Woanders – Der Wirtschaftsteil

Wir starten wieder mit einem Nachtrag, es gibt neue Informationen zum Plastik im Meer. Und nein, es sind keine guten Nachrichten, aber die hat bei dem Thema wohl auch niemand erwartet. “Forscher wollen zu den Strudeln reisen” steht da – es klingt fast nach Jules Verne. Aber auch nur fast.

In dieser Kolumne gibt es oft wilde Themenschlenker, wir kommen jetzt vom Plastik im Meer mal eben zu Instagram, warum auch nicht. Kann es da einen Zusammenhang geben? Ja, kann es. Auch auf Instagram geht es natürlich nicht nur um Klickibunti. Wer da noch mehr finden möchte, der kann sich auch einmal den Stream von National Geographic ansehen, da geht es neben selbstverständlich großartigen Tierbildern oft auch um Umweltschutz und andere Themen, die hier interessieren. Oder folgen Sie einfach Noor Images, einer Fotoagentur aus Amsterdam, bei der es hauptsächlich um weltweite soziale Themen geht.  Und mit sozialen Themen machen wir jetzt auch weiter.

Den Namen Fabrice Leggeri wird kaum jemand kennen, der Artikel in der Zeit neulich über ihn hat nicht so hohe Wellen geschlagen, dass sein Name nun in aller Munde wäre. Dabei lohnt es sich, etwas über ihn nachzudenken. Über ihn und seinen Job. In etwas weiterem Kontext findet man in der taz noch ein kleines Zahlenspielchen. Es ist eben nicht immer sinnvoll, wenn Bürokraten eine Lösung basteln und abarbeiten.

Das hat alles etwas mit dem sozialen Europa zu tun, also auch mit dem sozialen Deutschland. Das ist eben, wie es zur Zeit läuft. Und so läuft es übrigens, während die Wirtschaftszeitungen gleichzeitig über Diversity Management schreiben – es ist wohl kompliziert. Nebenbei bemerkt, wenn wir schon bei Diversity sind: Jede dritte Familie in Deutschland hat ausländische Wurzeln.

Weiter mit sozialen Themen, in der FAZ geht es um die Unsichtbaren im Berufsleben, um das Heer der Geringverdiener, der Hilfsjobber, Kurierfahrer, um jene, die mit einiger Wahrscheinlichkeit auch Ihren Schreibtisch reinigen oder Ihnen die Pakete bringen. Ein Text mit einem besonders bitteren Ende. Vom Lesen der Kommentare unter dem Artikel muss man verschärft abraten, da tagt der Stammtisch der Selbstschuldfraktion.

So bitter wollen wir natürlich die Kolumne nicht beenden, da muss noch ein anderer Link her. Wir gehen also ein paar Schritte zurück, denken noch einmal an die Bürokraten und ihre Lösungen und fragen uns, ob man nicht wenigstens manchmal einfach nur über sie lachen darf. Und nehmen mal an: Ja, das darf man.

Zum Schluss wie fast immer noch etwas für die Radfahrgemeinde. Diesmal geht es aber nicht um Radwege, sondern um die Räder selbst und wo man sie anbaut. Nanu!

GLS Bank mit Sinn

2 comments

  1. Zahnwart

    Ich habe mir mit meiner masochistischen Ader die Kommentare zum Dienstleistungsartikel angetan, und ich muss sagen: Soviel von wegen „Selbst schuld“ steht da gar nicht. Eigentlich steht da nur: Es ist ein Problem, dass der gewerkschaftliche Organisationsgrad im Dienstleistungsgewerbe zu niedrig ist; wären mehr Dienstleister_innen organisiert, hätten sie auch die Möglichkeit, für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Auch wenn das vielleicht auch ein „Selbst schuld“-Argument ist, finde ich das gar nicht so falsch. Der Kommentarbereich ist entsprechend ein Plädieren für Gewekschaften und Betriebsräte, und das ist fürs FAZ-Publikum doch gar nicht mal so übel.

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