Woanders – Der Wirtschaftsteil

Fangen wir wieder ganz grundsätzlich an, stellen wir uns einer der Urfragen allen wirtschaftlichen Handelns. Nachdenken mit Meike Winnemuth und der Frage: “Was springt für mich dabei heraus?

Eine Frage, von der aus wir in fast schon atemberaubender Eleganz überleiten können zu einer sicher unerwarteten Antwort: Manchmal springt Strom dabei heraus. Nanu!

Kritische Menschen sollten das jetzt natürlich hinterfragen. Kann das tatsächlich sein, ist das auch sinnvoll und so weiter, wie man eben so selbständig vor sich hindenkt, Lateiner dürfen hier lässig ein sapere aude fallen lassen. Wenn man nämlich nicht kritisch denkt, dann übernimmt man einfach irgendwas – und am Ende ist es Unsinn, am Ende sind es digitale Kühe, wie man es wohl neuerdings nennen muss.

Aber nicht nur der Verstand ist wichtig, auch der Bauch entscheidet. Der Bauch, den wir so gerne beim gemeinsamen Essen füllen, ob nun mit regionalen Bioprodukten, vegetarischer Verpflegung oder mit TK-Pizza. Dazu gibt es einen feinen Text in der Zeit, der allerdings mit mittelalterlichem Vertragsrecht beginnt. Warum auch nicht, wir sind ja geistig flexibel.

Beim Essen packt sich die Menschheit übrigens weiterhin immer mehr Fleisch auf den Teller, überrascht das noch jemanden? Wohl kaum. Das ist natürlich auch eine Statusfrage, wir hams ja.

Das ist ein Trend, der uns nicht passt, aber es ist eh so eine Sache mit den Trends. Es ist, Sie ahnen es schon, kompliziert.

Aber nur weil zwischendurch einmal ein Biohof nicht funktioniert, muss man nicht gleich alles aufgeben, versteht sich. Man muss immer weiter genau hinsehen, beobachten wie die Welt funktioniert, wie die Wirtschaft tickt, wie Konzerne funktionieren, wie Dinge produziert werden. Denn nach wie vor ist die Gesamtlage ein gewaltiges Problem. Es gibt anscheinend keinen Grund, irgendetwas einfach laufen zu lassen.

Zur Gesamtlage machen wir jetzt noch etwas Gehirngymnastik mit den nächsten beiden Links. Dazu machen wir uns erst einmal klar, wie klein wir sind, das schafft man ganz leicht, wenn man sich das hier ansieht. Und gleich danach sehen wir uns etwas ganz Kleines auf der ohnehin kleinen Erde an, nur ein paar Schuhe. Und überlegen uns dann, wie unfassbar groß die Geschichten und die Leiden sind, die hinter solchen Bildern stehen. Und immer schön flach weiteratmen, was soll man auch machen, nicht wahr.

Zum letzten Link nur noch eine kleine Anmerkung, dann soll es für heute aber auch genügen.

Und den Design-Link der Woche münzen wir jetzt einfach auf Kulturlink um, wir haben nämlich die saisonal passende Arbeitsanweisung in sehr ansprechender Präsentation gefunden. Es ist Dezember, es ist Adventszeit, Sie wissen schon, Besinnlichkeit und so! Wie verhalten wir uns da nicht nur privat, sondern auch im Beruf? An den letzten Werktagen, während das Jahr allmählich ausklingt, wie man so schön sagt? Was machen wir da? Hm? Wir machen lieber langsam. Genau. Jetzt 04:49 Minuten Kaffeepause. Das hamma uns verdient.

GLS Bank mit Sinn

One comment

  1. Linksaussen

    Zur „Statusfrage“: Die Überschrift („The size of your latte has everything to do with your status at work „) erscheint mir reichlich irreführend, wenn man sich anschaut, welche Studie dafür herangezogen wurde:
    The researchers were studying obesity among underprivileged populations, and they found that extra-large food servings can serve as markers of social status.

    Auch, wenn ich da keine Studie für zur Hand habe, ist ja schon länger bekannt und beschrieben, dass Essen als Statussymbol in den oberen (lies: gebildeteren, wohlhabenderen etc.) Schichten längst nicht mehr von der Menge abhängt. Wer dort wenig isst, noch besser aber: gesünder, zeigt, dass er seinen Körper und damit sich selbst unter Kontrolle hat. Natürlich aber nicht so, dass es genussfeindlich wirkt, das gehört ja heute auch wieder dazu, wenn man als vollständiger Mensch gelten möchte. Also eher „die leichte Asiaküche“ als ein grüner Salat ohne Dressing.

    Die Studie dürfte ziemlich schichtenspezifisch und eher nicht verallgemeinerbar sein.

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