Norddeutschland: Nordfriesland ist nun der erste deutsche Kreis mit einer offiziellen Hymne. Es ist ein Liebeslied das, natürlich, in vier Sprachen verfügbar ist. Man kann das im verlinkten Text nachlesen und auch hören, das ist sogar ein ganz nettes Lied. In diesem Haushalt gibt es übrigens eine gewissse Hymnenverwirrung. Die Deutschlandhymne ist den Söhnen eher unbekannt, wir sehen einfach zu wenig Fußballspiele und sonst begegnet sie einem eher nicht. Die Hamburghymne kennt hier definitiv keiner. Die gibt es zwar, die bleibt aber nicht hängen und die hört man auch nie irgendwo. Ich mag die Schleswig-Holstein-Hymne. Die wurde, als ich Jugendlicher war, immer zum Sendeschluss vom ersten Privatradio in meiner Heimatgegend abgespielt, die haben wir damals natürlich jeden Abend total ironisch lauter gedreht und ebenso mitgesungen. Eine Hymne, höhö, wie schräg ist das denn! Aber immer Vorsicht, welchen Dingen man in der Jugend mit Ironie begegnet – man trifft solche Themen oft mehrmals im Leben. Heute wird mir bei der Hymne ganz unironisch heimatlich und nostalgisch. So kann es gehen.

Die Herzdame wiederum hält das Weserbogenlied für die einzig richtige Hymne. “Wo man trinkt die Halben in zwei Zügen aus”, das hat tatsächlich einen faszinierend passenden Text für die Gegend. Wobei spätestens die Zeile “Da ist meine Heimat” natürlich auch wieder an eine weitere meiner Hymen gemahnt, nämlich an die Ostseeewellen (Und eben nicht Nordsee! Nein! Nein!) und “Mine Heimat” von Martha Müller-Grählert, dazu gibt es übrigens ein übles und romantaugliches Urheberrechtsdrama.

Sport: Eine etwas ungewöhnliche Rubrik hier, schon klar. In der Wired geht es um die 10.000 Schritte pro Tag, die so viele neuerdings mittels Smartphone oder anderen Geräten tracken. Dass die 10.000 Quatsch sind, das konnte man sich vermutlich ohnehin denken. Eine Zahl für alle, das kann kaum keinen Sinn haben. Ich habe das jetzt eine Weile bei mir beobachtet – wenn das Gehen etwas bringen soll, müssen es wenigstens 15.000 am Tag sein, besser 17.000 oder aufwärts. Sonst fällt das alles nicht einmal unter “ich bewege mich jetzt mehr”. Unter 10.000 kann ich an einem normalen Tag mit Kita, Schule, Büro und Einkauf eigentlich gar nicht sein, da ich das alles zu Fuß mache. Für 20.000 Schritte muss man aber schon richtig Zeit einplanen, das erfordert dann doch die abendliche Alsterrunde.

Familie: In der FAZ ein sehr interessanter Artikel über Väter und Söhne und Hirne und die Gesellschaft. Wirklich lesenswert.

Feuilleton: In der Zeit geht es um die Rolle der Lyrik in der Literatur und um Dodo-Vögel und Regentonnen.

Hamburg: Der ganz gewöhnliche Rassismus.

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