für Geflüchtete aus Syrien erleichtert.

Welt: Bei der NZZ geht es grundsätzlich um die Geschichte der menschlichen Migrationsbewegungen.

What’s in my bag ist eine Bild- und Textstrecke über das, was Geflüchtete mitgenommen haben. Mehr Story braucht man gar nicht, um die Dramen aufzuzeigen.

Menschen unterwegs ist ein Blogableger des Portals Derwesten.de, bzw. der Westfalenpost. Menschen erzählen von ihrer Flucht und ihrer Situation.

3 comments

  1. Carom

    Ich war heute als Helfer in den Hamburger Messehallen – die Dimensionen des Ganzen sind mit Worten kaum zu beschreiben: Eine Halle so groß wie ein Flugzeughangar, darin Hunderte von Menschen und Zehntausende Kartons mit von Hand sortierten Spenden, Logistik, die nur mit „Ich erklär Dir das mal eben“ gewuppt wird, gefühlt in den Dimensionen einer Völkerwanderung, alle packen an und tun und machen und freuen sich dabei und scherzen, und das Ganze komplett auf freiwilliger und selbstorganisierter Basis, es gibt noch nicht einmal Listen, in die man sich einträgt…

    Wer daran glauben möchte, dass sich Geschichte nicht wiederholen muss, der kann sich dort ein gerüttelt Maß Optimismus abholen. Ich empfehle einen Besuch, am besten mit den benötigten Spendenartikeln (siehe zusammenschmeissen.de) unterm Arm 😉

  2. seb

    Danke. Danke Max. Danke Carom. Danke Hamburger. Danke, dass ich das erleben darf. Ich bin unendlich gerührt.

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