Als wir diese Kolumne konzipiert haben, wollten wir öfter Blogartikel verlinken, als wir es im Moment tun. Aber es ist doch noch schwieriger als gedacht, geeignete Blogartikel zu finden, die Bezug zu Wirtschaftsthemen haben. Wir haben oft Artikel einiger großer deutscher Medien, die uns thematisch entgegenkommen, daran ist nie Mangel. Da findet man immer Texte, die interessieren oder, noch viel besser, verblüffen. Es bleibt aber dennoch spannend für uns, immer wieder auch nach anderen Quellen zu suchen und sie herauszustellen. Deswegen ziehen wir in dieser Ausgabe die Bloglinks der Woche einmal mal vor, lassen uns von den Themen dort leiten und gucken, was in den anderen Medien dazu passt. Was finden wir denn in den Blogs?

Bei Michael Bukowski etwa geht es um Adrenalin und Verkehr, es geht um Radfahrer und um Critical Mass. Und um einen erstaunlichen Vorfall. Äußerst passend dazu die Wirtschaftswoche: “Der neue Straßenkampf”. Und laut der taz bekommt die Critical Mass zumindest im Süden von Hamburg wohl juristische Probleme.

Bei Frau Novemberregen geht es um Büro-Organisation und Management-Regeln. Ganz einfach, was sie da erklärt. Bei Tree-Hugger gibt es einen eher extravaganten Vorschlag zur Büro-Organisation. Das Gerät hätte allerdings wohl den Nachteil, dass man nach einer Woche die Witze darüber nicht mehr hören könnte. Schade eigentlich.

Stevan Paul verweist auf ein kostenloses eBook zur Insektenküche. Und wenn Herr Paul das Buch “wirklich informativ” nennt, dann wird es das auch sein. Wobei Insekten natürlich Lebewesen sind, und den Verzehr von Lebewesen finden etliche Menschen in aller Deutlichkeit nicht mehr lustig.

Beim Gemeinschaftsblog Kleinerdrei geht es um solidarische Landwirtschaft und um Arbeit auf dem Acker – ein Erfahrungsbericht. Und der liest sich umso interessanter, je mehr man sich bewusst macht, auf welch falschem Weg die industrialisierte Landwirtschaft ist. Dazu hier wieder mehr in der Zeit. Und wer sich übrigens für die Zukunft der Ernährung und Themen wie Urban Farming interessiert, der möchte vielleicht zwei Veranstaltungen in Berlin verfolgen, auf die bei den Speiseräumen hingewiesen wird.

Bei Frau Nessy geht es ganz banal um das Finden einer Reinigungskraft. Der Text wird durch die Kommentare bestätigt und vielleicht geht es dabei auch um mehr, vielleicht machen wir es uns tatsächlich viel zu schwer, uns gegenseitig fair und legal zu beschäftigen? Und weil wir alle online sind und weil es so gut passt, hängen wir hier einen Artikel aus der SZ dran, da geht es um Putzdienste im Internet. Da wird das Problem gleich noch etwas deutlicher. Im Grunde hängen an solchen banalen Fragestellungen immer ganz viele Überlegungen – wie wir Geschäfte machen, wie Angebot und Nachfrage überhaupt zusammenfinden, wie das Internet Jobs und Märkte verändert.

Na, und wenn wir schon wieder bei so vielen Fragen sind, dann können wir auch gleich alles in Frage stellen. Das System, die Ideologie, den Neoliberalismus – etwa hier mit dem Guardian: Neoliberalism has brought out the worst in us.

Zum Schluss komprimieren wir zur Entspannung einfach mal den Müll auf eine ganz neue Art. Und zwar so klein, dass er schon wieder fotogen wird.

GLS Bank mit Sinn

 

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