Woanders – diesmal mit Albanien, Adelhaid, ausgewählten Kindern und anderem

Fotografie: Schwarzweißbilder aus Albanien, und man kann sich zu jedem Bild einen Roman von Ismail Kadare denken. Oder einen nachlesen, da muss man vermutlich gar nicht lange suchen, bis eine Szene passt.

Fotografie: Katrin Scheib verweist auf einen Artikel bzw. auf eine Bilderreihe zu zwei russischen Tantchen.

Schule: In der FAZ ein langer Artikel über Gymnasien. Enthält im Grunde nichts, was man nicht schon weiß, aber den Satz „Aufs Gymnasium gehören die geeigneten Kinder – und die eigenen“ fand ich schön. Der entspricht exakt dem, was alle Eltern zu denken scheinen, eine wirklich schöne Zusammenfassung. Ich würde mit erheblichem Abstand zur eigenen Schulzeit heute übrigens die Lateinvokabeln als außerordentlich nützlich einordnen, von denen habe ich tatsächlich immer noch etwas. Während ich das komplette Bio-Chemie-Physik-Mathewissen quasi mit dem Aushändigen des Abiturzeugnisses komplett verdrängt habe, was mich erst viel, viel später geärgert hat. Ich habe da als Schüler nichts interessant, schön oder unterhaltsam finden können, heute wäre das etwas anders. Na egal, ich gucke mir die Sachkundeblätter von Sohn I genau an und nutze die zweite Chance.

Gesellschaft: Zum Mitfreuen – Adelhaid hat geheiratet. Wer vielleicht schon vergessen hat, was das ausmachen kann – bitte hier nachlesen.

Hamburg/Irgendwasmitmedien: Der Printjournalismus stirbt so vor sich hin, aber in Hamburg-Harburg leistet einer Widerstand. Und wie.

Irgendwasmitmedien: Felix Schwenzel mit einem netten Detail zur Huffington Post Deutschland.

Reise: Ein Elternpaar aus unserem kleinen Bahnhofsviertel macht ein Reisejahr und tourt mit den Kindern etwas herum, es gibt also tatsächlich noch Menschen, die Zeit haben. Wie isses nun bloß möglich! Gerade sind sie mit Venedig durch, wo sie ein paar Wochen waren, die Erfahrungen mit der Stadt haben sie hier in ein paar nützlichen Reisetipps für Familien gebündelt.

Hamburg: Dicke Luft. War da nicht was mit Umweltstadt? Egal.

Österreich: Da gibt es jetzt eine Stammtisch-App, um dem gängigen Schwachsinn im tieffliegenden Smalltalk mit Fakten zu begegnen. Kann gerne auch für Deutschland entwickelt werden, würde ich kaufen.

2 comments

  1. ks

    Uff, der Artikel zum gymnasialen Lernen ist ganz schön deprimierend und aussagelos zugleich. Denn nachdem die Kinder ja schon in der Grundschule nichts mehr beigebracht bekommen, geht das dann so weiter? Wir haben hier ein Kind in der 5. Klasse und eines in der 1. und bei beiden kann ich oft nur den Kopf schütteln und ernsthaft trauern, dass der durchaus vorhanden Lernwillen und große Wissensdurst viel zu schnell in Frust und Langeweile endet. Schnell hat ein Kind den ADHS und LRS und was weiss ich Stempel und ein Kind so durch ein Schülerleben zu begleiten, das macht absolut keinen Spass und ist mit großem Abstand der schlimmste unbezahlte Job der Welt.

  2. Andrea0966

    Und bei dem hübschen Kempowski-Zitat hatte ich sofort die Stimme von Edda Seippel im Ohr. Erstaunlich, wie Erinnerung funktioniert.

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