Zum Anfang diesmal gleich die Wirtschaftsnachricht schlechthin. Und zwar eine, die ganz hervorragend in eine Woche passt, in der die Medien, Blogs, Twitter-Timelines etc. zu gefühlten fünfzig Prozent nur noch aus Medienkritik bestanden, oder aus der Kritik an der Kritik und immer so weiter. Hier gibt es einen Film (englisch), der grundsätzlich und ein für allemal erklärt, wie Wirtschaftsnachrichten im Fernsehen funktionieren. Das kann man leicht und gleich heute bei den abendlichen Nachrichtenmagazinen verifizieren. “It’s been hard because of the numbers.” Genau so. Den Satz kann man nach einem Tag im Büro ruhig öfter mal anwenden.

In dieser Kolumne verlinken wir nach Möglichkeit aber keine Standardmeldungen, wir suchen lieber nach Meldungen, die noch irritieren können. Und das können manche selbst dann, wenn man das prinzipiell schon einmal gehört hat, was da drinsteht. Etwa wenn es um das Ichbewusstsein des Schweins geht, dazu hat die Zeit einen faszinierenden Artikel.

Wenn man das Tier aus der Masse löst, in der es bei der Massentierhaltung so überaus praktisch verschwindet, fragt man sich immer wieder, ob man nicht doch weniger Fleisch essen könnte. Das klappt auch dann, wenn man es etwas romantischer angeht und dem Tier mal eben etwas Persönlichkeit zubilligt, dafür kann übrigens schon ein Foto reichen. Und dann sieht man kein Schwein – sondern Mary Jane. So einfach.

Wenn man dennoch weiter Landwirtschaft mit Tieren betreiben möchte, dann braucht man dazu womöglich erst einmal andere Tiere. Und auch sonst muss einiges anders werden, dazu gibt es gerade ein Gutachten im Auftrag des Bundes -selbstverständlich ist die Lage sehr kompliziert. Aber wiederum nicht so kompliziert, dass man sich versehentlich für die Massentierhaltung begeistern könnte. Es spricht einfach zu viel dagegen. Hier die Meinung eines Tierarztes, der wohl weiß, wovon er spricht.

In der nächsten Folge dieser Kolumne wird es u.a. einmal wieder um Ernährung gehen, da können wir an dieser Stelle schon einmal etwas vorgreifen und die beiden Themen verbinden, nämlich den Verzicht auf das Fleisch in der Produktion und auf dem Teller einerseits, das Ernährungsverhalten andererseits. Denn man möchte künftig vielleicht etwas “beyond meat” essen – und dazu hat die brandeins recherchiert.

Aber weil sich der normale Städter ja gar nichts mehr bildlich vorstellen kann, was mit Ackerbau und Viehzucht zu tun hat, sind auch Projekte interessant, bei denen man etwas begreifen und sehen kann. Darum geht es bei einem Acker von 2000 Quadratmetern in Berlin, dessen Größe ganz und gar kein Zufall ist. Es handelt sich um eine Größe, die einem zu denken gibt, wenn man sie vor sich sieht.

Der Mensch züchtet nicht nur essbare Pflanzen, manche sind einfach nur dekorativ. Und auch dazu kann man abgründige Geschichten finden, die hervorragend in diesen Wirtschaftsteil passen, etwa hier zu der in Deutschland so überaus beliebten Geranie.

 

GLS Bank mit Sinn

 

%d Bloggern gefällt das: