Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach, dessen Namen wir vermutlich niemals werden schreiben können, ohne noch einmal und noch einmal nachzusehen, ob es so auch wirklich ganz richtig ist, Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach also, er hat da einen Kommentar zum Thema Steuerhinterziehung geschrieben. Er betont dabei einen ethischen Aspekt, der bei dem Thema oft viel zu kurz kommt – und er drückt es vollkommen angemessen deutlich aus. Man möchte fast sagen: saudeutlich.

Man könnte es fast das Gegenteil der im obigen Artikel erwähnten “Gutsherrenart” nennen – die Gemeinwohlökonomie.  In der taz ein Artikel zu dem etwas sperrigen Begriff und zu dem, was er im betrieblichen Alltag ausmacht.

Wir nähern uns dem Sommer und der Ferienzeit, da ist es sicherlich angebracht, ab und zu ein paar Links zum Thema Reisen zu bringen. Etwa den hier, dort geht es um den Markt für Kreuzfahrtreisen, die bekanntlich nicht gerade für nachhaltigen Tourismus stehen, sondern vielmehr eine beachtliche Umweltsauerei sind – und zwar, haha,  erster Klasse.

Damit sind wir dann schon wieder bei dem Thema, das uns hier immer wieder umtreibt. Was macht man da eigentlich als Konsument, sei es beim Thema Reisebuchung oder nur beim Kauf von Äpfelchen, macht man im Mainstream mit, macht man nicht mit, macht man etwas anderes und was macht man damit dann genau? Betreibt man Ablasshandel im Konsum, ist es bewusste Lebensführung, geht es um die Schaffung neuer Märkte, um ethisches Vorgehen, was ist es nun? Ein demokratischer Akt, sagt Birger Priddat. Ein etwas sperriger Text, aber ein interessanter Beitrag zur Frage des Konsums.

Bei der Deutschen Welle gibt es ein ergiebiges Special zum Thema Landwirtschaft in Afrika.  Afrika, wo die Menschen im Gegensatz zu uns als Konsumenten gar keine Wahl haben, irgend etwas richtig oder falsch zu machen. Wie auch in Bangladesch die Konsumenten nicht gerade die Weltmode prägen, die stellen sie dort “nur” her. Im Deutschlandfunk ein wenig Hintergrund zu den Arbeitsbedingungen, die anlässlich eines aktuellen Unglücks wieder durch die Presse gingen. In diesem Zusammenhang auch längeres Nachdenken zum Thema Kleiderkauf bei Isabel Bogdan, die die Schwierigkeiten aus Konsumentensicht nachvollziehbar zusammenfasst. Bei dem Artikel sind auch die Kommentare von Interesse, wenn man zu dem Thema mehr lesen möchte.

In der letzten Woche hatten wir zwei Links zur Frauenquote. Im Zuge der dort genannten Diskussionen hat Anne Roth ein neues Blog aufgemacht, in dem es um die Präsenz von Frauen bei öffentlichen Veranstaltungen geht. 50% heißt das Blog, es ist sozusagen ein Zählblog.  Das ist übrigens unterhaltsamer, als man auf den ersten Blick vielleicht denkt, man kommt dann doch ins Grübeln.

Im Guardian eine amüsante Zusammenstellung der schlimmsten Beispiele von “Management Speak” (englischer Text). Da mal reindrillen, da liegen ein paar Issues!

Wenn man etwas mit deutscher Kommunalpolitik zu tun hat und sich langweilt, kann man einfach mal das Thema “Shared Space” am Rande erwähnen, schon drehen alle um einen herum komplett durch, das ist soweit ein erprobtes Verfahren. Weniger erprobt ist Shared Space in der Wirklichkeit, als angewandtes Verkehrskonzept. Im Fakeblog ein Beitrag über eine Gemeinde, in der man die Verkehrsteilnehmer wieder zu Gleichberechtigten erklärt hat. Wobei man warnen muss, die Betrachtung zweier benachbarter Kreisverkehre mit Linksverkehr ist tendenziell anstrengend.

Und wer sich gerade Sorgen macht, vielleicht um die wirtschaftliche Lage, um das Land oder sogar um die Welt, wer sich irgendwelche Sorgen macht und sich zwischendurch fragt, ob er sich dabei igentlich die richtigen Sorgen macht, dem kann auch geholfen werden. Hier eine Liste mit Dingen, Entwicklungen, Ereignissen, vor denen prominente Schlauköpfe Angst haben. Zur allgemeinen Entspannung bitten wir um verschärfte Beachtung der Antwort von Terry Gilliam.

Wer an das Land denkt, an die Landwirtschaft, der denkt oft noch an bäuerliche Strukturen und Methoden. Wie falsch das ist, zeigt dieser Artikel über den Flächenerwerb durch Agrarkonzerne in Deutschland.

Die Flächen werden knapp, die Preise steigen, das ist also auf dem Land nicht anders als in den Städten. Also etwa in Berlin.

Gestern war der erste Mai, “Heraus zum 1. Mai!” werden die wenigsten auf den Straßenskandiert haben. Aber eine gute Gelegenheit, über Arbeit nachzudenken, ist so ein Tag natürlich dennoch.

Der Designlink der Woche für einen Schaukelstuhl mit einem geradezu unwiderstehlichen Feature. Ist es nicht ein anziehender Gedanke, wenn das Handy wieder alle ist, einfach zu sagen: “Moment – ich muss erst einmal zwei Stunden in den Schaukelstuhl.” Man könnte meinen, es würde die Welt maßgeblich entspannen.

Und zum Schluss noch schnell ein amüsantes kleines Verwirrspiel mit sehr bekannten Logos.

GLS Bank mit Sinn

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