Damit konnte natürlich keiner rechnen, aber wir schaffen es tatsächlich, diese Reihe fortzusetzen. Noch eine Folge und wir können schon fast von einer Rubrik reden, es ist zu und zu schön. Es gibt heute Muffins, nach einem Rezept aus einem dieser Tim-Mälzer-Hefte, also aus “Essen & Trinken für jeden Tag”.

 

Da steht im Rezept, dass man 12 Schoko-Bonbons mit Karamellkern braucht, das ist natürlich sehr dezent formuliert. Seien wir offen: Das sind Rolos. Verblüffend an Rolos ist, dass jeder, dem man von diesem Rezept erzählt, etwas sagt wie: “Rolos! Ganz vergessen! Gibt es die noch?” So ging es mir selbst übrigens auch. Aber da es sie noch gibt, wird sie irgendwer wohl auch essen. Wer mag da jetzt die Zielgruppe sein, wenn wir es alle nicht sind? Keine Ahnung. Ich bekomme sie hier nur noch in 4-Rollen-Packungen, nicht mehr in einzelnen Rollen. Man braucht allerdings nur eine Rolle, d.h. man muss ganze drei davon rezeptfrei essen, das ist natürlich schlimm, sehr schlimm.

Für 12 Muffins braucht man:

200 g dunkle Schokolade

125 g gute Butter

220 g Mehl

30 g Kakaopulver

4 TL Weinsteinbackpulver

¼ TL Salz

2 Eier

200 g Zucker

1 Pk Vanillezucker

250 ml Buttermilch

12 Rolos

1 EL Puderzucker

und Papierbackförmchen in der Ausprägung “Hello Kitty”, letztere aber nur auf besonderen Wunsch von Sohn II, der bei Dekofragen nach wie vor pink entscheidet. Andere Motive gehen sicher auch. Das Muffinblech, das es heutzutage in jedem Haushalt zu geben hat, kann man gleich mit den Förmchen auslegen.

 

Die Schokolade wird gehackt, zertrümmert und zerbröselt, da kann man nebenbei etwas Aggressionen abbauen, das schadet ja nie.

 

125 g der Schokolade mit der Butter in einem Topf langsam zu einer schlanken Masse schmelzen und dannn gleich wieder etwas abkühlen lassen.


 

Mehl, Kako und Backpulver in eine Schüssel sieben, Salz und Schokoladenrest dazugeben.


 
Eier, Zucker und Vanillezucker 5 Minuten verrühren. Die Schokobutter nach und nach dazumischen, dabei immer weiter rühren. Dann die Buttermilch ebenfalls langsam unterrühren.


 
Sollte sich ein zufällig anwesender Hund für Buttermilch interessieren, diese in einem Schälchen auf dem Boden servieren. Sagt jedenfalls Schnuffi, der Hund, in anderem Kontext auch als Sohn II bekannt.


 
Die Mehlkakaomischung zur Eierschokomischung geben und alles mit einem Kochlöffel verrühren, aber nur ganz kurz, bis die Zutaten gerade verbunden sind. Auf dem nächsten Bild ist kein Kochlöffel zu sehen, ich weiß auch nicht, warum das so ist. Eventuell hält sich die Herzdame nicht an die Anweisungen im Rezept, Nordostwestfalen sind oft eigensinnig.

 

Die Papierförmchen halb füllen, dann in jede Form einen Rolo versenken und mit dem Rest des Teigs auffüllen.



 

Das backt dann bei 190 Grad 25 Minuten und riecht währenddessen ganz hervorragend. Den Puderzucker soll man laut Rezept hinterher über die fertigen Muffins stäuben, das fanden wir entbehrlich. Unentbehrlich sind dagegen Hello-Kitty-Fähnchen für einen Teil der Muffins. Sagt Schnuffi, der Hund.


 
Die Rolos sind übrigens nach dem Backen kein richtiger Hammerspezialsondereffekt in den Muffins, sie sind eher dezent. Nett, aber dezent. Wenn man während des Backvorgangs die übrigen drei Rollen Rolos weggelutscht hat, ist das Interesse an Muffins aber ohnehin eher schwach ausgeprägt, zumindest meiner Erfahrung nach. Sie schmecken aber tatsächlich gut,und zwar so coffeeshopgut, das kann man also wirklich gerne machen. Und diese kleine Karamellüberaschung ist schon nett. Wenn auch etwas dezent. Man könnte im Rahmen eines Forschungsprojektes sicher auch zwei Schokokaramellbonbons in einem Muffin versenken, das müsste gehen.

 

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