Woanders – diesmal mit der Architektur, einer Miniauflage, Avatoons und anderem

Hamburg: In der Zeit geht es noch einmal um die Architektur in Hamburg und um die Quadratur des Kreises und um das fast immer hässliche Neue.

Hamburg: Verkehrspolitik, wie sie dümmer kaum sein kann. Immer wieder das Bild von meinem Geschichtslehrer am Gymnasium im Kopf, wie er nach einer phänomenal dünnen Antwort einer Schülerin rückwärts zu seinem Stuhl taumelte und nach Atem ringend hervortstieß: “ Gestatten Sie bitte, dass ich mich setze – ob Ihrer Dummheit.” Das sind so Formulierungen, die merkt man sich dann ein Leben lang.  “Ob Ihrer Dummheit.” Schon schön.

Hamburg: Die Container, in denen die Obdachlosen im Winternotquartier geschlafen haben, sollen für Touristen umgewidmet werden – und es ist wirklich keine Satire. Da möchte man sich dann eher ob ihrer Dreistigkeit setzen.

Hamburg: Hier geht es um den Stadtteil Rothenburgsort. Das ist, aus unserem kleinen Bahnhofsviertel betrachtet, quasi um die Ecke und über einen verblüffend attraktiv gebauten Radweg zu erreichen. Und das sollte man dann wohl in Kürze mal mit der Kamera dokumentieren, was da jetzt so ist. Denn lange ist es da ja nicht mehr so.

Norddeutschland: Buckelwale überwintern in der Ostsee. Als ich noch an der Ostsee wohnte, gab es dadrin nur Tang, Miesmuscheln und Quallen. Wir hatten ja nix!

Feuilleton: Ein Artikel in der FAZ über Wolf Wondratschek und seine Verleger.

Feuilleton: Der Deutschlandfunk zum 75. Geburtstag von Uwe Timm. Seinen neuen Esssayband lese ich gerade, der ist sehr fein, Herr Timm ist so einer, dem hört man gerne beim Denken zu. Dazu am Monatsende mehr.

Feuilleton: In der Zeit gibt es ein Interview mit the one and only Wolf Haas. Einer der Autoren, deren sprachliche Marotten hoch ansteckend sind, ich werde die vermutlich lebenslang nicht mehr los. Quasi Schriftdeutschdefekt. Aber interessant: das Interview enthält den wunderbaren Satz: “Ich finde Bücher ganz langweilig, in denen es nur um den Inhalt geht. “ Jawoll! Jawoll! Das war genau der Satz, der mir neulich bei der Besprechung von Ted Thompsons “Land der Gewohnheit” fehlte.

Feuilleton: Beim geheimen ABC, ich empfahl es schon  mehrfach, geht es um Zeppeline und Bagger und das endet ganz wunderbar. Wer das Blog nicht kennt: ruhig rückwärts festlesen, das ist ein großes Vergnügen.

Feuilleton: Ein Kleinverlag bringt den kompletten Shakespeare neu übersetzt auf den deutschen Markt. Man denke sich hier noch irgendeinen Scherz mit den Begriffen Methode und Wahnsinn. Passt schon.

Familie/Irgendwasmitmedien: Die Wired über die kinderfreundliche Bloggerkonferenz Blogfamilia.

Familie/Irgendwasmitmedien: Bei Kiki kann man für seinen Auftritt in den sozialen Medien einen Avatoon bestellen. Das ist übrigens auch etwas für Kinder, die unbedingt irgendwo einen Account brauchen, fällt mir gerade ein. Da mal drüber nachdenken!

Gesellschaft: Mein Bruder schreibt über seine Kunden.

Fotografie: Bei Smilla Dankert gibt es etwas Seenebel. Den habe ich schon ungeheuerlich lange nicht in natura mehr gesehen. Schade.

 

4 comments

  1. Gesa

    Wollte beim Bruder kommentieren, aber der Captcha lässt mich nicht. Daher auf diesem Wege:
    Die Frau ist zwar unfassbar dreist, aber ebenso kreativ. Das wäre das Geld ja fast wert. Nächstes Mal vielleicht eine Großfahndung nach dem Fahrrad auf Kosten der Besitzer einleiten?

  2. Carom

    20 Euro pro Monat für einen Parkplatz in Hamburg, zumal in S-Bahnnähe? Spottpreis. Ein Anrecht auf einen kostenlosen Parkplatz gibt es nicht; wir sollten den Straßenraum noch intensiver „bewirtschaften“, das sind richtig wertvolle und damit potentiell ertragreiche Flächen. Und nein, das meine ich nicht ironisch.

  3. Ping: Zeppeline und Bagger | GnpCFM

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