Nachdem wir uns in der letzten Folge der Tagespolitik stark angenähert haben, machen wir jetzt einmal das Gegenteil. Und sehen uns etwas an, das ganz anders ist – anders als unser Alltag, anders als unsere Nachrichten, als unsere Traditionen. Wenn Sie glauben, Sie würden in Ihrem Leben einigen Traditionen folgen, hier geht es gleich um Menschen, die älteren Traditionen folgen. Garantiert. Es geht, und da trifft es wieder unsere üblichen Themen, um Wirtschaft, es geht um Verantwortung, um die Beziehung zwischen Mensch und Beruf. Es geht um einen der ältesten Familienbetriebe der Welt, das Houshi Ryoakan in Japan. Und wer ein wenig Sinn für Geschichten hat, dem fällt vielleicht auf, wie geeignet dieser Film als Romanvorlage ist. Der Film dauert 11 Minuten, aber das ist gut angelegte Zeit.

Es ist nicht ganz so einfach, da einen passenden Link in unserem wöchentlichen Themendomino anzulegen, aber man kann es ja einmal mit der Brücke von der japanischen Gartenkunst zu Parks versuchen. Parks, die messbar glücklich machen. Wobei Städte, wir hatten das mehrfach, auch noch auf andere Art wieder grüner werden können, hier etwa die Variante in Zürich. Hat Ihre Stadt auch so eine Strategie? Vermutlich nicht. In Grenoble wiederum geht es um eine ganz andere und höchst bemerkenswerte Art der Stadtbegrünung, da tauscht man jetzt Werbung gegen Bäume.

Und von den Parks, normalerweise städtische Orte der gepflegten und kultivierten städtischen Leere, kommen wir zur Leere im Beruf. Zur “leeren Arbeit”, wenn es auch ein nicht ganz so schönes Thema ist. Leere Arbeit in überfüllten Räumen könnte man da noch ergänzen, das widerspricht sich nämlich überhaupt nicht. Den Ausruf “Lasst mich bloß alleine” kann man nach dem letzten Artikel sofort nachvollziehen. Aber in was für Räumen diese Artikel wohl entstanden sind?

Leere auf dem Konto findet man gemeinhin eher gruselig, aber auch da gibt es Ausnahmen, wenn sie auch sehr selten sein dürften. Leere auf dem Konto, Armut, ist in aller Regel ein Problem – und zwar ein gewaltiges. Gerade wurden neue Zahlen zur Verteilung des Kapitals auf der Welt veröffentlicht und man darf staunen: Heute besitzt ein Prozent der Weltbevölkerung fast die Hälfte des Weltvermögens. Oder überrascht das schon gar nicht mehr? (Im Artikel auch der Link zum ganzen Bericht als PDF)

Diese Kolumne wird geschrieben, während die Nachrichten wieder randvoll von Pegida und Legida sind, man kommt bei den Abkürzungen kaum noch hinterher. Eine andere Demo, gar nicht so klein, ziemlich groß sogar, hatte deutlich weniger Medienpräsenz. Da ging es um Agrarpolitik und bei der Zahl der Teilnehmer möchte man vielleicht zweimal hinsehen. Oder lieber gleich nach anderen Quellen suchen, die deutlich weniger ausweisen, nämlich die Zahl der Polizei, die aber auch noch bei immerhin 25.000 liegt. Mehr zum Hintergrund der Demo hier im Tagesspiegel.

Zum Schluss haben wir in dieser Woche wieder einen Link für die Fahrradfraktion, nachdem in der letzten Woche absolut nichts zu finden war, sehr ungewöhnlich. Vielleicht liegt es an der Jahreszeit? Jetzt finden wir aber doch wieder etwas, und um das Finden geht es auch in dem Artikel: Fahrräder, die dauernd ihre Position melden.

GLS Bank mit Sinn

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