Was ich gar nicht erwähnt habe, weil, ich erwähnte es bereits, man zu nix kommt, ist ja, dass Isa und ich verschenkt werden. Heute.

Und zwar zu einem Geburtstag. Da gab es vor einiger Zeit die Anfrage, ob wir in einem Wohnzimmer lesen würden, ganz privat und vor kleinem Publikum, der Jubilar würde sich gewiss über uns freuen. In Hamburg. Mit Honorar. Und präzisen Lesewünschen! Da merkt man als Autor wieder, wie wunderbar sichere Lesewünsche sind. “Komm und lies genau diese eine Geschichte”, das ist herrlich, da muss man nicht weiter nachdenken, da muss man nicht nächtelang wachliegen, Hände ringen, mit dem Schicksal hadern und rätseln, was man denn bloß vortragen soll, da geht man einfach hin und klappt das Buch auf, zack, fertig. Sehr erleichternd. Simplify your Lesung.

Dem letzten Mailwechsel mit der Veranstalterin nach zu urteilen sollen wir aber nicht aus einer Torte springen, bevor wir dort im Wohnzimmer unsere Schnurrpfeifereien vortragen, das ist natürlich ein wenig enttäuschend. Dafür liegt dieses Wohnzimmer immerhin in so absonderlicher Gegend, dass der Bus dahin ganze 50 Minuten fährt. Das werden sicher die entspanntesten 50 Minuten der Woche, so viel steht fest, was soll man während einer Busfahrt schon machen. Das muss doch geradezu eine richtige kleine Erholungstour werden. Jedenfalls sofern wir nicht versehentlich den Busfahrer für “Was machen die da” interviewen. Oder auf neue Projektideen kommen.

Wenn ich so drüber nachdenke – wir setzen uns besser auf weit voneinander getrennte Plätze im Bus.

 

%d Bloggern gefällt das: