Wir sind mitten in der Adventszeit, die Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest laufen. Das Weihnachtsfest mit den alten Ritualen, Traditionen, Geschichten. “Und sie fanden keine Herberge”, dem Satz entkommt man nicht, wenn es um Weihnachten geht, nicht wahr? Den wird man noch zu hören bekommen, und zwar mehrfach. Sie fanden keine Herberge – und andere finden die auch nicht, bleiben wir kurz beim Thema. In Marseille sollen Obdachlose jetzt Ausweise mit einer gelben Markierung tragen, und die Stadtverwaltung kann nicht erkennen, was daran verkehrt sein soll. Aber bevor sich jemand über irre Beamte  in Frankreich amüsiert – wir haben keinen Grund, uns zu amüsieren.

Deutschland tut weh” ist ein Artikel, der in den sozialen Netzwerken viel geteilt wurde, und wenn Sie nur einen Artikel in dieser Woche lesen, dann nehmen Sie doch bitte diesen. Wirklich, es ist wichtig. Oder nein, lesen Sie hinterher doch lieber noch die “Zahlen gegen Vorurteile”. Weil man es nicht oft genug sagen kann, weil es so viele nicht hören wollen, weil es mit Vorurteilen im Kopf kein Verständnis gibt – und erst recht keine Herberge. Und wer noch etwas mehr Verständnis entwickeln will, das kann ja immerhin sein, der sehe sich “Der Zaun” an, ein ganz neues Medienprojekt zum Thema Flüchtlinge.

Aber wir wollen die religiösen Anspielungen auch nicht überstrapazieren, das ist immer gefährlich und wird schnell unangenehm. Wir können in der Weihnachtszeit auch einfach an andere berühmte Geschichten denken, der Bezug zur Wirtschaft kommt dann wie von selbst. “Eine Weihnachtsgeschichte” von Charles Dickens, erinnern Sie sich? Die Geschichte vom alten Geizkragen Ebenezer Scrooge, dem die Geister der vergangenen, der diesjährigen und der zukünftigen Weihnacht erscheinen, und der dabei erkennt, dass auch er ein Herz hat? Da geht es auch um die Armut in der britischen Gesellschaft, da liest man vom Hunger und von Menschen, die zu Weihnachten von gutem Essen nur träumen können. Aber das ist natürlich alles lange her. Von wegen.

So, jetzt aber genug der alten Geschichten, kümmern wir uns um die Gegenwart. In der Gegenwart brauchen wir in Kürze einen Baum, eine Tanne fürs Wohnzimmer. Das ist auch für den Wirtschaftsteil ein spannendes Thema, ein sehr spannendes sogar, wenn man diesen Artikel aus der Zeit liest, auch wenn er schon ein Jahr alt ist. Wirtschaft ist eben spannend, der Stoff des Artikels hätte locker für einen dicken Krimi gereicht.

Spannend bleibt es auch, wenn wir Weihnachten ganz hinter uns lassen,  aber noch beim Thema Preis bleiben. Preise sind meistens interessant, ob es nun um Saatgut für Nordmanntannen oder um Erdöl geht. Bei den Krautreportern geht es um Erdöl – und um einen Preis, den keiner kennt.

Und nach der Erwähnung von fossilen Brennstoffen, die bekanntlich ein paar Nachteile haben,  wollen wir wie immer reflexmäßig in die Zukunft sehen, die wohl ohne diese Energien auskommen muss. Was sehen wir in der Zukunft? Drachen. Warum auch nicht.

Ganz zum Schluss noch etwas für die Radfahrfraktion. Auf den ersten Blick kein amüsanter Link, aber doch immerhin ein konsequenter. Hier hat man doch tatsächlich, haha, die Sache mit dem Rad einmal bis zum Ende gedacht.

GLS Bank mit Sinn

 

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