Die ersten zehn Jahre hat dieses Blog dann also geschafft, das ging ja verblüffend fix. Ich erzähle jetzt nicht zum hundertsten Mal, warum es ausgerechnet an einem 1. April gestartet wurde, das fällt allmählich sicher schon unter “Opa erzählt vom Krieg”, das will man nicht.

Vor zehn Jahren war die Herzdame noch meine Verlobte, vor zehn Jahren habe ich noch ganztags im Büro gearbeitet und zuhause haben keine Kinder auf mich gewartet, das kann ich mir alles kaum noch vorstellen.

Mittlerweile sind hier im Blog unzählige Geschichten über die Herzdame und die Söhne erschienen, mittlerweile finanziert das Schreiben für Magazine, Zeitungen und andere Kunden jeden Monat einen erheblichen Teil des Haushalts. Ohne das Blog würde ich einen ganz anderen Freudeskreis haben, eine ganz andere Freizeit, ein anderes Leben. Vielen Dank an die Leserinnen und Leser, die das begleitet haben, kommentiert haben, weiterempfohlen haben, ich freue mich nach wie vor jeden Tag darüber. Und Dank natürlich an die Herzdame, die es seit zehn Jahren aushält, Content zu sein, das ist ganz sicher auch eine Leistung. Und eine Frau, die nach zehn Jahren immer noch für Content sorgt, die war dann ganz sicher auch die richtige Wahl, um einmal eine neue, zeitgemäße Messeinheit dafür einzuführen. Dass ich mich nach zehn Jahren immer noch neu in sie verlieben kann, das ist dabei natürlich auch ganz praktisch.

Und ich denke übrigens immer noch nach jedem Eintrag, das mir jetzt aber sicher nie wieder etwas einfallen wird. Das scheint sich also dauerhaft nicht zu geben, zehn Jahre können dabei wohl als Langzeitversuch durchgehen, nehme ich an. Auch gleich, nach dem Absenden dieses Textes, wird es vermutlich wieder so sein.

Ich habe sehr viele Menschen durch das Blog kennengelernt, darunter auch solche, die ich im Grunde gar nicht treffen dürfte, wie etwa Isa. Mit Isa gemeinsam komme ich nämlich dauernd auf Ideen und Projekte, das ist wirklich schlimm und sehr zeitaufwändig. Aus reinem Selbstschutz vergessen wir die meisten Ideen gleich nach unseren Treffen wieder, wir würden sonst wirklich zu gar nichts mehr kommen.

Jetzt haben wir aber doch mal ein Projekt gemeinsam umgesetzt und festgestellt, dass wir auch noch toll zusammen arbeiten können, das verkompliziert die Sache leider erheblich. Jetzt haben wir nämlich noch tausend gemeinsame Termine mehr, nicht auszudenken, wohin das führen soll. Erst einmal führt es aber auf eine neue Seite, auf ein neues Projekt.

“Was machen die da” ist die Umsetzung einer unserer gemeinsamen Ideen. Wir befragen Menschen, die das gerne machen, was sie machen, zu dem, was sie gerade machen, fotografieren sie dabei und bloggen das. Auf einem brandneuen Blog, in wunderbarer Teamarbeit für uns aufgesetzt von Sylvia Oberstein und Christian Fischer.

Wobei wir auch der GLS Bank zu danken haben, die durch den regelmässigen Wirtschaftsteil bereits mit den Herzdamengeschichten als Sponsor kooperiert und sich auch nicht gescheut hat, ein Blog, das es bis heute nur als Idee und Skizze gab, zum Start zu unterstützen. Das wäre sicher vor ein paar Jahren so noch nicht möglich gewesen, das ist eine sehr schöne Entwicklung. Trotz des Datums ist auch das neue Blog übrigens kein Aprilscherz, falls jemand gerade querlesend nach der Pointe sucht.

Isa und ich erzählen drüben im neuen Blog nichts, wir lassen die Leute reden. Von ihren Berufen, Ehrenämtern, Hobbys, was auch immer. Wenn es dazu noch etwas zu erzählen gibt – und das wird ganz sicher so kommen – dann erzählen wir es wie gehabt in unseren Blogs, das wird also eine Art Dreiklang und gehört zusammen. Wir spielen uns dort jetzt erst einmal warm. Geplant ist, jeden Dienstag einen Text erscheinen zu lassen. Aber mit Plänen ist es manchmal so eine Sache, vielleicht werden es auch mehr Einträge. Oder weniger? Wir gucken mal, was geht.

Blogheader-1

 

%d Bloggern gefällt das: