Geschichte: Für Menschen meines Alters geht es bei diesem Artikel um eine Enttäuschung in der Jugend oder in der späten Kindheit. Im Grunde hat zwar niemand je geglaubt, dass der Staat wirklich auf eine Räumung verzichten würde, aber es war für uns dann doch eine tragische Nachricht, als man die Republik Freies Wendland beendete. Ich war nie selbst da, ich habe aber die etwas Älteren sehr beneidet, die da hingefahren sind. Für uns war damals vollkommen klar – da haben die richtigen Leute für die richtige Sache eine Weile richtig Spaß gehabt. Eine Meinung, die einem immerhin bis heute nicht peinlich sein muss. Und das Ende der Republik Freies Wendland ist auch einer der Gründe, warum manche, die damals jung waren, die spätere Entwicklung von Helmut Schmidt zum guten Onkel der deutschen Politik etwas überraschend fanden – to say the least. Man beachte übrigens auch Bild 14 in der Fotostrecke. Oder, wie es in anderen Medien heißen würde – bei Bild 14 musste ich laut lachen.

Hamburg: In der Zeit geht es um die Menschen, die zu Füßen des riesigen Bismarck-Denkmals in Hamburg leben, schlafen oder arbeiten. Womit in diesem kurzen Text jetzt schon drei Kanzler vorkommen, wie isses nun bloß möglich.

Familie: Ein ausführlicher Artikel über Belohnungssysteme in der Erziehung. Eines dieser Themen, die einem immer wieder begegnen – und die äußerst leicht aus dem Ruder laufen oder eine befremdlich merkantile Richtung nehmen. Und über die man vielleicht etwas länger nachdenken sollte. Überhaupt gutes Blog, kann man ruhig mal etwas zurücklesen. Sehr informativ.

Familie: Ein Artikel über Elternabende an Unis. Dann kann man also auch noch über die Kinder schreiben, wenn sie schon aus dem Haus sind, total praktisch. In der nächsten Stufe gibt es dann Elternabende bei Arbeitgebern: “Ist die Kantine auch bio? Paula verträgt so vieles nicht.”

Schule: Ein Artikel in der FAZ über Mathe als Angstfach. So, wie ich es gerade beim Erstklässler Sohn I mitbekomme, ist mir der moderne Matheunterricht bisher übrigens ziemlich sympathisch. Während bei mir damals quasi sofort eine Drohkulisse aufgebaut wurde und man schon in der ersten Klasse lernte, dass Mathe bald richtig, richtig schwer werden würde, eine fest eingeplante Gemeinheit, ist das heute ein ziemlich freundlicher Einstieg, das kann sehr gut etwas werden. Bisher jedenfalls haben beide Söhne ein völlig entspanntes Verhältnis zu Zahlen. Sohn II muss wohl zumindest phasenweise schon als mathematisch interessiert gelten, Sohn I findet Mathe gerade spannender als Deutsch. Ich erzähle den Kindern tunlichst niemals irgendwas über meine frühere Aversion gegen das Fach, schon gar nicht von meinem blanken Horror davor. Ich arbeite heute im Büro mit Zahlen, ich habe meinen Frieden mit ihnen gemacht, aber das war doch ein ziemlich weiter Weg.

Schule: Noch einmal Mathe. In der Zeit geht es um die Zahlen, die in der deutschen Sprache unsinnig kompliziert ausgesprochen werden – was man auch ändern könnte. Wenn man sich beruflich größere Zahlen oft und schnell diktiert, merkt man, dass man die Ziffern lieber gleich alle einzeln benennt. Es klappt sonst einfach nicht.

Feuilleton: In der taz geht es um ein neues Buch von Sven Regener, in dem er Geschichten erzählt, die Andreas Dorau wiederum ihm erzählt hat, was nur bedeuten kann, dass man das Buch haben muss.

Feuilleton: Seltsam beeindruckend: Gegenstände aus dem Besitz von Frida Kahlo.

 

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