Eiderstedt ist das Gegenteil von Hamburg-Mitte, deswegen müssen wir da ab und zu mal hin. Um uns daran zu erinnern, dass es menschenleere Wege auch noch gibt. Dass es die gute Luft noch gibt, den unverbauten Horizont und den ungeheuren Himmel, dass es noch frei vagabundierende Wolkengebilde und absurd viel Gegend gibt.

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Einmal zum Leuchtturm von Westerhever laufen, durch Salzwiesen und Schafschiet. Am Parkplatz steht der freundliche Mann, der den ganzen Tag an jedem Autofenster “Moin Moin, drei Euro” sagt, immer wieder. Ein Tourist fragt ihn nach der Uhrzeit. Der Parkplatzwächter schiebt die Dienstmütze hoch und fragt zurück: “Machen sie hier Urlaub oder wat?” “Ja”, sagt der Tourist. “Na, dann ist die Uhrzeit auch egal”, sagt der Parkplatzwächter und wendet sich dem nächsten Autofenster zu.

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Immer wieder Gegend angucken. Das macht man als Hamburger im Alltag eher nicht so, aber hier muss man das dann. Das kennt das Auge gar nicht mehr, dass es so weit kommt.

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Und immer gucken, wer guckt. Das macht man als Hamburger natürlich auch, aber hier ist es anders.

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Das Bodenständige an den Nordfriesen lieben, den Sinn für das Praktische und Sinnvolle.

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Da müsste man öfter hin, in die Gegend. Denke ich jedes Jahr. Und dann klappt es wieder nicht.

 

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