Eigentlich erwähnen wir hier keine Meldungen, die schon in allen Medien waren, diesmal müssen wir aber. Denn wenn wir uns schon lauthals beschweren, dass es zu wenig erfolgreiche Projekte in Richtung anderer Wirtschaft in Deutschland gibt, dann muss man auch die Erfolgsmeldung aufgreifen, die gerade durchs Land zieht. Der Supermarkt ohne Verpackungen hat tatsächlich eröffnet, wir hatten sogar irgendwann die Meldung von der Idee hier verlinkt. Jetzt ist es also Wirklichkeit.

Das Geschäft passt in dieser Ausprägung ganz gut zu der bereits in der letzten Woche erwähnten Degrowth-Konferenz, in der es auch um sinnvolleres Wirtschaften geht. Bei Wiwo-Green hat man das Thema der Konferenz noch einmal leserfreundlich auf zehn Punkte eingedampft. Erhellend ist aber auch dieses Interview mit Verena Winiwarter, einer Umwelthistorikerin: ”Wir brauchen eine ökologische Ökonomie.” Wobei wir sie natürlich auch schon haben. In Teilbranchen, in Teilmärkten, dazu findet man immer wieder etwas. Zu Menschen, die Konzepte ganz neu denken und umsetzen. Etwa hier bei der bioveganen Landwirtschaft. Und man findet auch schöne Aktionen, die zum Umdenken anregen wollen und ganz auf das Positive setzen. Das geht manchmal mit einfachen Mitteln, etwa indem man einfach ein paar Quadratmeter Rasen ausrollt. Man muss es nur an der richtigen Stelle machen.

Wir erinnern noch an eine Meldung, die in den großen Medien eher kümmerlich gewürdigt wurde, auch wenn man ganz deutlich die Aufregung der Wissenschaftler herauslesen kann: “Die Westantarktis überschreitet den Kipppunkt.”

Aber wir bleiben heute tendenziell positiv und bringen noch weitere Beispiele für anderes Wirtschaften, etwa im Bereich der Drogeriemärkte. Die sind zwar sicher alle als ganz normale Marktteilnehmer zu betrachten, aber zumindest zwei davon sind etwas netter als andere, to say the least. Wie gehen die eigentlich miteinander um?

Es gibt “nette” Unternehmen, von denen man bestimme Meldungen auch erwartet, das überrascht dann keinen. Aber es gibt auch ganz klassische Unternehmen, die plötzlich in den Kontext dieser Kolumne rücken, da sieht man vielleicht zweimal hin, wenn man die Artikel überfliegt. Rügenwalder setzt auf vegetarische Wurst? Wie bitte!? Fängt so die Zeitenwende an? Na, zumindest wird ein Trend so noch deutlicher.

Zum Schluss werfen wir einen schnellen Blick auf die Keimzelle allen Handels, auf den Laden, auf den Verkaufsstand. Hier ein paar sehr kleine Beispiele aus aller Welt.

GLS Bank mit Sinn

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