Woanders – Der Wirtschaftsteil

Wir fangen mit einem kleinen Nachtrag zur letzten Folge an. Da ging es mit dem aufsehenerregenden Text von Bauer Willi los, der für viele Diskussionen und schier endlose Kommentare unter dem Originalpost gesorgt hat (wer es nicht gesehen hat – das war hier). Bei “enorm” kommt der Bauer in einem Interview jetzt noch einmal mit einigen Ergänzungen zu Wort.

Es bleibt also kompliziert in der Landwirtschaft, auch wenn die aktuellen Appelle an die Verbraucher oft ganz einfach klingen. Etwa der von Christian Hiss, dem Gründer der Freiburger Regionalwert AG. Bewusster einkaufen also, regionaler einkaufen. Mit dem Geld anders umgehen. Mit mehr Kenntnis und Interesse einkaufen womöglich, da helfen manchmal auch Geschichten weiter. Vor dem nächsten Sauerteigbrot etwa vielleicht einfach mal das hier lesen, da wird das Brot gleich viel spannender, und man möchte gar kein Industriebrot mehr.

Und damit genug von Landwirtschaft und Lebensmitteln, es gibt auch noch andere Branchen, Industrien und Themen, wir wollen einmal etwas origineller sein. Es soll nicht immer nur um das Essen und seine Produktion gehen, auch wenn man dazu endlos viele interessante Links findet. Andere Produkte sind ebenfalls spannend – und die kann man sogar auch mit dem Präfix “regio-” anteasern, das geht öfter, als man denkt. Regiorohstoffe wie Stahl, Aluminium, Kupfer zum Beispiel? Doch, die haben wir in Deutschland. Für den Smalltalk merken wir uns die Vokabel “Urban Mining”.

Finden wir noch mehr ganz andere Themen als sonst? Aber ja. Faire Kondome, die hatten wir hier auch noch nicht. Die gibt es auch noch gar nicht, aber vielleicht ja in Kürze.

Beim Thema “Sharing” denken wir meistens an Autos, vielleicht auch einmal an Ferienwohnungen oder an kleine Geräte wie Bohrmaschinen. Aber an Hunde?

Wenn wir an Stadtplanung denken, geht es hier meist um Verkehr, also schon wieder um Autos, vielleicht auch einmal um Fahrräder. Ein Stadtplaner sagt, es sollte eher um Kinder und Senioren gehen. Übrigens ein Text mit wunderbaren Detailinformationen – ohne Fahrradträger am Auto gibt es in Kopenhagen keine Taxilizenz. Guck an!

Wenn wir an Bücher denken, dann denken wir “toll!”, denn das Buch an sich ist gut, das Buch ist Kultur und Bildung. Man kauft vielleicht ein gedrucktes Buch in der guten alten Buchhandlung, und denkt sich, man macht damit etwas richtig. Man überlegt, ob nun Buch oder Ebook besser, vernünftiger, richtiger ist, das wird schnell sehr kompliziert, wie alle Fragen des Konsums. Das gedruckte Buch an sich ist gut, ja. Sein Rohmaterial ist es allerdings nicht unbedingt.

Eine Nachricht, bei der man auch zuerst “toll!” denkt: Eine Stadt zahlt Schadensersatz für fehlende Kita-Plätze Aber ist das wirklich so toll? Antje Schrupp denkt weiter. Auch die Kommentare unter dem Text sind lesenswert.

Zum Schluß wieder etwas für die Freunde des Fahrrads – bei Lego gibt es Design-Entwürfe für Hipster-Figuren. Und Hipster, eh klar, fahren Fahrrad. Und zwar nicht irgendein Fahrrad, sondern ein Fixie. Falls Sie nicht hip genug sind, um den Begriff Fixies zu kennen, falls Sie also so altmodisch sind wie ich, das sind Eingangräder, sagt die Wikipedia. Wieder was gelernt!

GLS Bank mit Sinn

One comment

  1. Modeste

    Ich muss gestehen, ich habe den Text von Frau Schrupp auch gelesen, und hatte in erster Linie ein unglaubliches Fremdheitsgefühl. Der Text – und erst recht der Kommentarstrang – enthält alles, was ich am Netzfeminismus so befremdlich finde, insbesondere eine ärgerliche Verquickung von – mir wichtig erscheinenden – Gleichstellungsthemen mit einem Haufen anderer, mir bestenfalls gleichgültiger Belange. das geht doch sehr an mir vorbei.

Kommentar verfassen