Schule: In der SZ geht es um die Handschrift in Finnland, wo man auf diese neuerdings verzichten möchte (Korrektur – die FAZ weiß es genauer). Ich habe, das hat mit dem verlinkten Text aber gar nichts zu tun, neulich zum ersten Mal seit ich weiß nicht wie vielen Jahren einen ganzen Text per Hand geschrieben, eine Kolumne für die Zeitung. Nicht aus irgendeinem retroaffinen Vorsatz, einfach nur weil ich schon im Bett lag und noch kurz vor dem Einschlafen eine Idee hatte. Und wenn ich noch einmal an den Computer gegangen wäre, dann hätte ich auch noch einmal in den Feedreader gesehen, kurz auf Facebook und auf Twitter und Instagram usw., und dazu hatte ich keine Lust. Also habe ich ein Notizbuch genommen und einen Kuli. Das ist anstrengend, mit der Hand zu schreiben, wenn man es jahrelang nicht mehr gemacht hat. Also abgesehen von Einkaufszetteln und dergleichen. Erstaunlich jedenfalls, ohne es überbewerten zu wollen, dass der Text am nächsten Morgen deutlich weniger Änderungsbedarf hatte, als ich es von meinen getippten Texten kenne. Daran werde ich noch ein wenig herumprobieren, interessante Sache. Man denkt wohl doch erheblich langsamer und strukturierter, wenn man mit der Hand schreibt.

Schule: Frau Novemberregen über die unsägliche Frau Steinbach und die Situation an Schulen in bestimmten Städten. Ich finde es gerade sehr reizvoll, dass die Kinder in der Grundschule von Sohn I angefangen haben Schimpfwörter auszutauschen, da kommen bei etwa fünf Nationen in seiner Klasse natürlich einige zusammen. Der Begriff der Woche war für mich Piskopat, das ist die türkische Vokabel für Psychopath. Toll, was? Das merke ich mir doch.

Familie: Kinder lernen aus den Konsequenzen der eigenen Handlungen. Nicht.

Reise: Bei Liisa gibt es in einem Artikel einen eingebetten Film, in dem es um das “Ja” in Nordschweden geht. Das führen wir hier natürlich auch sofort genau so ein.

Hamburg: In Hamburg gibt es einen Chor für alle und ich bin tatsächlich in Versuchung.

Hamburg: Im Archäologischen Museum Hamburg haben Flüchtlinge jetzt freien Eintritt. Man muss ja auch einmal die guten Nachrichten verlinken. Vielleicht vermehren sie sich?

Psychologie: Ein Text in der Zeit über Abschiede und Trennungen und was wir zurücklassen und was wir zusammen haben. Da kann man an vielen Stellen weiterdenken, wirklich schöner Text. Man beachte die Stelle mit dem transaktiven Gedächtnis.

Feuilleton: Stefan Mesch über das Buchprojekt 1000 Tode. In der neuen Version jetzt übrigens auch mit einem Text von mir, sagte ich das? Jetzt aber.

 

 

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