Untitled

Was hier noch fehlt, ist der Hinweis auf den Ferienbauernhof, den wir auf Eiderstedt besucht haben. Da mehrere Leserinnen nachgefragt haben und das natürlich auch kein Geheimnis ist: Es handelte sich um den Ferienhof Reigardt in Tetenbüll. Da also hat man, wenn man die richtige Wohnung nimmt, die Schwalben im Zimmer, wobei die natürlich in Kürze wieder gen Afrika abreisen. Und da hat man auch, wenn man mit den anderen Kindern etwas Glück hat, den hier beschriebenen Bullerbü-Effekt.

Der Hof liegt etwas abseits der größeren Straßen, sehr ruhig, kaum Verkehr. Ganz im Gegensatz zu unserem Alltagserleben in Hamburg-Mitte sieht man hier übrigens kaum jemals SUVs, man sieht eher so etwas:

Untitled

Ringsum also nichts als Gegend, sogar unfassbar viel davon. Darüber der spezielle Eiderstedter Himmel, ich schrieb hier darüber.

Ich stelle gerade fest, dass ich kaum Bilder vom Hof gemacht habe, man hat eben auch als Blogger so seine Aussetzer, pardon. Wenn man vom Hof geht, kann man auf den Weiden ringsum Kühe oder Schafe sehen, auf Eiderstedt gibt es noch sehr viel Viehhaltung, die ziemlich idyllisch aussieht, geradezu bilderbuchkompatibel.

Untitled

Die Kühe gucken zurück – und wenn man stehen bleibt, dann gucken sie auch sehr lange und man kann mit ihnen ein wenig über die Weltlage sprechen. Kühe sind durchaus interessierte Zuhörer. Wenn man an ihnen vorbei joggt, gucken sie allerdings immer etwas fassungslos, Sport ist nicht so ihr Ding.

Untitled

Der Hof hat größtenteils auf Ferienwohnungen umgeschwenkt, wie so viele in der Gegend. Aber es gab doch etliche Pferde, sehr viele Schafe, zwei Schweine mit Ferkeln, viele Hühner, Katzen und Hasen, für die Kinder war das allemal Bauernhof genug. Wenn man im Frühjahr hinfährt, kann man dabei sein, wie der Chef des Hauses Schafen beim Lammen hilft, alleine das wäre auch schon einen Besuch wert. Die Kinder können dreimal in der Woche reiten, ansonsten laufen die Tiere bemerkenswert frei herum, das fanden wir ganz großartig.

Ein Hof ist keine Appartmentanlage, das ist immer noch ein Betrieb mit ziemlich viel Getier und sehr vielen Kindern, die marodierend durch die Ställe ziehen. Wer eine geleckte Anlage erwartet, in welcher der Zimmerservice das Frühstück auf dem Tablett bringt, der ist hier natürlich falsch. Wer die Kinder laufen lassen möchte und froh ist, sich irgendwo in einer Hofecke in Ruhe in einen Strandkorb verkrümeln zu können – der ist hier genau richtig. Man sitzt da sehr gut. Ab und zu kommt ein Huhn vorbei, guckt auf den Buchtitel und legt kritisch den Kopf schief. Oder ein Schwein geht grummelnd über den Hof und sieht schmatzend zu, wie eine Horde Kinder jungen Katzen hinterherrennt.

Die Wohnungen sind anständig ausgestattet und, da ist man bei Ferienwohnungen ja immer dankbar, nicht hässlich. Normaler Ikeastil, da ist man geschmacklich in Sicherheit. Wer öfter Ferienhäuser online sucht, der weiß, dass das für ein Segen ist. WLAN ist vorhanden, aber ziemlich schwachbrüstig. Für etwaigen Bilderupload braucht man also stabile Nerven, reines Lesen ist okay. Wer O2-Kunde ist, der hat ringsum und auf der ganzen Halbinsel allerdings verlässlich gar keinen Empfang, der ist auf das WLAN angewiesen.

Zum Einkaufen oder ans Meer muss man mit dem Auto, das geht auf Eiderstedt aber generell nicht anders, jedenfalls so lange die Kinder noch keine größeren Fahrradtouren machen können. Husum, Sankt Peter-Ording, Tönning, Friedrichsstadt kann man gut erreichen, ebenso die kleinen Badestellen abseits der großen Strände vor Sankt Peter-Ording. Ich blogge später noch eine kleine Liste mit Empfehlungen zum Aufenthalt auf Eiderstedt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass wir da noch einmal hinfahren, ist tatsächlich ziemlich hoch, im Grunde hat noch kein Urlaub so gut funktioniert wie dieser. Wenn Sie da auch einmal hinfahren – grüßen Sie Carola und Hansi Reigardt bitte von den Buddenbohms.

 

%d Bloggern gefällt das: