Im Moment werden viele Texte gelinkt, geteilt und verschickt, bei denen es um Flüchtlingsgeschichten geht. Um ganz alte Geschichten manchmal. Weil einigen doch wieder einfällt, dass auch dieses Land zu einem erheblichen Teil aus Flüchtlingsgeschichten besteht. Bei Béa Beste geht es da auch um die Frage der Motivation, die neuerdings überall so überaus kritisch hinterfragt wird. Die Autorin wird manchen, besonders Eltern, als Start-Up-Gründerin bekannt sein, ruhig auch die Rubrik “About me” im Blog dort einmal lesen, es geht hier ja um Wirtschaft. Diese Flucht war zu einer Zeit, als man hier noch jeden gefeiert hat, der es herüber geschafft hat, es ist ungefähr hundert Jahre her. Zumindest gefühlt. Es ist fast so lange her wie die Flucht der eigenen Großelterm, Urgroßeltern, Vorfahren. Die einen heute noch motivieren sollte, nicht hartherzig zu sein, wenn man dafür denn überhaupt einen Motivation braucht. Und die einen auch motivieren sollte, die Geschichten zu bewahren.

Und wir reden tatsächlich nicht von vereinzelten Texten, es sind viele. Sehen Sie mal hier, nur ein weiteres Beispiel. Und auch in Zeitungen greift man manchmal zurück und stellt fest, dass manches gar nicht so lange her ist. Guck an. Die Neue Westfälische, die hatten wir hier als Quelle vermutlich noch nie. Oder W&V? Vermutlich auch noch nicht, jetzt aber. Auch der Stern kommt hier bisher  eher selten vor, da gibt es aber einen lesenswerten Bericht über eine gewisse Frau Dölz. Ein Berufsporträt der ganz aktuellen Art.

Frau Dölz gehört in den Kontext einer riesigen Maschinerie, in einem ganz anderen Sinne gehört auch Herr Metzger dazu, der etwas anderes macht. Oder Frau Meyer, die in Wirklichkeit nicht Frau Meyer heißt. Wobei man natürlich auch in ganz anderen Berufen mit Flüchtlingen zu tun haben – und dabei auch etwas bewirken kann

Es gibt sogar gute Nachrichten, auch wenn man bei dem Wort “Bierzeltstimmung” sofort skeptisch werden möchte. Aber doch, es läuft wohl ganz gut. In Chieming am Chiemsee. So geht es nämlich auch. Und im Kleinen, das darf man nicht vergessen, im Kleinen kann es auch gehen.

In Goslar geht es zwar noch nicht so, wie der Bürgermeister will, ein interessanter Aspekt ist es dennoch.

Und falls jemand durch die vielen, vielen Argumente von rechts und rechtsaußen verunsichert wird, es ist natürlich auch immer wieder nützlich, Fakten gegen Vorurteile zu stellen. Man kann es nicht oft genug sagen, lesen, verbreiten. Oder darüber bloggen, versteht sich.

GLS Bank mit Sinn

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