Woanders – Der Wirtschaftsteil

Ist es besser Tomaten aus Deutschland zu kaufen, ist die Ökobilanz bei denen wirklich besser als bei denen aus Spanien? Alles regional, alles super? Es ist, man hat es ahnen können, kompliziert.

Wir wollten in dieser Kolumne mehr zu Arbeitsprozessen bringen, dazu gehört dann auch die Frage, wie alle Prozesse enden. Nämlich traditionell in der Rente, wobei das natürlich eine eher kurze Tradition ist, schon klar. Hier eine längere kulturwissenschaftliche Betrachtung zum Phänomen Rente.

Wem das Thema Rente altersbedingt noch nicht behagt, den können wir mit einem Link zum anderen Ende des Arbeitslebens versorgen, werfen wir einen Blick auf die Zeit, in der die Mühe der Arbeit und die Last des schweren Alltags für viele Menschen beginnt. Also auf die Kindheit. In der letzten Woche hatten wir Bilder dazu, nun einen Text. Achten Sie auf die Zahlenangabe 215 Millionen im Text. 215 Millionen. 215 Millionen. Ja, das steht da wirklich. Lesen kann man es, verstehen kann man es nicht.

Man kann aber auch ganz pragmatisch über Arbeitsprozesse nachdenken und das natürlich nicht nur bei den Büroberufen. Man kann sich z.B. auch fragen, wann eigentlich die Müllabfuhr kommt und ob das so richtig ist oder ob es nicht noch intelligenter geht.

Eine Meldung zur Fahrradnutzung in deutschen und europäischen Städten kommt erwartungsgemäß nicht ohne Münster und Kopenhagen aus. Und ab jetzt auch nicht mehr ohne Oldenburg, wo man im Tourismusmarketing wahrscheinlich schon fieberhaft daran arbeitet, den Begriff “Fahrradhauptstadt” in allen Prospekten und Onlineauftritten der Stadt unterzubringen.

Mit den Fahrrädern geht es aufwärts, mit den Autos geht es abwärts. Das ist vielleicht etwas schlicht ausgedrückt, es stimmt aber vermutlich.

Peter Glaser über das Verschwinden der Statussysmbole und das Verschwinden der Produkte. Über den letzten Satz dann gerne einmal etwas länger nachdenken. Oder einen Besinnungsaufsatz schreiben, schadet auch nichts.

Und bei manchen Menschen verschwinden nicht nur Statussymbole, sondern noch viel mehr Dinge. In der brand eins geht es um Ballast, den man abwerfen kann.

Hier ist wieder eine Meldung, bei der die Guten und die Bösen nicht klar zugeordnet sind, manchmal sehnt man sich doch wirklich nach den Ritterfilmen von früher zurück, da wußte man immerhin noch, was eine schwarze Rüstung bedeutete. Ob aber beim Thema E-Auto die Wahrheit nun eher bei Greenpeace oder doch bei den Autokonzernen liegt – ob es überhaupt jemand von uns wissen kann?

Auf der Seite der Guten möchten ein paar Start-Ups stehen, die hier vorgestellt werden. Alles Unternehmen mit sozialem Anspruch. Immerhin fünf Stück, quasi ein Trend. Na, fast.

Voll im Trend sicher auch die Idee, Edelpilze auf Kaffeesatz zu züchten, aber auch das scheint, was Gut und Böse betrifft, nicht ganz einfach zu sein.

In diesem Zusammenhang könnte noch ein anderes Thema interessieren, wir hatten es verschiedentlich in den letzten Wochen bereits erwähnt, ein wichtiges Thema, man möchte fast sagen, ein enorm wichtiges Thema, es geht um etwas sehr Gutes. Also um Schokolade. Da gibt es interessante Entwicklungen in Ecuador.

Jenseits von Gut und Böse ist das System, wobei es ziemlich egal ist, welches System gemeint ist. Das Gesellschaftssystem, das Medizinsystem, das Computersystem Ihrer Firma, das Bildungssystem, wenn man es mit dem System zu tun hat, wird es schnell kafkaesk und die Meldungen sind manchmal schwer auszuhalten.

Bei Kwerfeldein beeindruckende und deprimierende Bilder zum Braunkohletagebau, mit Erläuterungen zur Entstehungsgeschichte der Bilder und weiterführenden Links.

Der Designlink der Woche geht an dieses Riesenspielzeug, das schon wegen der Kinder nicht für den Verkehr zugelassen werden dürfte. Denn Kinder, die so einen Roller sehen, werde ein so erhebliches Neidproblem gegenüber den damit fahrenden Erwachsenen bekommen, das wird die Erziehungsratgeber auf Jahre hinaus beschäftigen.

GLS Bank mit Sinn

One comment

  1. Carom

    Internet verändert Mobilität: Eine einzige Carsharing-App und deren Nutzen war für mich Anlass, ein Smartphone in Betrieb zu nehmen; alle anderen meiner Nutzungen des Mobilgeräts ließen sich mit einem klassischen „Handy“ verwirklichen.
    (Inspirierende Links jede Woche, Herr Buddenbohm. Danke.)

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