Woanders – diesmal mit Elternabenden, Wohnungssuche, Sexarbeit und anderem

Ich kann mich nicht erinnern, ob ich schon einmal auf Nikos Grundsatzartikel über Elternabende verlinkt hatte. Macht aber auch nichts, das kann man ruhig öfter lesen. Ich habe da zwar erst sehr wenig Erfahrungen, nur ein paar Elternnachmittage im Kindergarten und Versammlungen bei den ersten Kennenlernterminen in der Grundschule, aber ich weiß jetzt schon: es ist alles wahr.

Sven Dietrich beschäftigt sich intensiv mit einem in Hamburg stark verbreiteten Hobby, der Wohnungssuche. Und er hat, was alle Hamburger Suchenden begeistern dürfte, eine unfassbar umfangreiche Linksammlung zum Thema zusammengestellt und veröffentlicht. Ich nehme an, das gab es in dieser Form noch nicht.

Slow comments – ich finde immer mehr Artikel, die sich mit dem Problem der alten Blogpostings beschäftigen, die eben nicht veraltet sind, nur sozusagen ziemlich weit nach unten gerutscht. Hier geht es um das Kommentieren dieser älteren Artikel. Ich finde das Thema des still, wohl allzu still  ruhenden Blogarchivs immer wichtiger und interessanter, je länger ich darüber nachdenke.

Das Blog The Happy Whore möchte ich generell empfehlen, hier schreibt eine Sexarbeiterin, eine Hure, und das ist wirklich sehr lesenswert, wenn man einmal mehr als die üblichen Vorurteile über diesen vermeintlich so speziellen Beruf erfahren möchte. Da kann man ruhig mal ein wenig rückwärts im Blog lesen, das bildet ganz ungemein.

Und es gibt einen neuen Feiertag in Deutschland! Gewissermaßen. Den Indiebookday. Erfunden vom feinen Hamburger Mairisch-Verlag, der z.B. Stevan Paul verlegt.

Noch einmal zur Buchbranche, gewissermaßen jedenfalls. Auf kwerfeldein der Hinweis auf das Projekt “Verbrannte Orte”, hier geht es um aktuelle Aufnahmen der Plätze, an denen 1933 Bücher verbrannt wurden.

Bei MC Winkel gibt es eine Sammlung von Führerscheinbildern. Johnny Cash, Walt Disney, Hemingway… Mein Favorit ist auf jeden Fall Janis Joplin. In dem Zustand hätte ich womöglich auch schon in der ersten Prüfung bestanden.

Das Lieblingsbild der Woche. Auch in diesem Blog ruhig zurückblättern, wenn Sie es nicht kennen. Könnte Sie aber die eine oder andere Stunde kosten. Klick auf das Bild wechselt jeweils zum nächsten Bild.

Wie Johannes Mirus Karsten Speck kennenlernte und dann nicht wusste, was aus ihm wurde.

Journelle findet drei Sachen gut.

Bei der Alltagsforschung geht es um den positiven Effekt von Ritualen. Da es heute Trend ist, sich über jedes Ritual spöttisch oder zynisch zu erheben, kann man das ruhig einmal zur Kenntnis nehmen. Man darf natürlich über Rituale spotten, vielleicht sollte man das sogar – man muss sie aber dennoch ausführen. So einfach ist das wohl.

Wie Glumm unter Einfluß der gefährlichen Droge Enid Blyton angefangen hat, Bücher zu zu schreiben. Mit elf Jahren.

Ich hatte nicht unerheblichen Spaß beim Anhören des Albums “Heute hier, morgen dort – Salut an Hannes Wader”. Coverversionen von Wader-Songs, teils großartig (Anna Depenbusch mit “Nach Hamburg”! Hammerlied!) teils furchtbar (Herr Poisel mit “Heute hier, morgen dort”, man möchte ihm ein Bier reichen, auf die Schulter klopfen und etwas wie “Junge, das wird schon wieder” murmeln), teils erfrischend (Slime mit einer Punkversion von “Heute hier, morgen dort”), teils schlicht unhörbar (Max Prosa! Meine Güte!). Alles in allem äußerst interessant. Hören Sie mal rein. Hier eine Besprechung zum Album in einem ansprechenden Musikblog, gerade erst entdeckt.

Wer beruflich gerade Fehlleistungen zu verantworten hat, hier ein kleiner Trost: Es geht immer noch schlimmer. Sehr schöne Sachen dabei. Ich habe ja tiefes Verständnis für solche Entgleisungen.

An Rudi Carrell erinnert man sich sicher noch – aber wahrscheinlich nicht so. Mein Lieblingsfund der Woche auf Youtube.

Das beste Essen der letzten sieben Tage gab es nicht, das war alles nur Ernährung, aber kein gutes Essen. Schlimm! Und wieso liegen hier überall Flips herum?