Nachdem wir in der letzten Woche nur Blogs verlinkt haben, werden wir nun natürlich wieder bunter gemischt. Aber nicht ohne das kleine Special mit ein paar Anmerkungen zu Blogs und Wirtschaft zu beenden, die findet man hier bei Mel.

Dann wollen wir aber medial weiterziehen, zu anderen Quellen. Wobei auch das Wandern im realen Leben gerade merkwürdig oft irgendwo erwähnt wird. Da ist man besser vorbereitet und kennt für den Smalltalk zum Beispiel den Begriff Strollology. Früher sind wir noch einfach um den Block gegangen, wir hatten ja nix. Heute ist natürlich gleich mehr dahinter. Heute denkt man über alles nach, mischt sich bewusst unters Volk und kommt man dabei womöglich sogar mit Fremden in Kontakt! Und auch noch absichtlich, wie krass ist das denn.

Wenn man etwas länger herumstrolcht, dann nennt man das Wandern. Das ist umweltfreundlich, angeblich entstressend, billig, das bringt einen mit der Region in Verbindung, das ist etwas für uns, nicht wahr. Hier etwas mehr dazu von einem, der es wissen muss. Und damit Sie das beim Gehen genießen können, ist es eine Aufnahme, kein Text. Was ist das wieder für ein Service hier.

Wahrscheinlich sollte man überhaupt mehr gehen, das hat im Grunde nur Vorteile – allerdings müsste man dafür vielleicht seine Gewohnheiten ändern. Und das wiederum ist nicht so einfach, wie hier ausführlich beschrieben. In den Kommentaren unter dem Text – wir raten vom Lesen der Kommentare selbstverständlich ab – geht es übrigens gleich wieder um “Tugendterror”, es ist wirklich faszinierend. Aber auch wiederum erklärbar – und vermutlich sollte man die Erklärung für dieses Abwehrverhalten dafür doch ein paar Minuten länger im Hirn bewegen. Es treibt uns, so steht da sinngemäß, also schlicht die Angst, dass die Dinge anders sein könnten. Kann man mal drüber nachdenken! Wir stehen da womöglich nicht drüber. Wir möchten es vielleicht nur gerne.

Da drehen wir nach diesem Artikel doch schon aus Bockigkeit gleich noch etwas weiter auf und schalten zur Rubrik “Essay und Diskurs” – da gibt es den bemerkenswerten Artikel “Aufstand der Satten”. Da hat jemand etwas länger nachgedacht, das ist ein sehr lesenswerter Text, insbesondere wenn man den Artikel davor noch etwas im Sinn behalten hat.

Und dann steht man wieder da und hat die Wahl, von welchen Nachrichten man sich bewegen lässt. Von den guten Meldungen, etwa den Steigerungsformen des Urban Gardenings? Von der Marktfähigkeit des Umweltschutzes, hier am Beispiel von Wiesen und Mooren erklärt? Oder von den Meldungen zu neuen Erfindungen im Bereich Energie, die kommen quasi im Wochentakt, immer wieder liest man, dass das Problem sich lösen lässt, etwa hier oder etwas bescheidener hier, da muss doch tatsächlich etwas gehen?

Lässt man sich also aufheitern von geradezu fröhlich und optimistisch klingenden Meldungen zur Welternährung? Hey, alles supi, das wird schon. Vielleicht nur nicht so schnell. Wenn man etwa an aktuelle Artikel zur Lage der Biolandwirtschaft in Deutschland denkt, dann wird man doch wieder skeptisch.

Aber Skepsis ist natürlich okay, Skepsis ist gesund und hilft einem weiter. Immer skeptisch bleiben, versteht sich – und anfangen, etwas am System zu ändern. An den Regeln. An den Steuergesetzen. An der Politik.

Und irgendwie anders leben, das muss man wohl. Oder muss man nicht? Ach, wir wissen es doch auch nicht. Jedenfalls nicht genau. Das Lied ist übrigens von 77. Auch erstaunlich, nicht wahr.

GLS Bank mit Sinn

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