Woanders – diesmal mit Eppendorf, einem Postschiffer, Sternweh und anderem

Hamburg: In der Zeit geht es um Eppendorf, da hängt jemand seinen Erinnerungen nach und beschreibt einen komplett durchgentrifizierten, sterbenslangweiligen Stadtteil. Wobei ich immer noch nicht recht deuten kann, was hier die nächste Stufe ist. Was kommt denn eigentlich, wenn alle Mieten endgültig schwindelnde Höhen erreicht haben, wenn alles luxussaniert oder neubebaut ist, wenn in jedem zweiten Haus Antipasti, teure Weine oder Designermodekleidchen verkauft werden?  Was passiert dann? Ich finde Eppendorf ja mittlerweile in einem geradezu schmerzhaften Ausmaß langweilig. Kann das so bleiben, wie es da ist? Ist es womöglich das Paradies auf Erden und ich bin nur wieder nicht die Zielgruppe?

Hamburg: Noch einmal die Zeit über Startschwierigkeiten in der Hafencity. Ich muss da dringend wieder hin, womöglich gibt es schon wieder zwanzig neue Gebäude, über die man sich aufregen könnte? Ich war ein paar Wochen nicht da!

Norddeutschland:  Es gibt einen neuen Postschiffer, der Pakete zu den Halligen befördert.

Weltall: Herr Baumer hat Sternweh.

Schule: Gesche Joost fordert Unterricht im Programmieren an Grundschulen. Nur zu.

Schule: Und noch ein Text zum Thema Programmierunterricht an Schulen, mit etwas anderer Motivation (englischer Text), aber passt schon.

Schule: Beim Tagesspiegel geht es nicht ums Programmieren, aber um Software im Unterricht. Erwähnt wird dabei auch die bremsende Funktion der Schulbuchverlage, wir hatten das neulich bereits. Also im letzten Jahr irgenwann.

Familie: Ein paar Bilder, die das Elternsein realistisch zeigen.

Familie: Patricia über das Leben mit einem Furby.

Familie/Reise: Beim Lesestäbchen gibt es Tipps für einen Aufenthalt in Rom. Das sind die Eltern aus unserem Stadtteil, die ein Jahr lang herumreisen. wir hatten hier schon ihre Tipps zu Venedig.

Physik: Hier gibt es etwas Nachhilfe zur Quantenmechanik, das schadet ja auch nicht.

Kunst: Der Spirograph. Erinnern Sie sich noch? Den gibt es jetzt auch online. Sehr, sehr schönes Spielzeug. Ich mache das jetzt digital, Sohn I macht das auf Papier.

 

4 comments

  1. Hans

    Die nächste Stufe der Gentrifizierung, die in Eppendorf ansteht, kann man sich in den schicken Pariser Wohngegenden anschauen: Alles unbewohnt, die teuren Luxuswohnungen sind nur noch Spekulationsobjekte von Leuten, die dort nicht oder nur ein paar Tage im Jahr wohnen. Vermieten lohnt nicht, weil es nicht so viele Millionäre gibt, die solche Luxusmieten zahlen können und wollen (die kaufen dann lieber gleich). Dann sind auch irgendwann die Antipasti- und Designermode- Geschäfte weg, weil keine Kundschaft, höchstens noch mal ein feines Antiquitätengeschäft hier und dort für die Ausstattung der leeren Wohnungen.

  2. Carom

    @Hans:
    Das mit den Spekulationsobjekten ist in Hamburg in manchen Stadtteilen so ähnlich schon zu beobachten – ich weiß von Maklern, die zu verkaufende Wohnungen in bestimmten Lagen, unabhängig von Größe etc., gar nicht mehr auf dem freien Markt anbieten, sondern direkt in das Immobilien-Portfolio sehr reicher Menschen eingliedern, da gibt es quasi Daueraufträge. Betonsparbuch halt.
    Ein Unterschied ist (noch?), dass die meisten dieser Wohnungen dann (von bestimmten Verwaltungen) vermietet werden, um Zinsen abzuwerfen.

  3. idriel

    Danke!! für den Link zum Spirograph. Habe mich kurze Zeit wieder wie ein Kind gefühlt… (dann kam der Kollege herein und ich musste weiterarbeiten. Mist. ;D )

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