Wir haben übrigens tatsächlich eine Wohnung nicht genommen, die wir vermutlich hätten haben können. Sie wäre größer als unsere gewesen und gar nicht so viel teurer, sie hätte das rettende Zimmer mehr gehabt und ein Wohnzimmer in geradezu fürstlicher Größe, Ballsaal nichts dagegen, sie wäre auch noch im geliebten Bahnhofsviertel gewesen – aber stockdunkel. Wirklich bemerkenswert finster, ein Traum für Gothics. Sind wir aber nicht. Und die Wohnung war im Erdgeschoß, was mir in der Großstadt nicht ganz geheuer ist.

Eine schwere, schwere Entscheidung, da sitzt man tagelang herum und denkt nach, grübelt, sortiert Argumente. Denkt auf den drei Zimmern herum, auf dem Licht, auf der Lage, auf allem. Gibt sich endlich zufrieden, verzichtet noch einmal, verschiebt die Entscheidung, verschiebt die Nachteile, die man in Kauf nehmen kann oder muss.

Und guckt dann wieder, wenn man andere besucht, neidisch in fremden Wohnungen herum. Dabei haben wir es doch warm. Es ist kompliziert.

Wir werden noch wochenlang aus diesem Video zitieren. Und hätten weiterhin gerne eine 4-Zimmer-Wohnung in Sankt Georg.

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